Benachteiligung

Commandik @, Mittwoch, 21. Mai 2014, 00:31 (vor 1038 Tagen)
bearbeitet von Commandik, Mittwoch, 21. Mai 2014, 00:43

Erst mal einen schönen Abend an das gesamte Forum.
Anscheinend ist aus angeblicher Diskrimierung gegen Frauen ein Kampf gegen Männer geworden. Und diese Frauenbevorzugung steht hier in einem so absurden Zusammenhang.
Ich selbst bin Transsexuell. Mein körper ist weiblich meine Seele ist das nicht. Mag man darüber denken wie man möchte. Da habe ich nichts dagegen. Jetzt mag man denken was ist der Zusammenhang zur Frauenbevorzugung. Nun es gibt auch Männer die sich im falschen Körper fühlen. Die nennt man Transfrauen. Diesen Begriff werde ich auch im Beitrag verwenden. Frauen die als Männer empfinden nennt man Transmänner.
So und nun zu einem Auswuchs dieser Frauenbevorzugung der mich sprachlos macht.
Eigentlich sollte man diese Krankheit in beide Richtungen gleichwertig behandeln.
Praktisch sieht es leider anders aus. Transfrauen werden extrem bevorzugt. Und das liegt vermutlich daran weil das männliche bereits so verpönt ist, das man es gerner sieht eine Transfrau zu haben als einen Transman. Ich werde jetzt an Beispielen aufzeigen das TF(Transfrauen) gerner gesehen sind als TM(Transmänner) und das TM deswegen benachteiligt werden. Fangen wir an mit Häufigkeit.
Man sagt das es häufiger TF als TM gibt. Auf den ersten Blick sieht es so aus als würde das stimmen auf den zweiten jedoch nicht. Das verhältnis ist fast 50/50. Jedoch werden TFs regelrecht gehypt. Sie haben große Foren im Internet. Großorganisierte Treffen. Eigene Geschäfte wo es spezielle Produkte für sie gibt. Bestens auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Für TMs gibt es dagegen in ganz Deutschland nur ein Geschäft und dessen Qualität ist nett ausgedrückt bescheiden. Für TFs gibt es Miss-Wahlen und Wettbewerbe. Selbst in der Modelbranche werden sie gern gesehen. TMs dagegen werden übersehen und ignoriert. Sie sind ein Phantom das es für viele nicht gibt. Warum ist das so. Weil alles Weibliche im allgemeinen Feminismus hochgejubelt wird und alles Männliche verpönt ist.
So und jetzt kommen wir zu größten Ungerechtigkeit. Und für die gibt es nur einen Grund. Die Bevorzugung von Frauen und die Diskrimierung von Männern.
Ich meine den Medizinischen Bereich von Transsexualität.
Am Anfang diese Weges steht eine Psychotherapie. Interresanterweiße gibt es mehr Therapeuten für TFs als Für TMs. Ein Zufall?
Nach einer gewissen Zeit gibt es die Möglichkeit für eine Hormontherapie.
Während es bei TFs als normal gesehen wird das trotz HRT(Hormontherapie) plastisch nachgeholfen wird. Ist es bei TMs so das man sagt die brauchen das eh nicht da reichen ja die Hormone. Das auch bei TMs die Hormone manchmal nicht so gut wirken wird ignoriert. Ihre Probleme werden gegenüber den TFs herabgewürdigt. Nach einer gewissen Zeit der Hormoneinnahme lassen die meisten TFs sich Brüste machen. Obwohl den meisten durch die Hormone teils ordentlich welche gewachsen sind. Die Krankenkasse zahlt das fast immer. Bei TMs werden die Brüste entfernt. Während sich bei TFs große Mühe gemacht wird. Bei TMs wird sich eindeutig nicht so große Mühe gegeben. Stattdessen sind viele Ergebniise einfach grauenhaft riesige Narben über den ganzen Oberkörper. Teils richtig entstellend. Aber nicht weil es nicht besser und ansehnlicher geht sondern eifach weil sich weniger Mühe gegeben wird. Das Weibliche soll schön sein beim Mänllichen stören die paar Narben doch nich.
