Wenn es Transsexuelle gibt, muss es auch TransHautfarbige geben!

TarZahn, Sonntag, 28. Juni 2015, 12:34 (vor 819 Tagen)

Wenn jemand sein Geschlecht wählen kann, kann er dann auch seine Hautfarbe wählen?

Bei dem in der progressiven Gesellschaft vorherrschenden Trend zur »Selbst-Identität« drängt sich die logische Frage auf: Die heutige Gesellschaft akzeptiert mittlerweile weitgehend die Vorstellung, jemand könne sein Geschlecht wählen, also als Mann geboren worden sein, aber entscheiden, sich als Frau zu identifizieren. Im Fall Dolezal ist die Frage noch etwas interessanter: Kann jemand auch seine Hautfarbe wählen?

Damit stellt sich die Frage: Wenn Caitlyn Jenner entscheiden kann, Frau zu sein, warum kann Rachel Dolezal dann nicht entscheiden, Afroamerikanerin zu sein? Diese Logik ins Absurde weitergeführt, heißt das: Wenn jemand Geschlecht und Hautfarbe wählen kann, warum kann er dann nicht auch entscheiden, einer anderen Gattung anzugehören?

Anders gesagt: Die Gesellschaft akzeptiert heute die Vorstellung, jemand könne sich entscheiden, transsexuell zu sein. Ist es dann auch in Ordnung, wenn jemand trans-hautfarbig ist? Und wenn das akzeptiert wird, was ist dann mit trans-gattungszugehörig? Die Logik ins Extrem geführt: Kann ein männlicher Weißer der Welt erklären, er sei in Wirklichkeit ein weibliches peruanisches Lama?

Eulen, Delfine und Katzen: Sind das auch persönliche Wahlmöglichkeiten?

Was ist, wenn sich John Doe, ein Mann, selbst als Fleckenkauz identifizieren will? Oder Jane Doe, eine Frau, will sich vielleicht als Mitglied der Gattung Delfin, Delphinus delphis, identifizieren. Vielleicht lernt sie sogar die Delfinsprache, um in dieser Sprache am McDonald‘s-Autoschalter bestellen zu können. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich für bestimmte Tiere halten. Dennis Avner beispielsweise glaubt, er sei eine Großkatze, und hat extreme biologische Umwandlungen über sich ergehen lassen in dem Versuch, sein Äußeres dem einer Großkatze anzunähern. Das folgende Foto ist nicht Photoshop-bearbeitet:

[image]

Ich glaube, die Menschheit ist vollkommen verblödet worden. Hier weiterlesen ...

Es gibt auch Trans-Moslems

Hans, Mittwoch, 15. Juli 2015, 01:43 (vor 803 Tagen) @ TarZahn

Schizophrener schneidet Mutter den Kopf ab:

https://klartextnews.wordpress.com/2015/07/10/ein-trans-moslem/

Wenn es Transsexuelle gibt, muss es auch TransHautfarbige geben!

Bernhard @, München, Sonntag, 10. April 2016, 08:44 (vor 533 Tagen) @ TarZahn

Kennt man Avners Horoskop-Daten (incl. Gebursts-Uhrzeit)? -

Der Fall Dennis Avner

trel ⌂, Sonntag, 10. April 2016, 15:33 (vor 532 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Sonntag, 10. April 2016, 15:57

Kennt man Avners Horoskop-Daten (incl. Gebursts-Uhrzeit)? -

Über Dennis Avner, auch Stalking Cat (Heranpirschende Katze) oder Catman (Katzenmann) genannt, gibt die Wikipedia Auskunft. Demnach ist Avner am 27. August 1958 in Whidbey Island (VSA) geboren und inzwischen verstorben.

Aufschlußreich ist die Tatsache seiner indianischen Abstammung, denn in den indianischen Kulturen - wie auch in anderen archaischen Kulturen, etwa Schwarzafrikas - bildet das Totem ein bedeutendes Element. Es handelt sich um den Urahn eines Clans (Großfamilie), der meist als ein bestimmtes Tier, in anderen Fällen auch als eine bestimmte Pflanze, sogar als ein Ding betrachtet wird. Das Totem gewährt dem Clan Schutz, verlangt aber auch Schutz. Das heißt im Falle eines tierischen Totems, daß Individuen der betreffenden Tierart nicht gejagt werden dürfen.

Nun kennen derartige Gesellschaften Spezialisten zur Kommunikation mit ihren Totem-Wesen. Man spricht von Medizinmännern, Schamanen, Priestern und dergleichen. Die Kommunikation findet statt als unmittelbare Begegnung auf einem überphysischen Plan; es handelt sich also nicht um Offenbarungen wie bei den monotheistischen Religionen.

