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Die tiefsten Ursachen und Folgen des Feminismus u.a. Befreiungs-Ideologien

admin @, Freitag, 22. April 2011, 17:49 (vor 2644 Tagen)
bearbeitet von admin, Freitag, 22. April 2011, 17:52

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Judas Ischariot war der erste Eine-Welt-Ideologe. Er konnte und wollte nicht verstehen, was Jesus meinte, als er sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

Für ihn gab es nur eine Welt. Er selbst gehörte einer Befreiungsbewegung an. Bedenken wir: Palästina war damals durch die Römer besetzt; Pilatus war der römische Gouverneur. Judas, der Eine-Welt-Ideologe, verstand Befreiung als einen politischen Akt. Demnach mußte Jesus König werden.

Judas wurde ungeduldig. Er wollte nachhelfen. Das war der Grund, warum er Jesus zuletzt verriet. Er wollte es darauf ankommen lassen - in der Überzeugung, daß Jesus, wenn er so richtig herausgefordert würde, dann doch noch, mit Hilfe der Engel und Gottes natürlich, zeigen würde, wozu er fähig ist.

Es war Verrat. Es war Auslieferung. Aber böse gemeint war es nicht. Zwar wird Judas an einer Stelle des NT als Dieb bezeichnet, und dies auf die Kasse bezogen, die er verwaltete. Aber das Wort "Dieb" bezieht sich auf die höhere Welt, die er sich und den Menschen vorenthalten wollte, weil er für sie kein Verständnis aufbrachte. Erhellend ist, daß er die dreißig Silberlinge, den Lohn für den Verrat, in den Tempel warf, nachdem er erkannte, was er angerichtet hatte. Und daß er danach Selbstmord beging.

Rudolf Steiner hat in einem Vortrag einmal gesagt: Wenn außerirdische Wesenheiten das Wesen und den Sinn unserer Erde in einem Akt der äußersten Konzentration zusammengefaßt sehen wollten, dann müßten sie sich das Bild vom Abendmahl vornehmen, das Leonardo da Vinci 1494-1498 geschaffen hat. (Siehe oben rechts.)

Dieses Bild zeigt die Szene, wo Jesus sagt: "Einer von euch wird mich verraten", und alle Anwesenden sich voller Bestürzung fragen: "Wer ist es? Sollte ich das ein?" Und Jesus zuletzt sagt: "Derjenige ist es, dem ich den Bissen eintauche und reiche."

Nun müssen wir uns fragen: "Wenn er es wußte, warum ließ er es zu?" Er hätte doch jetzt "etwas unternehmen" müssen. Doch das wäre zu menschlich gedacht. Jesus ließ Allen, auch den Uneinsichtigen, die Freiheit, eigenständig zu handeln!

Befreiungs-Ideologen machen es bekanntlich umgekehrt: Sie wollen die Menschen zu deren (und zuerst natürlich zu ihrem eigenen) Glück zwingen. Das hat immer die bekannten Folgen. Während Jesus bereit war, sein Leben zu opfern, ziehen die Befreiungs-Ideologen (Kommunisten, Nationalsozialisten, Feministen bzw. Abtreibungs-Aktivisten) es vor, das Leben Anderer, der "Massen", zu opfern.

Dabei ist es eigentlich nicht der zugelassene Verrat, der dieses Gemälde zum vollkommensten bildlichen Ausdruck des tiefsten Sinnes der Erde macht. Das ist vielmehr die Liebe. Zwar gab es vor der Erde andere planetarische Stufen, aber die Liebe trat erst mit dem Selbstopfer Christi auf. Alles Vergleichbare, das es auf der Erde bis dahin schon gab, wie Vater-, Kindes-, Heimat-, erotische Liebe usw., sind nur Vorformen, denen grundsätzlich noch Reste des Egoismus innewohnen.


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Soweit die tiefste Ursache des Feminismus und seiner Vorformen. Nun zu den tiefsten Folgen.

Die tiefsten Folgen der Befreiungs-Ideologien sind Naturkatastrophen.

In einem kleinen Heft mit dem Titel "Naturkatastrophen als moralische Verantwortung. Über die Einwirkung der Moral auf die Natur" (2005), enthaltend zwei Vorträge von Rudolf Steiner, äußert sich der Herausgeber, Pietro Archiati, über die Hilflosigkeit der Kirchen angesichts der Ratlosigkeit von Menschen, die in der Folge einer Naturkatastrophe - hier war es wohl der Tsunami vom Dezember 2004 - ihren Glauben erschüttert sahen.

