Karma des Feminismus

Herr Mann, Freitag, 21. Dezember 2012, 02:06 (vor 1739 Tagen)
bearbeitet von Herr Mann, Freitag, 21. Dezember 2012, 02:41

Ich grüße Sie, Herr Lentze, und wünsche Ihnen - wie uns allen -, daß dieser angeblich von den Maya zum „Tag des Weltendes“ erklärte 21.12.2012 das Gegenteil beweisen wird.

Ich habe einige Fragen zu Ihrem am 27.03.2012 veröffentlichten Aufsatz (im Weblog „MANN,PASS AUF“): Die Zukunft ist männlich. Zunächst einmal zu Steiners „nachatlantischen Kulturepochen“:

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Ausgerechnet die „griechisch-lateinische ... Kultur-Epoche“ ist die mittlere und „spiegelt“ sich nicht. Abgesehen von der Zahlenspielerei: Warum ist es gerade sie? Angelsachsen sind Germanen, das Angelsächsische ist ein Dialekt des Germanischen, also ist der Begriff „Gemanisch-Angelsächsich“ nicht korrekt.

Sie behaupten, Abraham und sein Stamm hätten in Agypten nicht bleiben können, wiel sie „dort den Auferstehungsgedanken verloren“ hätten, und haben dabei nicht berücksichtigt, daß doch gerade in Ägypten der Auferstehungskult begangen wurde.

Aus Ihren folgenden Zitaten geht die Quelle nicht eindeutig hervor:

„»Die babylonische Dekadenz bestand darin, daß die Seelen, wenn sie sich zu den Göttern aufschwangen, das Irdische mit seiner Stoffesschwere nicht mehr wirklich hinter sich lassen konnten, sondern fortan das Allzu-Irdische in das religiöse Leben hineintrugen. Das Prinzip der geistigen Unzucht kam auf. Statt daß der Mensch seine Seele weiterhin zur reinen Vermählung mit dem Geist erhob, mischte er die irdische Sinnlichkeit und Leidenschaftlichkeit in seinen Umgang mit der Götterwelt. .... So entstand im Umkreis der babylonischen Tempel eine ganze Welt von Sexualkulten, in denen religiöse Inbrunst und geschlechtliche Sinnlichkeit ineinander übergingen.« (Qeulle?) Dazu gehörte die Tempel-Prostitution. Es ist falsch, anzunehmen, daß es sich hierbei um die »Kulturform« eines vermeintlich »ältesten Gewerbes der Welt« gehandelt habe. Ganz im Gegenteil: »Das Prostituierten-Wesen ist nicht im alltäglichen Leben aufgekommen; seine Entstehung liegt durchaus auf kultischem Boden. Babylonien ist das klassische Land, in welchem es unter den in den Tempeln Dienenden zuerst die Hierodulen, d.h. die Prostituierten, gab. Alle Laster, die auf Rauschwirkungen abzielen und in Süchtigkeiten übergehen, haben so ihren Ursprung in Kultzusammenhängen vorchristlicher Kulturen ...« (Qeulle?).“

Die baylonische Dekadenz kann man auch so verstehen, daß sie die eine Meta-Kultur darstellt und die gesamte Zeitspanne von der Entstehung der Mesopotamien-Kultur bis zu unserer Kultur, also bis heute, umfaßt und vielleicht wirklich, so wie es das Modell von Steiner auch zeigt, von der griechisch-römischen Kultur als der Zwischenzeit (über die von Steiner angegeben Jahreszahlen ließe sich noch streiten) zwar nicht unterbrochen, aber dennoch beeinträchtigt - wie auch immer - worden ist. Wenn das stimmt, dann leben wir immer noch in dieser Meospotamien-Kultur im Sinne dieser (babylonischen) Dekadenz.

Dafür spricht viel, zumal sich in dieser Meta-Kultur - nach einer Vorbereitungszeit durch die Trenung der Seßhaften von den Nichtseßhaften - die Trennung der Schriftlichen von den Nichtschriflichen, die Trennung der Geschichtlichen von den Nichtgeschichtlichen (auch die Vor- oder Urgeschichtlichen genannt) vollzog. Wie sehr das mit den von Ihnen angesprochenen Phänomen zusammenhängt, ist eine spannende Frage.

„Halten wir fest: Sexualität und Reproduktion wurden in Mesopotamien erstmals systematisch getrennt, und zwar durch die Tempelprostitution. Diese wurde ausgeübt durch Frauen, wie übrigens auch die Gottheiten großtenteils weiblich waren. Daß sie damit begannen, über Männer Macht auszuüben, diese aber auch Widerstand leisteten, ist dokumentiert durch das Gilgamesch-Epos, das älteste Epos überhaupt. Damit sind wir auf die ersten dokumentierten Ursprünge des Feminismus gestoßen.“

„Wenn es nun aber verschiedene Fraktionen gibt, so darf man sich fragen: Gibt es ein verbindendes Minimum? Ja, das gibt es. Was der Feminismus mindestens einfordert, ist die Herrschaft des Weibes über die menschliche Reproduktion. Diese Forderung beansprucht absolute Geltung. Sie begnügt sich keineswegs mit einer Geltung in dem Freiraum, den ihr das Patriarchat von sich aus gewährt. Nein, sie stellt das Patriarchat radikal in Frage! Und sie beinhaltet:

1.) Alleinige Entscheidungsgewalt über die Zeugung.
2.) Alleiniges Recht auf die Tötung Ungeborener.
3.) Alleiniges Sorgerecht über die Geborenen.

