Frauen sind wirklich nie zufrieden

nie zufrieden, Samstag, 07. Mai 2016, 13:14 (vor 326 Tagen)

Nicht einmal, wenn ihnen der Staat gratis 2500 Schweizer Franken geben würde. Und dies jeden Monat!

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/das-grundeinkommen-als-gleichstellungsturbo/story/10780822

Und hier das Problem:

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/wir-werden-aermer-werden/story/19957381

Mit seiner Aussage, ein Kriegstrauma daure 2 Generationen, liegt er natürlich völlig falsch. Denn sonst hätte Europa dieses ja bereits überwunden :-)

Frauen sind wirklich nie zufrieden

Bernhard @, München, Sonntag, 08. Mai 2016, 08:52 (vor 325 Tagen) @ nie zufrieden

Es scheint den Frauenrechtlerinnen schlichtweg allein darum zu gehen, die Frauen vom häuslichen Bereich vollkommen loszureißen: Nur weg vom natürlich-menschlichen Ideal der "Mutterschaft", der Hegerin, Pflegerin und Wahrerin des häuslichen Glücks - welches nicht nur beiden Geschlechtern, sondern dem Menschengeschlecht als solchem eine das gesunde Miteinander harmonisierende und fördernde Lebens-Notwendigkeit ist...

Schönen Gruß aus München!

Bernhard

Frauen sind wirklich nie zufrieden

nie zufrieden, Sonntag, 08. Mai 2016, 11:20 (vor 325 Tagen) @ Bernhard

Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Sie versuchen mit aller Kraft, die Frauen vom Frausein fernzuhalten. Doch glücklicherweise scheitern sie damit vollkommen bei der jungen Generation. Die ganz jungen Frauen gefallen sich wieder in der Rolle der Frau :-). Gott sei Dank!

Frauen sind wirklich nie zufrieden

Bernhard @, München, Sonntag, 08. Mai 2016, 12:46 (vor 325 Tagen) @ nie zufrieden

...in der Rolle der Frau als Mutter! -

Ich habe beruflich in letzter Zeit auffallend viele (sehr) junge (schwangere) Mütter - deutsche und ausländische - mit wenigstens einem Kind kennengelernt. Da mich die "Frauenfrage" sehr interessiert, scheue ich mich nicht, sie nach den Beweggründen und Intentionen ihrer Mutterschaft zu fragen. Aus den Antworten spüre ich ihre innige Befriedigung jener ihrer ur-gesund weiblichen Bedürfnisse und Affektionen heraus, die der brutale Feminismus gründlich pathologisiert und aus dem Wesensbild des natürlich Menschlich-Weiblichen nahezu restlos verbannt hat. -

Dass beim Antworten sowohl die deutschen als auch ausländischen Mütter emotional den nahezu gleichen Modus anschlagen, spricht glücklicherweise dafür, dass die gesunden weiblichen Instinkte auch im einseitig intellektualisierten Deutschland (noch) nicht erloschen sind. Selbst solch lapidare rationelle Kurzbegründungen wie "Ich kann es mir/Wir können es uns leisten!" oder "Mein Partner/Mann/meine Familie wollte gerne (Enkel-)Kinder!" brauchen uns keineswegs darüber hinwegtäuschen, wonach es unter anderen wirtschaftlichen und/oder sozialen Verhältnis etwa anders wäre; und sofern kein psychopathologisches Hörigkeitsverhältnis zum Kinder-Wunsch zwingt: Der Wunsch nach dem Mutter- und Familienglück flammt in ihren Herzen, und so oder so werden sie ihn sich erfüllen, komme oder gehe, wer oder was auch immer da wolle...

Bernhard

Erinnerung an das Kibbutz-Experiment

trel ⌂, Sonntag, 08. Mai 2016, 14:55 (vor 325 Tagen) @ nie zufrieden
bearbeitet von trel, Sonntag, 08. Mai 2016, 14:58

Sie versuchen mit aller Kraft, die Frauen vom Frausein fernzuhalten. Doch glücklicherweise scheitern sie damit vollkommen bei der jungen Generation. Die ganz jungen Frauen gefallen sich wieder in der Rolle der Frau :-). Gott sei Dank!

Alle sozialistischen Experimente waren zum Scheitern verurteilt. Ein besonders gut untersuchter Fall betrifft das Umerziehungsprogramm, das in einem israelischen Kibbutz versucht worden ist. Nach ein oder zwei Generationen waren die natürlichen Geschlechter-"Rollen" wieder hergestellt - und zwar von innen her. Das Experiment war völlig gescheitert. Der Mensch läßt sich so eben nicht "verbessern". Der Regisseur, der die Rollen wirklich verteilt, sitzt in einem Himmel oberhalb des Sozialismus.

Siehe dazu diesen grundlegenden Bericht.

Erinnerung an das Kibbutz-Experiment

Bernhard @, München, Sonntag, 08. Mai 2016, 17:01 (vor 325 Tagen) @ trel

Vielen Dank, Thomas,

für den Link! Eine ausgesprochen interessante Studie, zu der ich gar nichts weiter sagen kann. - Sehr logisch und verständlich, dass sie weitgehend unterm Tisch gehalten wird.

Sicher gibt es auch einen bedeutsamen Grund dafür, dass das Experiment "ausgerechnet" in Israel stattfinden musste...

der Weg der Erlösung

bibel, Sonntag, 08. Mai 2016, 20:53 (vor 324 Tagen) @ Bernhard

Im ersten Brief an Timotheus steht:

Männer und Frauen: 2,8-15

8Ich will, dass die Männer überall beim Gebet ihre Hände in Reinheit erheben, frei von Zorn und Streit.

9Auch sollen die Frauen sich anständig, bescheiden und zurückhaltend kleiden; nicht Haartracht, Gold, Perlen oder kostbare Kleider seien ihr Schmuck,

10sondern gute Werke; so gehört es sich für Frauen, die gottesfürchtig sein wollen.

11Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen.

12Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten.

13Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva.

14Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot.

15Sie wird aber dadurch gerettet werden, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie in Glaube, Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führt.

Ist es also erstaunlich, wenn Frauen so zurück zur Liebe finden? Doch wie Vers 15 sagt, das Kinder haben alleine genügt nicht...in Glaube, Liebe und Heiligkeit ein besonnenes Leben führen...das ist der Weg.

