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Libyen: Internationaler Mordkomplott im Namen der "Menschenrechte"

admin @, Samstag, 26. März 2011, 11:26 (vor 2797 Tagen)
bearbeitet von admin, Samstag, 26. März 2011, 12:09

Siehe:

Gaddafi darf nicht gewinnen! und Zugehöriges Spiegel-Forum

sowie

Was tun mit Gaddafi? und Zugehöriges Spiegel-Forum

Was im Spiegel-Journalismus zum Ausdruck kommt, ist der Gipfel des Zynismus. Dies wird auch von fast allen kommentierenden Lesern so gesehen.

Beispiele
:

#9
Was soll denn dieser Unsinn, das Volk sei durch Gaddafi in Gefahr? Das ist doch haarsträubende Propaganda! Immerhin regiert er bereits schon ein paar Jahrzehnte, hätte also Zeit und Gelegenheit genug gehabt, sein Volk langsam und genüsslich auszurotten - wenn er denn gewollt und das Volk es mitgemacht hätte. Das glaubt doch kein Mensch!

Vielleicht könnte man endlich einmal eine seriöse Berichterstattung liefern - abseits der politisch-militärisch-propagandistisch korrekten Gräuelpropaganda!

#10
"doch solange Gaddafi an der Macht bleibt, ist sein Volk in Gefahr. Wäre ein Volltreffer auf Gaddafis Residenz die Lösung?"

Meiner persönlichen Meinung nach erfüllt dieser Artikel den Straftatsbestand der Volksverhetzung. Ich persönlich gewinne den Eindruck, daß hier gezielt Jagd auf das Oberhaupt eines souveränen Staates gemacht werden soll. Die Ermordung eines Staatschefs überhaupt in Erwägung zu ziehen empfinde ich als ungeheuerlich. Ist das eine neue Art von Demokratie, die wir hier haben?

Und, sehr vernünftig und erhellend:

#24
hmm, ich denke durch den medialen Aufbau eines Oberbösen, der allein gegen sein Volk Krieg führt entsteht auch ein Problem.
Sollte zufällig eine Bombe sein Zelt treffen, dann wäre die Begründung für den Krieg vorbei und der Krieg müsste bendetet werden.
Das wäre dann schlecht wenn die Rebellen ihre (Öl) Ziele noch nicht erreicht haben...
Also ist vorerst keiner so sicher wie Gaddafi.
Man bedenke nur wie lange man brauchen würde einen neuen bösen Mann in den Medien aufzubauen....


Auch sehr treffend dieser Kommentar
:

#101
[...]
Irgendwie haben wir doch Glück, dass sich China hier noch nicht zum Schutz der europäischen Zivilbevölkerung anschickt. Man stelle sich die Schlagzeile vor: "Solange Angela Merkel an der Macht bleibt, ist ihr Volk in Gefahr. Bringt ein Volltreffer auf ihre Villa die Lösung?" Anlass wäre dann Stuttgart 21 oder ähnliches, das wäre dann eine "blutig niedergeschlagener Volksaufstand"..."Merkels Schergen metzeln die Zivilbevölkerung nieder" und alle Chinesen nicken und sagen: Merkel? Die muss weg!


Aber die "Spiegel"-Redaktion reflektiert ja nur - pflichtgemäß? - die zu veröffentlichende Meinung politischer Machthaber, die sich hinsichtlich einer angeblichen "Notwendigkeit" der Zerstörung der libyschen Regierung einig sind. Uneinig sind sie sich höchstens in der Wahl der Mittel. Ferner unterscheiden sie sich darin, inwieweit sie die Absicht zur Ermordung eines Regierungschefs öffentlich zugeben. Manchen ist das bis jetzt noch peinlich, manchen weniger.

Offen gesagt, mir fehlen momentan die Worte. Ich will aber zumindest mitteilen, daß ich über die Offensichtlichkeit der weltpolitischen Willkür erschrocken bin und von daher nichts Gutes für die nahe Zukunft erwarte. Der "Krieg aller gegen alle" scheint näherzurücken.

