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Die tägliche Haßrede im "Spiegel": Christian Stöcker bringt den Ratten-Vergleich.

admin @, Sonntag, 20. November 2016, 15:04 (vor 367 Tagen)

Ich entsinne mich einer Deutschstunde im Bonner Abendgymnasium. Da hatten wir uns die Rede eines Nationalsozialisten vorgenommen, in welcher gewisse Menschen - Juden - als Ratten bezeichnet oder in die Nähe von Ratten gebracht wurden. Wir sollten daraus lernen, daß eine Redeweise, in der Teile der Bevölkerung in die Nähe von schädlichen Tieren gerückt werden, zu den Kennzeichen des Faschismus in Deutschland gehörte.

Genau das tut nun der "Spiegel"-Redakteur Christian Stöcker in seiner Kolumne Woher der Hass kommt - Die Ratte in uns.

Eines vorweg: Wenn Journalisten gegenwärtig über Haß schreiben, dann entspringt das einer tiefen Enttäuschung und einem tiefen Ärger. Sie behandeln ein Phänomen, welches ihnen zeigt, daß ihr Bemühen um Volksverhetzung ins Leere geht. Haß ist für sie gleichbedeutend mit ausbleibender Zustimmung, mit System-Kritik. Im Grunde schreiben sie über ihren eigenen Haß, den sie aber als solchen leugnen.

Nicht, daß Stöcker uns Systemkritiker direkt als Ratten bezeichnet. Er spricht nur von der "Ratte in uns", und zwar im Allgemeinen. Diese Ratte in uns, das ist ein primitives, aber allgegenwärtiges menschliches Verhaltensmuster: Um uns wohlzufühlen, setzen wir andere Menschen herab.

Die Sozialpsychologie kennt eine einfache Methode, mit der sich nahezu jeder Mensch in nahezu jeder Situation gleich ein bisschen besser fühlen kann. Diese Methode heißt, wenig elegant, abwärtsgerichteter sozialer Vergleich.

Es wirkt auf Menschen belohnend, auf andere herabzublicken. [...]

Auf dieser Form des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs - ich erhebe mich über dich, weil du einer aus meiner Sicht niederen Gruppe angehörst - basieren ganze Staatsgebilde und politische Systeme. Der politisch-gesellschaftliche Kulminationspunkt des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist der Faschismus: Ganze Völker erklären sich selbst für wertvoller, andere für minderwertig. Solche Ideologien bringen Begriffe wie "Untermensch" hervor, gewissermaßen der begriffgewordene abwärtsgerichtete soziale Vergleich. Am Ende, so paradox das klingt, hassen Menschen andere Menschen - Juden, Schwarze, "Ausländer", wen auch immer - um sich selbst besser zu fühlen. Verachtung als Methode der Selbstwertsteigerung.

Ist diese Methode nicht genau die, welche die Systempresse im Allgemeinen, und Stöcker hier im Besonderen, auf uns Meinungs-Abweichler anwendet? Wir: die Deppen, das Pack, die Frustrierten, die Zu-kurz-gekommenen.

Und obendrein sind wir, Stöcker zufolge, auch noch selber schuld.

Wir können auch anders. Anders als Tiere können Menschen sich dem simplen Belohnungsschema verweigern, motiviert durch ein höheres Gut. Alkoholiker werden trocken, weil sie ihre Familie behalten wollen, Spielsüchtige hören auf zu zocken, weil ihnen ihr Haus wichtig ist.

Und jetzt der Hammer! Stöckers...

wichtigste Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis ist diese: Das derzeit so häufig eingeforderte Verständnis für diejenigen, die Rassismus, Sexismus, Homophobie und so weiter als Krücken fürs eigene Selbstwertgefühl benutzen, ist fehlgeleitet. Einem Alkoholiker hilft man ja auch nicht, indem man Verständnis für seine Sucht zeigt.

Sondern, "indem man ihn dabei unterstützt, vom Alkohol loszukommen."

