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Vom "Krieg aller gegen alle". Die gegenwärtig einsetzende Scheidung der Geister.

admin @, Samstag, 05. März 2011, 12:48 (vor 2843 Tagen)
bearbeitet von admin, Donnerstag, 24. März 2011, 17:24

Anläßlich des Falles eines übertölpelten Samenspenders spaltet sich die Leserschaft im themabezogenen Spiegel-Forum in zwei Gruppen:

o Solche, die sinngemäß sagen: "Die beiden lesbischen Frauen sollten sich schämen, das Vertrauen eines Mannes so zu mißbrauchen. Zudem entmutigen sie damit heterosexuelle Paare, die aus medizinischen Gründen keine Kinder bekommen können und jetzt keinen Spender mehr finden."

o Und solche, die sagen: "Geschieht ihm recht, wenn er so doof ist, seinen Samen zu spenden. Denn die Gesetzeslage ist eindeutig. Und die beiden Mütter tun nur ihre Pflicht, wenn sie im Namen des Kindes Unterhalt einklagen."

An diesem Fall, aber auch an anderen Fällen wird er ersichtlich, daß sich zwei verschiedene, irgendwie gegensätzliche Menschengruppen herausbilden, von denen die eine aus dem Gewissen urteilt, die andere jedoch aus der "Klugheit der Schlange" handelt.

Tatsächlich gibt es wohl keinen Mißstand, gegen den man sich nicht auf gleichem Niveau wehren kann. Lebt man in einem Umfeld, wo einem Angriffe drohen, so wird man sich bewaffnen, und damit Angreifer abschrecken. Droht einem Pfändung, so kann man sich selbst enteignen und auf einem materielles Minimum leben. Schützt das Gesetz den Mann nicht mehr vor den Tücken der Frau, dann wird er die Ehe, ja letztlich jede Beziehung meiden und sich mit Prostitution und Masturbation begnügen.

Beruhigend ist dieser "Fortschritt" aber nicht. Denn es ist ein Fortschritt hin zum Primitiven, zum Tierhaften. Es wie die wiederholte Amputation von schmerzenden Gliedmaßen: Den Schmerz ist man los, aber auch einen Teil der Handlungsfähigkeit.

Es gibt aber auch den Fortschritt in die umgekehrte Richtung. Er geht über die freie, durch Liebe zum Menschen motivierte Gewissensentscheidung, und er ist mit Leiden und Opfern verbunden. Das ist der Weg, den uns Christus vorgezeichnet hat. Der andere Weg ist derjenige seiner Widersacher: Luzifer, Ahriman, die Asuras.

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Sieht man sich die Porträts von Sally Miller Gearhart an, wie sie sie auf ihrer Webseite gibt, so gewinnt man einen Eindruck von Menschlichkeit, ja Gewissenhaftigkeit:

[image]

Das entspräche übrigens auch ihrem Selbstverständnis:

"Immer häufiger preise ich die Menschen, welche durch Andere als "mein Feind", "unakzeptabel" oder "verrückt" bezeichnet werden. Diese Menschen haben meinen Hunger nach Mannigfaltigkeit verstärkt und mich zur Erkenntnis geführt, daß, am Ende und am Anfang, die Liebe die universale Wirklichkeit im Herzen der Schöpfung ist."

Wie ist es dann möglich, daß derselbe Mensch - besten "Gewissens"! - die weltweite "Reduzierung" der einen Hälfte der Menschheit fordert?

Einer Antwort auf diese Frage kommt man näher, wenn man bedenkt, daß wohl alle "Verbesserungsvorschläge", mit denen die Menschheit bisher "beglückt" werden sollte, ethisch motiviert worden sind. Und das sicher auch mit Überzeugung, mit idealistischer Begeisterung! Hatte nicht z.B. Marx "ein Herz" für die ausgebeuteten Arbeiter? So herzlos er im persönlichen Umgang auch war (das hat selbst seinen Freund Engels bisweilen aufgebracht), so glaubwürdig ist seine "aufrichtige" Empörung angesichts der Zustände des Frühkapitalismus.

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Hierzu eine erhellende Passage aus Tombergs "Betrachtungen über das Alte Testament", 1933, 1989², Seite 95f.:

Der Ausdruck "Mitleid" ist eigentlich nicht der richtige, um den Beweggrund der luziferischen Wesen zum Abfall von den Göttern genau auszudrücken. Die deutsche Sprache hat kein entsprechendes Wort. Auch der englischen und französischen Sprache fehlt dieses Wort. Die russische Sprache hat dagegen ein Wort, das eine genaue Vorstellung von dem Beweggrund der luziferischen Empörung gibt. Es ist das Wort shalostj. Sein Inhalt ist:

Jammer um ein Wesen, das man als zu schwach empfindet, um von sich aus etwas im Sinne der Befreiung aus einer leidvollen Situation tun zu können.