Jetzt kommt eine dermaßene Ungleichbehandlung das man es nicht für möglich halten sollte. Es geht jetzt um das was Umgangssprachlich Geschtsumwandelnde Op genannt wird. Ich benutzte Jetzt dafür den Begriff Genital-OP. Während bei TFs das verfahren Standatisiert ist und ständig verbessert wird für noch funktionalere und optisch schönere Ergebnisse. Und es allein in Deutschland dutztende Chirugen gibt die das fast routinemäßig machen. Die Ergebniise so gut sind das bald nicht einmal mehr Frauenärzte sie vom Original unterscheiden können. Und es sogar Möglichkeiten gibt das ganze optisch noch besser aussehen zu lassen. Zudem bleibt bei sehr vielen TFs fast das ganze Gefühl und die Fähigkeit zum Orgasmus erhalten. Und wie sieht es bei TMs aus. In ganz Deutschland gibt es nicht mehr wie 5 Chirugen die eine solche OP durchführen können. Die Methode nach der Operiert wird ist eine seit Jahren nicht weiterentwickelte und risikoreiche Tortur. Es wird nicht einmal versucht eine bessere Methode zu finden. Obwohl die Komplikationsrate wohl bei 80Prozent und darüber liegt. Bei TFs ist sie dagegen seltsamerweiße viel geringer. Die Ergebnisse sind zu großteilen grauenvoll bis völlig katastrophal. Nur in wenigen Fällen ist die Optik in ordnung. Vom Thema Funktionalität möchte ich gar nicht anfangen. In nicht wenigen Fällen ist die nicht vorhanden. Viele haben selbst Monate nach dem Eingriff mit schweren Komplikationen zu Kämpfen. Eine gute und schnelle Wundheilung ist die Ausnahme. Viele verlieren das komplette Gefühl und die Orgasmusfähigkeit. Durch die unglaublich tolle Methode die angewandt wird bleieb zudem extrem enstellende Narben und dauerhafte Taubheit am Unterarm. Zur Erfolgsquote es gab schon Leute die bis zu 20mal operiert wurden bis das ergebnis zumindest medizinisch in Ordnung war.
Der Unterschied bei der Genital OP zwischen TF und TM ist schon heftig. Wenn man Ärzte fragt warum das so ist bekommt man hohle Phrasen als Antwort.
z.B. Das geht nicht besser. Das ist das Bestmögliche Ergebnis. Es ist eben schwierig.u.s.w.
Der Grund ist ein anderer. Jetzt kommt wieder die nette Frauenbevorzugung.
Schlichtweg so gesagt werden die TFs aufgrund dessen bevorzugt weil in der heuigen Gesellschaft Frauen einen größeren Wert wie Männer haben. Daraus folgt das TFs eine Höhere Priorität haben als TMs. Zudem soll das Weibliche ja schön aussehen das gilt auch für TFs. Das Männliche kann ja ruhig Narben haben(gemeint:teilweiße stark entstellende)da ist es eh nicht so wichtig. Es ist ein Spiegel unsere Feministischen Gesellschaft. Die TMs sind schlicht weniger wert.
Eigentlich sollten sich die Transsexuellen dagegen zur Wehr setzen doch dort wagt sich niemand dise Ungleichheit auszusprechen. Es ist traurig eigentlich sollten die Transexuelllen die schlimmsten Feinde der Gender-Ideologie sein. Denn wenn diese gewinnt gibt es keine medizinische Hilfe mehr. Weil es ja keien Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt.
Es tut mir leid wenn das nicht der richtige Ort ist um das zu schreiben in einem Mainstream-Forum dürfte ich sowas jedoch nicht mal erwähnen.