Wir Meinungs-Abweichler sind also Suchtkranke mit der schrecklichen Folge, daß die Ratte in uns zum Ausdruck kommt. Wir müssen nicht von irgendwas überzeugt werden, nein. Wir müssen dazu gebracht werden, einer Therapie zuzustimmen. Das ist neuerdings die Aufgabe von "Spiegel"-Journalisten. Es bleibt die Frage, was mit denen geschieht, die sich einer Therapie verweigern und damit beweisen, daß sie gerade keine Ratten sind.

Was unterscheidet diesen Faschismus von dem des Dritten Reiches? Ich sehe da keinen Unterschied mehr.

trel/admin

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Roger Köppel im Interview: "Am schlimmsten ist der Spiegel." Das paßt!

admin @, Mittwoch, 23. November 2016, 18:57 (vor 364 Tagen) @ admin

In einem Interview mit Meedia hat der Schweizer SVP-Politiker und "Weltwoche"-Herausgeber sich über die deutsche Lügenpresse geäußert. Und über den "Spiegel".

Zitat:

Gibt es ein deutsches Medium, das Ihnen besonders negativ aufgefallen ist?

Am schlimmsten ist der Spiegel. Das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Zuerst war Trump ein Wahnsinniger, jetzt ist er auf dem Cover eine Super Nova, ein Feuerball, der die Erde vernichtet. Das ist nicht nur dumm. Dahinter steckt vor allem die hochnäsige, ja hasserfüllte Verachtung eines einwandfreien demokratischen Volksentscheids, der Trump ins Amt brachte. Der Spiegel ist heute ein Sturmgeschütz gegen die Demokratie, gegen das Volk.

Weiter unten noch eine allgemeinere, sehr zutreffende Feststellung:

Die Ironie dieses US-Wahlkampf war, dass genau die Leute, die Trump Angstmacherei vorwarfen, die größte „Habt Angst vor dem bösen Mann“-Kampagne der Geschichte machten. Unterschätzen Sie nie den Faktor Heuchelei in Medien und Politik.

Und auch hier kann man sagen, daß der "Spiegel" der wohl schlimmste Propagandist innerhalb der deutschen Lügenblatt-Szene ist. Wobei ich einräumen muß, daß selbst dort immer wieder auch mal gute Kommentare erscheinen, die dann auch als Kommentare gekennzeichnet sind, also nicht den Anspruch auf Information erheben, aber doch den Punkt treffen. Ich meine damit einige Kommentare von Jan Fleischhauer. Erstaunlicherweise hat auch Sibylle Berg kürzlich einen guten Kommentar geliefert: Erst die Arroganz der Linken macht Populisten möglich.

Nur sind das Ausnahmen.

trel/admin

Die tägliche Haßrede im "Spiegel": Christian Stöcker bringt den Ratten-Vergleich.

Herr Schütze @, Freitag, 07. April 2017, 17:05 (vor 229 Tagen) @ admin

Guten Abend, Herr Lentze.

Ich hoffe, es geht Ihnen gut.

Zum Thema „Spiegel“:

Die Zeitschrift „Spiegel“ wurde von uns schon vor rund vier Jahrzehnten mit dem Attribut „notorisch denkfaul“ abgetan, und jeder „Spiegel-Journalist“ (ob männlich oder weiblich) hat sich immer mehr als das offenbart, was er immer schon gewesen ist: Narziß.

Rudolf Augstein setzte sich noch in den 1960er Jahren immerhin indirekt mit dem Denken auseinander, beispielsweise in dem 1966 geführten Gespräch mit Martin Heidegger, doch das kommt einem seit vielen Jahren bereits so vor, als wäre es vor Jahrhunderten gewesen. Einem Rudolf Augstein der 1960er Jahre würde heute fristlos gekündigt und der Prozeß gemacht.

Doch schon in den 1950er Jahren hatte Hans Magnus Enzensberger eine kritische Analyse über „die Sprache des Spiegel“ verfaßt und eine Reihe von Thesen aufgestellt: Das angebliche Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sei im Grunde gar kein Nachrichtenmagazin, da es seinen Informationsgehalt in die Form von „Storys“ kleide, es übe nicht Kritik, seine Leserschaft werde nicht orientiert, sondern desorientiert.

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Die tägliche Haßrede im "Spiegel": Christian Stöcker bringt den Ratten-Vergleich.

admin @, Samstag, 08. April 2017, 20:19 (vor 228 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Freitag, 26. Mai 2017, 22:25

Guten Abend, Herr Schütze!

