Maßnahmen zur Gleichstellung

Marie Karsten, Köln, Mittwoch, 15. Juni 2011, 21:32 (vor 2351 Tagen)

Hallo Admin!

Obwohl ich meine Zweifel habe ob in diesem Forum überhaupt diskutiert wird (man sehe sich nur die letzten threads an, es geht eigentlich fast immer um Metathemen) will ich hier mal was Grundsätzliches zur Diskussion stellen. Ich halte die Frauenquote für ein akzeptables Mittel, um der Diskriminierung von Frauen in einem patriarchal-kapitalistischen System begegnen zu können. Flankiert von anderen Maßnahmen wie Antisexismus, Emanzipations- und Gleichstellungspolitik und Antidiskriminierungspolitik. Natürlich reicht mir aber die Gleichstellung der Geschlechter im Kapitalismus nicht, denn auch der Kapitalismus ist keine hinnehmbare Lösung. Was ich nicht verstehe, wie man gegen Gleichstellung sein kann, ohne dabei aber den Kapitalismus abschaffen zu wollen. Gegen Gleichstellungsmaßnahmen wie die Frauenquote zu zetern, aber für den Kapitalismus, belegt den Willen die Gleichstellung der Geschlechter verhindern zu wollen. Frauenquoten sorgen natürlich nur für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt und sie nützen nur wenigen, da sind wir uns einig, aber trotzdem bin ich nicht dagegen, weil auch die jenigen, denen es nützt, unnötige Probleme haben. Dass das alles nicht die Lösung aller Probleme ist, darauf können wir uns einigen, aber für ein paar Frauen löst es ihr privates Problem, trotz aller Versprechen, immernoch benachteiligt zu werden. Dass viele Frauen von Frauenquoten nicht proftieren werden und dass damit der Sexismus und die Diskriminierung nicht beendet werden, aber die Gleichstellungsgegner trotzdem wie wild geworden rumtoben, zeigt doch nur, wie bedeutsam und überfällig jede einzelne Maßnahme zur Gleichstellung ist. Darum verteidige ich Frauenquote als Gleichstellungspolitik, obwohl es selbst nicht meine erste Wahl ist und obwohl ich Ideen habe, die über eine Gleichstellung am Arbeitsmarkt hinausweisen.
Und bitte nicht wieder vom Thema ablenken!

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