Was Feministinnen aus Bibeltexten heraus lesen, könnt ihr zum Beispiel hier sehen:

http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e15.htm

Doch wer einmal ideologisch verblendet ist, der findet kaum mehr zurück auf den rechten Weg. Wenn das Salz seinen Geschmack verloren hat, womit soll man es wieder salzen? Die Folgen eines durch Ideologie verpuschten Lebens der Frauen sind oft krasse, psychische Störungen, mit Hysterie, Verdrängung und vielen, vielen Medikamenten...jeden Tag! Drogen, Sexsucht, narzisstisches Verhalten, Betrug und viele Lügengeschichten folgen auf dem Bocks-Fuss!

Da kann man nur noch sagen...arme, kranke Frauen! Möge Gott euch den heilenden Geist schicken, es ist bald Pfingsten!

der Weg der Erlösung

Bernhard @, München, Montag, 09. Mai 2016, 09:01 (vor 324 Tagen) @ bibel
bearbeitet von Bernhard, Montag, 09. Mai 2016, 09:17

Aus dem ersten Brief des Paulus an Thimotheus, Kapitel 2:

8. Was ich erreichen möchte, ist, dass überall das Männliche im Menschen beten lernt, heilige Hände erhebend, frei vom blinden Sturm des Willens und von der leeren Unruhe der Gedanken.

9. Und auch das weibliche Wesen soll seinem Ziele zustreben: Es kleide sich in das Gewand der inneren Schönheit; es schmücke sich mit frommer Scheu und Besonnenheit, nicht mit kostbarem Geflecht, mit Gold und Perlen und kostbaren Gewändern.

10. Was dem weiblichen Wesen, dem ja wie eine Verheißung die besondere Anlage zur Frömmigkeit gegeben ist, wohl ansteht, das ist: Wohltaten zu vollbringen.

11.Das weibliche Wesen soll in großer innerer Stille und Aufgeschlossenheit Schülerin des Geistes sein. -

Und im erwähnten Zusammenhang muss notwendig vervollständigt werden:

12. Dass es auch lehrend wirkt, halte ich nicht für richtig. Es soll dem männlichen Wesen gegenüber keinen Führungsanspruch eheben, sondern sich im Schweigen der Seele erfüllen.

13. Es hat ja auch Adam als erster die Erdenform empfangen und erst nach ihm Eva.

14. Und nicht Adam verfiel der Verführung: das weibliche Wesen ließ sich verlocken und kam zu Fall.

15. Durch die Fähigkeit des Gebärens allerdings kann es sein ursprüngliches Wesen zurückgewinnen, nur muss es sich auf den Glauben und die Liebe gründen und mit besonnener Seele nach Durchgeistigung streben.


Sinn- und wortgemäß übertragen aus einem griechischen Originaltext durch Emil Bock.


Jener von Ihnen gegebene komplett kirchenkonform pervertierte und mithin bis ins wesentliche Detail hinein vollkommen verfälschte "Bibeltext" ist gänzlich unbrauchbar und kann meinerseits zur fruchtbaren Diskussion und vertieften Erkenntnisfindung nicht herangezogen werden.


Schönen Gruß!

Bernhard

Anthroposophen

Bibel, Montag, 09. Mai 2016, 13:39 (vor 324 Tagen) @ Bernhard

Ich halte wenig bis gar nichts von Bibelübersetzungen, die von ideologisch geprägten Menschen gemacht wurden.

Und hier noch eine gute Nachricht:

http://kath.net/news/55112

...eine weniger...

Zur Frage der Übersetzung

trel ⌂, Montag, 09. Mai 2016, 16:01 (vor 324 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Montag, 09. Mai 2016, 16:18

Jener von Ihnen gegebene komplett kirchenkonform pervertierte und mithin bis ins wesentliche Detail hinein vollkommen verfälschte "Bibeltext" ist gänzlich unbrauchbar und kann meinerseits zur fruchtbaren Diskussion und vertieften Erkenntnisfindung nicht herangezogen werden.

Hallo Bernhard,

nun mal sachte!

Durch Tomberg bin ich darauf gekommen, daß Emil Bock nicht nur sehr eigenwillig, sondern bisweilen sogar eindeutig falsch - und damit ein Verständnis erschwerend - übersetzt.

In vorliegendem Falle ist die Formulierung "das Männliche im Menschen" statt "der Mann" eine falsche, weil relativierende Übersetzung. Hier dient sie vermutlich auch dazu, das weibliche Priesteramt, wie es in der Altkatholischen Kirche und, daran anschließend, in der durch Steiner inaugurierten Christengemeinschaft üblich ist, zu rechtfertigen. (Steiners Kindheit war durch den Altkatholizismus seines Vaters geprägt.)

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Auch dem Steiner sind in seinen Bibel-Interpretationen bisweilen Fehler, sogar gravierende Fehler unterlaufen, siehe den Artikel "Geistesschau oder Verstandeswissen" von Hellmut Haug aus Die Drei, 2002, Heft 5, Seite 64 f.:

Ich zitiere:

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Steiner hat sich als Vortragender jedoch nur selten die Mühe gemacht, die Herkunft seines Wissens im jeweiligen Einzelfall ausdrücklich zu kennzeichnen – mit der bekannten Folge, dass »gläubige« Anhänger auch offenkundige, längst aufgedeckte Irrtümer als unfehlbare, aus dem Mund des Geistesforschers legitimierte Wahrheiten weiterverkünden. Es wäre wünschenswert, dass dies immer wieder ins Bewusstsein gerufen und vielleicht auch einmal in einem größeren Zusammenhang aufgearbeitet würde. Anthroposophen könnten dadurch gesprächsfähiger werden im Umgang mit Kritikern als auch mit Sympathisanten, und es würde dem verhängnisvollen Eindruck entgegengewirkt, sie würden nur blindlings die Worte ihres Meisters »nachbeten«.

Zur Verständigung und Illustration gebe ich ein Beispiel aus einem Bereich, der mir durch langjährige Studien vertraut ist: der Deutung der Evangelien.