Grüßend
Commandik

Die Gynokratie mißbilligt den "falschen" Seitenwechsel.

trel ⌂, Mittwoch, 21. Mai 2014, 01:25 (vor 1038 Tagen) @ Commandik
bearbeitet von admin, Freitag, 08. April 2016, 09:04

Es tut mir leid wenn das nicht der richtige Ort ist um das zu schreiben in einem Mainstream-Forum dürfte ich sowas jedoch nicht mal erwähnen.

Darüber darf man hier schreiben.

Ich will versuchen, dich zu verstehen und dir zu antworten, aber bin kein Fachmann für Fragen der Transsexualität, und ich kenne auch keine Menschen, die es betrifft.

Es fällt mir in der Tat schwer, dich in deinem Grundanliegen zu verstehen. Ich selbst bin ein Mann und möchte auch männlich wirken. Der Wunsch, weiblich auszusehen, ist mir völlig fremd. Dagegen ist es mir möglich, mich in homosexuelle Männer etwas einzufühlen. (Ziemlich selten sehe ich junge Männer, mit denen mir ein Flirt - mehr aber auch nicht! - durchaus angenehm wäre.) Beim Lesen deiner Mitteilung ist mir überhaupt erst klargeworden, daß Transsexualität und Homosexualität verschiedene Dinge sind. Transmänner, körperlich Frauen, können demnach durchaus Männer mögen. Richtig?

Noch schwerer verständlich ist es mir, daß Transmänner sich angesichts der verheerenden Folgeschäden, so wie du sie schilderst, auf chirurgische Operationen einlassen. Ich glaubte bisher, jeder Mensch würde einen "falschen", aber unversehrten Körper einem "richtigen", aber versehrten Körper vorziehen. Wie sieht es bei dir aus?

Was ich aber sehr gut verstehe - wenn auch keinesfalls billige -, ist die Bevorzugung von Transfrauen gegenüber Transmännern. Wir leben in einer Gynokratie (anderes Wort: Staatsfeminismus). Galten bisher Männer als die eigentlichen Menschen und Frauen als Unterordnung der Menschen, so ist es heute von Staats wegen umgekehrt, ja schlimmer noch: Frauen gelten als die wahren Menschen oder jedenfalls als Zukunftsmodell, Männer hingegen als menschliche Entartungsformen, zumindest als Auslaufmodelle, die auf keinen Fall gefördert werden dürfen.

Dementsprechend führt die Gynokratie einen sexistischen Klassenkampf, so wie der Nationalsozialismus einen völkisch-rassischen Klassenkampf geführt hat. Wer dem Mannsein etwas Positives abgewinnen kann oder es gar bevorzugt, der wird von diesem System als Bedrohung erlebt.

Soweit die Politik. Für mich als einem philosophisch Interessierten stellt sich darüber hinaus die Frage, wie es zur Transsexualität überhaupt kommt. Daß es viel mit der Erziehung zu tun habe, glaube ich nicht. Aber vielleicht kannst du auch dazu etwas sagen.

Gruß!
trel

Benachteiligung

Filly, Freitag, 06. November 2015, 01:43 (vor 504 Tagen) @ Commandik

Hallo,
Ich bin nicht deiner Meinung eigentlich ist es ja so das beide gleich respektiert und nicht respektiert werden

Wenn es wirklich so wäre das nur die Frauen bevorzugt werden wie du behauptest, dann dürften die Transfrauen nicht bevorzugt werden weil vor der Umwandlung die Transmänner ja Frauen waren und somit nach deiner Devise bevorzugt werden müssten somit ist dein Denken auch nicht ganz korrekt

Und glaub mir ein Frauenarzt erkennt mit Sicherheit den Unterschied

Was ich noch nicht nachvollziehen kann ist wenn die ganzen Hormone, Geschlechtsumwandlung etc. So schlimm sind warum tut ihr es dann überhaupt

PS. Ich wurde als Frau geboren

Benachteiligung Transsexueller

trel ⌂, Freitag, 06. November 2015, 10:40 (vor 504 Tagen) @ Filly
bearbeitet von trel, Freitag, 06. November 2015, 11:03

PS. Ich wurde als Frau geboren

Und, fühlst du dich auch so?

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Das Thema Transsexualität ist zwar praktisch ein ausgesprochenes Randthema. Es interessiert mich aber insofern, als es meine Überzeugung von der Re-inkarnation unterstützt. Diese hat zur Voraussetzung, daß die menschliche Seele keinesfalls mit ihrem physischen Körper, in den sie sich inkarniert (wörtlich: "einfleischt", von lat. caro, f carnis = Fleisch) entsteht und vergeht, sondern unabhängig von ihm existiert, sich also immer wieder neu inkarnieren kann.

Dies einmal angenommen, ist aber auch an die Möglichkeit von Fehl-Inkarnationen zu denken. Das wäre vergleichbar dem Fall, daß ein Mensch in das falsche Auto steigt oder die falsche Wohnung betritt und hinterher erst merkt, daß er einen Irrtum begangen hat, den es zu korrigieren gilt.

