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Auch die Japaner hatten ihren Holocaust - und sehen das ähnlich wie die Juden.

admin @, Dienstag, 22. März 2011, 16:14 (vor 2675 Tagen)

Der Spiegel schreibt:

Aus dem kollektiven Bewusstsein, als "einzige Nation" den Atombomben zum Opfer gefallen zu sein, schöpfen die Japaner bis heute fast eine Art moralische Überlegenheit gegenüber den amerikanischen Siegern. Nicht zuletzt wegen Hiroshima und Nagasaki weigert sich das Inselvolk beharrlich, sich überzeugend für eigene Kriegsgreuel zu entschuldigen.

Und darum werden auch die Juden sich schwerlich für ihre Greuel an den Palästinensern entschuldigen.

Die Selbstvergottung der Opfer ist abstoßend, egal bei wem. Wobei mir die Japaner sympathischer sind als die Israelis.

Was ist die Alternative zum Opferkult?

Man besehe ich ein Kruzifix, wie es z.B. in einem Schulzimmer hängt oder an einer dörflichen Weggabelung aufgestellt ist. Auch das bildet ein Opfer ab! Aber ein freiwilliges, selbstauferlegtes Opfer. Darum wirkete sein Anblick auf unzählige Generationen von Menschen so beruhigend und so befreiend.

Ganz anders wirken auf uns die Anspruchsopfer, vor Allem die heutigen Juden. Sie wirken so, als ob sie immer sagen würden - und oft genug sagen sie es ja wirklich -: "Ihr steht in unserer Schuld auf alle Ewigkeit!" Das bringt uns um unsere Zukunft. Der verlorene Krieg hat nicht nur Menschen vernichtet, sondern auch die Hoffnung unserer unbeteiligten Kinder.

trel

Auch die Japaner hatten ihren Holocaust - und sehen das ähnlich wie die Juden.

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 24. März 2011, 23:59 (vor 2673 Tagen) @ admin
bearbeitet von admin, Sonntag, 10. April 2011, 20:44

Es geht um den Terror und die Opfer, wenn man bestimmen will, ob ein Land, ein Volk seinen Holocaust gehabt hat. Also hatten nicht nur „auch die Japaner“ (**), sondern auch die Deutschen ihren. Die Frage ist auch nicht, ob es sich bei den Bomben umd Atombomben handelte oder nicht, und auch nicht, ob etwas „neu“, „einzigartig“ war, weil damls ja sowieso (logischerweise!) die Brandbomben und nach ihnen die Atombomben „neu“, „einzigartig“ waren.

Ob es zwei Atombomben oder unzählige Bomben, Brandbomben u.ä. hagelt, ist für die Betroffenen ebenfalls dann kein Unterscheidungskriterium, wenn sie darunter auf ähnliche Weise leiden müssen. Die Frage ist wirklich eine qualitative und quantitaive Frage, die die Opfer und das Leiden betrifft. Die Zahlen und die Intensität dieses Bombenholocaust können sich heute die Menschen, die das nicht mehr miterlebt haben, gar nicht vorstellen; und diejenigen, denen von Eltern und Großeltern darüber berichtet wurde, werden auch schon immer weniger.

Also läuft doch wieder alles im Sinne der Sieger. Das war schon immer so!

Wehe dem Besiegten!

Lesenwertes zum Bombenholocaust:

http://fact-fiction.net/?p=5374
http://fact-fiction.net/?p=5855
http://fact-fiction.net/?p=5972
http://www.bombenterror.info/

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Der Krieg gegen Deutschland ist nur militärisch beendet, moralisch nicht!

admin @, Freitag, 25. März 2011, 13:14 (vor 2672 Tagen) @ Herr Schütze

http://fact-fiction.net/?p=5374
http://fact-fiction.net/?p=5855
http://fact-fiction.net/?p=5972
http://www.bombenterror.info/

Danke, ich habe es teilweise gelesen. Daß ein gewisser Götz Aly eine Rose auf dem Grab von "Bomber-Harris" abgelegt hat, ist natürlich absolut pervers.

Es gibt ja inzwischen ein Buch von Thorsten Hinz zur Psychologie der Niederlage. Ich habe es noch nicht gekauft und gelesen, sollte es vielleicht aber tun.

Freundliche Grüße
trel

N.B.:

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