Steiner hat selbst immer wieder betont, dass er seine Aussagen über den Christus Jesus nicht aus den Evangelienschriften gewonnen hat, sondern in diesen nur wiederfindet, was er unabhänig davon aus der Geistesschau geschöpft hat. Aber er hat sich dieses »Wiederfinden« offensichtlich nicht noch einmal durch Geistesforschung bestätigen lassen und in der Regel nicht erforscht, ob sein Verständnis des Evangelientextes an der betreffenden Stelle auch dem ursprünglich von den biblischen Verfassern intendierten Sinn entspricht. Ihm genügte der einfache Anschein einer ihn spontan überzeugenden Plausibilität. So etwa in den Hamburger Vorträgen über das Johannes-Evangelium, in denen Steiner den Bibelvers »Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen« ausdeutet: »Dieses Wort muss wörtlich genommen werden. Der Mensch isst das Brot der Erde und wandelt mit seinen Füßen hier auf dieser Erde herum. Ist die Erde der Leib des Erdengeistes, das heißt des Christus, dann ist der Mensch derjenige, der mit den Füßen herumwandelt auf dem Erdenleib, der also den Leib dessen, dessen Brot er isst, mit Füßen tritt.«

Jeder, der den vorausgehenden Text im 13. Kapitel des Johannes-Evangeliums gelesenhat, wird von dieser Deutung überrascht sein; denn sie isoliert das betreffende Wort und reißt es aus dem Zusammenhang, in dem es als »Schriftbeweis«, prophetische Voraussage für den Verrat des Judas fungiert: Der Jünger, der von Jesus nachher den Bissen Brot gereicht bekommt und also »sein Brot isst«, wird ihn verraten, »mit Füßen treten.« Eigentlich müsste man schon stutzig werden, wenn die Fußtritte abmildernd als »auf der Erde herumwandeln« gedeutet werden; aber wenn man den griechischen Text heranzieht, wird der hergestellte Bezug vollends unmöglich. In der Wiedergabe des von Steiner geschätzten und in anderen Fällen auch benutzten neutestamentlichen Exegeten Karl Weizsäcker liest es sich so: »Der mit mir (hier folgt Weizsäcker einer anderen, aber wohl nicht authentischen Textüberlieferung, H.H.) das Brot isset, hat seine Ferse wider mich erhoben.«

Das ist ein feindseliger Akt, mit dem man einem am Boden Liegenden noch einen Fußtritt versetzt, und genau in diesem Sinn findet sich das Wort in dem Psalm, der hier als Beleg dafür angeführt wird, dass mit dem Verrat des Judas »die Schrift erfüllt werden musste« (Ps. 41, 10).

Was Steiner in dieses Wort hineinliest (»Christus als Geist der Erde«), wird nicht falsch dadurch, dass er es zu Unrecht gerade in diesem Textwort wiederzufinden glaubt; aber dem Wortlaut des Evangeliums tut er Gewalt an, und man wird nicht länger sagen dürfen: hier steht es! Eine solche Behauptung wird durch klare und eindeutige Philologie falsifiziert.

Das Pikante in diesem Fall ist, dass Steiner zu seiner Deutung nur kommen konnte, weil er gar nicht den griechischen Text und auch nicht seinen sonstigen Gewährsmann Weizsäcker konsultiert, sondern einfach die Lutherbibel aufgeschlagen hat. Nur hier findet sich wörtlich das, was er im Vortrag anführt. Luther hat nach seiner Gewohnheit für den griechischen (und hebräischen) Ausdruck ein ihm geläufiges deutsches Idiom eingesetzt: einen Fußtritt geben statt die Ferse gegen jemand erheben; denn »so redet der deutsche Mann«, wie er sich im »Sendbrief vom Dolmetschen« für solche Freiheiten rechtfertigen wird.

Ich habe das Beispiel gewählt, weil es so eindeutig und unwidersprechlich ist, während in anderen Fällen griechische Spezialkenntnisse zur Beurteilung nötig sind. Solche Beobachtungen sollten uns davon abhalten, Skeptiker durch Bibelzitate (»Hier steht es doch!«) von der Wahrheit Steinerscher Aussagen überzeugen zu wollen, etwa auch im Fall der beiden Jesusknaben, über die wir in den Evangelien zwar Andeutungen haben, aber das Entscheidende eben doch nicht dem Bibeltext zu entnehmen ist.

Und selbst wenn der »Beweis« einmal schlüssig ist: Das Beweisenwollen aus dem Bibelbuchstaben ist auch aus esoterischer Sicht der falsche Weg. Es verstellt für diejenigen, die wir zu überzeugen suchen, den Zugang zu der Wirklichkeit, von der wir sie überzeugen wollen, und setzt sie auf die falsche Fährte. Ob gewollt oder ungewollt leiten wir sie dazu an, das, was uns hinaufziehen soll, zu uns herabzuziehen und es unserem unverwandelten Verstand als unverdautes »höheres Wissen« einzuverleiben. Da kann es dann sogar etwas Befreiendes haben, wenn dem Schriftbeweis der Boden entzogen wird. Die Frage der Inspiration der Evangelien wird durch solche Einzelkritik nicht berührt und muss auf einer anderen Ebene entschieden werden.

Ich weiß nicht, ob es auf anderen Sachgebieten bei Rudolf Steiner eine ähnlich komplizierte »Gemengelage« gibt, aber Anlass zur Unterscheidung zwischen unmittelbarer Geistesschau und Tatsachenbehauptung aus bloßem Verstandeswissen dürfte auch anderswo gegeben sein. Ob sich jemand dazu äußern kann?

----------------------------------

Zitat-Ende.

So besehen, würde ich auch mit Vorwürfen wie "komplett kirchenkonform pervertierte und mithin bis ins wesentliche Detail hinein vollkommen verfälschte "Bibeltext"" vorsichtig sein!

Gruß
Thomas

Zur Frage der Übersetzung

bibel, Montag, 09. Mai 2016, 20:57 (vor 323 Tagen) @ trel

Anthroposophen haben zudem gewisse Aspekte der Gnosis übernommen. Dagegen ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden, da die Gnosis als solche nicht falsch ist, sondern bloss da und dort Dinge vermischt, die nicht vermischt gehören. Zudem sind Gnosis und Mystik bisweilen sehr eng beieinander liegend. Aber beide, also die Gnosis wie auch die Mystik, werden heute gerne und häufig von esotherischen Spinnerinnen herbeigezogen, um damit ihre Hysterien zu untermauern. Deshalb sollte man in unserer Zeit sehr vorsichtig sein mit "offenen" Bibelübersetzungen, also solchen, die mehr Spielraum offen lassen.

