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Staatsanwalt entlastet Staatsanwalt

admin @, Donnerstag, 01. September 2011, 00:21 (vor 2211 Tagen)
bearbeitet von admin, Donnerstag, 01. September 2011, 00:32

...berichtet der Bonner Generalanzeiger. Das kann nicht überraschen, denn spätestens seit dem Fall Kachelmann haben wir ingestalt des Staatsanwaltes Oltrogge ein Musterbeispiel für beamtete Selbstgerechtigkeit.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, und das gilt im Besonderen für die Verhältnisse in der deutschen Justiz. Ich habe da auch meine persönlichen Erfahrungen machen dürfen.

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Bei der Gelegenheit verweise ich auf einen weiteren Bericht in derselben Zeitung, der zwar nicht die Staatsanwaltschaft, aber ein merkwürdiges Urteil betrifft.

Dort hat ein Beschuldigter "gestanden", eine Falschaussage gemacht zu haben. Hervorgehoben wird, daß der Beschuldigte einer Geldstrafe zustimmte, damit sein Führungszeugnis sauber bleibe. Was man in dem Bericht jedoch vergeblich sucht, ist irgendein Hinweis darauf, daß die angebliche Falschaussage nachgewiesen worden sei. Und auch, wer das Opfer in dem vorangegangen Prozeß gewesen ist, wird nicht verraten.

Man darf also spekulieren, daß es sich hier um einen der vermutlich zahlreichen Fälle handelt, wo ein Beschuldigter seine ursprüngliche Aussage ändert - nicht weil er überführt worden wäre, sondern allein aus dem Grunde, weil ihm eine Haftverschonung in Aussicht gestellt worden ist.

admin

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Staatsanwalt entlastet Staatsanwalt - es kommt noch schlimmer

admin @, Samstag, 03. September 2011, 00:02 (vor 2209 Tagen) @ admin

Dieselbe Zeitung berichtet heute:

Das Königswinterer Ratsmitglied Ewald Bohle (Freie Wähler) erhob ebenfalls im Februar gegen die Staatsanwaltschaft Bonn Dienstaufsichtsbeschwerde und stellte außerdem Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln wegen Strafvereitelung im Amt.

[...]

Im Mai erhielt Bohle Antwort von der Bonner Staatsanwaltschaft. Man teilte ihm mit, dass ein Abdruck seines Schreibens dem für die Bearbeitung von Verfahren gegen Justizbedienstete zuständigen Dezernenten zur strafrechtlichen Prüfung zugeleitet worden sei.

Die Entscheidung über die Dienstaufsichtsbeschwerde werde bis zum Abschluss der Prüfung zurückgestellt. Seitdem hat Bohle nichts mehr gehört.

Artikel vom 02.09.2011

Nochmals:

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!

admin

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