Dieses Gefühl unterscheidet sich vom Mitleid (russisch - ssostradenie) dadurch, daß man Mitleid auch mit einem Wesen, das man achtet, haben kann, während das hier gemeinte Gefühl ein mißachtendes Gefühl bedeutet. Es enthält in sich eine verborgene Verachtung dem Wesen gegenüber, das man in dieser Weise bemitleidet. Man kann sowohl dieses Gefühl, als auch die Ideologie, die es hervorrufen kann in den wichtigsten Menschheitsangelegenheiten, am besten verstehen, wenn man das Kapitel über den Großinquisitor aus dem Roman von Feodor Dostojewskij "Die Brüder Karamasow" liest.

Dort wird so deutlich, wie nirgendwo anders, der Unterschied zwischen der Liebe des Christus Jesus und derjenigen des Großinquisitors dargestellt. Während Christus Jesus die denkbar größte Achtung der Menschheit gegenüber durch Seine Tat entgegenbringt, indem Er nicht durch Kraft und Wunder (die Versuchung in der Wüste), sondern durch das Opfer wirkt, ist der Großinquisitor der Überzeugung, daß die Menschheit nicht fähig ist, aus der Freiheit zu Christus zu kommen - der Irrtum des Christus müsse durch diejenigen gutgemacht werden, die bereit sind, das Kreuz der Bevormundung der Menschen zu tragen, indem sie die gesamte Verantwortung für die Menschheit allein übernehmen.

Der Großinquisitor liebt nicht die Menschheit mit der Liebe, mit der sie Christus liebt; er empfindet bloß ein brennendes, aber mißachtendes Mitleid der Menschheit gegenüber. Die Freiheit soll - nach seiner Überzeugung - wenigen Auserwählten vorbehalten bleiben; die Masse der Menschheit soll aber geführt werden. Und sollte Christus wiedererscheinen, so wäre es die Pflicht des Großinquisitors - auch wenn er Ihn erkannt hätte - Ihn als gefährlichen Ketzer einzukerkern, denn sein Kommen würde die Gemüter der bevormundeten Masse der Menschheit in Verwirrung bringen - das Gespenst der Freiheit würde wieder erstehen und das Werk des Mitleids vernichten.

Dieser Abschnitt aus Dostojewskis Werk ermöglicht ein tiefes Herzensverständnis für die Gründe der luziferischen Opposition den göttlichen Absichten gegenüber. Und aus diesem Herzensverständnis heraus kann man nachempfinden, daß das luziferische Mitleid in seiner wahren Wesenheit nichts anderes als Hochmut, als Selbstüberhebung ist. Denn es beruht auf Geringschätzung der Menschheit, die bevormundet werden soll. Darum ist es kein Widerspruch, wenn gesagt wird: Luzifer empört sich gegen die Götter aus Hochmut, indem es ihn um die Menschheit jamerte. Was seelisch als luziferisches Mitleid erlebt wird, ist geistig Selbstüberhebung.

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Nun wirken die luziferischen Wesen im menschlichen Astralleib. Die ahrimanischen Wesen wirken "eine Schicht tiefer", im Ätherleib (Lebensleib). Schäden, die "oben" angerichtet werden, sinken irgendwann ab. Wir haben es zu tun mit dem luziferischen und dem ahrimanischen Doppelgänger im Menschen. Sie lassen sich aber verwandeln bzw. austreiben. (Oder "abtreiben"?)

Fortsetzung folgt!

trel

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Vom "Krieg aller gegen alle". Die gegenwärtig einsetzende Scheidung der Geister.

admin @, Donnerstag, 24. März 2011, 18:24 (vor 2824 Tagen) @ admin

Die Scheidung der Geister sei hiermit folgendermaßen erläutert:

1. Es gibt eine ständige, notwendige, unaufhaltsame Evolution des Menschen. Sie ist notwendig, insofern sie verbunden ist mit einer ebenfalls ständigen, notwendigen, unaufhaltsamen Evolution von Wesen, die in ihrer Evolution bereits höhere Stufen eingenommen haben als der Mensch. Die Bibel berichtet darüber nur sehr indirekt (wenn überhaupt), aber hellsehende Menschen, die es zu allen Zeiten in verschiedenen Völkern gegeben hat, haben die Hierarchie dieser höheren Wesen beschrieben. Im christlichen Kulturkreis geschah es zuerst durch Dionysius Areopagita.

2. Abgesehen von der regulären Evolution des Menschen (die aber nicht überall genau gleich verläuft, da die Völker und Regionen der Erde verschieden sind!), gibt es auch eine irreguläre Evolution, genauer: irreguläre Evolutionslinien. Sie sind bedingt durch das Einwirken höher Wesen, die ihrerseits keine reguläre Entwicklung durchgemacht haben. Auch diese Wesen sind von Hellsehern verschiedener Kulturkreise beschrieben worden. Die Namen wechseln, doch die Charakteristiken sind jeweils gleich.