In der Folge gilt heute bereits:

1.) Kein Mann kann sicher sein, nicht als Vergewaltiger angeklagt und verurteilt zu werden.
2.) Kein Mann kann dem Willen einer Frau, das von ihm gezeugte Kind vorgeburtlich zu töten, rechtswirksam widersprechen.
3.) Kein Mann kann heute verhindern, daß die Frau sein geborenes Kind ihm entzieht und ihn obendrein unterhaltspflichtig macht.

.... Übrigens fällt auch die Prostitution unter die weibliche alleinige Entscheidungsgewalt über die Zeugung, wiewohl sie das feministische Minimum überschreitet. Manche Feministinnen behaupten nämlich, daß die Prostitution eine von Männern gewollte Einrichtung zur sexuellen Ausbeutung von Frauen sei. Wir sollten uns von dieser Argumentation nicht beeindrucken lassen. Wer behauptet, daß die Frau sexuell ausgebeutet werde, möge angeben, was ihr danach fehlt, das sie vorher hatte. Nichts fehlt ihr, im Gegenteil. Es ist vielmehr der männlichen Kunde, dem danach etwas fehlt. Zumindest wird er um sein Geld, meist aber auch um seine Zeugungflüssigkeit erleichert. Man stelle beide, Mann und Frau, hinterher auf die Waage, und das Ergebnis wird immer eindeutig sein. Wer dann noch einwendet, daß der Kunde ja begierig auf den Sexhandel sei und einen hohen Lohn zahle, will damit sagen, daß nicht die Frau den Mann verführt, sondern der Mann die Frau anregt, den »Beruf« der Prostituierten zu ergreifen. Entsprechend müßte er dann aber auch sagen, daß nicht der Rauschdrogen-Anbieter sich seine Abhängigen schafft, sondern der Abhängige andere dazu verführt, den »Beruf« des Drogenhändlers zu ergreifen. Eine gleichermaßen absurde Argumentation! Ich kann nur immer wieder betonen, daß keine Prostituierte und kein Drogenhändler jemals gezwungen worden ist, ihren bzw. seinen »Beruf« zu ergreifen - außer in Zusammenhang mit der Organisierten Kriminalität. Diese ist aber ein Thema für sich, da sie sich einer Vielzahl von Formen des Verbrechens bedient. Prostitution an sich ist nichts anderes als kalkulierte Ausbeutung des Mannes und zugleich Degradierung des Mannes. In Schweden z.B. ist es geltendes Recht, daß Prostituierte ihren »Beruf« straflos ausüben dürfen, die Kunden jedoch, wenn sie das Angebot annehmen, bestraft werden. Hier zeigt sich ganz unverhüllt, daß der Feminismus sich der Prostitution als eines Herrschaftsinstrumentes über den Mann bedient, um indirekt eine gruppenbezogene Steuer einzutreiben - was im Islam schon früher üblich war, in Schweden jedoch auf direktem Wege - als »Männersteuer« - nicht eingeführt werden konnte. Die Feministin Gudrun Schyman hatte genau dies versucht!“

„In diesem Zusammenhang sei die dritte Forderung aus der Programmschrift S. M. Gearharts erwähnt. Sie lautet:

3.) Der Anteil der Männer muß auf ungefähr 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden.

Ihre ersten beiden Forderungen sind ja bereits erfüllt.:

1.) Jede Kultur muß jetzt Schritte unternehmen, damit die Zukunft weiblich wird.

2.) Kein Mann kann dem Willen einer Frau, das von ihm gezeugte Kind vorgeburtlich zu töten, rechtswirksam widersprechen.

Warum erscheint uns die dritte Forderung - zunächst einmal - unrealistisch? Der hauptsächliche Grund dürfte nicht darin liegen, daß Männer sich wehren würden. Ich bezweifle, daß sie es täten. Der wahre Grund ist vielmehr, daß dann die Männersteuer, die faktisch weltweit entrichtet wird - sei es ingestalt von Haushaltsgeld, Prostituierten-Lohn, Einkommenssteuer, Sozialversicherungsbeiträge, oder wie auch immer - entfiele. Zudem würde die Menschheit in eine vor-industrielle Gesellschaft zurückgeworfen, so wie sie S. M. Gearhart in ihren utopischen Romanen beschreibt. Doch die weitaus meisten Frauen wollen in einer solchen Gesellschaft nicht leben. Und sie wissen, daß die Welt, welche ihnen ihre heutigen Bequemlichkeiten sichert, nur durch männliche Arbeitskraft ermöglicht wird. Die Frauheit benötigt einen Anteil von Sklaven, der nicht 10 %, sondern 48 % innerhalb der Bevölkerung ausmacht.“