Ich hoffe, es geht Ihnen gut.

Ja, ich bin gesund und munter, und ich hoffe, Sie sind es auch. Ich befleißige mich einer gesunden Lebensweise, fahre täglich Fahrrad, lese viel und spiele in zwei Laien-Orchestern.

Einem Rudolf Augstein der 1960er Jahre würde heute fristlos gekündigt und der Prozeß gemacht.

Warum? An dieser Stelle muß ich einräumen, über die früheren Zeiten nicht mehr gut im Bilde zu sein. Gelegentlich habe ich aber einige sehr gründliche Spiegel-Artikel aus den frühen Jahren ausgegraben. Das sind bzw. waren allerdings immer auch "Storys"; insofern hat Enzensberger recht.

Aus meiner Sicht ist die unverhohlene Linkslastigkeit, also Parteilichkeit, das wesentliche Kennzeichen des "Spiegel". Alles was politisch rechts ist, wird gnadenlos verteufelt; rechte Politiker werden in ungünstigen Posen abgebildet; nie wird von Linkspopulisten oder gar Linksextremisten, aber immer von Rechtspopulisten geredet, und diese nach Möglichkeit als verkappte Nazis dargestellt. Daß zum linken Lager grundsätzlich auch ein rechtes Lager gehört, einfach der Ausgewogenheit wegen, wird ignoriert. Der "Spiegel" ist ein Hetzblatt.

Verblüffend ist, daß der "Spiegel" sich auch durch die Kritik seiner Leser nicht belehren läßt, jedenfalls nicht umgehend. Es ist ja schon mal erfreulich, daß kritische Kommentare überhaupt erscheinen dürfen. Man kann den Eindruck gewinnen, daß der "Spiegel" an ihnen seine Grenzen austestet. Ich meine die Grenzen der Manipulation und Volksverhetzung.

Das Volk, selbst das links orientierte, läßt sich anscheinend nur bis zu einem gewissen Grade verhetzen. Besonders deutlich wird das am Minderheiten-Thema. Ständig erscheinen Artikel, in denen die weibliche, negride oder homophile Minderbeteiligung in verantwortlichen Aufgabenbereichen oder anläßlich von Kulturpreis-Verleihungen skandalisiert wird. Natürliche Unterschiede werden geleugnet. Vielfalt in der Hose, aber bitte nicht im Kopf und Kultur. Buntheit im Trieb-, aber nicht im Meinungsspektrum. Beides korreliert negativ: Wo der Sex entfesselt wird, da wird die geistige Freiheit eingeschränkt; wo der Sex hingegen gelenkt wird, da entsteht Hochkultur.

Doch wie gesagt, die meisten Leser protestieren, wenn derartige Artikel, besonders zur Weiberquote, erscheinen. Sie erkennen, daß nicht jeder Homophile oder Neger, der bei einer Preisverleihung sich übergangen fühlt, dies einer "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" verdankt, und sie erkennen ebenfalls, daß Führungsstellen nicht mit gleichviel Weibern wie Männern (= Menschen im engeren Sinne) besetzt werden können. Oft genug stehen ja gar nicht einmal genug weibliche Bewerber zur Wahl.

Warum lese ich den "Spiegel" (genauer: Spon) trotzdem? Weil dort ständig sehr viele Nachrichten erscheinen. Der Gefahrenabwehr halber lese ich täglich aber auch die Online-Ausgabe der "Jungen Freiheit". Erst so entsteht die nötige Ausgewogenheit. Eigentlich tut sie das sogar nur teilweise, denn die "Junge Freiheit" ist nicht so weit rechtslastig, wie der "Spiegel" linkslastig ist.

Beste Grüße!

trel/admin

Die tägliche Haßrede im "Spiegel": Christian Stöcker bringt den Ratten-Vergleich.

Herr Schütze @, Montag, 17. April 2017, 02:12 (vor 219 Tagen) @ admin

Guten Abend, Herr Schütze!

Ich hoffe, es geht Ihnen gut.


Ja, ich bin gesund und munter, und ich hoffe, Sie sind es auch.

Danke. Mir geht es auch gut.

