Unklare Auskünfte: Zwangseinweisungen in die Psychiatrie haben sich verdreifacht, seitdem sie erschwert wurden.

trel ⌂, Mittwoch, 11. Mai 2016, 00:05 (vor 468 Tagen)
bearbeitet von trel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 00:18

Vom Montag, dem 08.12.2003 – 00:00 Uhr datiert ein "Spiegel"-Artikel, den man heute (!) aufrufen kann, und der lautet: Psychiatrie: Immer mehr Zwangseinweisungen.

Ich zitiere:

Ausgerechnet das 1992 als Ersatz für das alte Vormundschafts- und Pflegschaftsrecht in Kraft getretene neue Betreuungsrecht, das Eingriffe in die persönliche Freiheit erschweren sollte, scheint das Wegsperren psychisch Kranker in die geschlossene Psychiatrie zu begünstigen.

Bei der Untersuchung von Betreuungsverfahren in einer Region Südniedersachsens stellte Peter Müller von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Göttingen überraschend fest, dass sich die Zahl der unfreiwilligen Einweisungen innerhalb von sechs Jahren verdreifacht hat. Die Betroffenen könnten sich gegen die Zwangsunterbringungen nur selten wehren, denn Einweisungen nach dem so genannten differenzierten Betreuungsrecht gingen "relativ still und von der Öffentlichkeit unbemerkt vonstatten", wie Müller erklärt.

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Von heute dagegen - Dienstag, 10.05.2016 – 21:43 Uhr - datiert ein "Spiegel"-Artikel, dem man etwas fast Gegenteiliges entnehmen kann: Täter von Grafing: "Man kann ja nicht jeden wegsperren". Dessen Schluß-Absatz lautet so, ich zitiere:

Doch in der letzten Zeit wurde es Psychiatern schwerer gemacht, selbst- oder fremdgefährdende Patienten gegen ihren Willen zu behandeln. Vor einigen Jahren gab es neue juristische Vorgaben, die es erschwert haben, Patienten gegen ihren Willen einzuweisen. "Seitdem muss genauer begründet und ausführlicher dokumentiert werden", sagt Ballin. Einfacher dürfte das die Arbeit der Psychiater nicht machen.

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Ja, was stimmt denn nun? Ist es nun leichter oder schwerer geworden, Menschen gegen ihren Willen psyschiatrisch zu internieren? Welche neuen juristischen Vorgaben sind gemeint - die von 1992, oder neuere? Es scheint unmöglich, beide Berichte zu harmonisieren.

Zu denken geben sollte aber folgender Satz, der sich in zuletzt genanntem Artikel findet:

Neben den Ländergesetzen zur Behandlung psychisch Kranker (PsychKG) erlaubt auch das bundesweit geltende Betreuungsrecht jemanden zwangsweise unterzubringen - auf dieser Grundlage werden pro Jahr insgesamt schätzungsweise 200.000 Menschen eingewiesen.

Wieviele? Ich wiederhole: "pro Jahr schätzungsweise 200.000 Menschen"!

Und diese verschwinden wohl, wie es weiter oben hieß, "relativ still und von der Öffentlichkeit unbemerkt". Daher "schätzungsweise". Ist das nicht ein bißchen viel?

Da kann man also von einer riesigen "Dunkelziffer" sprechen.

Dabei dürften diese Zwangseinweisungen, die so "relativ still und von der Öffentlichkeit unbemerkt" über die Bühne gehen, großenteils politisch motiviert sein.

Seien wir wachsam! Denn psychiatrisch Internierte haben weniger Rechte und weniger Interventionsmöglichkeiten als Strafgefangene. Wer als Betroffener keine Angehörigen hat und niemanden, der sich für ihn interessiert, der ist verloren - für lange Zeit, vielleicht lebenslang.

trel

die KZ von heute

bibel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 13:38 (vor 468 Tagen) @ trel

Psychiatrien erfüllen heute beinahe die "Aufgabe" der KZ in Hitler Deutschland. Die Einweisungsverfahren sind oft rein willkürlich und, wie Sie richtig vermuten, politisch, antireligiös oder familiärer Art. Beide Seiten, rechts und links, haben längst ihre Leute in den Verfahrensgängen platziert und können aus dem Weg räumen, wen sie wollen. Sollte es einmal trotzdem nicht klappen und eine intervenierte Person ohne Schaden der Intrige entgehen, dann wird einfach weiter in dieselbe Bresche geschlagen, mit Verleumdungen jeglicher Art. Ein übrigens typisch weibliches Vorgehen, wie mir scheint :-).

Auch über Sie, vereehrter Herr "trel" gibt es massenhaft solcher Verleumdungen und konstruierter Vorwürfe. Sie kursieren in den einschlägigen Kreisen. Doch keine Sorge, Menschen Gottes kommen nicht so leicht zu Fall! Wir können uns mit den religiös Verfolgten in eine Reihe stellen und dürfen mit dem direkten Eingreifen Gottes rechnen, wie es bereits zu Zeiten der Apostel mehrfach geschah. Und bis heute wurden immer wieder grosse Denker und Erkenner aus dem Weg geräumt, doch verschwunden sind wir nicht. Letztlich sind wir es, welche die Welt bewegen, auch wenn dies die dümmlichen Schergen des Bösen natürlich in ihrer Verblendetheit niemals erkennen werden :-). Diese sind verloren, wie alle Frevler ;-).