Es ist die männliche Arbeitskraft, ja - man sollte sie jedoch insbesondere Leistungskraft oder Leistungsfähigkeit nennen, weil sie es hauptsächlich ist, die allen Frauen (und übrigens auch nicht wenigen Männern) die Bequemlichkeiten sichert. Diejenigen, die die bedeutendste Leistung erbringen, sind von der Anzahl her eher wenige. Ob der Wunsch, die Anzahl der Männer bis auf 10 Prozent zu reduzieren, damit etwas zu tun hat, ist sehr wahrscheinlich. Um auch in Zukunft in Bequemlichkeiten schwelgen zu können, müßte der Feminismus diejenigen Männer, die die bedeutendsten Leistrungsträger sind, regelrecht selektieren, also züchten. Zwar züchten sich Menschen sowieso, aber es war und ist (und wird noch lange sein?) diese Züchtung eine kulturelle Angelegenheit, besonders der Erziehung (Pädagogik), Bildung. Das war und ist im Vergleich zu den Zielen des Feminsimus, der ja ein Totalitarismus ist, sehr harmlos. Damit die Mindestanzahl an Leistungsträgern erreicht wird, müssen gerade sie genügend Nachkommen haben - nicht zu wenige, aber auch nicht zu viele (eine Geburtenrate von 2,1 bis 2,4 pro Weib ist ausreichend) - und kulturell möglichst auf der Höhe bleiben. Doch das funktioniert natürlich nicht ewig. Wir sehen bereits heute den in Zukunft noch größer werdenden Schaden, für den auch und insbesondere der Feminismus die Schuld trägt. Das Konzept des Feminsimus könnte, wie gesagt, u.a. darin bestehen - beispielsweise mittels Klonen, das ihm ja mittlerweile dank der Kultur, die auch diese Technik hevorbrachte und deswegen mit ihrer Geschichte wahrscheinlich sogar den größten Teil der Schuld trägt, zur Vefügung steht -, genau eben nur denjenigen Menschen das Leben zu erlauben, die er gemäß seiner eigenen Wünsche braucht, und denjenigen Menschen das Leben zu verbieten, die er gemäß seiner eigenen Wünsche nicht braucht oder fürchtet.

Könnte er damit letztlich Erfolg haben?

Der nächste Absatz in Ihrem Aufsatz hinterläßt allerdings wieder einige Fragen, insbesondere bei denen, die Steiners Anthroposophie nicht kennen:

„Diese instrumentalisierende Einstellung ist es, die in der mesopotamisch-ägyptischen Kultur-Epoche in Gestalt der Tempelprostitution veranlagt wurde. Was darüber hinaus geht, nämlich die Forderung nach Reduktion des Mannes auf 10% oder noch darunter, fällt in die viel frühere Zeit der alten Lemuris, kurz nach der Geschlechtertrennung, als der ursprünglich zwittrige Mensch weiblich gestaltet war und der Mann das Neue und insofern die Bedrohung schlechthin darstellte. Damit meine ich, zunächst einen Teil der Frage nach dem Karma des Feminismus beantwortet zu haben. Es ist das Vergangenheits-Karma. Verfolgen wir dieses zeitlich zurück, so kommen wir zunächst auf die mesopotamische Kulturen der Geburts-Mysterien und seiner Entartungen, nämlich die Tötung Ungeborener, sowie die Tempel-Prostitution. Gehen wir noch weiter zurück in eine prähistorische Vergangenheit, so kommen wir in die Lemurische Zeit, als gleichzeitig mit der Erde-Mond-Trennung auch die Geschlechter-Trennung einsetzte, die Frau aber noch eine Zeitlang die Führerschaft innehatte. Eine Frage bleibt: Wenn manche Feministen die Prostitution als eine männliche Erfindung, ja als ein männliches Herrschaftsinstrument bezeichnen - in Wirklichkeit ist es ja ein weibliches -, was motiviert sie dazu? Hierzu müssen wir ein weiteres Thema aufgreifen. Zuletzt sei dann auch noch das Zukunfts-Karma des Feminismus thematisiert.“

„Eigentlich liegt ja die Lösung des Rätsels »auf der Hand«: Frauen sind leib-schöpferisch: Sie gebären Kinder - aus dem Unterleib; Männer sind geist-schöpferisch: Sie gebären Ideen - aus dem Kopf (später: Kehlkopf). Darum ist auch der Ausdruck »Phallokratie«, mit dem Mary Daly das Patriarchat beschreiben will, so abgründig dumm und falsch. Es ist vielmehr der Kopf, durch den Männer herrschen. Wenn man schon ein neues Wort für männliche Herrschaft prägen möchte, dann sollte man also von einer »Phrenokratie« sprechen, und nicht von einer »Phallokratie«. (Demgegenüber wäre der Ausdruck »Hysterkratie« für die Weiberherrschaft durchaus sachgerecht.) Es ist also klar, daß der Feminismus das Patriarchat köpfen muß.“

Die Thesen sind interessant. Hat Steiner das Karma ähnlich verstanden wie die indische Kultur (vgl. Hinduismus, Buddhismus)?

Zu der Einteilung der Epochen könnte ich Veränderungsvorschläge machen, lasse es aber hier aus Platzgründen sein. Nur soviel: Wie Sie wissen, läßt Herr Schütze, von dem ich Sie übrigens herzlich grüßen soll, sich durch mich vertreten, weil er in Südamerika unterwegs ist. Wie er bin auch ich ein Bruneaner, und das Modell von Hubert Brune favorisiert andere Jahreszahlen als das Modell von Rudolf Steiner. Gemäß Brunes Theorie muß man von mehreren Millionen Jahren für die Menschenevolution ausgehen. Ich verweise im Zusammenhang mit den Jahreszahlen oder Zeitabschnitten auf folgende Webadressen:

- http://www.Hubert-Brune.de/nomaden.html -
- http://www.Hubert-Brune.de/hmmnk_hnmhk.html -
- http://www.Hubert-Brune.de/bilder/evolutionsperiodik.jpg -
- http://www.Hubert-Brune.de/bilder/oekonomie.jpg -

Freundliche Grüße!