3. Eine Weise, die gegenwärtige und künftige Evolution des Menschen darzustellen, orientiert sich am Weg der sieben Passionsstufen Christi. Diese Passionsstufen haben über zweitausend Jahre lang den Menschen des Abendlandes als Anleitung zur inneren Entwicklung gedient; in Kirchen wurden sie bildlich dargestellt. Ihre Reihenfolge ist nicht zufällig. Hier seien sie aufgeführt:

1 Fußwaschung
2 Geißelung
3 Dornenkrönung
4 Kreuztragung
5 Kreuzigung
6 Grablegung
7 Auferstehung

4. Es ist ein Entwicklungsweg, den die Menschheit längst angetreten hat, teils regulär, teils irregulär. Der irreguläre Weg ist bezeichnet durch die Leugnung der Transzendenz; die Leugnung des Christus-Wortes: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Doch jeder wahrhaft gesunde Mensch ist sich der Transzendenz bewußt; er ist sich bewußt, daß er Bürger zweier Welten ist. Wer es leugnet, der sucht ein irdisches Paradies, was nach Maßgabe seiner Verwirklichung in eine Hölle entartet. So geschehen im Verlaufe des Kommunismus, des Nationalsozialismus und des Feminismus.

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Betrachten wir den regulären und den irregulären Weg zunächst anhand der Passionsstufe der Fußwaschung.

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Vom "Krieg aller gegen alle". Die Leidensstufe der Fußwaschung.

admin @, Donnerstag, 24. März 2011, 19:12 (vor 2824 Tagen) @ admin
bearbeitet von admin, Donnerstag, 24. März 2011, 19:17

Als Jesus seinen Jüngern die Füße wusch - es war am Abend vor seiner Ergreifung durch das römische Militär -, da reagierten sie mit Unverständnis. Es war aber eine Symbolhandlung, welche eine neue Entwicklungsstufe der Menschheit bezeichnet. Sie besagt:

Während früher der Niedere dem Höhere zu dienen hatte, also

der Knecht dem Herrn,
das Kind dem Erwachsenen,
die Frau dem Mann,
die Erde dem Menschen,

so hat es zukünftig umgekehrt zu sein: Der Herr wird sich dessen bewußt, was er seinem Diener verdankt; der Mensch wird sich bewußt, daß die Erde, die er mit Füßen tritt, ihn trägt.

Die entsprechende Tugend ist die Demut.

Solange der Mensch sich bewußt bleibt, daß er zwei Welten angehört, ist die Vorstellung, daß die Tugend in Gesetze gegossen und verstaatlicht wird, absurd.

Sobald aber das Bewußtsein der Transzendenz verloren geht und nur noch eine Welt erlebt wird, wird die Verstaatlichung "alternativlos".

In der Folge haben wir u.a. folgende Absurditäten:

o Staatslenker betteln um die Gunst ihrer Wähler.
o Lohnnehmer haben mehr Rechte als Unternehmer.
o Kinder dürfen ihre Erzieher straflos schlagen; umgekehrt nicht.
o Frauen dürfen ihre Männer straflos schlagen, umgekehrt nicht.
o Menschen dürfen durch Tiere gequält werden, umgekehrt nicht.
o Straftäter genießen mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge als ihre Opfer.

Die irreguläre Form der Demut ist also die staatlich verordnete Demütigung.

Dasjenige also, was der Christenmensch in Freiheit anstreben kann, hier: die Demut, wird durch Leugnung der Transzendenz zum verstaatlichten Zwang.

Das kommt, wenn die Religion zur Ideologie degeneriert.

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Die Ideologie hat Namen: Kommunismus, Nationalsozialismus, Feminismus - in dieser Reihenfolge. Diese Reihenfolge ist zwingend. Es gibt auch noch eine letzte Steigerung der "Eine-Welt-Ideologie": Das ist die Herrschaft des Tieres, genauer gesagt: des Tierischen im Menschen, die Theriokratie. Sie deutet sich bereits an.

Die irreguläre Evolution ist also keine Aufwärts-, sondern Abwärts-Evolution (und nicht etwa eine Devolution oder Involution!). Sie verläuft in Klassenkämpfen, wobei jedesmal die Diktatur der niederen Klasse über die höhere Klasse angestrebt wird:
o kommunistischer Klassenkampf,[/b]
o nationalsozialistischer Rassenkampf,
o feministischer Geschlechterkampf,
o Tier-Mensch-Kampf - u.a. Herrschaft der Homosexuellen und Perversen über die Heterosexuellen.

Auf immer tieferer Stufe wurde also die Forderung der Demut durch den "Herrn dieser Welt" in zwangsstaatlich durchgeführte Demütigung umgeformt und entstellt (pervertiert).

Mit dem Eintritt einer Theriokratie - deren Anfänge wir heute in der Toleranz gegenüber sexuellen Perversionen bereits haben - ist dann der Punkt erreicht, wo die Scheidung der Geister in eine Art Rasssentrennung übergeht, weil die Menschheit sich tatsächlich und irreversibel in zwei neue "Rassen" spaltet, die untereinander keine tieferen Beziehungen auf Gegenseitigkeit mehr unterhalten können.

admin

Anmerkung zum Satz: „Das kommt, wenn die Religion zur Ideologie degeneriert.“

Herr Schütze ⌂ @, Dienstag, 19. April 2011, 23:15 (vor 2798 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Dienstag, 19. April 2011, 23:31

Guten Tag, Herr Lentze!

