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Wolfgang Lutz in "idea": Europa wird nicht islamisch

admin @, Mittwoch, 03. Oktober 2012, 23:12 (vor 1632 Tagen)

http://www.idea.de/detail/gesellschaft/detail/bevoelkerungsforscher-europa-wird-nicht-islamisch.html

Wien (idea) – Europa wird nach Ansicht des Bevölkerungsforschers Wolfgang Lutz (Wien) nicht binnen weniger Jahrzehnte mehrheitlich muslimisch sein. Entsprechende Prognosen seien „aus der Luft gegriffen“, sagte der Direktor des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gegenüber der „Wiener Zeitung“.

Selbst in den „extremsten Szenarien“ mit „massivstem Zuzug“ könne von einer Mehrheit der Muslime keine Rede sein. Schon heute komme die stärkste Zuwanderung nicht aus dem islamischen Raum, sondern vom Balkan. Laut Lutz kann man die höhere Kinderzahl von muslimischen Zuwanderern nicht einfach fortschreiben. Sie nehme mit zunehmendem Bildungsgrad ab.

Bei Muslimen in Österreich zeige sich bereits eine Anpassung an das heimische Niveau. Dieser Trend treffe nicht nur auf europäische Länder zu, sondern etwa auch auf den Iran. Im Jahr 1984 habe eine Familie durchschnittlich sieben Kinder gehabt; heute liege die Zahl auf europäischem Niveau zwischen 1,6 und 1,7. Der Grund sei, dass das Mullah-Regime die Bildung von Frauen gefördert habe.

Laut Lutz neigen auch Menschen mit hoher Religiosität dazu, mehr Kinder zu haben. Trotz der Säkularisierung werde ihr Bevölkerungsanteil wegen der höheren Kinderzahl voraussichtlich nicht dramatisch sinken.

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Dem lassen sich zwei Aussagen entnehmen, die sich zueinander widersprüchlich verhalten:

1. Hoher Bildungsgrad senkt die Kinderzahl.
2. Hohe Religiosität steigert die Kinderzahl.

Ist aber nicht Religiosität auch eine Art von Bildung?

Überlegen wir: Tiere haben zwar Intelligenz, aber keine Religion. Angenommen, daß Intelligenz und Religion miteinander negativ korrelieren, müßten Tiere ausgesprochen religiös, auf jeden Fall viel religiöser sein als Menschen.

Der Fehler liegt wohl darin, daß zwischen Bildung und Ausbildung (= Ende der Bildung) in soziologischer Betrachtung nicht ausreichend unterschieden wird.

admin

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