____

P.S.) Kleiner Tipp am Rande: Wenn Sie einen HTML-Anker setzen und ihm einem Namen geben, müssen Sie vor den Namen des Textankers unbedingt das „#“-Zeichen setzen, damit der Textanker auch seinen Dienst erfüllen kann.

Karma des Feminismus

trel ⌂, Freitag, 21. Dezember 2012, 19:48 (vor 1738 Tagen) @ Herr Mann

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Ausgerechnet die „griechisch-lateinische ... Kultur-Epoche“ ist die mittlere und „spiegelt“ sich nicht. Abgesehen von der Zahlenspielerei: Warum ist es gerade sie? Angelsachsen sind Germanen, das Angelsächsische ist ein Dialekt des Germanischen, also ist der Begriff „Gemanisch-Angelsächsich“ nicht korrekt.

Guten Abend, Herr Mann!

Sie haben mich mit einer Fülle von Fragen überschüttet, die ich auch gerne beantworten würde. Das fällt mir allerdings nicht leicht.

"Zahlenspielerei"? Natürlich kann und soll man fragen, warum die nach-atlantischen Kulturepochen nach dem Anthroposophischen Schema 7 an der Zahl sind; warum sie alle gleich lang sind; warum sie jeweils genau 2160 Jahre währen; warum sie in einem ganz bestimmten Jahr anfangen, und nicht in einem anderen.

Nun, 2160 Jahre entspricht einem Zwölftel des Präzessions-Zyklus. Dieser währt bekanntlich 25.920 Jahre. Mit ihm korrespondiert eine andere Zahl, nämlich die der Lebenstage eines Menschen, der nicht ganz 72 Jahre alt wird. Gehen wir noch mehr ins Detail, so ersehen wir, daß dies auch die Zahl der Atemzüge ist, die der Mensch täglich macht (18 pro Minute, 1.080 pro Stunde, 25.920 in 24 Stunden). Warum also sollte die Zahl nicht auch von Bedeutung sein für die Epochen der Menschheitsgeschichte?

Damit sind natürlich die entscheidenden Fragen noch nicht beantwortet. Warum etwa sind es 7, nicht 12 Epochen? Ich bin dabei, diesen Fragen nachzugehen. Das geht nur durch ein umfangreiches Literatur-Studium. Die Ergebnisse will ich in darlegen in einer eigenen Netzseite zum Thema Kosmogonie.

Nur noch ein Hinweis: Auf die sieben Kultur-Epochen beziehen sich die Sieben Sendschreiben in der Apokalypse des Johannes. Die ganze Weltgeschichte läßt sich aufteilen in 7 hoch 7 gleich 16.807 Zeitabschnitte. Die Zahl 7 ist hierbei zwingend. Es ist sinnlos, sie z.B. durch 6 oder 8 auszutauschen.

Sie behaupten, Abraham und sein Stamm hätten in Agypten nicht bleiben können, wiel sie [/b]„dort den Auferstehungsgedanken verloren“ hätten, und haben dabei nicht berücksichtigt, daß doch gerade in Ägypten der Auferstehungskult begangen wurde.

Ich habe auch nur übernommen, was ich mir angelesen habe; nur daß ich, anders als Sie, keinen Grund gesehen habe, diese Ideen in Frage zu stellen. Wir haben verschiedene Ausgangsorte. Sie sind vorgeprägt durch Spengler und Brune und messen nun alles, was Ihnen neu ist, an diesem System, und fragen: Warum sagt Steiner nicht genau Dasselbe wie Brune?

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Aus Ihren folgenden Zitaten geht die Quelle nicht eindeutig hervor

Ich habe Seitenzahl dann weggelassen, wenn sie der vorher schon genannten entspricht.

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Hat Steiner das Karma ähnlich verstanden wie die indische Kultur (vgl. Hinduismus, Buddhismus)?

Nein, bewußt völlig anders. Eher so wie G.E. Lessing in seiner "Erziehung des Menschengeschlechts" (um 1800). Wir leben eben nicht mehr in der indischen Epoche und ihren indischen Nachzüglern.

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Wie Sie wissen, läßt Herr Schütze, von dem ich Sie übrigens herzlich grüßen soll, sich durch mich vertreten, weil er in Südamerika unterwegs ist.

Danke, ich lasse zurückgrüßen!

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Wie er bin auch ich ein Bruneaner, und das Modell von Hubert Brune favorisiert andere Jahreszahlen als das Modell von Rudolf Steiner. Gemäß Brunes Theorie muß man von mehreren Millionen Jahren für die Menschenevolution ausgehen.

Sobald ich fertig bin mit meiner Darstellung des Steinerschen Modells, werde ich mich auch mit Brune befassen. Die Ausgangsstandpunkte sind völlig verschieden, wie Sie wissen. Steiner ging aus von den Intentionen der Engel, Erzengel, usw. Nach diesen richten sich die irdischen Zustände, nicht umgekehrt. Das Ungewöhnlich ist, daß Steiner behauptete, er könne die Intentionen dieser Wesen erforschen; und daß er Methoden angab, die es auch anderen Menschen ermöglichen können.

Gruß
trel

Unaufgelöst gebliebener Widerspruch

Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 06:42 (vor 1738 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 07:40

Guten Morgen, Herr Lentze!