---------------

Ich würde es begrüßen, wenn durch ein Erdbeben oder durch ein Meteoriteneinschlag das Pentagon zerstört würde. Das wäre ein GAU, aber er würde keine radioaktive Strahlung auslösen. Andere Staaten bräuchten keine Atombomben mehr zu bauen, um sich vor den USA zu schützen. Wenn gleichzeitig noch die US-Waffenindustrie komplett zerstört würde, dürfte die Menschheit aufatmen.

Es geht in Libyen anscheinend auch darum, neue Waffen auszuprobieren, siehe diesen gleichzeitig erscheinenden Spiegel-Artikel: Das Bombengeschäft.

Darin heißt es:

Der Luftkrieg gegen das libysche Regime ist auch eine Waffenshow westlicher Rüstungskonzerne: Mehrere neue Systeme, darunter der "Eurofighter", werden erstmals im Kampf eingesetzt - und so im Einsatz vorgeführt. Das Problem: Es scheint kaum ernstzunehmende Gegner zu geben.

Nochmal: "Es scheint keine ernstzunehmenden Gegner zu geben."

Deutlicher kann man die völlige Gewissenlosigkeit wohl nicht ausdrücken.

trel

Internationaler Mordkomplott im Namen der „Menschenrechte“ – Politik der USA

Herr Schütze ⌂ @, Samstag, 09. April 2011, 22:57 (vor 2782 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 10. April 2011, 01:56

Ihr Text (**), Herr Lentze, hat mir gut gefallen, weil er mir größtenteils aus der Seele spricht. Ich sehe schon seit vier Jahrzehnten die USA und ihren „Lobbystaat Israel“, den wohl rassistischsten Staat der Welt seit seiner „Entstehung“ im Jahre 1948, fast genauso, wie Sie sie beschreiben.

Die „Vereinigten Staten von Amerika“ (allein schon das letzte Wort im Namen ist schon Imperialismus bzw. Propaganda, also: Lüge!) haben schon immer eine Lüge gebraucht, um ihr „Volk“ (von dem sie wohl annahmen, das es keines ist [!!!]) von Kriegseinsätzen zu überzeugen, weil sie - zumindest bis zu ihrem Überfall auf Vietnam - die Erfahrung gemacht haben, daß sie jeder dieser Kriegseinsätze reicher und mächtiger gemacht hatte - und folglich auch jeder weitere machen würde. Um ihren Krieg gegen Spanien 1898 durchzusetzen, benutzten sie eine Lüge, die denen, die ihre Kriegseinsätze und Raubzüge im 1. und 2. Weltkrieg sowie die späteren Überfälle auf Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan, Lybien und viele andere Überfälle und Raubzüge rechtfertigten sollten, sehr ähneln. Sie seien angegriffen worden, behaupteten die US-Amerikaner fälschlicherweise jedesmal - auch im 1. Weltkrieg (siehe „Lusitania-Zwischenfall“ von 1915) und 2. Weltkrieg (Pearl Harbor, 7. Dezember 1941 – „12/7“ klingt doch auch schon fast wie „9/11“ **), bei denen Deutschland immer ihr Kriegsziel war, weil dort am meisten zu holen, zu rauben, zu gewinnen war: Deutschland machte die USA zur Weltmacht, zur Atommacht, zum Gewinner im Wettbewerb (Krieg) um die Mondlandung, ja überhaupt zur führenden Macht in Technik, Wissenschaft, Bildung, Militär u.s.w., die bis dahin seit langem und mit weitem Abstand Deutschland gewesen war (**|**|**|**)!