Eine Fehl-Inkarnation liegt aber nicht nur bei Transsexuellen vor, sondern auch bei Feministen. Auch sie stecken in falschen Körpern, sind sich dessen aber nicht bewußt. Sie versuchen, ihren Geburtsfehler an der halben Menschheit zu korrigieren, statt an sich selbst.

Weiterhin folgt daraus die Unsterblichkeit der Seele, zumindest aber die Prä- und Post-Existenz.

Und dann liegt auch sofort der Gedanke an den christlichen Evolutionsschub nahe. Dieser besteht in der Erschaffung einen neuen, unsterblichen Menschen. Der braucht sich nicht mehr zu inkarnieren in eine Generationenfolge, kann somit also auch keine Inkarnations-Irrtümer begehen. Er schafft sich seinen Leib selber, sofern er einen braucht; das ist der Auferstehungsleib. Sein Ursprung liegt in Jesus Christus nach dessen physischem Tod am Kreuz. Darum heißt es zurecht, daß Jesus Christus den Tod überwunden habe. Die Frage ist dann nur, ob wir alle dieses Modell des Auferstehungsleibes selber annehmen können. Nach Paulus können wir das - wenn wir es wollen. Damit wird eine neue, unsterbliche Menschheit geschaffen, die neben der alten, die sich weiterhin sexuell fortpflanzen muß, weil sie den christlich-evolutionären Impuls nicht akzeptiert, bestehen bleibt.

Ich kann jedem Transsexuellen, der mit Problemen zu kämpfen hat, nur raten, darüber nachzudenken. Natürlich sollten eigentlich alle Menschen darüber nachdenken.

trel

Benachteiligung Transsexueller

Bernhard @, München, Freitag, 08. April 2016, 00:39 (vor 350 Tagen) @ trel

Ich glaube, dass es solche Fehl-Inkarnationen nicht gibt; schließlich steht dem zur Inkarnation anstehenden Ich dessen Engel zur Seite, sodass die absolut richtige Entscheidung getroffen wird.

Demgemäß wird es wohl eher so sein, dass der Mensch im Nachhinein sich umentscheidet, sei es, weil etwa ein bestimmtes bevorstehendes Ereignis im Geburtsgeschlecht ihn (unterschwellig) tödlich ängstigt oder er schlichtweg sein künftiges Schicksal im angelegten Körper nicht mehr akzeptiert...

Dass die Erziehung bzw. spezifische Einflüsse des sozialen Umfelds der Transsexualität
zugrunde liegen könnten, erachte ich als einen Irrtum; hier offenbart genau umgekehrt das Affinitätsprinzip, dass Gleiches sich zu Gleichem hingezogen fühlt, dass namentlich die Tendenz zur Transsexualität sich dort auszuleben trachtet, wo mit ihm sympathisierende innerpsychische Faktoren vorliegen und/oder die hierzu geeignetsten äußeren Bedingungen vorgegeben sind.

"So musst du sein, dir kannst du nicht entflieh'n!" Denn "das Gesetz" (des Karma), "wonach wir angetreten", ist unbestechlich. Und das Ich, welches seinem ihm zugewiesenen Erdengeschlecht "entflieht", in dem Glauben, so auch seinem Karma zu entkommen, begeht den schwerwiegenden Fehler, in seinen Schicksalsplan einzugreifen und seine Fort- bzw. Höherentwicklung nachhaltig zu blockieren, wenn nicht zu vereiteln. -

Deine durchwegs stichhaltigen Konstatationen hinsichtlich der zunehmenden Machtgewinnung des dämonisch Weiblichen würde meine Ansicht bestätigen, zum Einen insofern, als die "Umwandlung" in einen weiblichen Körper gegenüber der in einen männlichen geradezu einen gefahrlosen Routineeingriff darstellt, und dass zum Anderen die aktive Karma-Flucht der Männer auffallend häufig von feministisch orientierten Familienangehörigen, Freundinnen, Psychologinnen und Ärztinnen angestoßen und gefördert wird...

Benachteiligung Transsexueller

trel ⌂, Freitag, 08. April 2016, 11:39 (vor 350 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Sonntag, 10. April 2016, 15:58

Ich glaube, dass es solche Fehl-Inkarnationen nicht gibt; schließlich steht dem zur Inkarnation anstehenden Ich dessen Engel zur Seite, sodass die absolut richtige Entscheidung getroffen wird.