Sie schreiben: „Das kommt, wenn die Religion zur Ideologie degeneriert.“

So ist es, und je länger eine Moderne bzw. Zivilisation einer Kultur andauert, desto mehr wird die Religion zur Ideologie. ** **

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

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Anmerkung...Induktion und Deduktion.

admin @, Mittwoch, 20. April 2011, 19:18 (vor 2797 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Tag, Herr Lentze!

Sie schreiben: „Das kommt, wenn die Religion zur Ideologie degeneriert.“

So ist es, und je länger eine Moderne bzw. Zivilisation einer Kultur andauert, desto mehr wird die Religion zur Ideologie. ** **

Lieber Herr Schütze,

ich habe die Kulturlehre von Hubert Brune nochmal gelesen, eigentlich überflogen, weil sie doch recht kompliziert ist. Der Sicht von Kulturepochen als Lebewesen mit Zeitgestalt - einschließlich pränataler Stufen - ist schon bestechend und überzeugt mich teilweise.

Aber letztlich erscheint mir das ganze System als etwas zu konstruiert. Die Erkenntnisgewinnung scheint eine induktive zu sein, d.h. aus der Fülle von Gegebenheiten werden Gesetze abgeleitet.

Ich stehe unter dem Vorurteil der Steiner'schen Weltanschauung. Ich gehe einfach von einer Siebenheit von Zeitgeistern (Archai) aus, die ich empirisch nicht erkennen kann, und die bei Anwendung von Deduktion zu der Behauptung führen, daß es wesentlich nur sieben Kulturepochen geben kann, und nicht z.B. acht. Freilich wird dieses Modell differenziert durch Einschachtelungen und modifiziert durch mitwirkende, niederrangige Geister, zuletzt durch mehr oder minder freie Willensentscheidungen von Menschen. Alle diese Geister sind dynamisch zu verstehen, d.h. sie haben ihre Lebensalter und Aufgabenzeiträume.

Nun können Sie natürlich einwenden, daß man an höhere Wesen, die man zudem nicht sicher wahrnehmen kann, nicht glauben sollte. Nun gut. Für mich sind es gleichsam Hypothesen, und zwar solche, die mich zu sehr einleuchtenden Ergebnissen führen. Wieso die Siebenzahl? Das ist doch Zahlenmystik! Nein, nicht ganz. So willkürlich, wie es dem heutigen Nahsichtigen erscheint, ist es nicht. Nehmen wir die Zahlenverhältnisse in der Musik: Die sind einfach zwingend. Oktaven haben sieben Tonschritte. Zwar gibt es auch Pentatonik etc., sogar Atonalität, aber das führt dann nicht mehr zur musikalischen Hochkultur. Die war gebunden an die sieben-schrittige Oktave.

Übertragen wir diese Sichtweise zum Vergleich auf unsere Kraftfahrzeuge. Wer die Existenz von Ingenieuren und Fahrern ablehnt, wird vielleicht sagen, daß die Autos aus Fabriken herauskommen und einer Evolution unterstehen, die darauf aus ist, die Autos möglichst weit, schnell und verbrauchsarm fahren zu lassen. Demnach merkt sich "die Evolution", wenn ein Modell nichts taugt und schafft darum immer neue Modelle. Direkt falsch ist das ja nicht. Ich kann mir Zeitgenossen vorstellen, die mir sagen, sie glaubten nicht an Ingenieure: "Ich sehe keine." Kontakt aufnehmen, wozu? "Ich brauche keine Ingenieure, um mir die Existenz und die Evolution von Autos zu erklären."

Das war jetzt ein Vergleich, um die verschiedenen Blickwinkel zu charakterisieren. Man kann natürlich beide verbinden, etwa indem man sich fragt: Gesetzt, es gibt höhere Wesen, was müssen das für Wesen sein, was treibt sie, wenn sie solche und solche Kulturen hervorbringen? Auch das kann zu "Begegnungen" mit diesen Wesen führen, weil diese Fragestellung mit einer dafür nötigen Offenheit verbunden ist. Diese Offenheit ist Voraussetzung.

Letztlich kann ich aber nur raten, die entsprechenden Schriften bzw. Vorträge von Steiner zu lesen. Sich darauf einzulassen, bedeutet natürlich einen radikaler Schnitt mit der eingefahrenen Denk- und Arbeitsweise. Man kommt in einen ganz neuen Kosmos hinein, der allerdings so neu auch wieder nicht ist, ja früheren Menschen, je weiter wir zurückgehen, sogar sehr vertraut war. Neu ist nicht das Weltbild, vielmehr ist die Erkenntnismethode (oder bescheidener: Herangehensweise) neu. Sie setzt das moderne wissenschaftliche Denken voraus, steigert es aber in einer besonderen Weise. Inwiefern, dies zu erkennen verlangt ein genaueres Studium der entsprechenden Schriften.