„Sie sind vorgeprägt durch Spengler und Brune und messen nun alles, was Ihnen neu ist, an diesem System, und fragen: Warum sagt Steiner nicht genau dasselbe wie Brune?“

Ja, „vorgeprägt“ sind wir irgendwie alle, aber das ist nicht der Grund bzw. das Motiv meiner Frage gewesen. Ich habe einfach nur Ihren Text gelesen und versucht, ihn ganz genau zu verstehen. Dabei bin ich aber eben unter anderem auf einen Widerspruch gestoßen und zu jener Frage gelangt, warum jemand gerade dort, wo der Auferstehungskult begangen wurde „den Auferstehungsgedanken verloren hätte“. Um auf diesen Widerspruch zu kommen, muß man nicht vorgeprägt sein - es sei denn, man verstünde unter „Vorprägung“ auch die Logik.

Ich fand es z.B. sehr interessant zu lesen, wie sich die Polarität zwischen Mesoptamien und Ägypten symbolisch äußerte. Sie sind dann zu folgendem Schluß gekommen:

„- Mesopotamien: Mysterien der Geburt. Öffnung zum Himmel. Tempelprostitution, Sexualkulte.“
„- Ägypten: Mysterien des Todes. Ausrichtung zu den Tiefen der Erde. Einbalsamierung, Mumienkulte.“

Diese Polarität nennen Sie auch „Gegen-Weihnachten“ und „Gegen-Ostern“ .

„»In Chaldäa drang das turanische Element ein und verseuchte das geistige Leben dieses Landes. Der Astarte- und Baalkultus, der sich unter den Vökern Mesopotamiens und Syriens verbreitete, führte zu einer Auffassung der Geburt, die das strikteste Gegenteil von der Auffassung war, die gepflegt werden sollte. Das Geschlechtsleben sollte von seinen göttlichen Quellen losgerissen werden und dämonischen Mächten anheimfallen; die Geburt sollte mechanisiert werden. Dieses sollte dadurch erreicht werden, daß alle Erstgeburten getötet werden sollten, was eine zweckmäßige Maßnahme war, um die bewußte liebevolle Erwartung der herabsteigenden Seelen unter der Menschheit zu vernichten und durch eine bewußtlose mechanische Produktion von Menschenwesen zu ersetzen. ... Hochspirituelle Seelen können nur in dem Falle geboren werden, wenn sie bewußt erwartet werden. Es ist eine Grundbedingung für ihr Erscheinen, daß das freie menschliche Bewußtsein der Eltern mitwirkt.« (Valentin Tomberg, Anthroposophische Betrachtungen über das Alte Testament, 1989², S. 22).

Entsprechend zu den Mysterien des Todes in Ägypten:

»Wie in Chaldäa die Geburt materialisiert wurde, so wurde andererseits in Ägypten der Tod materialisiert. Der große Gedanke von der Auferstehung, der in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde, wurde durch die Begierde, die äußere Gestalt, die Leibesform zu erhalten, ersetzt. Indem der Mumienkultus eingeführt wurde, beging Ägypten eine ähnliche Sünde wider das Mysterium des Todes, wie Chaldäa wider das Mysterium der Geburt, indem es dem Baalkultus frönte.« (Ebd., S. 22).

Im ersten Fall wurde also gewohnheitsmäßig ein Gegen-Weihnachten praktiziert, im zweiten ein Gegen-Ostern. Das war der Grund, warum Abraham mit seinem Stamm Chaldäa verließ. In Ägypten war dieser Stamm vor der Korruption der Geburten geschützt und konnte zum Volk heranreifen. Bleiben konnte das Volk aber auch dort wiederum nicht, weil es dort den Auferstehungsgedanken verloren hätte.“

„Nur“ der letzte Satz beinhaltet den Widerspruch. Ich hatte gehofft, daß Sie mir den auflösen würden, aber statt dessen haben Sie - leider - einfach nur davon gesprochen, daß jemand „vorgeprägt“ sei. Ich wollte doch einfach nur wissen, warum es in dem Text, den Sie sich „angelesen“ und dann „übernommen“ haben, einen so fetten Widerspruch gibt.

So bleibt der Widerspruch wohl unaufgelöst. Schade!

Vielleicht nennen Sie mir aber die Bibeltextstelle, aus der Sie die Information über Ägypten, den Auferstehungsgedanken und Abraham haben. Ich besitze auch eine Bibel - sogar mehrere (in jeweils verschiedenen Sprachen!).

Mit freundlichem Gruß!

Herr Mann

Welcher Widerspruch?

trel ⌂, Samstag, 22. Dezember 2012, 11:53 (vor 1737 Tagen) @ Herr Mann

Guten Tag Herr Mann!

Ich habe nicht verstanden, worin der Widerspruch bestehen soll, und gehofft, daß Sie mir den erläutern würden.

Die Ägypter hatten den Mumienkult eingeführt. Mumifizierung verhindert die Auferstehung. Ein Volk, das mit dem Mumienkult lebt, kennt keine Auferstehung, oder muß den Gedanken daran, sofern es ihn einmal hatte, irgendwann verlieren.

Folglich hätte das israelitische Volk für Christus, dessen Bedeutung einzig in der Auferstehung besteht, keine geeigneten Bedingungen schaffen können, wenn es bei den Ägyptern geblieben wäre. Es mußte rechtzeitig wieder von ihnen weggehen.

Natürlich wäre die Auferstehung Christi auch ohne den Glauben daran vonstatten gegangen, aber es hätten dann zunächst ungünstige Voraussetzungen für eine Nachfolge Christi und für eine Erlösung des Menschen von der Erbsünde vorgelegen.

