Abtreibung: Frauenrecht oder Babycaust? Zur Frage der Bewertung.

trel ⌂, Donnerstag, 13. Oktober 2011, 18:54 (vor 2228 Tagen)
bearbeitet von trel, Freitag, 21. Oktober 2011, 00:48

Können Sie sich ein Gesetz vorstellen, das es Menschen erlaubt, ihre pflegebedürftige Eltern, also Vater oder Mutter - oder gegebenenfalls beide - zu töten? Falls Ihnen das schwerfällt: Warum eigentlich?

Wenn Menschen so alt geworden sind, daß sie der unheilbaren Demenz verfallen sind, dann heißt das doch, daß sie ihre Lebensaufgabe erfüllt haben. Es ist durchaus vernünftig, zu fragen, was den Erhalt eines rein biologischen Lebens noch rechtfertigen kann.

Doch diese Frage pflegt sofort heftige Abwehrreaktionen auszulösen. Es kommen auch sogleich standardisierte Abwehrargumente im Stil von "Das hatten wir doch schon einmal." Aber ist "unsere" Vergangenheit wirklich der Grund für die Abwehr?

Der tiefere Grund wird vielmehr sein, daß jeder von uns an seinen eigenen Tod denkt, sobald es um die erlaubte Tötung von demenzkranken Alten geht. Wir fürchten den Verlust der Souveränität auch für den Fall, daß wir sie schon längst nicht mehr haben. Das Motiv ist also Egoismus.

Im Falle des Pränatalmordes, zynischerweise "Abtreibung" genannt, handelt es sich - in jeder Hinsicht - um den gegenteiligen Fall: Das Leben des Ungeborenen ist in höchstem Maße noch erfüllungsträchtig, in höchstem Maße also wertvoll, da alle Zukunftsmöglichkeiten noch unverbraucht in ihm enthalten sind. Anderseits kann die Mutter sagen: "Das bin nicht ich, das ist ein Fremdkörper, ein Parasit."

Es ist also derselbe Egoismus, der die Tötung verbrauchten Lebens verhindert und die Tötung unverbrauchten Lebens erlaubt.

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Diese paradoxe Einstellung gerät aber ins Wanken, sobald man die Idee der Wiederverkörperung ins Spiel bringt. In diesem Falle wird man nämlich sagen müssen: Der Mensch kommt mit einem Lebensentwurf auf die Erde. In diesem Lebensentwurf sind die Eltern, das eigene Geschlecht, der Ort und die Zeit der Geburt festgelegt. Wird die Geburt nun verhindert, so sind alle Vorbereitungen hierfür, die vielleicht Jahrhunderte gedauert haben, umsonst.

Zwar wird der "abgetriebene" Mensch sich sofort Ersatz-Eltern suchen; er kann gar nicht anders, wenn er schon einmal in erdnaher Region angekommen ist. Aber es werden Eltern sein, zu denen er keine oder eine weniger enge Beziehung hat, die ihn also auch weniger gut fördern können. Ein nicht vorgesehener Ort- und Zeitwechsel kommen hinzu. Auf jeden Fall ist der Lebensentwurf jetzt durchkreuzt worden.

Dies alles einmal angenommen, stellt sich die Frage: Ist die "Abtreibung" wirklich folgenlos für die Mutter? (Ich spreche nur von der Mutter, weil allein diese rechtlich die Entscheidungsgewalt hat.)

Ich unterstelle, daß die Wiedergeburt für immer mehr Menschen zur Gewißheit werden wird. Diese Gewißheit stelle ich mir nicht als eine "Glaubens"-Frage vor, sondern als ein Phänomen, das ein Teil der Evolution der Menschheit darstellt. Der Wert eines individuellen Lebens wird sich dann u.a. an der Frage seines karmischen Verbrauchs bemessen. Man wird ungeborene Menschen als die lebenswertesten Menschen betrachten; anderseits wird man den eigenen Alterstod nicht mehr im bisherigen Maße fürchten.

Wenn diese Entwicklung der Erkenntnis-Erweiterung eintritt - man kann das natürlich bestreiten -, dann wird zukünftig die "Abtreibung" als das viel größere Verbrechen gelten, verglichen mit der Tötung demenzkranker alter, d.h. karmisch völlig verbrauchter Menschen. Der Ausdruck "Babycaust" als Analogie zum quasi-industriellen Judenmord erweist sich dann als gerechtfertigt.

Wobei noch zu bedenken ist, daß die Zahl der vorgeburtlich Getöteten (gerechnet seit der Gesetzesänderung, welche den straffreien Pränatalmord erlaubt) die der in Gaskammern Getöteten bereits jetzt übersteigt.

trel

P.S.: Dies soll kein Plädoyer sein für die Tötung von Menschen, die von unheilbaren Krankheiten betroffen sind. Ich habe die Altersedemenz nur als Referenzfall genommen, um einen bisher nicht diskutierten Gesichtspunkt in der Diskussion um "lebensunwertes Leben" zu erläutern.

Zusatz zur Idee der Wiederverkörperung

trel ⌂, Donnerstag, 20. Oktober 2011, 11:06 (vor 2221 Tagen) @ trel
bearbeitet von trel, Samstag, 29. Oktober 2011, 15:46

Ich unterstelle, daß die Wiedergeburt für immer mehr Menschen zur Gewißheit werden wird. Diese Gewißheit stelle ich mir nicht als eine "Glaubens"-Frage vor, sondern als ein Phänomen, das ein Teil der Evolution der Menschheit darstellt.

Befürworter der Tötung von ungeborenen Menschen pflegen sich u.a. auf das zur Zeit geltende Gesetz zu stützen. Demnach handelt es sich bei dieser Tötung nicht um Mord.

Diese Auffassung stützt sich wiederum darauf, daß es sich bei den ungeborenen Menschen zwar um lebende "Zellverbände" handle, sogar um menschliche Zellverbände (d.h., es können aus ihnen nur Menschen, nicht aber Tiere oder Pflanzen entstehen), aber insofern noch nicht um Menschen. Der Mensch sei in dieser Gestalt einfach noch nicht vorhanden.

Wie aber kommt es dann, daß gar nicht so wenige Bürger, darunter die organisierten sog. "Lebensschützer", die pränatale Tötung als Mord ansehen? Glauben sie wirklich daran, daß es sich um Menschen handle? "Beten" sie einfach nur kirchliche Lehrmeinungen nach - oder wollen sie gar nur opponieren, weil das Opponieren und Demonstrieren ihnen Spaß macht?

In meinem Falle ist es die subjektive Gewißheit der Wiederverkörperung oder Re-Inkarnation, welche mich zur Erklärung veranlaßt, daß es sich bei sogenannten "Abtreibung" (ein wahrlich zynisches Wort, da es sich eigentlich auf Parasiten bezieht) um Mord handelt.

Was andere Lebensschützer betrifft, die sich auf kirchliche Anschauungen berufen, so vermute ich, daß ihre Gewißheit möglicherweise dieselbe Quelle hat, auch wenn ihnen das nicht bewußt ist.

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Ich kenne die Idee der Wiederverkörperung in der Form, wie sie durch R.Steiner, dem Begründer der Anthroposophie entwickelt worden ist. Ganz ähnliche Vorstellungen finden sich allerdings bereits in Gotthold Ephraim Lessings "Erziehung des Menschengeschlechts" aus dem Jahre 1780, in den Schlußparagraphen:

§ 92. ...Und wie? Wenn es nun gar so gut als ausgemacht wäre, daß das große, langsame Rad, welches das Geschlecht seiner Vollkommenheit näher bringt, nur durch kleinere schnellere Räder in Bewegung gesetzt würde, deren jedes sein Einzelnes ebendahin liefert?