Tatsächlich stellt das, was Vertreter sowohl der katholischen als auch der evangelischen Kirchen hervorbrachten, nichts anderes als ein geistiges Armutszeugnis dar. Kein Wunder, daß der Autor sich über die Worte etwa von Bischof Huber wie folgt mokiert:

Der Satz: "Gott will nicht den Tod" kann geradezu als Hohn empfunden werden. Denn den Tod gibt es für alle Menschen und es wird unterstellt, daß bei allen Menschen das Wichtigste gegen den Willen Gottes geschieht. Ein armseliger Gott, der gegen seinen Willen den Gesetzen der von ihm geschaffenen Natur ausgeliefert ist!

Das, was Steiner im Jahre 1924 zu den Ursachen und Folgen derartiger Katastrophen sagte, will ich nur ganz knapp wiedergeben, zumal die wirklichen Voraussetzungen zum Verständnis ein gründliches Studium seiner Schriften erfordern. Wichtig ist die Unterscheidung von Natur-Katastrophen und Zivilisations-Katastrophen. Zunächst, was die Folgen für die Betroffenen angeht:

  • Natur-Katastrophen betreffen Menschen, die ein gemeinsames Vergangenheits-Karma zusammengeführt haben. Ihr Tod führt sie zu einer deutlichen Erinnerung und im nächsten Erdenleben zur Verstärkung ihrer intellektuellen Kräfte.
  • Zivilisations-Katastrophen betreffen Menschen ohne gemeinsames Vergangenheits-Karma. Ihr Tod führt zu Vergessen und im nächsten Erdenleben zur Verdichtung der Willenskräfte.

Die Tsunami- und Erdbeben-Opfer z.B. in Japan haben sicher ein weitgehend gemeinsames Vergangenheits-Karma, weil sie sich an den Katastrophen-Orten verkörpert haben dürften, um frühere Beziehungen weiterzuführen. Was übrigens nicht heißen muß, daß sie diese früheren Beziehungen bereits in Japan gelebt hatten. Es ist leicht einzusehen, daß das für die Touristen eines Flugzeuges, das abstürzt, nicht zutreffen wird. Ihr plötzlicher Tod mag karmisch veranlagt sein, nicht aber die Gemeisamkeit ihrer Tode.

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Soweit zu den Folgen der Katastrophen. Nun zu ihren Ursachen. Steiner wörtlich:

  • Bei Natur- und Zivilisations-Katastrophen ist es immerhin Helligkeit, die von der irdischen Welt in die geistige hineingetragen wird;
  • aus Zivilisations-Verirrungen wird Finsternis in die geistige Welt hineingetragen.

Bei den "Zivilisations-Verirrungen" dachte er wahrscheinlich vor Allem an den Bolschewismus und seiner damals bereits vollzogenen Massen-Exekutionen. Und die Folge:

Was durch bloß emotionelle Kulturimpulse hinaufgetragen wird in die geistige Welt, aber eigentlich nur aus dem verirrten irdischen Bewußtsein entsteht, das ist dasjenige, was umgestaltet in Vulkanausbrüchen, in Erdbeben aus dem Inneren der Erde nach oben lodert.

Eine Frage, die ich dort nicht beantwortet sehe, ist, ob diese Katastrophen dann auch zwingend ihre geistigen bzw. emotionalen Verursacher treffen. Dazu müßten diese sich in Gebiete verkörpern, wo derartige Katastrophen sich auch ereignen können. Ich kann mir vorstellen, daß solch ein Zusammenhang nicht notwendig ist, denn die Erde reagiert auch elementarisch, demnach wie ein getroffenes Tier, ohne gerechte Planung.

Wenn das so ist - ich weiß es aber nicht! - dann könnte der Feminismus u.a. auch Naturkatastrophen herbeiführen, die andere Menschen als ehemalige Feministen treffen werden. Aber vielleicht ist das ja auch nicht so schlimm - sofern die Getroffenen ins nächste Erdenleben dann, wie es heißt, mit verstärkten Geisteskräften treten.

Eine Frage für sich ist die nach dem Karma der pränatal "abgetriebenen" Menschen. Wie werden sie mit ihren Mörderinnen umgehen?

Abschließend nochmal Steiner in seinem Vortrag vom 29. Juni 1924:

Wozu ist die Summe des Unglücks in der Welt? Damit die Götter Glück daraus machen! Denn bloßes Glück führte nicht hinein in das Weltdasein. Glück, das aus dem Unglück sprießt beim Durchgang der Menschen durch die Sinnenwelt, führt erst hinein in die Tiefen der Welt.

Eine wahrhaft tiefsinnige Feststellung!

trel

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