Was seit dem 1. Weltkrieg für die USA gilt, das galt seit dem 18. Jahrhundert und bis zum Ende des 2. Weltkrieges in nur wenig abgeschwächter Form auch für England (es „nennt“ sich seit 1707 „Großbritannien“ - allein schon dieser Größenwahn ähnelt dem der USA [siehe oben: Imperialismus u.s.w.]). Und: Beiden ging es während der zwei Weltkriege, die man übrigens auch zu einem 31jährigen zusammenfassen kann (vielleicht wird ja noch ein 100jähriger daraus: 1914-2014), nicht um die Beseitigung eines ihnen nicht angenehmen Politsystems, wie heute die westliche Propaganda (und zwar ausgerechnet und ironischerweise besonders in Deutschland) behauptet, sondern um die Bekämpfung Deutschlands und der Deutschen, und zwar vor allem aus Neid (**) und Angst - primär vor ihrem eigenen wirtschaflichen Abstieg, weil Deutschland technisch, wissenschaftlich und folglich wirtschaftlich zu stark für sie war (**|**|**), und erst sekundär vor ihrer eigenen militärischen Niederlage, weil Deutschland militärisch zu stark für sie war - das beweisen auch alle diesbezüglichen historischen Quellen (**|**)!

[image]Angesichts dessen, was USA und England allein schon im Laufe der jüngsten Geschichte - also in relativ sehr kurzer Zeit - gemetzelt und sonstwie gemordet, zerbombt und sonstwie zerstört, ausgeraubt und ausgeplündert, überfallen und ausgebeutet, geheimdienstlich bekriegt und bestochen sowie durch Lügen und Propaganda alle diese Verbrechen gerechtfertigt haben, kann man nur noch hoffen, daß, nachdem England schon seit 1945 ausgeschieden ist, auch bald US-Amerika ausscheiden wird:

„Ich würde es begrüßen, wenn durch ein Erdbeben oder durch ein Meteoriteneinschlag das Pentagon zerstört würde. Das wäre ein GAU, aber er würde keine radioaktive Strahlung auslösen. Andere Staaten bräuchten keine Atombomben mehr zu bauen, um sich vor den USA zu schützen. Wenn gleichzeitig noch die US-Waffenindustrie komplett zerstört würde, dürfte die Menschheit aufatmen.“ (Thomas R. E. Lentze, Lybien: Internationaler Mordkomplott im Namen der „Menschenrechte“, 26.03.2011, 11:26-12:09 **). Das Pentagon liegt jedoch nicht in einem von Erdbeben bedrohten Gebiet, und noch weniger wahrscheinlich ist ein Meteoriteneinschlag in das Pentagon. Deshalb klingt der Satz fast so wie z.B. folgender: Ich würde es begrüßen, wenn durch die Kosmische Strahlung oder durch einen Gammablitz das Pentagon zerstört würde.“ Das ist zwar möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich.

Wir müssen was tun - nicht nur reden. Wir müssen verhindern, daß der von den USA dominierte Teil der Welt weiterhin so sehr versklavt wird, wie z.B. George Orwell es beschrieben hat. Die Masse wird von vielen Kritikern überschätzt; sie ist eher so, wie Adolf Hitler sie beschrieben hat: „Die Masse ist wie ein Weib - dumm und leicht verführbar.“ Wenn der jetzige Trend sich fortsetzt, dann wird die Masse in dem von den USA dominierten Teil der Welt bald so sehr propagandistisch beeinflußt sein, daß sie glaubt, in Deutschland sei der „Holocaust“ von Luther um 1500 eingeführt worden und 1945 von den „lieben“, „guten“ US-Amerikanern und ihren aus Deutschland „unter großer Gefahr geflohenen tapferen“ Juden 1945 beendet worden - darum sei drei Jahre danach der Staat „Israel“ gegründet worden und wegen der Feinde dieses Staates - „Antisemiten“ genannt (auch so eine Propaganda, denn auch z.B. die Araber sind Semiten) - eine einzig zu verbleibende Weltmacht notwendig geworden. Daraus dürfe gefolgert werden - und das sei auch mit den „Menschenrechten“ vereinbar (!) -, daß die Deutschen, ja alle Europäer ihr „Recht auf Leben“ verspielt, sich als „lebensunwert“ erwiesen hätten. Was daraus folgt und wessen Geist es wirklich ist, der hier spricht, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Man hat schließlich den Bombenholocaust, die Vertreibungen, das Verhungernlassen, die Vergewaltigungen, die Versklavungen, die Verschleppungen, den Raub von wissenschaftlichen Patenten und Menschen, von Kunstwerken u.s.w. sowie alle durch Krieg, Kriegsfolgen ermordeten Zivilisten, ja überhaupt alle Kriegs- und Nachkriegsverbrechen der „Alliierten“ auf genau diese oder zumindest ähnliche Art „gerechtfertigt“ - und diese „Rechtfertigungen“ stiegen und steigen in Korrelation mit der Zunahme an vergangener Zeit exponentiell an! Das ist kein Zufall!