§ 93. Eben die Bahn, auf welcher das Geschlecht zu seiner Vollkommenheit gelangt, muß jeder einzelne Mensch (der früher, der später) erst durchlaufen haben. - "In einem und demselben Leben durchlaufen haben? Kann er in eben demselben Leben ein sinnlicher Jude und ein geistiger Christ gewesen sein? Kann er in eben demselben Leben beide überholet haben?"

§ 94. Das wohl nun nicht! - Aber warum könnte jeder einzelne Mensch auch nicht mehr als einmal auf dieser Welt gewesen sein?

§ 95. Ist diese Hypothese darum so lächerlich, weil sie die älteste ist? Weil der menschliche Verstand, ehe ihn die Sophisterei der Schule zerstreut und geschwächt hatte, sogleich darauf verfiel?...

§ 98. Warum sollte ich nicht so oft wiederkommen, als ich neue Kenntnisse, neue Fertigkeiten zu erlangen geschickt bin? Bringe ich auf einmal so viel weg, daß es der Mühe wiederzukommen etwa nicht lohnet?

§ 99. Darum nicht? Oder weil ich es vergesse, daß ich schon dagewesen? Wohl mir, daß ich es vergesse. Die Erinnerung meiner vorigen Zustände würde mir nur einen schlechten Gebrauch des gegenwärtigen zu machen erlauben. Und was ich jetzt vergessen muß, habe ich denn das auf ewig vergessen?

§ 100. Oder, weil so zuviel Zeit für mich verloren gehen würde? Verloren? Und was habe ich denn zu versäumen? Ist nicht die ganze Ewigkeit mein?

Derartig klare Vorstellungen von der Wiederverkörperung waren aber in Deutschland unter den damaligen Geistesgrößen eher die Regel als die Ausnahme; sie wurden in ähnlicher Form auch z.B. von Friedrich dem Großen, Goethe, Schiller, und vielen Anderen ausgesprochen. Vgl. hierzu Emil Bock, "Wiederholte Erdenleben. Die Wiederverkörperungsidee in der Deutschen Geistesgeschichte."

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Obwohl ich mich (bis jetzt) nicht an frühere Erdenleben erinnern kann, so erscheint mir die Idee der Wiederverkörperung gleichwohl so einleuchtend wie die vom täglichen Einschlafen und Aufwachen. Hier ist es die Gewißheit, von Zeit zu Zeit "weg" zu sein, und dennoch weiterzuleben und das einmal Angefangene fortzuführen. Warum sollte sich diese Periodizität nicht auch in größerem Maßstabe abspielen? Und überhaupt: Welcher Mensch glaubt mit allen seinen Vorhaben fertig zu sein, wenn er das Ende seines Erdenlebens vor sich sieht?

Dagegen wird eingewandt, daß es sich um eine süße Illusion handle, geboren aus der Unfähigkeit, sich mit dem Ende abzufinden. Genauso gut aber könnte man die gegenteilige Überzeugung als Illusion bezeichnen, da sie geboren sei aus der Hoffnung, es mögen einen die Folgen des eigenen Handelns niemals einholen, die Schuldbücher niemals geöffnet werden.

Ferner, bis zur Zeit der Aufklärung dürfte den Kirchen ein großer Anteil am Vergessenwerden der Wiederkörperungs-Idee zukommen. Für ihr Verhalten sind einleuchtende Gründe genannt worden, die ich hier aber der Kürze halber nicht diskutieren will. Auf jeden Fall ist die Idee der Wiederverkörperung nicht nur in sich widerspruchsfrei; sie vermag auch Vieles aufzuhellen, was ohne sie rätselhaft, ja sinnlos erscheinen muß. (Darin liegt übrigens auch der Sinn einer jeden wissenschaftlichen Hypothese.)

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R.Steiner hat sich zur Wiederverkörperung so detailliert geäußert wie kein Anderer vor ihm. Er hat auch dargestellt, daß und warum Tiere sich nicht wiederverkörpern. Gerade diese Erkenntnis verdient betont zu werden, da viele Menschen heute in Unkenntnis und Vergessenheit der mitteleuropäischen Geistesgeschichte sich an orientalischen Überlieferungen bedienen. Unter diesen Überlieferungen wurde hier auch Dekadentes verbreitet, darunter eben, daß Menschen aus niederen Daseinsformen hervorgegangen seien (was der Darwinismus freilich auch behauptet) und sich in solche auch wieder zurückverkörpern könnten, gleichsam als Bestrafung. Dies ist aber sachlich unzutreffend.

Es gibt eine Evolution des Menschen, allerdings nicht eine solche, wie die Materialisten sie sich vorstellen. Vielmehr verläuft die Evolution des Menschen in seinem Bewußtsein. Dazu gehört sowohl die Erweiterung wie die Verengung. Wir sollten uns das anhand einer aufstrebenden Spirale (eigentlich: einer Schraubenlinie) vorstellen, wo ständig einmal erreichte Zustände verlassen, auf höherer Ebene aber wieder eingenommen werden, Neuerung und Wiederholung sich schöpferisch verbinden.

Geistig ist also der individuelle Mensch sowohl prä-existent als auch post-existent, und zwar in einer ganz anderen Weise als auf der biologischen Ebene. Auch da gilt zwar die potentielle Unsterblichkeit, insofern das Leben über die Keimzellen seit unausdenklichen Zeiten weitergereicht wird, ohne jede Unterbrechung. Beide Linien des Weiterlebens, die geistige und die biologische, gehen jedoch getrennte Wege, so daß das Individuum meist in völlig anderen Erblinien sich verkörpert. Dies gilt jedenfalls in Kulturen, die durch besonders rasche Evolution sich ausgezeichnet haben. Die anderen waren und sind durch Stagnation geprägt.

Wie dem sei, die Idee der menschlich-individuellen Wiederverkörperung ist, wie man heute zu sagen pflegt, sehr "intuitiv". Ein Tier verkörpert seine Gattung; ein Mensch verkörpert sich selbst. Nur aus dieser - heute meist noch unterschwelligen - Einsicht folgt, daß die Tötung eines Tieres kein Mord ist, die Tötung eines Menschen aber schon; und unvermindert daher auch die Tötung eines ungeborenen Menschen.

trel

Babycaust !

Herr Schütze ⌂ @, Samstag, 26. November 2011, 16:48 (vor 2184 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Samstag, 26. November 2011, 19:43

Lieber Herr Lentze, Sie haben geschrieben:

„Es ist also derselbe Egoismus, der die Tötung verbrauchten Lebens verhindert und die Tötung unverbrauchten Lebens erlaubt.“ (Thomas R. E. Lentze, Abtreibung: Frauenrecht oder Babycaust?, 13.10.2011, 18:54 **).

Genauso ist es, wobei man aber anmerken muß, daß nicht die Verhinderung, sondern die Erlaubnis der Tötung das Unrecht ist, und zwar die Erlaubnis desjenigen Unrechts, das jedem normalen Menschen auch bekannt ist, welcher rassischen, kulturellen, religiösen und sonstigen Herkunft er auch sein mag - mit anderen Worten: das Tötungsverbot ist im Menschen bewußtseinsmäßig verankert, d.h. jeder normale Mensch weiß, daß das Töten ein Unrecht ist, also eine Straftat bedeutet, und jeder normale Mensch weiß ebenso: Der Mensch ist ein Mensch ab dem Zeitpunkt der Befruchtung!