Vielleicht auch eine interessante Parallele zum Zölibat. In der frühen, christlichen Kirche war es den Ältesten (den Hirten, also den Bischöfen) keineswegs verboten zu heiraten. Heute hingegen schon. Weshalb? Weil früher das Weib sich dem Manne angeschlossen und in Gehorsam treu war. Heute hingegen übt es Macht über den Mann aus und ist selbst vom rechten Weg in tragischer Weise abgeirrt. Desshalb, und nur desshalb, sollen bestimmte Männer der Kirche heute keine Frauen mehr haben. Damit sie nämlich nicht von diesen benutzt werden können.

Leider Gottes finden die Frauen aber immer wieder Mittel und Wege, troztdem Einfluss zu nehmen, im sehr negativen Sinne. Nicht ohne Grund ist die katholische Kirche heute von schweren Missbrauchsfällen erschütter. Ausgeführt durch von Weibern in die Kirche eingeschleuste Männer, die keine wirklichen Männer sind. Der Begriff "Homophobie" kann man der katholischen Kirche sicher nicht anhängen, denn schliesslich sind diese Männer ja keine Kinder der Kirche, sondern Kinder ihrer Mütter. Und auch deren Knechte.

Gott zum Gruss und hütet euch vor der Schlange! Es ist immer noch dieselbe...

Zur Frage der Übersetzung

bibel, Montag, 09. Mai 2016, 21:28 (vor 323 Tagen) @ trel
bearbeitet von bibel, Montag, 09. Mai 2016, 21:34

Hallo trel

Ihren Beitrag habe ich mit Interesse gelesen. Sie zeigen damit, dass Sie ein kritische Person sind, die sich nicht von dem Schein des Heiligen blenden lässt!

Erlauben Sie mir daher, noch etwas anzufügen. Auch der Plattform kath.net, betrieben wohl durch eine grosse Anzahl Scheinheiliger Christen, fand in den letzten Tagen eine Debatte über den Heiligen Geist statt. Hier der aktuelleste Beitrag. http://kath.net/news/55108

Darin kam zum Ausdruck, dass die "Konservative" der Katholiken offensichtlich ein Problem mit dem heutigen Papst hat, da dieser die Meinung vertitt, der Heilige Geist sei auch ein Geist der Erneuerung. Für Konservative natürlich ein Ärgernis! Doch gerade die Bibel lässt viel Freiraum zur Interpretation, damit wir mit Hilfe des Heiligen Geistes den rechten Weg finden können. Ohne diesen Spielraum wären wir ja bloss verdammt dazu, geistlos dem geschriebenen Wort zu folgen und somit die wahre Ursache unseres Menschseins, also die geistige Ursache, nicht nutzten zu können.

Die Kirche war zu Anfang eine Kirche des Petrus. Diesen hat Jesus ausgewählt, die Führung zu übernehmen. Sicher die richtige Wahl zu diesem Zeitpunkt. Denn die junge Kirche musst sich erst Formen und dazu brauchte sie eine klare und feste Struktur, resp. musste diese aufbauen. Doch die Frage Petrus nach dem Lieblingsjünger Jesu, also nach Johannes, lässt aufhorchen (siehe Ende des Johannesevangelium). Weshalb hatte Jesus nicht diesen zum Anführer gemacht?

Hier noch ein Zusazt aus dem Messbuch Schott, der katholischen Kirche zum heutigen Tag:

„Auf der Angst beruht die Macht, das Reich des Bösen. Darum stei­gert und verbreitet der Böse die Angst, wo immer er sein Reich begründen, ausbreiten, erhalten will. Sein Reich ist das Reich der Angst; über die Angst hinaus vermag es seine Grenzen nicht auszudehnen. Vor dem Frie­den dessen, in dem Christus lebt - der Herr selbst ist der Friede nach den Worten des Apostels (Eph 2,14) -, zerfällt die Angst und mit ihr das Gewaltreich des Widersachers und seiner Knechte. Nun fallen auch die Ket­ten des Fluches und der Sünde von den Geschöpfen, und sie nähern sich dem Wesen, das sie von Anfang an hatten. Der allein, der furchtlos ist in Christus, kann der Welt zum Heil werden. Auf diesen Furchtlosen wartet die Welt“ (Reinhold Schneider).

Sie finden den zum Tage gehörenden Text jeweisl direkt unter diesem link: http://www.erzabtei-beuron.de/schott/
Weil die Zeit für die Johannische Kirche noch nicht da war. Johannes war zweifellos der mystische Jünger Jesu. Dies wird auch aus seinem weitern Lebenslauf sichtbar. Er war nicht nur der Verfasser des nach ihm benannten Evangeliums, sondern auch der Verfasser des 1. Johannesbriefes (geschrieben an seine eigenen Jünger) und auch der Offenbarung. Briefe 2 und 3 dürften nicht von ihm stammen.

Heute steht die Kirche nicht mehr an ihrem Anfang, sondern kurz vor ihrer Vollendung. Also nicht mehr das Alpha ist entscheidend, sondern das Omega! Ob es zufall ist, dass diese beiden Bezeichnungen auch bezüglich verschiedener Persönlichkeiten angewandt wird, lassen wir offen.

Der Johannesjünger, als Mystiker, ist derjenige, welche die Führung der Kirche in den letzten Tagen übernehmen wird. das Ende oder die Vollendung der Kirche wird die Mystik sein. Bereits sieht man diese Vollendung heraufscheinen, insbesondere in den drei Persönlichkeiten der letzten Päpste. Alle drei zeigen deutliche Züge von Mystikern. Nur die Mystik wird eine Vereinigung der aufgesplitteten Kirche zulassen, resp. ist Vorausseztung für diese. Doch darüber hinaus wird es auch die Mystik sein, welche über die Religionsgrenzen hinaus Verbinung schafft und so zu einer Kirche der Heiligen f¨hren wird, also einer Kirche der Rechtgläubigen, wie es Jesus im Johannesevangelium anklingen lässt, im Gespräch mit der Samariterin.