Im 3. Reich war ein Politiker Propagandaminister, und der nannte sich auch so. Das war immerhin ehrlich. In der „Berliner Republik“ sind alle Politiker Propagandaminister und alle Politikerinnen Propagandministerinnen, und sie nennen sich nicht so. Das ist allemal verlogen. Sie belügen uns ständig.

Ich erlebe immer mehr Menschen, die bezüglich der Vergangenheit nicht einmal mehr annähernd ihre eigene Meinung kundtun, wenn sie darüber sprechen, sondern nur noch das, was man sagen darf bzw. was man so sagt. „Man“! Gemäß Martin Heidegger entfaltet das, was er das „Man“ nannte (**), in einer „Unauffälligkeit und Nichtfeststellbarkeit ... seine eigentliche Diktatur. Wir genießen und vergnügen uns, wie man genießt; wir lesen, sehen und urteilen über Literatur und Kunst, wie man sieht und urteilt; wir ziehen uns aber auch vom »großen Haufen« zurück, wie man sich zurückzieht; wir finden »empörend«, was man empörend findet. .... Die Öffentlichkeit verdunkelt alles und gibt das so Verdeckte als das Bekannte und jedem Zugängliche aus. .... Jeder ist der Andere und keiner er selbst. Das Man, mit dem sich die Frage nach dem Wer des alltäglichen Daseins beantwortet, ist das Niemand, dem alles Dasein im Untereinandersein sich je schon ausgeliefert hat.“ (Martin Heidegger, Sein und Zeit, 1927, S. 126-128). In der Öffentlichkeit wird das Dasein also in der Regel vom „Man“ beherrscht. Die Sprache ist hiervon in besonders massiver Form betroffen. Der Schritt von da an, wo man etwas sagt, wie man so sagt, bis dort, wo man etwas sagt, wie man es darf, ist kein großer und bleibt für die meisten Menschen völlig unbemerkt. Und das wissen die Machthaber. Was ich damit sagen will: Die meisten heutigen Menschen des Westens wissen größtenteils gar nicht, wie sehr sie sie bereits nur noch „funktionieren“ - und zwar nicht deshalb, weil Menschen ohnehin dem „Man“ verfallen sind, sondern weil das Faktum, daß sie dem „Man“ verfallen sind, mittlerweile von den Machthabern skrupeloser ausgenutzt wird als je zuvor!

Schon 53 Jahre vor der Veröffentlichung von Martin Heideggers Sätzen über das „Man“ waren diejenigen Sätze von Friedrich Nietzsche veröffentlicht worden, die als Vorläufer zu Heideggers „Man“ bezeichnet werden können: „Der Mensch, welcher nicht zur Masse gehören will, braucht nur aufzuhören, gegen sich bequem zu sein; er folge seinem Gewissen, welches ihm zuruft: »sei du selbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt tust, meinst, begehrst.«“ (Friedrich Nietzsche, Schopenhauer als Erzieher, 1874, S. 6). Nietzsche sah in diesem Menschen einen „öffentlich meinenden Scheinmenschen“. „Dieser »öffentlich meinende Scheinmensch« läßt sich als Vorwegnahme des »Man« bei Heidegger deuten.“ (Hubert Brune, Spätdenker, 2001). Und: „Wie groß muß der Widerwille späterer Geschlechter sein, sich mit der Hinterlassenschaft jener Periode zu befassen, in welcher nicht die lebendigen Menschen, sondern öffentlich meinende Scheinmenschen regierten ....“ (Friedrich Nietzsche, ebd., 1874, S. 7). Nietzsches „Sei-du-selbst“ sollte den „öffentlich meinenden Scheinmenschen“, den Heidegger 53 Jahre später als „Man“ (oder auch: „Niemand“) bezeichnete, überwinden.