Danke für den Einwand. Einwände gegen einem Gelegenheit, das eigene Wissen zu überprüfen. Hier beschränkt sich das eigene Wissen freilich auf Lesefrüchte bei Rudolf Seiner.

Nun, bei Steiner können wir nachlesen, daß der Mensch seinen Schutzengel (der als höheres, die Inkarnationen überschauendes und leitendes Ich fungiert) durch sein eigenes Verhalten durchaus beeinflussen kann. Und dies, in dem von Steiner angeführten Beispiel, zum Nachteil. Er sprach von Menschen, die zur Zeit der alten Ägypter bereits zu Materialisten wurden, indem sie ihre Mumifizierung anordneten oder diese bei anderen Menschen durchführen ließen. Der heutige Materialismus hat überhaupt in der damaligen Kultur seinen Ursprung. In der Folge wird oder wurde aber auch der jeweilige Engel herabgezogen, d.h. zum Materialisten er-zogen.

Wir können diesen Aussagen eigentlich nur entnehmen, daß der Engel gar nicht so unfehlbar ist, wie meistens angenommen wird. Und dafür gibt's ja auch eine sehr anschauliche Parallele: Das sind unsere Eltern. Was wirft man heutigen Eltern nicht alles vor! Und so wie ein Kind mit zunehmendem Alter sich emanzipiert und derweil die Eltern immer kritischer sieht - oft zurecht -, so emanzipiert sich auch der Mensch von seinem Engel. Spätestens am Ende der Erd-Entwicklung - bei den Eingeweihten jetzt schon - wird der Engel den Menschen "aus der Hand entlassen", das ist die wörtliche Übersetzung von emanzipieren. - Auch unsere Chefs und Regierungsvertreter erfüllen ihre Aufgaben nur selten in idealer Weise.

Weiterhin spricht Steiner oft von vorgeburtlichen Entscheidungen, die der Mensch "in Zusammenarbeit mit den Hierarchien" trifft. Das heißt, daß der Mensch da bereits eine gewisse Freiheit genießt. Wenn ich richtig verstehe, zwingt ihn der Engel nicht. Es ist daher nicht von Vornherein entschieden, welche Anteile seines Karmas der Mensch in seinem bevorstehenden Leben verwirklicht. Er kann das Karma aufschieben. Das geschieht insbesondere, wenn der Mensch - Steiner führt als Beispiel Martin Luther an - durch Erzengel oder Archai besondere, einmalige Aufgaben erhält. In diesem Falle muß der Schutzenengel sich unterordnen.

In folgender Aussage möchte ich dir allerdings beipflichten:

Dass die Erziehung bzw. spezifische Einflüsse des sozialen Umfelds der Transsexualität
zugrunde liegen könnten, erachte ich als einen Irrtum; hier offenbart genau umgekehrt das Affinitätsprinzip, dass Gleiches sich zu Gleichem hingezogen fühlt,

Richtig, der Mensch wählt sich vorgeburtlich das Umfeld, in dem er seine Pläne verwirklichen kann. Nur ist das immer eine Kompromißlösung, woraus ihm entsprechende innere Kämpfe erwachsen. So kann ich mir vorstellen, daß "gute" Eltern fast immer vergeben sind. Oder daß sie, infolge eigenen Karmas, unerwartet "ausfallen", und dann eine zweite Wahl getroffen werden muß.

Festzuhalten ist jedenfalls, daß die Sexualität als solche im Zerfallen ist und Irregularitäten gehäuft auftreten, wohl auch gesucht werden. Der Zerfall der Sexualität ist wiederum die Folge der zunehmenden Wirkung des kosmischen Christus-Impulses. Denn todloses Leben braucht keine sexuelle Fortpflanzung. Wenn aber die freiwerdenden Kräfte nicht christlich aufgegriffen werden, dann werden sie von ahrimanischen/asurischen Mächten ergriffen. Diese bilden daraus schreckliche dämonische Karikaturen einschließlich der politischen Rahmenbedingungen.

trel

Benachteiligung Transsexueller

Bernhard @, München, Freitag, 08. April 2016, 23:56 (vor 349 Tagen) @ trel

Hallo, trel!

Vielen Dank für Ihren/Deinen(?) Kommentar!