Gott ist Geist und Gott sucht Anbeter, die ihn im Geist anbeten. Der Ort spielt dabei keine Rolle, auf Bergen oder in Tempeln ist egal, hauptsache im Geist.

Noch ist es nicht ganz soweit. Nocheinmal wird in der Welt das Chaos herrschen, ausgehend nochmals von Europa. Im deutschsprachigen Raum haben sich bereits wieder Verschwörungen von allemanisch und germanisch gesinnten Gruppen gebildet, welche an Stelle des Christus heidnische Gottheiten gestellt haben, der Greuel steht da, wo er nicht stehen sollte! Doch nach dieser neuerlichen dunklen Zeit, wird das Licht erscheinen, nach der letzten Auslese zwischen Gut und Böse.

Ihnen einen guten Tag und keine Sorge, Verfolgung ist ein Zeichen der Auswahl, denn sie haben auch Jesus verfolgt...unseren Retter und Erlöser der Welt!

Wer ist "bibel"? - Johanneisches Christentum bei Fichte und - in der Folge - bei Steiner.

trel ⌂, Montag, 09. Mai 2016, 22:49 (vor 323 Tagen) @ bibel
bearbeitet von trel, Montag, 09. Mai 2016, 22:55

Der Johannesjünger, als Mystiker, ist derjenige, welche die Führung der Kirche in den letzten Tagen übernehmen wird. das Ende oder die Vollendung der Kirche wird die Mystik sein. Bereits sieht man diese Vollendung heraufscheinen, insbesondere in den drei Persönlichkeiten der letzten Päpste. Alle drei zeigen deutliche Züge von Mystikern. Nur die Mystik wird eine Vereinigung der aufgesplitteten Kirche zulassen, resp. ist Vorausseztung für diese. Doch darüber hinaus wird es auch die Mystik sein, welche über die Religionsgrenzen hinaus Verbinung schafft und so zu einer Kirche der Heiligen f¨hren wird, also einer Kirche der Rechtgläubigen, wie es Jesus im Johannesevangelium anklingen lässt, im Gespräch mit der Samariterin.


Interessante Dinge, die Sie erwähnen.

Aber es ist verwirrend, hier zwei Autoren zu lesen, die sich beide "bibel" nennen, und doch nicht identisch zu sein scheinen.

Was den Vorwurf der Gnosis bezüglich der Anthroposophie betrifft, so ist dies ein sehr alter, bis heute tradierter, aber meines Erachtens falscher Vorwurf, den irgendwer, der Steiner kaum gelesen hat, einmal in die Welt gesetzt haben muß. Die Gnostiker überzeichneten den Geist-Aspekt Christi; sie nahmen ihn als mensch-gewordenen Gott nicht sehr ernst. Das ist bei Steiner völlig anders.

Allerdings ist das anthroposophische Christentum ein ausgeprägt johanneisches. Diese Haltung könnte Steiner von Johann Gottlieb Fichte übernommen haben, genauer: von dessen "Anweisung zum seligen Leben". Fichte bekannte sich ausdrücklich zum johanneischen Christentum, und Steiner war von Fichte vollkommen eingenommen. Keinen anderen Autor hat er so gründlich gelesen, und kein anderer Autor hat ihn so sehr beeinflußt. Demgegenüber war die indisch-englische Theosophie eine relativ späte, vorübergehende Episode.

Wer über diese Hintergründe Genaueres erfahren will, der lese nach in "Philosophie und Anthroposophie. Die philosophische Weltanschauung Rudolf Steiners - Grundlegung und Kritik", einem über tausend Seiten starken Buch von Hartmut Traub, erschienen 2011. Die bisherigen großen Steiner-Monografien von Lindenberg und von Zander werden damit teilweise hinfällig.

trel

Wer ist "bibel"? - Johanneisches Christentum bei Fichte und - in der Folge - bei Steiner.

bibel, Dienstag, 10. Mai 2016, 00:15 (vor 323 Tagen) @ trel
bearbeitet von bibel, Dienstag, 10. Mai 2016, 00:21

Die sind schon identisch :-). Das johannische Christentum. Eine interessante Unterscheidung, von der ich bisher nichts gewusst habe :-). Aber das zeigt ja nochmals, dass der Heilige Geist und immer noch führt. Ich werde dies alsbald bei Fichte nachlesen. Ich hoffe, ich finde es online. Der erste Blick ins Wiki zeigt mir bereits, dass Fichte wohl etwas Richtiges erkannt hat. Die drei Stufen der menschlichen Entwicklung finden wir auch im Buddhismus, als Ethik, Meditation und Erleuchtung. In der Bibel kann man sie vergleichen mit dem Gesetz Mose, den Propheten und Jesus. Allgemeiner formuliert, zuerst muss der Mensch den äusseren Anstand erlernen, dann kann er ihn verinnerlichen und dann gelangt er in den Zustand der "Gottverbundenheit". Danke!

Fichte

bibel, Dienstag, 10. Mai 2016, 14:21 (vor 323 Tagen) @ trel

Wie sehen Sie, resp. stehen Sie zu der späteren Vereinnahmung Fichtes Philosophie durch die Nazis und seine Äusserungen bezüglich dem Judentum? Dies scheint mir, wie schon bei Nietzsche, ein Knackpunkt zu sein. Sehen Sie zudem Verbinungen zu einem gewissen René Egli, dem schweizer Autor des LOLA Prinzipes?

https://faszinationmensch.com/2013/05/09/vom-agieren-loslassen-und-lieben-das-lola-prinzip/

Esotherischer Blödsinn...erträumt von seiner (hysterischen) Frau? Oder hat sie ihren Mann benutzt, mit offensichtlich böser Absicht?

Fichte etc.

trel ⌂, Dienstag, 10. Mai 2016, 15:14 (vor 323 Tagen) @ bibel

Wie sehen Sie, resp. stehen Sie zu der späteren Vereinnahmung Fichtes Philosophie durch die Nazis und seine Äusserungen bezüglich dem Judentum? Dies scheint mir, wie schon bei Nietzsche, ein Knackpunkt zu sein. Sehen Sie zudem Verbinungen zu einem gewissen René Egli, dem schweizer Autor des LOLA Prinzipes?