Freundliche Grüße
trel

Antwort auf: „Anmerkung ... Induktion und Deduktion.“

Herr Schütze ⌂ @, Mittwoch, 20. April 2011, 23:56 (vor 2797 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 21. April 2011, 02:54

Danke, lieber Herr Lentze, für den Hinweis. Ich sehe es übrigens als eher befruchtend an, wenn Sie mir so mehr oder weniger indirekt - statt direkt - die Anthroposophie von Rudolf Steiner näherbringen, weil ich momentan einfach nicht die Zeit finde, mich damit auch intensiver zu beschäftigen. Auch gefallen mir Ihre Sätze zu den Lügen der „Grünen“ (**), die immer schon Kommunisten waren, sind und bleiben werden. Das Wort „richtig“, das Sie verwenden (z.B. „die richtigen Antworten“ und „die richtigen Kerne“ **), hätte ich in diesem Zusamenhang allerdings nicht verwendet, sondern das Wort „politkorrekt“ (**).

Zur Kulturlehre von Hubert Brune verweise ich auf das bereits hier im Forum Gesagte: ** ** ** ** ** **

Vorteilhaft an dem Kulturmodell von Hubert Brune sind besonders die bereits angesprochenen Hauptaspekte, die die Unterschiede zu Spenglers Kulturmodell verdeutlichen (**): Gemäß Brunes Theorie sind nämlich die einzelnen Kulturen (1.) keine Monaden oder „Inseln“ in einem riesigen „Ozean“, sondern nur relativ geschlossene und ansonsten gegenüber anderen Kulturen offene „Inseln“ in einem kleinen „See“ auf einer größeren „Insel“ in einem relativ kleinen „Binnenmeer“, (2.) keine urplötzlich aus dem Nichts hervorgehende, sondern zu dieser Zeit „pränatal“ sich entwickelnde Gebilde, (3.) keine ebenso plötzlich wieder verschwindende, sondern von schwachen auf starke, von starken auf schwache Schwankungen wechselnde und zuletzt nur noch schwachen Schwankungen ausgesetzte Gebilde, (4.) keine nur auf einer „Bahn“, sondern auf mindestens zwei „Bahnen“ sich entwickelnde Gebilde u.s.w.. Dadurch läßt sich - nur z.B. - viel besser (als bei Spengler) verstehen, warum Mesopotamien/Sumer, Ägypten, Antike, Maya/Inka gegen Ende ihres „Lebens“ den Einflüssen fremder Kulturen erlegen sind und Indien, China, Morgenland „überleben“ konnten. (Was aus dem Abendland werden wird, wird die Zukunft zeigen.) China schaffte es durch zunehmende Abschottung zur richtigen Zeit; das Morgenland schaffte es durch Aggressivität, mit der es aufgewachsen war (man bedenke allein schon seine geographische und in dem Zusammenhang zeitliche Mittellage!) und die es auch und besonders in „zivilisatorischer“ Zeit noch begleitete und begleitet (was heute der Westen „Islamismus“ nennt, ist ... Islam, also: aggressives Morgenland ohne Trennung von Religion und Politik); Indien schaffte es mit Mühe durch eine Mischung aus beiden Taktiken.

[image]

Was Sie „als etwas zu konstruiert“ bezeichnen, kann ich so nicht bestätigen. Außerdem sind ja, wenn man es sehr genau nimmt, alle Theorien - sogar auch die naturwissenschaftlichen - „Konstrukte“, also auch Steiners Theorie. Damit wären wir (wieder) beim „Konstruktivsimus“ angelangt. Aber was und wie hilft uns das weiter? Sollten wir über diesen Weg überhaupt weiterkommen? Ist es nicht besser, wenn man die Theorien so beläßt, wie sie sind? Für Andersdenkende (**) dürfte das kein Problem sein, oder?

Ich bin nicht gegen Steiners Theorie! Dafür kenne ich sie viel zu wenig!

Antwort auf: „Anmerkung ... Induktion und Deduktion“ (Fortsetzung).

Herr Schütze ⌂ @, Sonntag, 24. April 2011, 02:09 (vor 2793 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 24. April 2011, 04:28

Sehr geehrter Herr Lentze!

Das Urteil, ob eine Erkenntnis entweder nur mittels Deduktion oder nur mittels Induktion gewonnen wurde, ist nicht immer leicht zu fällen, weil ihr meistens beide Methoden zugrunde liegen und eine mehr oder weniger bevorzugt wird. Deshalb sollten wir zunächst einmal, bevor wir ein (vielleicht letztes) Urteil darüber abgeben, ob bei dem „Vorurteil der Steiner'schen Weltanschauung“ (**) wirklich nur die Deduktion eine Rolle spielt und bei Brunes Erkenntnisgewinnung wirklich nur die Induktion entscheidend ist, wie Sie sagen (**) ), die Deduktion und die Induktion definieren:

Deduktion

Die Deduktion ist die Ableitung des Besonderen aus dem Allgemeinen, derjenige Weg des Denkens, der vom Allgemeinen zum Besonderen, von einem allgemeinen zu einem speziellen Satz führt. Die allgemeine Denkform der Deduktion ist dabei der Schluß, dessen Voraussetzung das betreffende Allgemeine und dessen Schlußfolgerung das betreffende Besondere bilden. So kann z.B. aus dem Hilbert'schen Axiom (2 voneinander verschiedene Punkte A und B bestimmen stets eine Gerade a) mittels Deduktuion geschlossen werden, daß die kürzeste Verbindungslinie zweier Punkte eine durch die beiden Punkte gelegte Gerade ist.