Der Vortrag über die ägyptische Kultur ist mir im Nachhinein wieder geläufig, insbesondere die Bemerkung über den Zusammenhang zwischen dem Mumien-Ritual und seiner Reflexion im modernen Materialismus.

Ihre/Deine Hinweise auf die Rolle der Engel usw. gegenüber dem Reinkarnationsprozess nehme ich zum Anlass, mich wiederum eingehend mit den Hierarchien zu befassen. Jedenfalls sind Ihre/Deine Schlussfolgerungen durchaus nachvollziehbar und konsequent.

Allerdings, die Kernfrage bleibt offen: Wer/was veranlasst zuletzt die körperliche Geschlechtsumwandlung bzw. lässt sie zu, und welche Notwendigkeit/Folge bzw. welches Ziel ist mit einer solchen verbunden? -

Man mache sich bewusst, dass der sexuell orientierte "Umbau" kein Spaziergang ist - sowohl für den Operateur wie auch für den Betreffenden. Und allein schon diese Tatsache nötigt mir ab, jenen schwerwiegenden und unbestritten schicksalsentscheidenden Eingriff weitaus tiefer zu betrachten, als ihn als einen mehr oder weniger "normalen" Eingriff hinzunehmen, nach welchem, ist er erfolgreich, das Leben weitergeht wie bisher. -

Nehmen wir einmal an, der Mensch selber, sein Engel und/oder andere Engelwesen "schludern" bei der Vorbereitung zur Geburt: Was läuft da während des Inkarnationsprozesses derartig schief, sodass der Mensch in den "falschen" Körper hineingerät? Warum machen die an der Misere beteiligten jenen Irrtum für uns in keiner Weise (postnatal) offensichtlich (z.B. durch instinktive Wahrnehmung oder Wahrtraum der Mutter, durch eine ausgeprägte unmissverständliche Signatur am Körper des Neugeborenen oder einer eindeutige "Geste" desselben, durch einen unfehlbaren horoskopischen Aspekt/Transit*), sodass man rechtzeitig eingreifen kann? Warum stattdessen muss erst das Ich selber erwachen, um sich seines "falschen" Körpers bewusst werden zu können und möglicherweise lebenslang darunter bzw. darin leiden? - Und ist dann dieser lange, schwere Leidensweg des "Umzuges" - sofern vom Menschen nicht selbstverschuldet - irgendwie zu rechtfertigen? -

Es ist für mich schwer vorstellbar, dass solche "Schlamperei" im Rahmen der menschlichen Evolutionsplanes überhaupt möglich ist. Wie sollte, wie könnte ich der Versicherung des kosmischen Christus, dem Herrn des Karma, wonach nichts geschehe im Himmel und auf Erden, ohne dass es dem väterlichen Weltengrund nicht verborgen bleibe, noch glauben und vertrauen? -

Nun nehmen wir demgegenüber an, dass das gegebene Geschlecht authentisch sei. Dann wäre selbstverständlich die Möglichkeit, die evtl. Geschlechtsumwandlung - oder wenigstens die transsexuelle Anlage - als im gesetzten Erdenschicksal integriert anzunehmen, sehr wohl relevant. Träfe nun jenes Moment tatsächlich zu, dann müssten signifikante Anzeichen dafür vorhanden sein, sei es im Geburtshoroskop (einschl. bevorstehende "auslösende" Transite), in der Physiognomie, im künstlerischen Stil, in der Handschrift, in spezifischen innerseelischen oder äußeren Umständen etc.. - Gäbe es jedoch keinerlei Merkmale solcherart, fielen wir der dann noch einzig verbleibenden Option in die Arme: Der der spontanen, frei-willigen Wahl. -

