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Was will "Scientology" und wer war Ron Hubbard?

admin @, Donnerstag, 01. September 2011, 19:04 (vor 2216 Tagen)
bearbeitet von admin, Donnerstag, 01. September 2011, 19:11

Kürzlich erhielt ich eine Mail von einem undurchsichtigem Absender, der behauptete, ich hätte Hubbards "Dianetik" gelesen, und der mich zu irgendwelchen weiteren Schritten aufforderte.

Darauf habe ich ein klein wenig über die "Scientology" und ihren Begründer recherchiert. Die Einschätzungen durch die Autoren, die ich las, waren ausnahmslos vernichtend, siehe etwa hier.

Demnach muß Hubbard ein sehr energischer, aber psychopathischer und krimineller Mensch gewesen sein: Als Freund, Ehepartner und Vater ein völliger Versager; als Student ebenfalls (er schaffte keinen Abschluß); vor dem Gesetz ein verurteilter Betrüger; als Selbstdarsteller extrem geltungssüchtig und verlogen; letztlich ein unglücklicher, gescheiterter Mensch, dem mit Psychotherapie, nach der er verlangte (u.a. wegen "lange Perioden der Verdrießlichkeit und der Neigung zum Selbstmord", wie er schrieb) , nicht zu helfen war, und der unter mysterösen Umständen starb, mit einem Mittel gegen Angst- und Erregungszustände im Blut. Sein eigener Sohn stellte ihm ein äußerst ungünstiges Zeugnis aus.

Bedeutsam erscheint mir Hubbards Bewunderung für den englischen Schwarzmagier Aleister Crowley, der ebenfalls ein extremer Selbstdarsteller und ein intelligenter Betrüger war.

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Es stellt sich die Frage der Einordnung der Schwarzen Magie - und zwar derjenigen Schwarzen Magie, die nicht in bloßem Hokuspokus besteht, sondern, zumindest in ihrer Zielsetzung, ernstzunehmen ist.

Hierfür ist sind eine gute Hilfe die Ausführungen, die V.Tomberg in seinem Werk "Die großen Arcana des Tarot", dreizehnter Brief: "Der Tod", S.385-392 der zweibändigen Ausgabe, gemacht hat.

Die "Schulen der Kristallisation" sind ziemlich zahlreich und verbreitet. Es gibt solche, die ganz geheim sind und mit sehr bedeutsamen Leistungen; es gibt andere, die als beinahe volkstümliche Bewegungen für "Gsundheit, Verjüngung und Langlebigkeit" bekannt sind.

Im Folgenden bespricht Tomberg, zitierend aus Schriften von P.D.Ouspensky, die Schule von G.J.Gurdjeff, die eine mittlere Position zwischen den beiden Polen einnimmt. In dieser Schule werden Übungen angegeben zur Gewinnung einer irregulären Art von Unsterblichkeit, d.h. unter Umgehung des regulären Weges: Mithilfe äußerster, wiederholter Willensanstrengungen bestimmter Art wird ein künstlicher, ein zweiter Astralleib geschaffen, der die Zerstörung des physischen Leibes überlebt. Normalerweise nämlich löst sich der Astralleib eines Gestorbenen im Laufe weniger Jahrzehnte auf, wobei Erlebnisse auftreten, welche die Kirche als die Stufe der Läuterung, des "Fegefeuers", beschreibt. Hier aber wird der umgekehrte Weg beschritten: Der künstlich geschaffene Leib beruht auf Verdichtung, die ihn u.a.instandsetzt, den Leib eines schon Gestorbenen zu besetzen. Ferner kann er als Träger eines Ich fungieren, das auf diese Weise an die Erde gebunden bleibt. Es ist eine Unsterblichkeit entgegengesetzter Art, wie sie durch den Auferstehungsleib Christi als Keim begründet wurde. Sie ist das schwarzmagische Gegenbild.

Die Schwarze Magie ist bezeichnend für eine der drei möglichen okkultistischen Strömungen. Es gibt:

  • Die "indische" Strömung, wie sie im Buddhismus zur vollen Entfaltung gekommen ist. Sie besteht in einem "Ausstieg" aus dem Rad der Wiedergeburten, in einem Entschweben in scheinbare höhere Sphären, genauer: in den Lügengürtel, der als Karikatur des Heiligen Geistes die Erde umgibt. Wer hierhin gelangt ist, schaut in mitleidiger Verachtung auf die "Kindmenschen" herab, schneidet sich aber auch von weiterer Entwicklung ab.
  • Die "turanische" Strömung, wie sie oben angedeutet wurde. Hier steigt der Mensch nicht aus, sondern viel zu tief ein. Er macht den zeitweiligen Träger irdischen Daseins, den Leib, zum Selbstzweck, indem er ihm eine Macht und eine Dauerhaftigkeit verleiht, für die er nicht vorgesehen ist. Auch hier schneidet der Mensch sich von einer weiteren Entwicklung ab.
  • Die christliche Strömung, die in gewisser Weise die Mitte einhält, und dabei den Schmerz, die Mühe und den Tod in das Leben bewußt einbezieht. Der christliche Mensch wählt nicht den Weg der Entsagung, aber auch nicht den der gewaltsamen Aneignung, sondern den des Opfers und der Liebe. Damit stellt er sich in den Gang der regulären Evolution.

Vergleichen wir das Buch des Lebens einmal mit einem Krimi:

  • Der "Inder" will keine Aufregung; er führt ein Leben, das kein Karma erzeugt, er sündigt nicht. Dies entspräche einem beschaulichen, letztlich langweiligen Roman.
  • Der "Turanier" macht sich zum Superhelden, der automatisch gewinnt. Daraus würde ein Thriller mit Gewinngarantie, insofern schließlich auch langweilig.
  • Der Christ hingegen "schreibt" ein echtes Drama mit Höhen und Tiefen, mit Sündenfall und Erlösung auf immer wieder neuen Ebenen und mit stets unvorhersehbarem Ergebnis, weil freilassendem Konzept.

Der Mensch ist frei, solange er sich nicht seiner Freiheit selbst beraubt. Er muß dann nur eben für sein Handeln geradestehen und die Folgen tragen. Das macht ihn zum Christen. Nur er schafft den "Krimi" mit unendlichem Fortgang, der nie langweilig wird. So hat es Gott gewollt, als er seine Schöpfung konzipierte.

Für mich ist die "Scientology" als Beispiel der schwarzmagischen oder turanischen Strömung keine erstrebenswerte Sache. Und doch sind die Extreme notwendig, damit sich die Freiheit entfalten und der "rechte Weg" gefunden kann. Gäbe es nur einen einzigen Weg, so gäbe es keinen Irrtum, kein Suchen, kein Finden, keine Aufregung und keine Entwicklung.

admin

Von Gemeinheit und Allgemeinheit

unbekannt, Freitag, 02. September 2011, 08:03 (vor 2216 Tagen) @ admin
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 02. September 2011, 08:19

Jetzt habe ich deine Post anzuklicken, um mehr über Hubard zu erfahren, aber der Artikel handelt ja gar nicht von Hubard, sondern von Magie.

Und fast alle deine Aussagen wie
* "psychopathischer und krimineller Mensch"
* als "Ehepartner und Vater ein völliger Versager"
* "als Student ebenfalls"
* "vor dem Gesetz ein verurteilter Betrüger"
* "als Selbstdarsteller extrem geltungssüchtig und verlogen"
* "letztlich ein unglücklicher, gescheiterter Mensch"
* "lange Perioden der Verdrießlichkeit und der Neigung zum Selbstmord"

treffen sowohl auf Diktatoren wie Hitler als auch allgemein auf andere Religionsgründer zu.

Insbesondere, da du ja sagt, dass du dich bei seinen Gegnern informiert hast.

Zum Beispiel hat Jesus auch keinen Abschluss und war ein (demokratisch) verurteilter Verbrecher.

Also, was Hubard angeht bin so schlau wie zuvor. Ich bin überhaupt nicht scharf darauf, mehr über ihn zu erfahren, aber ich wollte einfach nur etwas posten, was mir so spontan auffiel.

Ich bin einfach durch die linken MassenMedien sensibilisiert, was "Berichterstattung von Feinden über Feinde" und was das Benutzen von Floskeln angeht.

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Von Gemeinheit und Allgemeinheit

admin @, Freitag, 02. September 2011, 10:38 (vor 2216 Tagen) @ unbekannt

Also, was Hubard angeht bin so schlau wie zuvor. Ich bin überhaupt nicht scharf darauf, mehr über ihn zu erfahren, aber ich wollte einfach nur etwas posten, was mir so spontan auffiel.

Ich auch.

Man muß auch nicht auf alles und jedes antworten, wenn man ohnehin nicht weiß, was man sagen will.

Es gibt aber mindestens einen, der hier liest, und den es betrifft. Ich habe seinen Namen aber aus gutem Grund nicht genannt. Wen es nicht betrifft, der muß sich, wie gesagt, auch nicht dazu äußern.

admin

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