Unmittelbare Begegnung ist nur von Ich zu Ich möglich; der anthroposophische Terminus hierfür ist "Intuition". Da der anthroposophischen Erkenntnisweg mit dem Denken, also beim Kopf ansetzt, und dann erst über die Inspiration (die im rhythmischen System sich gründet), zur Intuition fortschreitet (die im Stoffwechsel-Gliedmaßensystem sich gründet), stellt hier die Intuition die letzte und am schwersten zu erlangende Stufe dar; an sich muß das aber nicht so sein.

Der Schamane gelangt sofort zur Intuition, also zur Wesenbegegnung mit dem Gruppen-Ich einer Tierart (dem sogenannten "Tier-Herrn"), und es gelingt ihm aufgrund einer Aktivierung durch die technischen Mittel des Tanzens und Trommelns, also Betätigung der Gliedmaßen. Das tierische Gruppen-Ich befindet sich direkt über dem physischen Plan, ist also relativ leicht erreichbar. (Die Gruppen-Iche der Pflanzen und Mineralien befinden sich eine Stufe bzw. zwei Stufen höher.)

Im Wikipedia-Bericht lesen wir: "Er [Avner] begann seine Modifikationen unter dem Namen Stalking Cat nach einem Gespräch mit einem Häuptling, der ihn inspirierte „den Spuren eines Tigers zu folgen“." Das läßt sich auch so auslegen, daß er gewissermaßen die Funktion eines Schamanen übernommen hat. Wobei zu bemerken ist, daß der gewöhnliche Schamane nur gelegenheitsweise die Begegnung mit dem Tierherrn aufsucht, und dies in streng geregelter Weise. Avner dagegen suchte, wie es scheint, den Tierherrn so gut es ging zu verkörpern, und zwar dauerhaft.

Zum Thema Intuition bleibt noch präzisieren: Sie kommt nur zustande, wenn beide Ich-Wesen sie wollen. Der gewöhnliche Schamane, so wie er in der Fachliteratur beschrieben wird, will üblicherweise nicht gleich und fügt sich erst, nachdem er eine Art Initiations-Krankheit durchlitten hat. Der Impuls geht also von dem tierartlichen Ich-Wesen aus, das von Zeit zu Zeit sich zu verkörpern sucht, und dabei auf anfänglichen Widerstand stößt. Als Partner kommt nur ein Mensch, vorzugsweise ein Mann infrage, weil das menschliche Ich dort bereits verkörpert ist.

In vorliegendem Falle scheint es aber, als ob Avner die Rolle des aktiven Partners spielte. Zweitens stellt sich für mich die Frage, ob es sich hier überhaupt um eine geistige Begegnung handelte. Denn was waren die Inhalte? Was bewirkte Avner mit seiner äußeren Selbstgestaltung? Machte er sich nicht eher zu einer Karikatur des Totems als zu dessem Diener? Oder ist es das Totem, also das Tiger-Gruppen-Ich, daß dauerhaft sich einzukörpern suchte, aber eben auch nur als Karikatur?

Wir können auch an die Rolle der luziferischen Wesen denken. Bekanntlich haben auch diese, da sie sich selbst nicht verkörpern können, gleich zum Entstehungsbeginn des Menschen angestrebt, sich in diesen einzukörpern. Sie waren dem Menschen in gewisser Weise voraus, und zwar durch ihre Fähigkeit der Opposition gegen die Exusiai; in anderer Weise waren sie hinter ihm zurückgeblieben, weil sie die Voraussetzungen zu einer Verkörperung versäumt hatten.

Angehörige primitiver Gesellschaften inkarnieren sich weniger tief als wir; dementsprechend reichen sie im nachtodlichen Dasein aber auch nicht weit und nicht für lange Zeit hinauf. Sowohl im diesseitigen als auch im jenseitigen Zustand verbleiben sie in Erdnähe, nämlich da, wo sich auch niedere, oft degenerierte Geistwesen aufhalten. Daher die sehr körperbetonten, ekstatischen Kulte, wie wir sie in Afrika und Südamerika antreffen. Etwa der Voodoo-Kult, kommend aus dem afrikanischen Bénin, exportiert nach Brasilien und in die Karibik. Immer geht es um Besessenheit und Bewußtlosigkeit, von denen beide Seiten profitieren: die niederen Geister ebenso wie die sie herbeitrommelnden Menschen.

Wie können wir nun den Fall Avner in die gegenwärtige Zeit einordnen? Die Emanzipation des Menschen schreitet fort. Das bedeutet den Verlust alter, aber - im günstigen Falle - auch den Gewinn neuer Fähigkeiten. Letzteres muß aber aus freier Entscheidung angestrebt werden. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, daß die Menschen nur immer narzißtischer werden, also ihr gegenwärtiges Ich vergrößern und sich damit in ein evolutives Abseits - anderer Name: Hölle - begeben. Die Hölle bedeutet ja nur Gott-Ferne, also das Verbleiben am Ende einer Evolutionslinie.