Eine Frage freilich erübrigt sich für uns Anthroposophen, trotz ihrer offenbaren frappanten Widersprüchlichkeit, aber ich formuliere sie der Vollständigkeit halber dennoch: Wenn ein Mensch befindet, er "fühle" sich als Frau bzw. als Mann: Wie kann er denn wissen, wie sich das andere Geschlecht fühlt und anfühlt, da er doch einzig und allein sein eigenes Geschlecht kennt? - Natürlich, er "weiß" es, weil er unzähligemale das Geschlecht gewechselt hat; die Impressionen der Empfindungs- und Erlebnisatmosphäre beider Geschlechter haben sich tief in seinem Wesen manifestiert. - Sofern er sich mit seinem aktuellen Geschlecht identifizieren kann und sich darin "zuhause" fühlt, wird ihm das Empfindungsleben des anderen Geschlechts kaum jemals bewusst werden. Völlig anders hingegen, wenn er zum Zeitpunkt der Pubertät in der Seelenwelt des Gegengeschlechtes erwacht bzw. zu erwachen meint! Dieser Augenblick kann als ein Zeichen der Re-Inkarnation gar nicht ernst genug genommen werden: Denn wenn ein potenziell psychisch und geistig stabiler Mensch mit unumstößlicher Überzeugtheit zwischen zwei gegensätzlichen Prinzipien exakt differenziert, muss er beide auch kennen - woher zunächst auch immer - und sie demgemäß voneinander unterscheiden können. - Wer als "Normalo" sich dieser eingängigen Logik zwanglos hinzugeben vermag, hat schon einen ersten Schritt vor die Pforte zur höheren Erkenntnis getan...


Soviel vorerst, evtl. später mehr!

Herzliche nächtliche Grüße!

Bernhard

Benachteiligung Transsexueller

trel ⌂, Samstag, 09. April 2016, 13:51 (vor 349 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Sonntag, 10. April 2016, 15:58

Hallo Bernhard!

Im Hintergrund schwebt eine Frage: Sollen wir uns siezen oder duzen? Da du bereits in deinem ersten Beitrag deine Entscheidung getroffen hast - ich zitiere -:

Deine durchwegs stichhaltigen Konstatationen hinsichtlich der zunehmenden Machtgewinnung des dämonisch Weiblichen würde meine Ansicht bestätigen,

so schlage ich vor, daß wir jetzt dabei bleiben. Zumal es danach aussieht, daß wir uns noch viel zu sagen haben werden, wir insofern in ein freundschaftliches Verhältnis getreten sind. Vergleiche in diesem Zusammenhang die sehr interessanten Erläuterungen, die C.S.Lewis in seinem Buch "The four Loves", deutscher Titel: "Was man Liebe nennt" zum Thema Freundschaft gegeben hat.

Ich möchte einmal hier ansetzen:

Nehmen wir einmal an, der Mensch selber, sein Engel und/oder andere Engelwesen "schludern" bei der Vorbereitung zur Geburt [...]

Es ist für mich schwer vorstellbar, dass solche "Schlamperei" im Rahmen der menschlichen Evolutionsplanes überhaupt möglich ist. Wie sollte, wie könnte ich der Versicherung des kosmischen Christus, dem Herrn des Karma, wonach nichts geschehe im Himmel und auf Erden, ohne dass es dem väterlichen Weltengrund nicht verborgen bleibe, noch glauben und vertrauen?

Natürlich können wir darüber, mit unserem gegenwärtigen Erkenntnisvermögen, nur Vermutungen anstellen. Meine Vermutung ist nun, daß es sich keineswegs um höhere Schlamperei handelt, sondern um einen Interessenkonflikt zwischen der Individualität, also dem Menschen, der sich zur Verkörperung anschickt, und seinem Engel oder den höheren Wesen überhaupt, die mit ihm beschäftigt sind.

Es gibt doch Kinder, die unbedingt einen bestimmten Beruf ergreifen wollen, während die Eltern, vielleicht auch noch die Lehrer und sogar hinzugezogene Experten, meinen, daß das Kind mit diesem Berufswunsch scheitern werde. Da der Zögling aber von seiner Idee nicht abzubringen ist und mit seiner Begeisterung auch Eindruck macht, resignieren die Eltern und sagen untereinander: "Dann muß er eben seinen Weg gehen. Notfalls kann er sich später neu orientieren."