Eigentlich müßten die meisten Menschen und insbesondere die meisten abendländischen Menschen sich mit aller Konsequenz der Übung zu dem, was Nietzsche den „Freigeist“ nannte, widmen, um dem, was Heidegger die „Diktatur des »Man«“ nannte, wirksam entgehen zu können. „Man nennt den einen Freigeist, welcher anders denkt, als man von ihm auf Grund seiner Herkunft, Umgebung, seines Standes und Amtes oder auf Grund der herrschenden Zeitansichten erwartet. Er ist die Ausnahme, die gebundenen Geister sind die Regel ....“ (Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 1878-1880, Band I, 1878, S. 174). Da also die meisten Menschen - leider - keine „Freigeister“ werden können, können sie sich auch nicht der Diktatur des „Man“ entziehen und bleiben stets nur „öffentlich meinende Scheinmenschen“, d.h. dem „Man“ ausgeliefert.

Ich will dennoch hoffen, daß es unter den vielen Scheinmenschen vielleicht doch noch wenigstens wenige gibt, die nicht (mehr nur) Scheinmenschen bleiben und den Sprung zu den „lebendigen Menschen“ (um noch einmal Nietzsche zu zitieren) wagen wollen, und appellieren: Werdet endlich freigeistig!

Freundliche Grüße

Herr Schütze

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Es kann einen traurig machen, was aus Deutschland geworden ist !

admin @, Sonntag, 10. April 2011, 14:27 (vor 2782 Tagen) @ Herr Schütze

Vielen Dank, Herr Schütze, für Ihren Beitrag, gewissermaßen einem "Wort zum Sonntag". Ich habe in den verlinkten Stellen zum Werk von Hubert Brune gelesen und ich stimme in seiner Einschätzung überein, was die Stellung Deutschlands für über 100 Jahre während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik betrifft. Rudolf Steiner bezeichnete die gegenwärtige (fünfte nachatlantische) Kulturepoche als die mitteleuropäische oder deutsche, die demnach noch etwa 1500 Jahre andauern müßte, bis sie durch die osteuropäische oder russische abgelöst werden wird. Er hat über Woodrow Wilson ein vernichtendes Urteil gefällt (s. u.a. "Die geistigen Hintergünde des Ersten Weltkrieges") und ihn als eine Wiederverkörperung des Omajaden-Kalifen Muawija herausgestellt.

Gegenwärtig lese ich das Werk "Hindenburg" von Wolfram Pyta, einen Wälzer von über 1000 Seiten, der aber gegenwärtig billig zu haben ist. Hindenburg wurde zwar als "Sieger von Tanneberg" lange Zeit zu Unrecht glorifiziert (die eigentlichen Akteure waren Ludendorff, Max Hoffmann u.a.), aber als Politiker war er eine außerordentlich beeindruckende und zurecht gerühmte Persönlichkeit. Er war unbedingt vertrauenswürdig, prinzipienfest und dennoch anpassungsfähig, während die Anpassungsfähigkeit heutiger Politiker vielmehr auf dem Mangel von Prinzipien beruht. Umso trauriger und beschämender ist es, wenn heute Straßen, Plätze und Gebäude, die seinen Namen tragen, umbenannt werden - als hätte man sich seiner zu schämen. Nein, diese Geschichtsfälscher, die haben sich zu schämen!