Wenn man die beiden Wörter „Abtreibung“ und „Schwangerschaftsabbruch“ vergleicht, fällt dem Kenner sofort auf: das falsche, häßlichere, bösere Wort von beiden ist nicht so sehr das Wort „Abtreibung“, das ja immerhin noch relativ ehrlich und aufrichitg gemeint ist, weil in ihm das Objekt (also das, was „abgetrieben“ wird) noch mitschwingt, konnotiert ist; das falsche, häßlichere, bösere Wort von beiden ist viel mehr das Wort „Schwangerschaftsabbruch“, das ja ein Euphemismus ist und die Existenz des Kindes im Uterus und also auch den Mord an ihm verschleiern, verleugnen soll.

Seit dem Ende der 1960er Jahre ist das Töten im Abendland wieder legalisert, und zwar für mehr als 50% der abendländischen Bevölkerung. Und wieder scheint es dem Rest „egal“ zu sein (so funktioniert Diktatur, so funktioniert „Egal“itarismus - den Untertanen soll alles „egal“ sein)! Was schließen wir daraus? Sollten wir daraus nicht endlich etwas lernen? Daß die meisten Menschen aus der Geschichte nichts lernen können, heißt nicht, daß alle Menschen aus der Geschichte nichts lernen können. Wenige Menschen können aus der Geschichte lernen und lernen aus der Geschichte! Also bitte: Lernt! Lernt selbständig! Laßt Euch das Lernen nicht vorschreiben, denn wenn Ihr Euch das Lernen vorschreiben laßt, werdet Ihr bald danach feststellen müssen, daß Ihr das Falsche, das Häßliche, das Böse gelernt habt! Werdet reif! Verhindert den legalisierten Mord an den Kindern im Uterus!


Freundliche Grüße

Herr Schütze

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Babycaust !

admin @, Samstag, 26. November 2011, 20:03 (vor 2184 Tagen) @ Herr Schütze

wobei man aber anmerken muß, daß nicht die Verhinderung, sondern die Erlaubnis der Tötung das Unrecht ist

Richtig. Es ist die Quasi-Legalisierung des Tötens durch faktische Straffreiheit. Theologisch gesprochen handelt es sich bei der Erlaubnis oder Legalisierung um eine Todsünde. Denn während man bei der individuellen Entscheidung von einer subjektiven Notlage ausgehen darf, trifft dies für die Entscheidung, die der Gesetzgeber macht, keineswegs zu. Der macht es ohne Not, mit kühlem Kopf. Ihm kann nicht vergeben werden.

Mit der Verrechtlichung der Homosexualität ist es ähnlich. Der einzelne Homosexuelle, der sich neigungsgemäß betätigt, handelt sündhaft, aber ihm kann die Sünde vergeben werden. Dem Macher eines Gesetzes jedoch (und ebenso seinen Mitläufern in der Verwaltung) kann seine Sünde nicht vergeben werden, denn er begeht sie kühlen Kopfes.

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Wenn man die beiden Wörter „Abtreibung“ und „Schwangerschaftsabbruch“ vergleicht, fällt dem Kenner sofort auf: das falsche, häßlichere, bösere Wort von beiden ist nicht so sehr das Wort „Abtreibung“, das ja immerhin noch relativ ehrlich und aufrichitg gemeint ist, weil in ihm das Objekt (also das, was „abgetrieben“ wird) noch mitschwingt, konnotiert ist; das falsche, häßlichere, bösere Wort von beiden ist viel mehr das Wort „Schwangerschaftsabbruch“, das ja ein Euphemismus ist und die Existenz des Kindes im Uterus und also auch den Mord an ihm verschleiern, verleugnen soll.


Auch richtig. Ebenso könnte man die Tötung von alten, "nutzlosen" Menschen als Versorgungsabbruch bezeichnen.

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Seit dem Ende der 1960er Jahre ist das Töten im Abendland wieder legalisert, und zwar für mehr als 50% der abendländischen Bevölkerung.

Nicht richtig: Es sind 52 %. Dieser "unterdrückten Minderheit" ist das Töten erlaubt, da in ihrem eigenen "Territorium" stattfindend. Das ist die Macht der Produktionsmittel-Besitzerinnen.

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Verhindert den legalisierten Mord an den Kindern im Uterus!

Wie sollen wir das verhindern?

Grüße
trel

Babycaust !

H. Schütze ⌂ @, Dienstag, 29. November 2011, 13:24 (vor 2181 Tagen) @ admin

Ich habe geschrieben: „mehr als 50%“ (**). Sie haben geschrieben: „Es sind 52 %.“ (**). Daß „mehr als 50%“ auch „52 %“ miteinschließen können und in diesem Fall auch wirklich miteinschließen, muß ich Ihnen hoffentlich nicht erklären.

Ich komme zu meinem eigentlichen Grund für diesen Kommentar: Ihre Frage auf eine meiner Aufforderungen im letzten Kommentar zum Babycaust (**). Ich habe geschrieben: „Verhindert den legalisierten Mord an den Kindern im Uterus!“ (**). Sie haben geschrieben: „Wie sollen wir das verhindern?“ (**). Sie haben damit die „Gretchenfrage“ gestellt.

Sie selber tun etwas, was Aufklärung oder Gegenaufklärung auf anthroposphische und christliche Weise genannt werden kann; denn so wie die Romantik damals der Aufklärung unendlich viele Sünden vorwerfen konnte und auch zu Recht vorwarf und sie trotzdem in Teilen bewahrte und auch weiterführte, so können Sie heute der immer noch aktiven Aufklärung bzw. dem, was die Romantik an ihr übrig gelassen hat, zu Recht unendllich viele Sünden vorwerfen und sie trotzdem in Teilen bewahren und weiterführen. Dieser Prozeß ist notwendig - besonders dann, wenn bestimmte Phänomene einer Entwicklung zu groß, zu größenwahnsinnig geworden sind. Das Beispiel Aufklärung ist gut gewählt, denn die Aufklärung hat bis heute viele ihrer Schmuckfedern zu Recht verloren.

Andere tun etwas Ähnliches wie Sie, nur eben nicht auf anthroposophische und christliche Weise. Ich gehöre auch zu diesen Anderen - das glaube ich jedenfalls. Ich kenne das von Ihnen so bezeichnete „anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) nicht so gut wie Sie, lerne es aber durch Ihre Textangebote kennen, während Sie vielleicht etwas von mir lernen, wenn ich Ihnen Wissenswertes über Themen, die außerhalb des anthroposophisch vertieften Christentums liegen, mitteile und Ihnen z.B. die Kulturtheorie von Oswald Spengler (**) oder die von Hubert Brune vorstelle (**|**|**|**|**). Da sich unsere Ziele nicht grundsätzlich unterscheiden, wenn man unter einem dieser Ziele z.B. die Verhinderung von Sklaverei (das ist NICHT marxistisch gemeint!) versteht, können und sollten wir - und sei es nur im Sinne der Formel: „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ - gegen unseren Feind gemeinsam vorgehen. Wir sollten also arbeitsteilig vorgehen, wie ich auch schon früher des öfteren geschrieben habe (**|**). Wer aber ist nun dieser gemeinsame Feind derjenigen, die sich in der Phase des Globalismus nicht versklaven lassen wollen? Na, die Globalisten! Die Globalisten haben alle anderen Erscheinungen, von denen die meisten glauben (sollen [vgl. „teile und herrsche“ [**]), sie seien die Übel, mehr oder weniger in ihrer Hand - im wahrsten Sinne des Wortes: sie spielen damit! So gesehen ist der Globalismus das Hauptübel, von dem die Übel wie Feminismus, Migrationismus, Multikulturalismus und viele andere Pseudomorphismen (**) und Synkretismen (**) von ihm abhängige Variablen sind. Obschon wir den Untergang des Abendlandes (**) nicht verhindern werden, können wir ihn immerhin mitgestalten, z.B. so, daß wir dabei nicht völlig versklavt werden. Die Globalisten wollen die Neue Weltordnung (New World Order), wie sie z.B. George H. Bush 1991 ausgerufen hat (**). Sie sind Cäsaristen ([link=abend_befruchtung.html" TITLE="Vgl. Cäsarismus]**[/link]). Sie haben mittlerweile soviel Geld und dadurch Macht angehäuft, daß sie - allein schon aus Gründen der Konkurrenz untereinander - ihre Macht so sehr ausweiten, daß sie zuletzt gar nicht anders können, als den Globus zu beherrschen. Um unsere, dem gegenüber extrem bescheidenen Erfolge auch wirklich erreichen zu können, sollten wir:

(1.) wissen, daß der Globalismus in seiner Phase - wie ein „Schwarzes Loch“ - alles verschlingt, was ihm zu nahe kommt;

(2.) diese Entwicklungen nicht leugnen, sondern sie als Fakten und noch zu schaffende Fakten erkenntnismäßig akzeptieren;

(3.) die Aktionen der Antibewegungen (z.B. die der Christen) gegen den Globalismus und seine „Filialen“ richtig einschätzen;

(4.) den Globalismus und seine „Filialen“ (dazu gehört auch z.B. der Feminismus) nicht - also auch nicht indirekt - unterstützen;

(5.) auch die negative Seite (z.B. Ausbeutung) der angeblich nur positiven Werte wie z.B. Leistung, Arbeit, Konsum erkennen;

(6.) gegebenenfalls den Untergang homöopolitisch mit dem Untergang bekämpfen, ihn beschleunigen, damit er abgebremst wird;

(7.) unbedingt zusammenhalten.

Befolgen wir das, werden wir nicht versklavt untergehen; befolgen wir das nicht, werden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit versklavt untergehen! Das sind keine besonders guten Nachrichten, aber immerhin: gute innerhalb der schlechten Nachrichten. Vergessen wir nicht, daß der jetzige Globalismus rein abendländischer Herkunft und eine Phase ist, die sehr lange dauern kann, aber nicht muß. Dadurch, daß die meisten Abendländer sehr wenige Abendländer - die Globalisten - und mittlerweile auch Nichtabendländer reich und damit mächtig gemacht haben, haben sie sich selbst ins Abseits gestellt und den Globalisten den Weg zur Macht gebahnt sowie eine Herrschaft von sehr langer Dauer beschert. Als „Dank“ dafür (ein bißchen Galgenhumor muß sein) erleben wir jetzt die systematische Abschiebung bzw. Abtreibung der abendländischen Mehrheit durch die abendländische Minderheit ins Nichts bzw. in den Tod.

Wenn die Globalisten die NWO wollen, dann müssen wir das Gegenteil wollen. Wenn wir den Untergang des Abendlandes nicht verhindern können, aber die Globalisten, obwohl sie selbst Abendländer (einige auch „Ableger“ von ihnen) sind, das Abendland vernichten wollen, weil sie ja angeblich die „Eine Welt“ wollen (die NWO bedeutet also eigentlich: EWO oder OWO [englisch]), dann müssen wir uns genau dagegen wehren, und zwar nicht wegen unserer Don-Quijote-Qualitäten, sondern wegen der größeren Gefahren, die uns bei Verzicht drohen: „Denn der Weltfriede - der oft schon dagewesen ist - enthält den privaten Verzicht der ungeheuren Mehrzahl auf den Krieg, damit aber auch die uneingestandene Bereitschaft, die Beute der andern zu werden, die nicht verzichten.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917/'22, S. 1106 **).

„Imperialismus ist reine Zivilisation. In dieser Erscheinungsform liegt unwiderruflich das Schicksal des Abendlandes. Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen. Deshalb sehe ich in Cecil Rhodes den ersten Mann einer neuen Zeit. Er repräsentiert den politischen Stil einer ferneren, abendländischen, germanischen, insbesondere deutschen Zukunft. Sein Wort »Ausdehnung ist alles« enthält in dieser napoleonischen Fassung die eigentlichste Tendenz einer jeden ausgereiften Zivilisation. Das galt von den Römern, den Arabern, den Chinesen. Hier gibt es keine Wahl. Hier entscheidet nicht einmal der bewußte Wille des einzelnen oder ganzer Klassen und Völker. Die expansive Tendenz ist ein Verhängnis, etwas Dämonisches und Ungeheures, das den späten Menschen des Weltstadiums packt, in seinen Dienst schwingt und verbraucht, ob er will oder nicht, ob er es weiß oder nicht. Leben ist die Verwirklichung von Möglichkeiten, und für den Gehirnmenschen gibt es nur extensive Möglichkeiten. (So war vielleicht das bedeutende Wort Napoleons an Goethe gemeint: »Was will man heute mit Schicksal? Die Politik ist das Schicksal.«). So sehr der heutige, noch wenig entwickelte Sozialismus sich gegen die Expansion auflehnt, er wird eines Tages mit der Vehemenz eines Schicksals ihr vornehmster Träger sein. Hier rührt die Formensprache der Politik - als unmittelbarer intellektueller Ausdruck einer Art von Menschentum - an ein tiefes metaphysisches Problem: an die durch die unbedingte Gültigkeit des Kausalitätsprinzips bestätigte Tatsache, daß der Geist das Komplement der Ausdehnung ist.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917, S. 51-52 **).

Ich glaube nicht, daß wir irgendwie auch nur einen Deut weiterkommen, wenn wir bzw. jeder für sich seinen eigenen Kampf gegen den Mainstream, der von den Globalisten vorgegeben wird, kämpft. Ich habe schon sehr oft hier in diesem Forum darauf hingewiesen, daß z.B. auch der Feminismus nicht ohne seine Herkunft zu verstehen ist (**|**|**|**|**|**|**|**|**). Er ist ein modernes Phänomen, und alle modernen Phänomene münden letztendlich in den Globalismus, weil der alles beherschen will und bei totalem Erfolg auch tatsächlich alles beherrscht. Deshalb ist es m.E. ziemlich sinnlos, als Einzelkämpfer oder in kleinen Gruppen gegen den Globalismus zu kämpfen. Das, wogegen man kämpfen kann, ist die Art und Weise der Macht des Globalismus. Man kann also (heute) nicht (mehr) die Macht des Globalismus, sondern nur (noch) den Machtmodus des Globalismus bekämpfen. Konzentrieren wir uns beim Kampf gegen den Globalismus auf die Filialen des Globalismus, z.B. auf den Feminismus, so sollten wir, wie gesagt, nicht vergessen, wessen „Stiefkind“, wessen Filiale er geworden ist. Das ist wichtig, um Fehler beim weiteren Vorgehen gegen ihn zu vermeiden. Es nützt z.B. nichts, wenn man auf die von den Globalisten bezahlten „Gegner“ (z.B. die „Antifanten“, die „Occupy“-Anhänger u.s.w.) setzt und hofft, denn die sind als Spielzeug von den Globalisten so einkalkuliert, daß sie nichts, rein gar nichts anrichten oder gar umstürzen können. Dies ist durchaus auf alle globalistischen Filialen - also auch auf den Feminsimus - übertragbar.