Ich bin schlicht der Meinung, daß man sich mit Vereinnahmungen und Zuschreibungen nicht unnötig befassen sollte.

Es gehört zum Reifungsprozeß, daß man lernt, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden; und auch Verlockungen zu widerstehen.

Gebt dem Original die Ehre! Das ist Christus. Sodann sind es die genialen Christen, von denen in diesem Forum (aber natürlich nicht nur hier) die Rede ist. Es ist viel fruchtbarer, die Lichtgestalten freizulegen, als die Verdunkler zu denunzieren und zu diskutieren.

trel

Fichte etc.

bibel, Dienstag, 10. Mai 2016, 21:25 (vor 322 Tagen) @ trel

Ja, das kann man so sagen. Keiner und keine ist sicher davor, dass das Geschriebene nicht irgendwann von jemandem ausgelegt wird, wie es nicht der Sinn war. In einem Artikel zu Fichte (einem negativen) habe ich zudem gelesen, dass er der Meinung war, man solle die Juden nach Palästina aussiedeln. Sehr interessant. Ich wusste nicht, dass diese Idee schon so früh existiert hatte und dachte, es wäre ein Kind der Kriegsgewinner. Leider wurde diese Idee dann in die Tat umgesetzt, was das Problem, also den Antisemitismus, natürlich nicht gelöst hat. Europa wollte sich auf diese Art wohl die Juden bequem vom Hals schaffen? Wie man sieht, mit schwerwiegenden Folgen, die nun auf Europa zurück schlagen!

Es stimmt mich sehr traurig, dass das jüdische Volk bis heute ein in der Welt gehasstes Volk ist und nirgends wirklich angenommen wird, auch in Israel nicht. Weshalb kann die Welt nicht damit umgehen, dass die Juden der Rest des von Gott auserwählten Volkes Israel sind? Ist diese Auserwählung zu gross für die Welt? Ist die Angst, dass Gott durch die Juden die "Frevler" und die Ungläubigen zu Fall bringen könnte so stark? Dass er sich wieder und immer wieder in das Weltgeschehen einmischt, obwohl "man" ihn doch gerne draussen haben wollte?

Haben Sie je den "Stern der Erlösung" gelesen, von Franz Rosenzweig? Ein wunderbares Buch!

Das von Ihnen angegebene Buch von Fichte habe ich online leider nicht gefunden. Zur Zeit ist es mir unmöglich Bücher zu beschaffen. Ich werde die Lektüre also auf später verschieben müssen. In eine grosse, stille Zeit des Abwartens, des Lesens und des Schreibens...und der Vorbereitung auf das Licht :-).

Der Tag wird kommen, und er ist nicht so fern, an dem sich alle Menschen Gottes vereinigen werden und dann wird der Antichrist aus der Welt hinausgeworfen werden, vollständig. Seine Nachfolger können dann mit den Zähnen knirschen, wie es in der Bibel so treffen heisst.

Ich grüsse Sie herzlich und wünsche weiterhin viel Erfolg mit guten Unterhaltungen über grosse christliche Männer und auch Frauen, sowie Menschen anderer Religionen! Meine Identität muss ich hier offen lassen, zu meinem und zu Ihrem Schutz.

mit Gruss, ein Freund der Bibel, ein Kind Gottes und nicht zuletzt, ein Seelenverwandter Johannes

Das Problem des Judentums.

trel ⌂, Dienstag, 10. Mai 2016, 22:53 (vor 322 Tagen) @ bibel
bearbeitet von trel, Dienstag, 10. Mai 2016, 23:30

Es stimmt mich sehr traurig, dass das jüdische Volk bis heute ein in der Welt gehasstes Volk ist und nirgends wirklich angenommen wird, auch in Israel nicht. Weshalb kann die Welt nicht damit umgehen, dass die Juden der Rest des von Gott auserwählten Volkes Israel sind? Ist diese Auserwählung zu gross für die Welt? Ist die Angst, dass Gott durch die Juden die "Frevler" und die Ungläubigen zu Fall bringen könnte so stark? Dass er sich wieder und immer wieder in das Weltgeschehen einmischt, obwohl "man" ihn doch gerne draussen haben wollte?

Ein in der Tat sehr komplexes Problem, schwer zu durchdringen auch für mich, und innerhalb eines anderen Themas nicht leicht abzuhandeln. Dennoch einige Aspekte:

Mit dem Auftreten Christi war die Mission des jüdischen Volkes erfüllt. Das haben die maßgeblichen Juden aber nicht eingesehen; sie mißverstanden die Sendung des Gottes- und Menschensohnes als eine politische. Eine radikale jüdische Gruppe legte sich mehrfach mit den Römern an - undankbarerweise, weil sie ja nur mit Hilfe der Besatzer den Jesus hatten hinrichten können. Jedenfalls, die voraussehbare Folge der Aufstände war, daß ihr Tempel zuletzt zerstört und die Elite des Volkes definitiv vertrieben wurde. Die Blindheit gegenüber Christus ist also der Ursprung ihrer Heimatlosigkeit!

Hitlers Haß auf die Juden wurzelte übrigens in einer inneren Affinität. Denn auch Hitler verstand "sein" Volk als das auserwählte Volk; wie die Zionisten (und zeitlich nach ihnen) schufen die Nazis eine Blut- und Bodenbewegung; wie die Zionisten sprachen die Nazis vom "Volk ohne Raum"; und wie die alten Juden akzentuierten sie das Prinzip der Volks- und Rassenhygiene.

Merkwürdig ist auch die heutige Haltung der deutschen Regierung zu Israel. Einerseits ist Israel der einzige Staat, für den die deutsche Regierung erklärtermaßen bedingungslos eintreten würde; anderseits gibt es keinen Staat, der die Kriterien eines politischen Rechtsradikalismus mehr erfüllt als Israel. Zum Beispiel gibt es dort Rassegesetze wie im Hitlerdeutschland! So entsteht das Paradox, daß bei uns als Rechtsextremist verfolgt würde, wer den tatsächlichen Rechtsextremismus Israels auch nur in den ersten Ansätzen bei uns einführen, ja nur propagieren würde.