Typische Gruppen, welche mit der Psychiatrie gegen ihre vermeindlichen Feinde agieren sind:

Feministinnen, Transvestiten, Homosexuelle, Pädophile, Rechstextreme und Esotheriker.

die KZ von heute

trel ⌂, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:47 (vor 468 Tagen) @ bibel

Typische Gruppen, welche mit der Psychiatrie gegen ihre vermeindlichen Feinde agieren sind:

Feministinnen, Transvestiten, Homosexuelle, Pädophile, Rechstextreme und Esotheriker.

Da sollten wir aber differenzieren!

Feministen sind politisch-ideologische Aktivisten. Rechtsextremisten sind zwar ebenfalls politische Aktivisten, aber ohne jede staatliche Macht. Ganz im Gegenteil, die Kennzeichnung "rechtsextrem" ist ein Totschlagargument. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Rechtsextremist in der Lage wären, einen Meinungsgegner in die Psychiatrie zu bringen.

Und so, wie nicht jede Frau eine Feministin ist, so ist auch nicht jeder Homosexuelle ein Homosexist. Für die Transvestiten (Sie meinen wohl Transgender-Menschen) gilt das ebenso, und für Pädophile erst recht. Zwar kann ein Pädophiler auch politisch aktiv sein - als Grüner, versteht sich -, aber er wird dann nicht ausgerechnet als Pädophiler auftreten.

Und Esoteriker? Die müssen doch selber aufpassen, daß sie nicht psychiatrisiert werden.

Nein, man sollte nicht pauschalisieren. Antichristen können grundsätzlich jeder Gruppe angehören, auch und gerade den Kirchenfürsten, ja auch den sich so nennenden Christen. Ich bitte Sie, unterlassen Sie jede Pauschalisierung!

Gruß
trel

die KZ von heute

bibel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 17:49 (vor 468 Tagen) @ trel

Genau, Antichristen können jeder Gruppe angehören. Dies dürfte der Grund sein, dass die von mir genannten Gruppen heute gemeinsam agieren...sie alle haben ein gemeinsames Feindbild...Gott. Und sie werden zunehmend von der so entstandenen "Gruppe" vereinnahmt. Zu den Nazis gehörten ja letztlich auch Menschen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen. Interessant, nicht wahr.

die KZ von heute

Bernhard @, München, Donnerstag, 12. Mai 2016, 00:00 (vor 467 Tagen) @ bibel

Sorry, ich verstehe nicht, inwiefern Feministen, Transvestiten, Homosexuelle, Pädophile, Rechtsextreme und Esoteriker alle Gott zum Feindbild haben... -

Ich persönlich kenne einen (immerhin!) tief religiösen christlichen Transvestiten. Dann aber denke man an die unzähligen homosexuellen und/oder pädophilen katholischen und evangelischen Priester, denen man keineswegs Gottesfeindschaft unterstellen kann. Und "rechtsextrem" ist z.B. hier in Bayern eine Vielzahl derer, die ehrlich gottgläubig sind... - Ja, und schließlich die "Esoteriker"! - O.k., wenn Sie das Heer jener Pseudo- und Plastik-Esoteriker meinen, die sich allerorten öffentlich als "Hellseher", "Wahrsager" u. dergl. prostituieren und den Noch-weniger-Wissenden das Geld aus den Taschen ziehen...; nur, diese "Esoteriker" machen sich Gott zum Feindbild, ob sie es bewusst wollen oder nicht. -

Bleiben von Ihrer Sammlung nur noch die Feministen übrig, und selbst deren gibt es mit Sicherheit einige, die sich mit der Vorstellung befrieden, dass Gott auch weibliche Wesenszüge hat und ihn, weil sie das gesunde Bedürfnis danach haben, in ihr Leben miteinbeziehen.

Im Grunde gibt es nur eine Gruppe, die sich bewusst und gezielt gegen das Göttlich-Geistige auflehnt, und das sind keinen anderen als die Atheisten. Und Atheisten können alles sein: Feministisch, transvestit, homosexuell, pädophil, rechtsextrem und - ja, auch "esoterisch".


Schönen Gruß!

Bernhard

schön, dass Sie es verstanden haben...

bibel, Donnerstag, 12. Mai 2016, 12:27 (vor 467 Tagen) @ Bernhard

Im Grunde gibt es nur eine Gruppe, die sich bewusst und gezielt gegen das Göttlich-Geistige auflehnt, und das sind keinen anderen als die Atheisten. Und Atheisten können alles sein: Feministisch, transvestit, homosexuell, pädophil, rechtsextrem und - ja, auch "esoterisch".

Und diese nennt man auch den "Antichrist". Und genau da ist die Verbindung.

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