Neben der Ausbeutung des Mannes und insbesondere des deutschen mittelschichtigen Mannes durch den Feminismus ist der Massenmord an den Menschen-im-Uterus durch den Feminismus einer der wichtigsten konkreten Angriffspunkte beim Kampf gegen den Feminismus. Hier müssen wir ganz besonders ansetzen, weil wir geradezu die Pflicht haben, Menschenleben zu schützen!

Eine Abbildung zum Recht auf Massenmord an Kindern im Uterus finden Sie hier: http://www.hubert-brune.de/abtreibung_weltkarte.html - in den hellbraun gefärbten Ländern ist der der Babycaust als der Massenmord durch Abtreibung staatlich legal, gefördert, ja gefordert.

Mit freundlichen Grüßen!

Herr Schütze

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Babycaust !

admin @, Dienstag, 29. November 2011, 15:39 (vor 2181 Tagen) @ H. Schütze

Hallo Herr Schütze!

Ich habe Sie registriert; Sie müßten bereits heute Nacht ein Paßwort zugeschickt bekommen haben. Die zeitweilige Zugangsbeschränkung ist notwendig, weil immer wieder mindesten ein Spammer versucht, seine Werbung hier anzubringen.

Ich stimme Ihnen grundsätzlich in Allem zu, wenn mir auch vielleicht einige Details noch nicht klargeworden sind. Aber das ist nebensächlich.

Wenn ich immer wieder auf das christliche, anthroposophisch vertiefte Weltbild zurückkomme, so will ich Sie nicht zum Christen machen, sondern einfach nur die Grundlage für unser gemeinesames Verständnis verbreitern. Es läßt sich nämlich nicht vermeiden, daß ich alle Dinge, die Sie mitteilen, erst einmal in mein Weltbild einordne. Sie werden es umgekehrt ähnlich tun. Ich gehe davon aus, daß Sie versuchen, sich in meine Sichtweise zunehmend einzufühlen, wie ich es umgekehrt auch versuche.

Nehmen wir die folgende Ihrer Aussagen:

sollten wir:

(1.) wissen, daß der Globalismus in seiner Phase - wie ein „Schwarzes Loch“ - alles verschlingt, was ihm zu nahe kommt;

Diese Eigenschaft wird in meiner bzw. der anthroposophischen Weltsicht einer Macht zugeschrieben, die wir Ahriman nennen.

Es ist zu bedenken, daß es zwei Formen der Globalisierung gibt:

  • eine, die durch die Kreuzigung und Auferstehung Christi bewirkt worden ist; und
  • eine Art Karikatur oder Gegenbild derselben, ausgelöst durch Christi Widersacher: Ahriman.

Es gilt, diese beide Wesen nicht abstrakt zu nehmen, sondern so lebendig zu erleben, daß sich damit jeweils starke Gefühle verbinden.

Kosmogonie - Weltschöpfung - und Geschichte sind Ausdruck dramatischer Auseinandersetzungen geistiger Wesenheiten. Ohne sie zu erkennen und zu bewerten tappt man im Dunkel. Man kann dann lediglich die Zustände beschreiben.

Was in der physikalischen Kosmologie als "Antimaterie" oder "Schwarze Löcher" beschrieben wird, dürfte auf ahrimanisches Wirken beruhen. Dasselbe gilt aber eindeutig für genau diejenigen Vorgänge, die Sie als "Globalisierung" bezeichnen.

Es gibt ja auch eine ordnungsgemäße Globalisierung. Denn jedes Zerrbild hat ein Urbild. Es ist der Wille der Widersachermächte, aus Urbildern Zerrbilder zu machen und durch Verbreitung von Lüge und Furcht zu bewirken, daß die Zerrbilder die Urbilder verdecken.

Das Urbild der Globalisierung ist christlichen Ursprungs. Er läßt sich genau datieren - nämlich auf den Moment, da der Leib Christi von der Lanze eines Soldaten durchstoßen wurde und sein Blut auf und in die Erde floß. Dadurch hat sich die gesamte Erden-Aura verändert.

Die bejahenswerten Folgen im Bewußtsein der Menschen erdweit sind durchaus vorhanden: Es kommt ein zunehmendes Bewußtsein dafür auf, daß wir Menschen Verantwortung tragen für die Erde. (Im Buddhismus ist das keineswegs der Fall.) Es gibt auch immer mehr Menschen, die darunter leiden, daß es weit entfernten Menschen, mit denen sie nicht physisch verwandt sind, aber auch Tieren, schlecht geht. Das ist eine Wirkung der Verbindung Christi mit der Erde und der Menschheit.

Leider wird diese Christuswirkung aber gleichzeitig verunstaltet, entstellt, pervertiert durch Ahriman. Und zwar durch Bürokratisierung, Kommerzialisierung, Berechnung und Materialismus; durch Entseelung.

Ahriman ist ein kosmisches Wesen, das verschlingen muß, um überhaupt fühlen zu können. Ansonsten besteht er nur aus Wille und Intelligenz, beide freilich in ungeheurem Maße. Wir können Ahriman niemals direkt bekämpfen, das tut selbst Christus nicht. Allerdings konnte der ihm ins Gesicht sehen, und zwar während seiner Höllenfahrt. Ahriman wird entmachtet dadurch, daß man ihm furchtlos ins Gesicht sieht. Die Entmachtung ist insofern eingeleitet, wird aber noch unübersehbare Zeiträume in Anspruch nehmen. In diesem Drama besteht menschliche Geschichte, die notwendig Heilsgeschichte ist.

Die Mittel, die Tomberg in seinen eigenen Worten bezeichnet, um Ahriman zunehmend zu entmachten, sind:

  • Furchtlosigkeit
  • Kompromißlosigkeit, d.h. Unbestechlichkeit.

Das Übel, das gerade die Mutigsten unter uns erkennen, hat eine durchaus lähmende Wirkung. Es verleitet zu Kompromissen und zum Bewußtseins-Schlaf. Darum wirkt die Globalisierung so entmutigend und demoralisierend, wenn man sie wirklich erkennt, so wie Sie es tun, Herr Schütze. Aber Sie behalten ja Ihren Mut, und das verbindet Sie mit uns Christen.

Es gilt übrigens die christliche Formel:

  • Das Gute gewinnt durch Erkenntnis-Licht;
  • das Böse stirbt durch Erkenntnis-Licht.

Darum ist es sinnvoll, auch "das Gute" (eigentlich ein romantisierend unklarer Begriff) in Augenschein zu nehmen. Das ist seelisch aufbauend.

(2.) diese Entwicklungen nicht leugnen, sondern sie als Fakten und noch zu schaffende Fakten erkenntnismäßig akzeptieren;

(3.) die Aktionen der Antibewegungen (z.B. die der Christen) gegen den Globalismus und seine „Filialen“ richtig einschätzen;

(4.) den Globalismus und seine „Filialen“ (dazu gehört auch z.B. der Feminismus) nicht - also auch nicht indirekt - unterstützen;

(5.) auch die negative Seite (z.B. Ausbeutung) der angeblich nur positiven Werte wie z.B. Leistung, Arbeit, Konsum erkennen;

(6.) gegebenenfalls den Untergang homöopolitisch mit dem Untergang bekämpfen, ihn beschleunigen, damit er abgebremst wird;

(7.) unbedingt zusammenhalten.[/color]

Alles angenommen; lediglich Punkt (6) ist mir noch unklar.

Soviel für diesmal.