Im Falle der nachträglichen Geschlechtsumwandlung können wir in Betracht ziehen, daß in manchen Gesellschaften die Geburt eines Jungen ein glücklicheres Ereignis darstellt als die eines Mädchens. (Bei uns dürfte es feminismusbedingt eher umgekehrt sein.) Neben wir nun an, ein Mann habe die allgemeine familiäre Enttäuschung aufgrund der Geburt einer Schwester oder Tochter miterlebt und als belastend empfunden. Aus seinem niederen, begrenzten Ich entsteht nun der Wunsch, seinen zukünftigen Eltern diese Enttäuschung zu ersparen. Er nimmt sich also vor, wiederum als Junge wiedergeboren zu werden. Das höhere Ich aber, das die Inkarnationsreihe überschaut, oder der Engel, ist sich bewußt, daß die männliche Inkarnation der Vergangenheit einen Ausgleich als weibliche Inkarnation in der Zukunft verlangt. Das führt zu dem erwähnten Interessenkonflikt. Und da heute die Möglichkeit besteht, das Geschlecht nachträglich zu wandeln, geben die hierarchischen Wesen dann nach und lassen ihn als Jungen "durchgehen". Vielleicht sehen sie auch eine Chance in dieser Komplikation, denn der Betroffene wird sich später sehr viele Gedanken machen. Der Weg zur Freiheit - letztlich zur Gottwerdung - geht nur über Irrtum und Schuld.

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Abgesehen von der Geschlechtsumwandlung gibt es noch andere Phänomene, die einen zu Gedanken obiger Art verleiten können. So etwa die Tatsache einer offensichtlich ungerechten Verurteilung, vielleicht mit Todesstrafe. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, hat Steiner - und haben auch schon frühere Theosophen - hierbei das Karma ins Spiel gebracht. Demnach ist das Justizopfer mit dem Willen zum karmischen Ausgleich, das hießt hier: zur eigenen Todesstrafe, ins Leben getreten.

Über eine andere Erscheinung, die ohne den Karmagedanken völlig rätselhaft bleibt (aber auch mit ihm nur Spekulationen erlaubt), habe ich vor nicht langer Zeit im "Spiegel" gelesen. Es ging in dem betreffenden Artikel um Menschen, die von dem festen Willen getrieben sind, sich bestimmte Gliedmaßen amputieren zu lassen, und die nicht aufgeben, bis ein Arzt ihnen diesen Wunsch erfüllt. Danach sind sie tatsächlich zufrieden und fühlen sich "stimmig" ("vollständig" kann man ja nicht sagen, weil physisch das Gegenteil eingetreten ist). - Mein Lösungsvorschlag: Diese Mensch haben früher einmal anderen Menschen die gleichen Gliedmaßen abgetrennt, und zwar ohne innerliches Einverständnis mit ihrer Tat. Etwa als Soldaten oder als Arbeitgeber mit ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen.

Diesen Drang zum Schuld-Ausgleich kennen wir ja auch im Alltagsleben. C.S. Lewis hat dazu ein Beispiel gegeben, das ich auf die Schnelle jetzt nicht auffinden konnte. Ich versuche, es in eigenen Worten wiederzugeben: Als kleiner Junge hat er versehentlich seinem Bruder, der gerade malte, einen Stoß gegen den Ellbogen gegeben, mit der Folge, daß dieser unwillentlich sein schon gemaltes Bild durchstrich. Das Problem wurde beigelegt, indem Lewis seinem Bruder erlaubte, sein eigenes Bild ebenfalls durchzustreichen. So waren sie in der Gleichheit des Schadens wieder "verbrüdert".

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Nochmals zur Tatsache der gesellschaftlich akzeptierten Geschlechtsumwandlung: Mit der bevorstehenden evolutiven Spaltung in einen neuen, höheren Menschen einerseits, und eine neue Tierheit anderseits steht ja die Sexualität als solche zur Disposition. Der Neue Mensch braucht keine Sexualität - keine generative Fortpflanzung - mehr, weil er den Tod überwunden hat. (Zu beachten: Die generative Fortpflanzung ist notwendige Folge des Todes, nicht umgekehrt!)

Wer sich also einen sexuellen Geburtsfehler "erlaubt" - oder wem die Hierarchien einen solchen erlauben -, der hat sich vielleicht ohnehin schon für den neuen Menschen entschieden. Der weiß vielleicht schon nicht mehr so richtig, was die Sexualität soll, und was da geordnete Verhältnisse sollen. Sie sind ihm tendenziell egal.

Dem Alten Menschen hingegen, der in der neuen Tierheit aufgehen wird, werden solche Irrtümer vermutlich seltener unterlaufen. Er braucht ja die generative Fortpflanzung, und somit eine geordnete Sexualität.

trel

Benachteiligung Transsexueller

Bernhard @, München, Sonntag, 10. April 2016, 00:39 (vor 348 Tagen) @ trel

...Ja, das leuchtet mir ein... - Danke Dir!

Gute Nacht!

Bernhard

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