Es gibt seit Kant auch noch die „transzendentale Deduktion“ als die Erklärung der Art, wie sich Begriffe a priori auf Gegenstände beziehen können, d.h. wie sich vorbegriffliche Wahrnehmung zu begrifflicher Erfahrung bzw. Erkennntnis umformen kann, zum Unterschied von der „empirischen Deduktion“, welche nur die Art anzeigt, wie ein Begriff durch Erfahrung und Reflexion über diese erworben werden.

Induktion

Die Induktion schließt vom Einzelnen, Besonderen auf Allgemeines, Gesetzmäßiges. Das Indukionsverfahren folgert, im einfachsten Falle, aus dem Umstand, daß z.B. S und p (zeitlich oder räumlich) miteinander verbunden auftreten, sei es einmal, sei es öfter, daß sie die stets miteinander auftreten oder auftreten werden. Dieser Folgerung kommt natürlich keine absolute Gewißheit, sondern nur Wahrscheinlichkeit zu, und diese wächst mit der Zahl der überprüften Einzelfälle. Ein Induktionsschluß ist z.B.: Gold, Silber, Eisen u.s.w. sind Metalle. Gold, Silber, Eisen u.s.w. sind schwerer als Wasser. Also sind alle Metalle schwerer als Wasser. Der Schluß war richtig, bis das Kalium entdeckt wurde.

Die Induktion als Methode besteht darin, daß eine aus irgendwelchen Beobachtungen geschöpfte oder sonstwie entstandene Vermutung über den Zusammenhang gewisser Erscheinungen planmäßig, durch Beobachtung und Experiment, an den Tatsachen geprüft und mehr oder weniger zur Gewißheit erhoben wird. Dem gegenüber ist Induktion im Alltagsdenken sehr kurzschlüssig, führt von wenigen, oft nur einzelnen beobachteten Fällen zu Verallgemeinerungen. Die strenge Induktion führt zu erst erarbeiteten, aus mehrfacher Erfahrung abgeleiteten Allgemein-Begriffen und zu Gesetzen, die Deduktionen zugrunde gelegt werden können. Besonders die Naturwissenschaften sind mit Hilfe der Induktiom groß geworden.

Meine Meinung zu den Methoden der Erkenntnisgewinnung bei Rudolf Steiner und - (vielleicht) im Gegensatz zu ihm - bei Hubert Brune

Rudolf Steiner muß auch über gewisse Erfahrungen zur Erkenntnisgewinnung verfügt haben - oder hat er etwa sein ganzes Wissen und insbesondere sein Anthroposophiemodell allein mit Hilfe der Deduktion auf den Weg und zu Ende gebracht? Die deduktive Methode hat ihm bei seiner Erkenntnisgewinnung sicherlich sehr viel mehr geholfen als die induktive - aber doch nicht nur, oder? Daß jemand auschließlich oder doch fast ausschließlich deduktiv vorgeht, um Erkenntnis zu erlangen, erinnert mich an die Zeit des Deutschen Idealismus und der Deutschen Romantik, obwohl auch die Genies dieser Zeit garantiert keine reinen „Deduktionisten“ waren. Trotzdem: War Steiner ein Neo-Idealist oder ein Neo-Romantiker?

Ebenfalls ziemlich schwer nachvollziehbar ist, daß jemand auschließlich oder doch fast ausschließlich induktiv vorgeht, um Erkenntnis zu erlangen. Ich glaube nicht, daß Hubert Brune nur über die Induktion seine Erkenntnisse zu seiner Theorie gefunden hat. Ich habe auf einer seiner Internetseiten folgendes gelesen:

„Heisenberg soll kurz vor seinem Tod behauptet haben, daß die tiefsten Ebenen der Realität nicht in Teilchen, sondern in Symmetrien bestehen. Das glaube ich auch. Das halte ich für wahr. Das Glauben ist ein Fürwahrhalten! Die von mir beschriebenen zwei Erkenntniswege (1. Evolution, Historie i.w.S., Genese u.s.w., 2. Meta-Evolution, Meta-Historie, Meta-Genese u.s.w.) zeigen theoretischerseits ebenfalls eine Symmetrie. Praktischerseits sieht das schon anders aus, und das muß es auch. Es kommt zum Symmetriebruch, zur Asymmetrie (**|**|**|**). Da meine Erkenntniswege nicht nur rein theoretisch sein können, sondern auch praktisch sein müssen - denn ich lebe z.B. -, hat sich bei ihnen mit Sicherheit sehr rasch auch ein Symmetriebruch ergeben. Aber ich habe bisher stets versucht, das zu verhindern. Vielleicht habe ich den 2. Weg, den „Meta“-Weg, stärker berücksichtigt als den 1. Weg. Es würde mich jedenfalls nicht wundern. .... Von der Natur über die Kultur zur Natur (= 1. Weg; Anm. Herr Schütze) und (fast) gleichzeitig von der Kultur über die Natur zur Kultur (= 2. Weg; Anm. Herr Schütze) - so lassen sich die beiden Erkenntniswege mit nur jeweils zwei Kategorien beschreiben, denen ich gefolgt bin, um daraus u.a. auch ein Internetangebot zu machen.“ (Hubert Brune, Seitenübersicht [Sitemap] - Natur und Kultur, 2001 **).

Ich weiß zwar nicht, ob das ausreicht, um sagen zu können, daß Hubert Brune auch deduktiv vorgegangen ist, aber ich glaube, daß er - z.B. im Hinblick auf seine Kulturtheorie (**|**|**|**|**|) - von bestimmten Theorien deduktiv ausgegangen ist, zumal er auch durchaus seine kulturtheoretischen „Meister“ nennt: „Was mich betrifft, so nenne ich Spengler und Sloterdijk.“ (Hubert Brune, „Der Untergang des Abendlandes“ und andere Werke von Oswald Spengler, 2001 **). Obwohl er sich - wahrscheinlich über die induktive Methode - von ihnen auch wieder löst:

„Meine Theorie über Kulturen (einschließlich deren Zivilisationen) ist zwar nicht unerheblich von Goethe und Nietzsche, also am meisten von Spengler beeinflußt (**), hebt sich aber trotzdem in gar nicht wenigen Aspekten von diesen ab, weshalb ich sie als doch ziemlich unabhängig bezeichnen möchte. Mein Konzept von den zwei menschlichen Kulturerscheinungen - quasi als den zwei Kulturbahnen (**) - ist m.W. sogar bisher von niemanden sonst vorgestellt worden, also einzigartig. In meiner Theorie sind Kulturen im allgemeinen und im besonderen (z.B. die verschiedenen Historienkulturen) als den Lebewesen sehr ähnlich aufzufassen. Außerdem sind alle Historienkulturen als Abweichungen (besonders in der künstlerischen Art bzw. Form) von der Menschenkultur zu verstehen, in die sie über ihre Modernen bzw. Zivilisationen allmählich wieder einmünden - allerdings auf jeweils andere, nämlich kulturspezifische Art und Weise. Insofern und auch aufgrund anderer Hypothesen, z.B. auch der über die „vorgeburtliche“ Existenz einer jeden Kultur, unterscheidet sich meine Kulturtheorie auch sehr von Spenglers Kulturtheorie.“ (Hubert Brune, Zur Definition von Kultur und Zivilisation, 2001 [**]; ders., Acht Kulturen, 2001 [**]).

[image][image]Ich glaube, daß Brune bei seiner methodischen Erkenntnisgewinnung für seine Theorie sowohl auf die Induktion als auch auf die Deduktion Wert gelegt hat, obwohl er sehr wahrscheinlich bei weitem mehr induktiv als deduktiv vorgegangen ist.

Wer kann etwa ernsthaft bestreiten, daß bei den nebenstehenden Abbildungen, die Brune neben vielen anderen zur Veranschaulichung seiner Theorie bereitgestellt hat, auch eine Deduktion, wenn auch meinetwegen nur zu einem geringen Prozentsatz, im Spiel gewesen ist? ** **

Es ist meiner Meinung nach nicht möglich, eine Erkenntnis mit Hilfe nur einer der beiden Methoden Deduktion und Induktion zu gewinnen, wenn man eine so umfangreiche Theorie wie die von Hubert Brune, die ja alles erklären und verstehbar machen will, überzeugend behaupten will. Und sie überzeugt wirklich!

„Die Empirie kommt nicht über das Besondere hinaus, sie schreitet immer nur von Erfahrungen zu Erfahrungen, von Versuchen zu neuen Versuchen; die Induktion dagegen zieht aus den Versuchen und Erfahrungen die Ursachen und allgemeinen Sätze heraus und leitet dann wieder neue Erfahrungen und Versuche aus diesen Ursachen und allgemeinen Sätzen oder Prinzipien ab.“ (Francis Bacon, Novum organum, 1620). Wenn die Induktion aber wieder „neue Erfahrungen und Versuche“ aus „Ursachen und allgemeinen Sätzen oder Prinzipien“ ableitet, dann ist sie bereits zur Deduktion geworden!