Ich selbst war 1975 für fünf Monate in einem israelischen Kibbutz beschäftigt. Einer der stärksten Eindrücke, die ich dort empfangen habe, war die Affinität der dortigen Juden mit den Nazis. Der Fanatismus in den Gesichtern der Juden, wenn sie über die Palästinenser sprachen, war der gleiche wie in den Gesichtern der Nazis, die ich aus Filmen in Erinnerung habe, welche uns in meiner Volksschulzeit zu pädagogischen Zwecken gezeigt wurden.

Was die Spiritualität der nachchristlichen Juden betrifft, so gibt - oder gab - es einerseits sehr bemerkenswerte Strömungen wie etwa den Chassidismus oder die lurianische Kabbala. Anderseits haben die Juden in bemerkenswertem Maße atheistisch-materialistische Wissenschaftler hervorgebracht. So waren fast alle, wirklich fast alle Psychoanalytiker - Juden! Große Ausnahme: Carl Gustav Jung; aber ausgerechnet der hatte mit der Sexualtheorie nichts am Hut.

Auch im Marxismus ist das Judentum stark vertreten, angefangen mit Marx.

Es sollte uns auch zu denken geben, daß die überwältigende Mehrheit der Deutschen im Staat Israel die größte Bedrohung des Weltfriedens sieht. Das läßt sich nicht aus "Antisemitismus" erklären, sondern aus der Politik. - Übrigens ist "Antisemitismus" ein falsches Wort, ein reiner Kampfbegriff; denn die Juden sind weit weniger semitisch geprägt als ihre Kontrahenten, die Araber, darunter die Palästinenser. Das gilt für die physische Erscheinung ebenso wie für die Sprache.

Und zuletzt: Es ist unsinnig, von einer "jüdisch-christlichen Kultur" zu sprechen. Das vorchristliche Judentum ist aufgegangen im Christentum, und das nachchristliche Judentum hat sich - wie der Islam - zum Antipoden des Christentums erklärt. Im Talmud werden die Christen verflucht. Wenn man sagt, das Judentum gehöre zum christlichen Abendland, dann gilt das allenfalls in einem negativen Sinne, nämlich im Sinne einer gegenseitigen Abgrenzung.

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Haben Sie je den "Stern der Erlösung" gelesen, von Franz Rosenzweig? Ein wunderbares Buch!

Nein, bisher nicht. Aber ich werde daran denken.

Das von Ihnen angegebene Buch von Fichte habe ich online leider nicht gefunden. Zur Zeit ist es mir unmöglich Bücher zu beschaffen.

Kostet als Taschenbuch 8,80 €, ist also erschwinglich. Aber zugegeben: Ich habe es selbst noch nicht gelesen. ;-)

Freundliche Grüße!
trel / admin

Das Problem des Judentums.

Bernhard @, München, Mittwoch, 11. Mai 2016, 09:07 (vor 322 Tagen) @ trel

Hallo, Thomas und bibel!


Vielen Dank, Thomas, für den bemerkenswerten Einwurf zum Judentum vs. Christentum! Über den Chassidismus und die lurianische Qabalah habe ich selber schon manches gelsen.
Letztere hat mich dazumal spirituell sehr euphorisiert und nachträglich bezüglich eigener vorangegangener Sephiroth-Forschungen vielfach bestätigt... -

Kennt Ihr von LUDWIG THIEBEN "Das Rätsel des Judentums"? - Thieben, Jude, stand der Anthroposophie Rudolf Steiners sehr nahe und spricht in entsprechendem Duktus gar manches an, wofür ihn Israel zum Volks- und Staatsfeind erklärt hat. Thieben nimmt insbesondere Bezug zu dem fundamentalen Problem des "Ahasverismus" und setzt mit wissenschaftlicher Solidität die Ursachen des nach wie vor klaffenden Abgrunds zwischen Judentum und Christentum auseinander. Hierzu zieht er sowohl die kulturell-religiöse als auch die sozial-politische Geschichte heran. Selbstverständlich bringt er auch einen - oder sogar den - Lösungsvorschlag zur Sprache: Der Juden freimütige An- und Aufnahme des brüderlichen Christus-Impulses...


Schönen Gruß!

Bernhard

Ludwig Thieben. - Die Grenzen staatlicher Einflußnahme.

trel ⌂, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:18 (vor 322 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:33

Kennt Ihr von LUDWIG THIEBEN "Das Rätsel des Judentums"?

Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen, und es hat einen nachhaltigen Eindruck in mir hinterlassen. Leider besitze ich es nicht, und ich kann diesen Monat auch keine Bücher mehr kaufen. Aber es steht jetzt auf meiner imaginären Liste.

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Eine notwendige Bemerkung:

Es versteht sich, daß wir die Bewertung eines Kollektivs von der Bewertung seiner Individuen unterscheiden müssen. Und dies nicht zuletzt in Hinblick auf unsere Gefährdung durch das auch bei uns bestehende Gesinnungsrecht, im Besonderen den § 130 StGB (Volksverhetzung).

Ich denke, ein Jeder von uns wird ohnehin Menschen individuell beurteilen, und niemals jemandem die Freundschaft aufkündigen in der unerwarteten Erkenntnis, daß es sich um einen Juden, Araber, Homosexuellen, Behinderten - oder was auch immer - handelt. Bezeichnenderweise wird uns das grundsätzlich aber unterstellt. (Mit "uns" meine ich jeden, der die politisch korrekte Leitkultur nicht übernimmt.) Auf diese Wweise wird -

  • aus einem Feminismuskritiker ein Frauenhasser,
  • aus einem Religionskritiker ein Antisemit,
  • aus einem Kritiker der Einwanderungspolitik ein Ausländerfeind

und so weiter. Die Liste läßt sich fortsetzen. In jedem Falle kriegen wir von den Toleranten jeweils ein Etikett aufgeklebt. Das müssen wir nicht auf uns sitzenlassen.

Die Rede ist immer häufiger von "Haß-Delikten". Hier aber gilt es gegenzusteuern, denn der Staat ist dazu da, um die äußere und innere Sicherheit zu garantieren. Der Staat ist nicht dazu da, um unsere Gefühle zu verwalten, zu bewerten und zu lenken.

In diesem Zusammenhang ist zwischen Recht und Ethik zu unterscheiden.