In Ägypten war dieser Stamm vor der Korruption der Geburten geschützt und konnte zum Volk heranreifen. Bleiben konnte das Volk aber auch dort wiederum nicht, weil es dort den Auferstehungsgedanken verloren hätte.“

„Nur“ der letzte Satz beinhaltet den Widerspruch. Ich hatte gehofft, daß Sie mir den auflösen würden

Wie gesagt, ich finde da keinen Widerspruch. Der Gedankengang erscheint mir völlig logisch.

Korruption der Geburten in Mesopotamien -> Exodus.
Korruption der Auferstehung in Ägypten -> Exodus.

So konnten sowohl für die Geburt als auch für ein Verständnis der Auferstehung des Gottessohnes die Grundlagen geschaffen werden.

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Vielleicht nennen Sie mir aber die Bibeltextstelle, aus der Sie die Information über Ägypten, den Auferstehungsgedanken und Abraham haben. Ich besitze auch eine Bibel - sogar mehrere (in jeweils verschiedenen Sprachen!).

Ich habe die Stelle nicht aus der Bibel zitiert, sondern aus dem Buch von Tomberg. Die Quelle ist angegeben.

Im Alten Testament bin ich wenig bewandert, kann Ihnen also aus dem Stegreif nicht die Stelle im Buch Moses nennen, wo vom Auszug aus Ägypten berichtet wird. Dafür gibt es aber Möglichkeiten im Internet mit Suchfunktionen, etwa Bibel online.

Gruß!
trel

Unaufgelöst gebliebener Widerspruch

Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 13:33 (vor 1737 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 13:54

Guten Tag, Herr Lentze!

Wenn Sie einerseits schreiben, daß „der große Gedanke von der Auferstehung ... in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde“, und andererseits, daß in Ägypten „das Volk ... den Auferstehungsgedanken verloren hätte“, dann ist das eindeutig ein Widerspruch, weil Sie das eine Mal sagen, es gäbe in Ägypten den Auferstehungsgedanken, und das andere Mal, es gäbe in Ägypten nicht den Auferstehungsgedanken. Wenn es ihn in Ägypten gab, dann hätte „das Volk“ ihn dort auch nicht verlieren können; und wenn es ihn in Ägypten nicht gab, dann hätte er in den „heiligen Mysterienstätten Ägyptens“ auch nicht „gepflegt“ werden können. Das sind Ihre Worte - das ist wie: als es regnete, regnete es nicht. In der Logik nennt man das eine Kontradiktion oder eben Widerspruch. Der Auferstehungsgedanke kann nicht sowohl existent als auch nicht existent sein. Das ist ein Widerspruch!

Daß die Ägypter den Auferstehunsgedanken gepflegt haben, weiß ich, und dieses Wissen habe ich nicht erst durch Spengler oder Brune erworben, wie Sie jetzt vielleicht wieder meinen, sondern durch mein Geschichtsstudium. Wenn wir also davon ausgehen können, daß die Ägypter den Auferstehunsgedanken gepflegt haben, dann können wir nicht ernsthaft ebenfalls davon ausgehen, daß gleichzeitig jemand in diesem, den Auferstehungsgedanken pflegenden Ägypten „den Auferstehungsgedanken verloren hätte“. Beides - noch dazu gleichzeitig - ist aus logischen Gründen nicht möglich.

Die einzige Möglichkeit zur Auflösung dieses Widerspruchs hätten wir, wenn wir davon ausgehen könnten, in Ägypten hätte sich zu der Zeit etwas ereignet, was im Widerspruch zum althergebrachten Kultus stand, z.B. eben im Widerspruch zu dem Auferstehungsgedanken. Mir fällt da aber nur die Zeit von 1377 bis 1358 ein, als Amenophis IV. regierte, der die Sonnenscheibe Aton verehrte (vgl. Echnaton) und also mit der Tradition brach. Ob das der für unser Thema hier relevante Zeitraum ist?

Mit freundlichem Gruß!

Herr Mann

Welcher Widerspruch?

trel ⌂, Samstag, 22. Dezember 2012, 17:53 (vor 1737 Tagen) @ Herr Mann

Wenn Sie einerseits schreiben, daß „der große Gedanke von der Auferstehung ... in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde“, und andererseits, daß in Ägypten „das Volk ... den Auferstehungsgedanken verloren hätte“, dann ist das eindeutig ein Widerspruch, weil Sie das eine Mal sagen, es gäbe in Ägypten den Auferstehungsgedanken, und das andere Mal, es gäbe in Ägypten nicht den Auferstehungsgedanken.

Ich hatte geschrieben: Der große Gedanke von der Auferstehung, der in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde, wurde durch die Begierde, die äußere Gestalt, die Leibesform zu erhalten, ersetzt.

Das ist ganz sicher kein Widerspruch, vielmehr eine Änderungs-Mitteilung.

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Wenn es ihn in Ägypten gab, dann hätte „das Volk“ ihn dort auch nicht verlieren können

Warum nicht? Deutschland z.B. hat doch seine schöpferische Kraft verloren, physisch und geistig.

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Die einzige Möglichkeit zur Auflösung dieses Widerspruchs hätten wir, wenn wir davon ausgehen könnten, in Ägypten hätte sich zu der Zeit etwas ereignet, was im Widerspruch zum althergebrachten Kultus stand, z.B. eben im Widerspruch zu dem Auferstehungsgedanken.

Na sehen Sie, es geht doch.