Wenn die Induktion bis zum Allgemeinen vorgedrungen ist, dann ist sie zumindest vorübergehend an ihr Ende gekommen. Wenn dann wieder von diesem Allgemeinen auf ein Einzelnes oder Besonderes geschlossen wird, so ist das die Aufgabe der Deduktion. Auch dann, wenn zuvor die Induktion das Allgemeine herbeigeführt hat. Umgekehrt gilt das genauso: Wenn die Deduktion bis zu irgendeinem Einzelnen oder Besonderen vorgedrungen ist, dann ist sie zumindest vorübergehend an ihr Ende gekommen. Wenn dann wieder von diesem Einzelnen oder Besonderen auf ein Allgemeines geschlossen wird, so ist das die Aufgabe der Induktion. Auch dann, wenn zuvor die Deduktion das Einzelne oder Besondere herbeigeführt hat.

Allen ein frohes Osterfest!

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"Höhere" Erkenntnisstufen.

admin @, Sonntag, 24. April 2011, 15:40 (vor 2793 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Sonntag, 24. April 2011, 21:21

Als ich inbezug auf anthroposophische Forschung von "Deduktion" schrieb, habe ich das falsche Wort verwendet. Ich hätte vielmehr von "Initiation" schreiben müssen.

Ihre Ausführungen über das Verhältnis zwischen Induktion und Deduktion sind zweifellos gründlich und der Beachtung wert. Allerdings führen sie in diesem Falle nicht wirklich weiter.

Es gibt in der angewandten Mathematik Aufgaben, die auch mit Gleichungen x-ten Grades nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand zu lösen sind, wohl aber mit einer sehr einfachen Differentialrechnung. Letztere zählt aber bereits zur Analysis, also zur "höheren Mathematik".

Entsprechendes gilt auch für nicht-mathematische Probleme, etwa für die Kulturgeschichte. Man kann natürlich endlos Daten sammeln und auswerten sowie Theorien ausbilden, aber die betreffende Kultur verstehen, das ist eine andere Sache.

Bei den Methoden, die Steiner erstmals beschrieb, handelt es sich um

  • Imagination
  • Inspiration
  • Intuition.

Sie setzen das bisherige wissenschaftliche Denken voraus, fügen ihm aber etwas Neues hinzu, das heute grundsätzlich erlernt werden kann. "Heute", das heißt, es wäre in früheren Jahrhunderten nicht oder nur einem noch kleineren Teil der Menschen (den sogenannten Rosenkreuzern im historischen Sinne) möglich gewesen.

Diese Methoden bauen auf dem Denken auf, verlangen dann aber auch eine Umwandlung des Fühlens und des Wollens. Das geht regulär nur durch Überwindung innerer Widerstände, d.h. einer Scham- und einer Angst-Schranke. Man begegnet auf diese Weise nacheinander zwei sogenannten "Hütern der Schwelle", die jeweils berechtigte Funktionen ausüben. Es geht also um vertiefte Selbsterkenntnis als notwendige Bedingung. Man erkennt, daß Erkennen zu einem moralischen Vorgang wird, der die Heranbildung von besonderen moralischen Qualitäten erforderlich macht, um die "Hüter" zu veranlassen, einen "durchzulassen".

Letzteres ist ja eigentlich nicht ganz neu. Es gab und gibt jederzeit vielerlei, das zu erkennen möglich ist, und dennoch selbst von seriösen Wissenschaftlern ignoriert, bisweilen aktiv geleugnet, ja manchmal heftig bekämpft wird. Der Grund liegt dann in der Persönlichkeit der betreffenden Wissenschaftler: Sie fürchten - oft nur minderbewußt - die Folgen, die es für ihr eigenes Leben hätte, unter Anderem die Erkenntnis des Karmas.

Näheres siehe z.B. in Steiner, "Die Stufen der höheren Erkenntnis", einer Schrift von etwa 70 Seiten (enthalten in dem Taschenbuch 641 der Reihe "Rudolf Steiner Taschenbücher aus dem Gesamtwerk"). Ich werde aber demnächst versuchen, diese Methoden andeutungsweise zu beschreiben.

Grüße und frohe Ostern! Bedenken wir auch: Wir feiern ein Fest von größter kulturgeschichtliche Bedeutung, nämlich der Auferstehung Christi. Für uns Heutige, übrigens auch für mich, ist bzw. war das nicht ohne Weiteres verständlich. Wir sind dem natürlichen Fühlen früherer Menschen dermaßen entwachsen, daß wir erst wieder aufs Neue lernen müssen, worum es sich da handelt.

trel

Induktion und Deduktion.

Schwäneheindler und Händegänsler, Montag, 26. November 2012, 16:27 (vor 2211 Tagen) @ admin

Wenn Karl Popper die Induktion nicht gelten lassen will, sondern stattdessen nur die Deduktion, die er dadurch gewissermaßen heiligt, dann sagen wir, daß man das mit derselben Berechtigung umkehren kann: Es findet beim Erkenntnisprozeß ohnehin nur Induktion statt (bei Popper: ohnehin nur Deduktion), also kann auch die Deduktion (bei Popper: die Induktion) für ungültig erklären. Wir reagieren also auf Poppers rational(istisch)en Zynismus mit unserem empirisch(istisch)en Zynismus, sozusagen als Gegenzynismus bzw. Kynismus.

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