  • Das Recht regelt Forderungen, die ein Jeder erfüllen kann und muß.
  • Die Ethik hingegen formuliert Ideal-Forderungen, die Jeder erfüllen sollte, aber niemals völlig erfüllen kann.

Und Ethik ist eben nicht Sache des Staates. Der Staat darf uns nicht vorschreiben, wen wir lieben und wen wir hassen sollen. Er darf uns nicht dahingehend erziehen, daß wir Juden, Schwule, Behinderte, Ausländer usw. mögen, und daß wir Andersdenkende, also angebliche "Nazis", "Dumpfbacken", "besorgte Bürger" usw. verachten.

Gruß
Thomas

Das Problem des Judentums.

bibel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 12:19 (vor 322 Tagen) @ trel

Danke für Ihre Ausführungen. Ja auch im Staat Israel steckt viel Faschismus, wie heut wohl in der ganzen Welt.

Ich bin in früheren Post auch auf Ihre Lebensgeschichte gestossen unter trel5. Sehr interessant und ich sehe einen Menschen, der ein prägendes Leben hatte und immer noch hat. Sie sollten die Webseite hier im Forum verlinken. Für Besucher wäre es sehr hilfreich, Ihren persönlichen Hintergrund zu kennen.

mit Gruss
Maria Gustavo

Verlinkung.

trel ⌂, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:27 (vor 322 Tagen) @ bibel

Ich bin in früheren Post auch auf Ihre Lebensgeschichte gestossen unter trel5. [...] Sie sollten die Webseite hier im Forum verlinken.

Das ist ja schon der Fall. Unter den Titeln der Einträge findet sich neben dem Namen bisweilen auch ein Haus-Symbol, so auch in meinem Fall. Wer darauf klickt, findet sich wieder auf meiner persönlichen Netzseite. Jeder, der hier schreibt, kann seine eigene "homepage" (Heimseite) eintragen.

Gruß
trel

Verlinkung.

bibel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:31 (vor 322 Tagen) @ trel

Oh, danke. Das Symbol war meiner Aufmerksamkeit entgangen :-)

Zur Frage der Übersetzung

Bernhard @, München, Montag, 09. Mai 2016, 21:59 (vor 323 Tagen) @ trel

Hallo Thomas!

Vielen Dank für die Richtigstellung!

Ich selber kenne diverse Übersetzungen der Paulus-Briefe. Dass Paulus der Frauenhasser gewesen sein soll, als der er sich offensichtlich dastellt, konnte und wollte ich noch nie glauben. -

Wenn also Emil Bock auch falsch üersetzt hat: Welche einsehbaren Paulusbriefe sind denn dann überhaupt authentisch? -

Paulus war Realist, kein Frauenhasser. - Steiners Bedenken gegen das weibliche Priesteramt.

trel ⌂, Montag, 09. Mai 2016, 22:31 (vor 323 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Montag, 09. Mai 2016, 23:28

Hallo!

Dass Paulus der Frauenhasser gewesen sein soll, als der er sich offensichtlich dastellt, konnte und wollte ich noch nie glauben. -

Ich meine nicht, daß Paulus sich als Frauenhasser darstellt, oder daß er ein Frauenhasser gewesen sei. Er wollte für Ordnung in seinen Gemeinden sorgen, und das war wohl auch notwendig. Denn gerade in den Anfangszeiten gab es viele schlimme Entartungen.

Daß so manchen Frauen das nicht gefällt, verwundert mich nicht. Es ist der luziferische Standpunkt. Luzifer wurde "zurechtgewiesen", das heißt, des Himmels verwiesen, und machte daraus eine Gegnerschaft, anstatt sich mit seiner Zurechtweisung abzufinden und sogleich den Weg der Läuterung zu beschreiten.

In diesem Zusammenhang möchte ich hinweisen auf die sehr kritischen Äußerungen, die Steiner in einem seiner Priesterkurse gemacht hat. So lesen wir in GA 343-23, ich zitiere:

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Im ganzen aber ist zu sagen, daß es jedenfalls möglich ist, daß die Frau durch eine starke Selbsterziehung ein starkes Verantwortlichkeitsgefühl entwickelt, wenn sie nun gerade in diese Bewegung eintritt, denn das Fehlen des Verantwortlichkeitsgefühles ist ja etwas, was durchaus da bemerkt werden konnte, wo die Frau in der letzten Zeit in mehr geistige Bewegungen eingetreten ist.

Es ist zum Beispiel so, sagen wir, daß der Mann viel eher dazu zu bringen ist, irgend etwas im vertraulichen Kreise zu halten als die Frau, die außerordentlich leicht, wenn sie eine Freundin hat, diese Freundin für absolut sicher hält und dann die Dinge nur eben an einen Menschen ausplaudert, trotzdem es ja auch unter Männern zahlreiche alte Frauen gibt.

Das ist eben eine Erscheinung, die man hat erleben müssen und die sehr, sehr schwer ins Gewicht fällt. Also das Verantwortungsgefühl, das ist etwas, was ganz besonders wird ausgebildet werden müssen.


Und weiter:

Das ist etwas, was sich dann heranentwickeln muß: ein scharfes Gefühl in der Selbsterziehung für das Überwinden der Eitelkeit und des Ehrgeizes. In alledem hat die Frau viel leichter Versuchungen äußerer und innerer Art als der Mann.

Alle diese Dinge führen zuletzt darauf, daß die Frau in einer gewissen Weise weniger beständig ist, daß sie sehr leicht pendelt zwischen diesen Zweien, die Sie gesehen haben, Ahriman auf der einen Seite, Luzifer auf der anderen Seite. Der Mensch pendelt ja natürlich im Rhythmus von einem zum anderen, aber die Frau mit einer außerordentlichen Behendigkeit und sehr häufig so, daß die Gleichgewichtslage stark labil wird.

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Mein Eindruck ist, daß sich Steiners Beurteilung des Weibes nicht allzusehr von der des Paulus unterscheidet!

Gruß
Thomas

Zur Frage der Übersetzung

Bibel, Montag, 09. Mai 2016, 22:38 (vor 323 Tagen) @ Bernhard

Es gibt nur eine Art von Frauenhasser, und dies sind die Frauen selbst! das ist ja ihr Problem und darauf gründet der ganze Feminismus!

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