Grüße
trel

Untergangsfragen / -antworten

Herr Schütze ⌂ @, Dienstag, 29. November 2011, 23:55 (vor 2180 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Mittwoch, 30. November 2011, 01:48

Ich grüße Sie, Herr Lentze!

( Ich habe von Ihnen KEIN Paßwort erhalten! Meine Adresse: Giftpfeil@gmx.de ! )

Zunächst einmal wieder eine nur scheinbare „Kleinigkeit“, denn Sie haben geschrieben:

„Was in der physikalischen Kosmologie als »Antimaterie« oder »Schwarze Löcher« beschrieben wird, dürfte auf ahrimanisches Wirken beruhen. Dasselbe gilt aber eindeutig für genau diejenigen Vorgänge, die Sie als »Globalisierung« bezeichnen.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Ich bezeichne diese Vorgänge NICHT als „Globalisierung“, sondern als „Globalismus“ - das mag für Sie keinen Unterschied bedeuten, doch die Sprachwissenschaft sieht das anders, auch die Kulturtheorie von Hubert Brune (**|**|**|**|**|**|**|**), denn sie unterscheidet sogar sehr deutlich zwischen „Globalisierung“ und „Globalismus“: Gemäß Brunes Theorie ist jede Kulturgeschichte eine Globalisierung, aber der Globalismus nur eine, nämlich die zwölfte Phase (**) jeder Kultur, in der die Herrschenden tatsächlich das Globale, ja (die Abendländer) sogar den Globus an sich reißen - tatsächlich ähnlich wie ein „Schwarzes Loch“, das „alles verschlingt, was ihm zu nahe kommt“ (**). Während also Sie und ich bei der Bedeutung des Wortes „Globalismus“ wahrscheinlich weit auseinander sind, sind wir bei der Bedeutung des Wortes „Globalisierung“ wahrscheinlich näher beieinander.:

Es gibt ja auch eine ordnungsgemäße Globalisierung. Denn jedes Zerrbild hat ein Urbild. Es ist der Wille der Widersachermächte, aus Urbildern Zerrbilder zu machen und durch Verbreitung von Lüge und Furcht zu bewirken, daß die Zerrbilder die Urbilder verdecken.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Das liest sich doch ähnlich wie die folgende Zeilen von Hubert Brune, die ich unterschreiben würde: „Globalismus ist eine andere Umschreibung für die jetzige abendländische Phase (**). Gemeint ist nicht die Globalisierung im allgemeinen Sinne, denn die ist so alt wie das Abendland selbst, sondern die in der heutigen Phase konkret gewordene Globalisierung. Während also Globalisierung allgemein ein Synonym für die Kulturgeschichte des Abendlandes ist, bezeichnet Globalik oder Globalsismus deren Vollendung. Auf bestimmte Weise versucht jede Kultur, globalisierend zu wirken, d.h. ihre Sphäre auszuweiten oder aufzublähen, bis so etwas wie ein möglichst umfangreiches, vor allem aber reiches Imperium entstanden ist. Deshalb ist jede - wie auch immer geartete - Globalisierung mit Imperialismus verbunden. Das Abendland ist jedoch die einzige Kultur, die den Globus von Anfang an mitmeinte, denn es war der Katholizismus, der ALLE, das ALL umfassen wollte, bis die weltliche Kugel tatsächlich erobert, umspannt, umrundet und mit einem künstlichen Schutzschirm versehen werden konnte. In der heutigen Phase der Globalik schließen die Satelliten denjenigen Kreis der Kommunikation und Technik, der geistig schon durch die katholische Kirche globales Immunsystem geworden war.“ (Hubert Brune, Befruchtung der Cäsarismus, 2001 **). Die „Widersachermächte“, von denen Sie sprechen, sind die Modernen (die Nihilisten, zu denen auch die „Globalisten“ gehören) jeder Kultur als die Bekämpfer jener „Globalisierung, die ich und Brune die Kultur selbst nennen und Sie das Christentum bzw. den „Moment, da der Leib Christi von der Lanze eines Soldaten durchstoßen wurde und sein Blut auf und in die Erde floß.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **). Denn vergessen wir nicht: das Christentum ist ein wesentlicher Bestandteil der abendländischen Kultur und in deren typischer Form ganz umfassend, allgemein, eben: katholisch (und nur in protesthafter Reaktion darauf: protestantisch). Da das Christentum mit zu den Urbildern der abendländischen Kultur gehört, ist es nur folgerichtig, daß mit Eintritt der Moderne der abendländischen Kultur auch dieses Urbild immer mehr „durch Verbreitung von Lüge und Furcht“ zum Zerrbild wurde und immer noch wird, um das Urbild zu „verdecken“, wie Sie so treffend beschrieben haben (**).

Ich komme zu meinem eigentlichen Grund für diesen Kommentar, nämlich zu folgender Ihrer Ausagen:

„Die bejahenswerten Folgen im Bewußtsein der Menschen erdweit sind durchaus vorhanden: Es kommt ein zunehmendes Bewußtsein dafür auf, daß wir Menschen Verantwortung tragen für die Erde. (Im Buddhismus ist das keineswegs der Fall.) Es gibt auch immer mehr Menschen, die darunter leiden, daß es weit entfernten Menschen, mit denen sie nicht physisch verwandt sind, aber auch Tieren, schlecht geht. Das ist eine Wirkung der Verbindung Christi mit der Erde und der Menschheit.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Man kann das aber auch so erklären: Der Buddhismus mischt sich nicht in die Ethik, in die Moral, in das Gewissen ein, das Christentum dagegen sehr. Ich zitiere Nietzsche, für den es „ja-sagende“ und nein-sagende“ Religionen gibt: „Wie eine ja-sagende arische Religion, die Ausgeburt der herrschenden Klasse, aussieht: das Gesetzbuch Manus. (Die Vergöttlichung des Machtgefühls im Brahmanen: interessant, daß es in der Krieger-Kaste entstanden und erst übergegangen ist auf die Priester.) Wie eine ja-sagende semitische Religion, die Ausgeburt der herrschenden Klasse, aussieht: das Gesetzbuch Mohammeds, das alte Testament in den älteren Teilen. (Der Mohammedanismus, als eine Religion für Männer, hat eine tiefe Verachtung für die Sentimentalität und Verlogenheit des Christentums ..., einer Weibs-Religion, als welche er sie fühlt –.) Wie eine nein-sagende semitische Religion, die Ausgeburt der unterdrückten Klasse, aussieht: das neue Testament (– nach indisch-arischen Begriffen: eine Tschandala-Religion). Wie eine nein-sagende arische Religion, gewachsen unter den herrschenden Ständen: der Buddhismus. – Es ist vollkommen in Ordnung, daß wir keine Religion unterdrückter arischer Rassen haben: denn das ist ein Widerspruch: eine Herrenrasse ist obenauf oder geht zugrunde.“ (Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 110-111 **). Gemäß Brune ergibt das folgende Übersicht:

(1) ARISCH (INDOGERMANISCH):
(1a) Brahmanismus (Manu): „JA-SAGENDE“ RELIGION
(1b) Buddhismus: „NEIN-SAGENDE“ RELIGION

(2) SEMITISCH:
(2a) Mohammedanismus (Islam): „JA-SAGENDE“ RELIGION
(2b) Christentum: „NEIN-SAGENDE“ RELIGION

Vgl. Hubert Brune, Glaube, 2001 **

Ich lasse moch von bestimmten Aussagen bestimmter Menschen einfach nicht trennen, und zu diesen Menschen Zähle ich v.a. Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger, Sloterdijk, Mersch, Bolz und Brune.