Es gibt übrigens eine Entsprechung zum tierischen Gruppen-Ich oder Totem auch im Menschen. Denn auch wir haben jeweils ein höheres Ich, das sich (noch) nicht verkörpern kann. Seine Individuen bilden die einzelnen Inkarnationen. Hier ist zeitlich ausgedehnt, was beim Tier räumlich ausgedehnt ist. Und der Mensch selbst ist jeweils eine Art für sich. (Die heutigen Biologen, die den Menschen als höheres Tier betrachten, sehen das bekanntlich anders.)

Wenn wir hoffen dürfen, daß das menschliche höhere Ich sich irgendwann verkörpert und damit Tod, Fortpflanzung, Reinkarnation überwunden sein werden, so können wir übrigens auch mal darüber nachdenken, ob sich die "Iche" der Tier-Arten einmal verkörpern werden, so wie das im Fall Avner sich vielleicht angedeutet hat.

trel

Der Fall Dennis Avner

Bernhard @, München, Sonntag, 10. April 2016, 18:51 (vor 532 Tagen) @ trel

Danke trel, für's nachgucken! Geburtstag und -ort hatte ich schon auch gefunden - ich hätte halt gern auch die Uhrzeit seiner Geburt gewusst...

Der Fall Rachel_Dolezal

trel ⌂, Sonntag, 10. April 2016, 15:56 (vor 532 Tagen) @ TarZahn
bearbeitet von trel, Sonntag, 10. April 2016, 19:43

Speziell im Falle der Rachel Dolezal könnte es sich um eine, wenn ich so sagen darf, irreguläre Inkarnations-Erinnerung handeln. Die Fähigkeit, sich an frühere Verkörperungen zu erinnern (und nachfolgende vorauszuahnen) nimmt anscheinend zu. Laut Steiner wird der zukünftige Mensch dafür ein besonderes Organ mitbringen, wobei eine wirkliche Erinnerung allerdings nur dann möglich sein wird, wenn der Mensch in der zu erinnernden Verkörperung sinnlichkeitsfreie Vorstellungen ausbilden konnte. Wo nicht, wird ihm das Organ nicht helfen, sondern vielmehr belasten, vielleicht krank machen.

Denkbar ist - wohlgemerkt, ich spekuliere -, daß die Frau Dolezal einmal (vorzugsweise: zuletzt) als Negerin verkörpert war, und nunmehr eine Erinnerung auftritt, die aber nicht als solche erkannt wird, sondern zu einer illusionären Identifizierung führt. Wie im Wikipedia-Bericht dargestellt, soll Frau Dolezal durch zahlreiche kleine Lügen oder Betrügereien aufgefallen sein, alle von einer Art, die erkennen lassen, daß sie zwischen Wahrheit und Einbildung nicht gut unterscheiden kann.

Eine andere Möglichkeit ist, daß sie eigentlich in diesem Leben als Negerin auftreten wollte, es dazu aber nicht kommen konnte, und sie die Realität jetzt nicht wahrhaben will. Der Wunsch bestimmt die Wahrnehmung. In jedem Falle liegt ein Defizit an Wahrheitsliebe vor.

Interessant ist die Angelegenheit dadurch, daß unsere Rechtsverhältnisse nicht auf die neuen "Identitäten" eingestellt sind. Unser Recht ist ja römischen Ursprungs und somit körperbetont. Auf reguläre und irreguläre Inkarnations-Erinnerungen sind wir nicht vorbereitet. Das wird sicher noch zu vielen Ad-hoc-Regelungen führen.

Siehe zum Fall Dolezal auch diese Seite. Da wird Tupoka Ogette zitiert, eine "Expertin für Vielfalt und Anti-Diskriminierung". Sie empfindet das Schwarzsein anscheinend als eine unverdiente Strafe Gottes, bezeichnet es aber gleichzeitig auch als ein Konstrukt. Und Frau Dolezal ist für sie ein Ärgernis, weil diese sich gleichsam die schwarze Jacke nach Belieben an- und ausziehen kann, je nachdem, ob es ihr Vorteile bringe. Da hat sie insoweit recht.

Gleichwohl, ein Christ würde das Schwarzsein (wie jede Form des Benachteiligtseins) klaglos auf sich nehmen, so wie Christus das Kreuz auf sich genommen hat. Denn wenn wir es nicht tragen bzw. ich es nicht trage, wer trägt es dann? Sollen das immer Andere sein? Es ist ein Irrtum, das Böse durch Protest gegen das Böse aus der Welt zu schaffen! Gott hat uns vorgemacht, wie es einzig geht.

trel

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