Einem Rudolf Augstein der 1960er Jahre würde heute fristlos gekündigt und der Prozeß gemacht.


Warum?

Nun, ich glaube, daß der „Spiegel“ in den 1960er Jahren trotz des beginnenden Wandels seine volksverhetzende Fratze noch nicht so deutlich zeigen konnte, wie er es heute kann, und darum auch noch nicht so deutlich zeigte wie es heute tut.

An dieser Stelle muß ich einräumen, über die früheren Zeiten nicht mehr gut im Bilde zu sein. Gelegentlich habe ich aber einige sehr gründliche Spiegel-Artikel aus den frühen Jahren ausgegraben. Das sind bzw. waren allerdings immer auch "Storys"; insofern hat Enzensberger recht.

Aus meiner Sicht ist die unverhohlene Rechtslastigkeit, also Parteilichkeit, das wesentliche Kennzeichen des "Spiegel". Alles was politisch rechts ist, wird gnadenlos verteufelt; rechte Politiker werden in ungünstigen Posen abgebildet; nie wird von Linkspopulisten oder gar Linksextremisten, aber immer von Rechtspopulisten geredet, und diese nach Möglichkeit als verkappte Nazis dargestellt. Daß zum linken Lager grundsätzlich auch ein rechtes Lager gehört, einfach der Ausgewogenheit wegen, wird ignoriert. Der "Spiegel" ist ein Hetzblatt.

Verblüffend ist, daß der "Spiegel" sich auch durch die Kritik seiner Leser nicht belehren läßt, jedenfalls nicht umgehend. Es ist ja schon mal erfreulich, daß kritische Kommentare überhaupt erscheinen dürfen. Man kann den Eindruck gewinnen, daß der "Spiegel" an ihnen seine Grenzen austestet. Ich meine die Grenzen der Manipulation und Volksverhetzung.

Das Volk, selbst das links orientierte, läßt sich anscheinend nur bis zu einem gewissen Grade verhetzen. Besonders deutlich wird das am Minderheiten-Thema. Ständig erscheinen Artikel, in denen die weibliche, negride oder homophile Minderbeteiligung in verantwortlichen Aufgabenbereichen oder anläßlich von Kulturpreis-Verleihungen skandalisiert wird. Natürliche Unterschiede werden geleugnet. Vielfalt in der Hose, aber bitte nicht im Kopf und Kultur. Buntheit im Trieb-, aber nicht im Meinungsspektrum. Beides korreliert negativ: Wo der Sex entfesselt wird, da wird die geistige Freiheit eingeschränkt; wo der Sex hingegen gelenkt wird, da entsteht Hochkultur.

Doch wie gesagt, die meisten Leser protestieren, wenn derartige Artikel, besonders zur Weiberquote, erscheinen. Sie erkennen, daß nicht jeder Homophile oder Neger, der bei einer Preisverleihung sich übergangen fühlt, dies einer "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" verdankt, und sie erkennen ebenfalls, daß Führungsstellen nicht mit gleichviel Weibern wie Männern (= Menschen im engeren Sinne) besetzt werden können. Oft genug stehen ja gar nicht einmal genug weibliche Bewerber zur Wahl.

Warum lese ich den "Spiegel" (genauer: Spon) trotzdem? Weil dort ständig sehr viele Nachrichten erscheinen. Der Gefahrenabwehr halber lese ich täglich aber auch die Online-Ausgabe der "Jungen Freiheit". Erst so entsteht die nötige Ausgewogenheit. Eigentlich tut sie das sogar nur teilweise, denn die "Junge Freiheit" ist nicht so weit rechtslastig, wie der "Spiegel" linkslastig ist.

Ja, das ist richtig.

Übrigens fällt auf, daß die Sex-und-Politik-Angelegenheit im prüden „British Empire“ des 19. Jahrhunderts nicht zufällig andersherum war: Über Sex durfte man nicht reden, wohl aber über Politik. Heute ist es genau umgekehrt, denn heute darf man nicht über Politik reden, wohl aber über Sex.

Wo der Sex regiert, da ist die poltische und geistige Freiheit verboten.

Das erinnert an panem et circenses im antiken Rom.

Frohe Ostern!

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