Laut Ihrer Ausage ist Ihnen der „Punkt 6 ... noch unklar“ (**): Als ich schrieb, man solle „gegebenenfalls den Untergang homöopolitisch mit dem Untergang bekämpfen, ihn beschleunigen, damit er abgebremst wird“ (**), dachte ich u.a. an die Klassische Homöopathie und deren Ähnlichkeitsregel. Gemäß Hahnemann kann Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden, denn Hahnemann hatte ja entdeckt, daß eine Substanz in einer ganz minimalen Dosis den kranken Organismus stimulieren und genau das heilen kann, was sie beim Gesunden in einer Überdosis hervorrufen würde. Wenn z.B. „die Chinarinde am gesunden Menschen eine Art von Fieber hervorrufen kann, das dem Malariafieber ähnlich ist, dann kann eine ganz minimale Dosis Chinarinde einen Menschen heilen, der an Malaria erkrankt ist.“ (Gudrun Brune, Homöopathie, 2001 **). Wenn wir uns als die vom Untergang befallenen „kranken“ Organismen vorstellen, so kann uns eine kleine Dosis davon heilen. Im übertragenen Sinne heißt das, daß man diejenigen Elemente, aus denen der Untergangsprozeß besteht, selbst hervoruft, um ihnen in Überdosis nicht erliegen zu müssen, um den Untergangsprozeß zu bremsen. Wer z.B. „Punkt 5“ (**) erfüllt, hat bereits die wichigsten Vorarbeiten zu „Punkt 6“ (**) „geleistet“.

Bei Bedarf später mehr!

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

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"Nein-sagende Religion"

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 01:56 (vor 2180 Tagen) @ Herr Schütze

Hallo ("Gute Nacht" eigentlich) Herr Schütze!

Ich bezeichne diese Vorgänge NICHT als „Globalisierung“, sondern als „Globalismus“ - das mag für Sie keinen Unterschied bedeuten, doch die Sprachwissenschaft sieht das anders,

Gut, das war schlampig von mir. Ich hätte genauer nachlesen müssen.

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(2b) Christentum: „NEIN-SAGENDE“ RELIGION

Da zeigt, wie irreführend allzu vereinfachende Schemata zuweilen sein können.

Ich nehme das Christentum als "mystische Tatsache" (vgl. das entsprechende Buch von Steiner) und nicht als ein Kulturphänomen, das dann natürlich sehr interpretierbar wäre.

In verschiedenen Artikeln bzw. Antworten hatte ich bereits darzulegen versucht, daß das Christentum die gesunde Mittelstellung zwischen zwei ungesunden Extremen darstellt. Vgl. auch die Ordensregel "Ora et labora", die das auf eine praktisch anzuwendende Formel bringt.

Ist der Arzt lebensbejahend oder lebensverneinend, wenn er sagt, daß man auf Tabak, Alkohol, Fleisch sowie auf jede Unmäßigkeit möglichst verzichten soll? Für Alle, die auf diese Laster nicht verzichten können, ist der Arzt ein Buhmann, weil "verneinend".

  • Die luziferische Versuchung besteht darin, nach dem Tod in der überirdischen Welt zu verbleiben, sich nicht wieder zu verkörpern. Es ist der Christus, welcher der absteigenden Seele den Mut und die Hoffnung macht, sich wieder zu verkörpern.
  • Die ahrimanische Versuchung besteht darin, sich niemals zu entkörpern. Schwarzmagier - und dazu zählen nicht nur Persönlichkeiten in Drittweltländern - streben die irdische Unsterblichkeit an, die teilweise schon immer erreichbar war und eines Tages für viele Menschen auch zur Tatsache werden wird.

Das sind die Extreme: Verbleiben in der "höheren" Welt (die aber eine illusionäre Welt ist), ohne Verkörperung; und Verbleiben auf der Erde, ohne Entkörperung.

In beiden Fällen schneidet der Mensch sich von der Evolution ab. Er erleidet das Schicksal der Tiere, die auch nicht mehr evoluieren, höchstens körperlich. Schon jetzt beginnen sich zwei Menschheits-Strömungen abzuzeichnen, wobei beide der genannten Extreme letztlich eine gemeinsame Rasse bilden werden, so paradox es klingt. Denn Ahriman verschlingt Luzifer: Auf den luziferischen Aufstieg folgt zwangsläufig der ahrimanische Absturz. Das gilt grundsätzlich.

Schluß für heute, für heute Nacht. Bis morgen! Sie müßten jetzt einen neuen Login-Code erhalten haben.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Schlaf!
trel

„Nein-sagende“ Religion

Herr Schütze ⌂ @, Mittwoch, 30. November 2011, 19:01 (vor 2180 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Mittwoch, 30. November 2011, 20:01

Guten Abend, Herr Lentze!

Entschuldigung, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten mit dem Nietzsche-Zitat (**). Jeder, der sich mit Nietzsche beschäftigt hat, kennt Nietzsches gewandelte Meinung über das Christentum. Auch wir haben darüber ja schon gesprochen. Man darf, so glaube ich, die Aussagen und auch die Systematik dazu nicht auf die „Goldwaage“ legen. Es ist für die Erkenntnis nämlich hilfreich, wenn Nicht(-mehr)-Christen über Christus, die Christen und das Christentum urteilen - unter der Voraussetzung allerdings, daß man in Gesellschaften lebt, in der solche Erkenntnisse nicht unterdrückt, tabuisiert, verboten sind. Wir müssen doch (1) Christus von den (2) Christen und die Christen von dem (3) Christentum trennen, wenn wir erkenntnistheoretisch bzw. wissenschaftlich urteilen wollen. Daß so ein Urteil dann nicht wirklich objektiv ausfällt, ist klar, aber nicht das, was ich meine: (1) Christus hat gewirkt, aber wahrscheinlich nicht so, wie es Paulus und die Evangelisten überliefert haben; (2) die Christen, insbesondere die Urchristen waren andere als die späteren, heutigen und zukünftigen; (3) das Christentum war früher anders als das spätere, heutige und zukünftige. Dazu können Sie vielleicht mehr sagen als ich. Mir geht es nur darum, Ihnen mitzuteilen, daß z.B. insbesondere Nietzsche mit seinem Haß auf das Christentum experimentiert hat, daß er oft wie ein Arztphilosoph bzw. Immunologe (**) sprach, was ja eben eine Rückkehr zum Christentum nicht ausschließt.

Angenehmen Advent!

Herr Schütze

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„Nein-sagende“ Religion

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 20:24 (vor 2179 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend, Herr Schütze!

Entschuldigung, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten mit

Tun Sie nicht, denn wir sind ja hier zum Diskutieren. Jeder Gedanke ist erlaubt; es kommt nur darauf an, daß er möglichst gut begründet wird.

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Wir müssen doch (1) Christus von den (2) Christen und die Christen von dem (3) Christentum trennen, wenn wir erkenntnistheoretisch bzw. wissenschaftlich urteilen wollen.

Vollkommen richtig. Ich habe bisher nicht eindeutig getrennt.

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Christus hat gewirkt, aber wahrscheinlich nicht so, wie es Paulus und die Evangelisten überliefert haben

Hier möchte ich widersprechen. Paulus und die Evangelisten haben ihre Erkenntnisse auf geistigem Wege bekommen; diese müssen also richtig sein, jedenfalls richtiger, als es auf wissenschaftlichem Wege möglich ist.

Objektive Grundlage dieser geistigen Erkenntnis war die Nichtauflösung von Christi Ätherleib nach der Kreuzigung. Der Ätherleib ist der Erinnerungsträger eines irdisch gelebten Lebens.