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Mir fällt da aber nur die Zeit von 1377 bis 1358 ein, als Amenophis IV. regierte, der die Sonnenscheibe Aton verehrte (vgl. Echnaton) und also mit der Tradition brach. Ob das der für unser Thema hier relevante Zeitraum ist?

Das weiß ich nicht. Es war für mich bisher kein großes Thema, zumal es ja noch viele andere Themen in der Geschichte des Kosmos und der Menschheit gibt, die von Bedeutung sind. Wahrscheinlich kann man im Werk von Steiner irgendetwas dazu finden. Dafür gibt es ja die Suchfunktion.

Beste Grüße
trel

Vielleicht (vielleicht!) doch kein Widerspruch

Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 21:22 (vor 1737 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 21:41

Guten Abend, Herr Lentze!

Ja, richtig, Sie hatten geschrieben:

„Der große Gedanke von der Auferstehung, der in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde, wurde durch die Begierde, die äußere Gestalt, die Leibesform zu erhalten, ersetzt.“

Ersetzt! Ja, das könnte es vielleicht sein, Herr Lentze! Ich muß aber dennoch darauf verweisen und bestehen, daß das nicht eindeutig ist, weil gemäß meinem Wissen über die altägyptische Kultur die Auferstehung in eben dieser Kultur immer eine große Rolle gespielt hat und diese von Ihnen angesprochene Ersetzung nur in den ägyptischen „Ausnahmezeiten“ und in den sehr späten und (darum) dekadenten, fremdbestimmten Zeiten der Ägyptenkultur passiert sein kann. Das Mißverständnis zwischen uns hatte wirklich damit zu tun, daß wir eben „vorgeprägt“ sind, aber bei mir eben nicht in erster Linie durch Spengler und Brune, wie Sie meinten, sondern durch Allgemeinbildung und Geschichtsstudium, wie ich meinte und meine. Daß der sogenannte „Auszug aus Ägypten“ ausgerechnet zu einer solchen „Ausnahmezeit“ passiert sein soll, ist schon sehr seltsam, merkwürdig und vielleicht auch deshalb zum Teil des Bibeltextes geworden. Ich hatte ja schon diese Vermutung, aber so richtig daran glauben mag ich trotzdem noch nicht, weil es so sehr unwahrscheinlich ist.

Immerhin haben wir jetzt die Möglichkeit zum Weitermachen!

Mit freundlichem Gruß!

Herr Mann

Karma des Feminismus

Herr Mann, Mittwoch, 26. Dezember 2012, 22:48 (vor 1733 Tagen) @ trel

Nun, da die Fragen einigermaßen beantwortet sind, können wir ja weitermachen.

Was bedeutet nun „Karma des Feminismus“?

Aus dem von Herrn Lentze aufgeführten 6. Punkt - Ziele und das Karma des Feminismus - sind nicht immer Ziele und Karma voneinander getrennt, und vielleicht sollen sie auch gar nicht immer voneinander getrennt sein. Wohl werden dort die Ziele eindeutig erwähnt, aber nicht das Karma.

Deshalb müssen wir zunächst wohl die Frage nach dem Karma beantworten.

Wird der Feminsimus in dieser Kulturepoche das fortsetzen, mit dem er in der mesopotamisch-ägyptischen Kulturepoche bereits begann? Oder begann er damit gar nicht, sondern beginnt damit gerade oder wird in Zukunft damit beginnen? Wie ist das genau zu verstehen?

Karma des Feminismus

trel ⌂, Donnerstag, 27. Dezember 2012, 01:49 (vor 1733 Tagen) @ Herr Mann

Nun, da die Fragen einigermaßen beantwortet sind, können wir ja weitermachen.

Was bedeutet nun „Karma des Feminismus“?

Aus dem von Herrn Lentze aufgeführten 6. Punkt - Ziele und das Karma des Feminismus - sind nicht immer Ziele und Karma voneinander getrennt, und vielleicht sollen sie auch gar nicht immer voneinander getrennt sein. Wohl werden dort die Ziele eindeutig erwähnt, aber nicht das Karma.

Deshalb müssen wir zunächst wohl die Frage nach dem Karma beantworten.

Wird der Feminsimus in dieser Kulturepoche das fortsetzen, mit dem er in der mesopotamisch-ägyptischen Kulturepoche bereits begann? Oder begann er damit gar nicht, sondern beginnt damit gerade oder wird in Zukunft damit beginnen? Wie ist das genau zu verstehen?

Guten Abend, Herr Mann!

Ich bin momentan ein bißchen "raus" aus dem Thema, zumal mich ja in drei Wochen ein Schauprozeß erwartet - siehe hier und hier -, will aber so gut ich gerade kann, versuchen, Ihnen zu antworten.

Zunächst hätte ich den Begriff "Karma" klären müssen. Das ist nicht leicht. Er bedeutet jedenfalls nicht, wie Manche meinen, allein "Vergeltung" oder "Belohnung" für frühere Taten. Er bezeichnet einen Zusammenhang zwischen früher und später, zwischen Zeiten, die nicht durch ein kontinuierliches Bewußtsein überbrückt werden. So etwas wie Kausalität, sofern man dieses Wort gerade nicht in seiner Zuordnung auf mechanische, sondern auf geistige Vorgänge nimmt.

So ist z.B. die individuelle Verkörperung eines Menschen als Mann das Karma, d.h. die Folge einer vorangegangenen Verkörperung als Frau. Anders gesagt: Wer ein Leben als Frau hinter sich hat, muß für die geschlechtliche Einseitigkeit einen Ausgleich leisten, indem er sich als Mann inkarniert. Natürlich gilt das auch umgekehrt. Wir kommen also - in der Regel - abwechselnd als Mann und Frau zur Welt.