Die Texte aus dem Werk von Hubert Brune, die Sie verlinkt haben, sind sehr hilfreich zu einem tieferen und von gegenwärtiger Verfälschung unbeeinflußtem Verständnis der Geschichte und der Grundlagen von Politik und Gesellschaft. Das gilt insbesondere für die Grafiken. An den Textpassagen finde ich störend, daß sie sich über die ganze Seitenbreite erstrecken; angenehmer wäre vielleicht die Zweispaltigkeit oder die Einfügung der Grafiken in den Textblock. Aber diese Einschränkung nehme ich angesichts des Gewinns gerne inkauf.

Mit freundlichen Grüßen und nochmals vielen Dank für ihre anregenden Ausführungen!
trel

Um 1960 begann die „Auslaufzeit des Modernen Goldenenen Zeitalters“ Deutschlands

Herr Schütze ⌂ @, Dienstag, 12. April 2011, 20:36 (vor 2779 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Dienstag, 12. April 2011, 21:22

Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Lentze. Sie schrieben u.a.:

Ich habe in den verlinkten Stellen zum Werk von Hubert Brune gelesen und ich stimme in seiner Einschätzung überein, was die Stellung Deutschlands für über 100 Jahre während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik betrifft.

Genau genommen begann sie schon vor der Gründung des 2. Deutschen Reiches und hielt auch bis in die frühe Zeit der Bundesrepublik Deutschland an. Sie war auch nicht „plötzlich“ da, sondern entwicklete sich allmählich, und sie wird auch nicht „plötzlich“ verschwinden, sondern ebenfalls allmählich. Wahrscheinlich wird der Abbau schneller gehen als der Aufbau. Aber genauer wird man das erst später beurteilen können, weil dieser Prozeß ja noch andauert und andauern wird.

„Deutschlands modernes goldenes Zeitalter hatte seine „Vorlaufzeit“ (in etwa von 1780 bis 1860), seine „Hochzeit“ (in etwa von 1860 bis 1960) und seine »Auslaufzeit« (in etwa von 1960 bis ....). Jede dieser drei Zeiteinheiten kann wiederum in mindestens drei kleinere Zeiteinheiten (Zeitstufen) unterteilt werden. Für unser Thema am interessantesten ist natürlich die Hochzeit, also in etwa die Zeit von 1860 bis 1960, und in deren Mitte finden wir nicht zufällig die von Kaiser Wilhelm II. stark geprägte Zeit, die deshalb auch »Wilhelminismus« genannt wird.“ (Hubert Brune, Politgeometrie, 2001 **).

Rudolf Steiner ... hat über Woodrow Wilson ein vernichtendes Urteil gefällt ....

VÖLLIG ZU RECHT !

Auch Ihrem Text zu und über Paul von Hindenburg ist uneingeschränkt zuzustimmen.

Die Texte aus dem Werk von Hubert Brune, die Sie verlinkt haben, sind sehr hilfreich zu einem tieferen und von gegenwärtiger Verfälschung unbeeinflußtem Verständnis der Geschichte und der Grundlagen von Politik und Gesellschaft. Das gilt insbesondere für die Grafiken. An den Textpassagen finde ich störend, daß sie sich über die ganze Seitenbreite erstrecken; angenehmer wäre vielleicht die Zweispaltigkeit oder die Einfügung der Grafiken in den Textblock. Aber diese Einschränkung nehme ich angesichts des Gewinns gerne inkauf.

Na, klar. Machen Sie Herrn Brune doch den Vorschlag, daß er die Seiten so darstellen soll, daß sie für Sie weniger „störend“ sind (**). Stört Sie „die ganze Seitenbreite“ beim Lesen? Wahrscheinlich, oder? Also: Mich nicht! Ich glaube, daß das mehr eine Geschmackssache ist. Ich komme mit den über die ganzen Seitenbreite sich erstreckenden Textpassagen sehr gut zurecht.

Freundliche Grüße

Herr Schütze

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