Der Geschlechtertrennung während der lemurischen Zeit folgte unmittelbar eine Vorherrschaft des Weibes. Denn vorher konnte jeder Mensch gebären, weil die Zeugung innerlich erfolgte. Danach gab es Menschen, die es nicht mehr ohne fremde Zeugung konnten - reine Weiber; und es gab Menschen, die es gar nicht konnten, nur sozusagen den Hilfsdienst der Begattung leisten konnten. Das waren die Männer.

Die Weiber blieben leibschöpferisch; Männer waren von Anfang an geistschöpferisch. Sie waren ja vom physischen Reproduktionsvorgang weitgehend entlastet. Überhaupt konnte das Denkvermögen nur durch die Geschlechtertrennung, das heißt: durch die Halbierung der Reproduktionsbelastung entstehen. Die Kräfte, die für die leibliche Fortzeugung nicht mehr benötigt wurden, konnten für die Ausbildung des Gehirns eingesetzt werden. Beim Mann wiegt das etwas schwerer.

Zunächst aber waren die Weiber mächtiger. Sie begründeten Matriarchate. Erst mit zunehmender Entfaltung der Kultur zeigten Männer ihre Stärken. In der Folge entstand das Patriarchat als Karma des Matriarchats.

Mittlerweile gelangt die gegenwärtige Menschheitskultur an ein Ende, der Hedonismus greift um sich, sodaß Männer ihr Geistschöpfertum nicht mehr wie früher entfalten können. In der Folge - auch das ist Karma - bildet sich wieder ein Matriarchat.

Sobald die Degeneration soweit fortgeschritten ist, daß physische Fortzeugung des Menschen nicht mehr auf normale Weise möglich ist - der Genderismus ist Vorbote und zugleich Katalysator für diese Abwicklung - wird die Fortzeugung des Menschen auf das Organ des Kehlkopfes übergehen. Dies betrifft aber zunächst nur einen sehr kleinen Teil der Menschen, einer männlich-antifeministisch orientierten Elite.

Die Masse wird sich weiterhin physisch fortzeugen, dabei einem grenzenlosen sexuellen Hedonismus sich hingeben, mit vollständiger Trennung von Sex und Reproduktion. Das ist, was sie vom Tierreich trennt. In anderer Hinsicht wird sie sich stark dem Tierreich annähern, dieses heraufheben, sich selbst herabstufen. Die Evolution dieser "Menschheit" - richtiger: dieser Anthropoiden oder Hominiden - wird abgeschlossen sein, genau wie bei den Tieren seit der lemurischen Zeit.

Die Evolutionsführerschaft wird dann auf den in Christo wiedergeborenen Menschen gehen, der sich bald nicht mehr physisch fortzeugen kann, es aber auch nicht braucht, weil er sich durch das Wort fortzeugen wird. Dieser neue Mensch oder Menschen-Nachfahr wird in dem Maße männlichen Charakters sein, wie der Mensch vor der Geschlechter-Trennung eher weiblichen Charakters war (als jeder Mensch noch gebären konnte und die Zeugung innerlich, unsichtbar ablief). - Mit dem neuen Menschen aber wird Fortzeugung gleich Wortzeugung sein.

Vergleiche hierzu den neuen Artikel oben, übertragen aus dem Weiberplage-Forum.

Ich wünsche Ihnen weitere besinnliche Tage und Nächte zumindest noch bis zum 6. Januar, dem Epiphanistag!

trel

Karma des Feminismus

Herr Mann, Donnerstag, 27. Dezember 2012, 11:18 (vor 1732 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Mann, Donnerstag, 27. Dezember 2012, 11:23

Die Definition für „Karma“ hätten Sie sich sparen können, denn die kenne ich selbstverständlich. Was mich interessiert, ist Ihr Gebrauch des Wortes „Karma“ in dem Kontext, in den sie es gestellt haben.

Daß wir - noch dazu „in der Regel - abwechselnd als Mann und Frau zur Welt“ kommen, ist ein Gedanke, an den ich mich noch zu gewöhnen hätte, wenn ich es denn wollte. Aber ich respektiere diesen Gedanken als Bestandteil einer Übung.

Es tut mir leid, Herr Lentze, aber Sie haben trotz des vielen Textes, mit dem Sie auf meine Fragen reagiert haben, die Frage nach dem „Karma des Feminsimus“ immer noch nicht beantwortet.

Ich versuche es deshalb folgend mit einer Interpretation dessen, was so zwischen den Zeilen Ihres Textes versteckt ist:

Der Feminismus tut das, was er tut, aufgrund dessen, was früher war bzw. was er früher (institutionell) „verkörperte“, wenn er es denn tat, bzw. was seine „geschlechtliche Einseitigkeit“ und der damit verbundene „Ausgleich“ durch die gegengeschlechtliche (also in diesem Fall: maskuline) „Inkarnation“ ausmachen.

Mehr gibt Ihr bisheriger Text zum Thema „Karma des Feminsimus“ nicht her. Verzeihen Sie mir dieses harte Urteil!

Für die Gerichtsverhanlung wünsche ich Ihnen vom Herzen ganz viel Glück!

Und die besinnlichen Tage, die Sie mir wünschen, wünsche ich Ihnen selbstverständlich auch!

Herr Mann

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