Subjektive Grundlage seitens der Evangelisten waren die 40 Tage, als ihnen Christus im Auferstehungsleib täglich erschien; sodann wieder das Pfingstereignis zehn Tage nach Christi Himmelfahrt (mit Himmel ist der ätherische Umkreis der Erde gemeint).

Wissenschaftlich wären die Evangelienschilderungen teilweise gar nicht möglich. Woher sollen die Evangelisten etwa gewußt haben, was sich in der Gethsemane-Nacht zutrug, da sie doch geschlafen hatten? Woher wußten sie, daß ein Engel Jesus gestärkt hatte? Selbst hinterher gab es ja zu einem Gespräch keine Gelegenheit mehr.

Selbst wenn die Evangelien ingestalt von Büchern verschwänden (etwa durch eine globale Bücherverbrennung), so bliebe das "Fünfte Evangelium", wie Steiner es nannte, im ätherischen Erden-Umkreis als objektive Grundlage, als Urtext sozusagen, erhalten. Es ist auch viel ausführlicher als die geschriebenen Evangelien; es ist so umfassend, daß, wie Johannes am Ende seiner Offenbarung schrieb, alle Bücher dieser Welt nicht ausreichen würden, um es zu fassen.

Natürlich müssen auch die subjektiven Grundlagen vorhanden sein. Diese werden aber auch ohne meditative Arbeit, vielmehr als natürliche Fähigkeiten, in Zukunft immer häufiger auftreten. Das ist eine Folge der Evolution, die durch die Taten des Christus eingeleitet wurde. Auch der Keim zu einem neuen Kosmos (in der Offenbarung das "Neue Jerusalem" genannt) ist hierdurch gelegt worden.

Nochmal kurz zu Nietzsche, Spengler etc.: Bei diesen finden sich tiefste und wertvollste Erkenntnisse, nicht aber die Kriterien, welche ermöglichen, ihren Wahrheitsgehalt zu beurteilen. Das ist nur von einer höheren Ebene aus möglich, die man u.U. durch Meditation erreichen kann. Das bedeutet aber kein Entweder/Oder; man muß sich auf beiden Ebenen bewegen können.

Beste Grüße
trel

Danke !

Herr Schütze ⌂ @, Freitag, 02. Dezember 2011, 00:14 (vor 2178 Tagen) @ admin

Guten Abend, Herr Lentze!

Danke für Ihre Antwort!

Ich möchte nur einfach 'mal „Danke“ sagen:

„Bei diesen finden sich tiefste und wertvollste Erkenntnisse, nicht aber die Kriterien, welche ermöglichen, ihren Wahrheitsgehalt zu beurteilen. Das ist nur von einer höheren Ebene aus möglich, die man u.U. durch Meditation erreichen kann. Das bedeutet aber kein Entweder/Oder; man muß sich auf beiden Ebenen bewegen können.“ **

Ihre drei Sätze haben mir beosnders gut gefallen, weil sie zeigen, daß in ihnen (und somit auch in Ihnen) Weisheit steckt!

Danke und angenehmen Advent!

Herr Schütze

Abtreibung: R.Steiner über (Baby-)Mord und Schwarze Magie.

trel ⌂, Donnerstag, 27. Februar 2014, 19:29 (vor 1360 Tagen) @ trel
bearbeitet von admin, Mittwoch, 05. März 2014, 21:26

Es wundert mich immer wieder, wenn selbst Anthroposophen - ja sogar geweihte Priester der durch R.Steiner inaugurierten Christengemeinschaft - das "Frauenrecht auf Abtreibung" verteidigen.

Sie argumentieren, es müsse dann das Schicksal der betreffenden "Mutter" jeweils individuell in Betracht gezogen werden. Aber das tut ein Richter, der einen Mörder verurteilt, doch auch. Dabei ergibt sich, daß eine Tötung aus Notwehr nur sehr selten vorkommt. Ebenso ist fast niemals das Leben einer Mutter in Gefahr, wenn diese einen ungeborenen Menschen töten läßt.

Im Jahre 1903 erschien von R.Steiner eine kurze Besprechung des Romans Flita. Wahre Geschichte einer Schwarzen Magierin, von Mabel Collins. Ich bringe einen Auszug dieser Besprechung und hebe die entscheidende Textstelle hervor:

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Im Beginne ihrer Inkarnationen, auf der Stufe der Wildheit, hat Flita ihren Geliebten getötet. Und aus der Tötung ist ihr die Kraft zur schwarzen Magierin geworden. Dies ist im okkulten Sinne durchaus sachgemäß. Es besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem Wissen, das zur Macht führt im schlimmen Sinne und den Kräften, die das Leben unterbinden. Der Tod hängt für unsere menschheitliche Evolution durch tiefliegende Gesetze mit dem Egoismus zusammen. - Im Fortgang der Erzählung tritt uns denn auch Flita als schwarze Magierin innerhalb der gegenwärtigen Kulturstufe entgegen.

Ihr Wissen über verborgene Dinge macht sie zur Magierin. Und dass in ihr die niederen Kräfte, die Leidenschaften der Menschennatur noch walten, bewirkt das Verderbliche in ihrem Wesen. Denn alles okkulte Wissen wird durch diese Kräfte auf die Seite des Bösen gedrängt. - Das Wissen braucht nämlich, wenn es sich entfalten will, Leben. Alles Wissen, das sich nicht mit Leben sättigt, ist leer, schattenhaft, wirkungslos. Nun gibt es zwei Quellen, aus denen der Mensch Leben schöpfen kann. Die eine fließt ihm zu, wenn er auf dem Gipfel steht, wo alles niedere Verlangen abgestreift ist. Alle Gefühle müssen da eine andere Form angenommen haben, als sie innerhalb der Triebnatur der niederen menschlichen Wesenheit haben. -

Die andere Quelle liegt in dem Leben unserer Mitgeschöpfe, gleichgültig, ob diese schon wirklich um uns herum in der physischen Welt leben, oder ob sie sich erst zum Leben drängen. Keiner versteht dies Buch, der nicht weiß, dass Wissen, das der Neugierde oder dem Machtkitzel entspringt, seine Kraft schöpft aus Wesen, die sich zum Leben drängen, die noch ungeboren sind, und geboren werden wollen. Wer hinter die Kulissen der physischen Wirklichkeit schauen kann, der weiß, wie viele Wesen es mit dem Leben bezahlen müssen, dass die Menschen nach Erkenntnis streben, die nur ihrer Selbstsucht dient. Flitas Geliebter muss ihr ein astrales Wesen töten; und die schwarze Magierin schöpft vampyrartig Kraft aus dieser Tötung.

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("ein astrales Wesen töten", hier = einen noch nicht geborenen Menschen töten.)

Im Grunde handelt es sich dabei um Kenntnisse über Zusammenhänge, die zumindest in den sogenannt unterentwickelten Ländern weltweit verbreitet sind. In Benin, wo ich lebte, war ständig davon die Rede, daß Neugeborene verschwinden, und zwar zum Zweck der rituellen Tötung. Hebammen in Krankenhäusern gelten grundsätzlich als potentielle Hexen, die ihre schmarzmagische Kraft durch die Tötung von lebenden Wesen, darunter eben Neugeborenen, erlangen.

Da Kinder dort recht zahlreich geboren werden und die Familien arm sind, wird die Tötung dann auch - ich weiß nicht, in wieviel Prozent der Fälle - gegen Entschädigung geduldet oder gar vorweg ausgehandelt.

Überhaupt ist die Schwarze Magie dort für die Weiber so attraktiv - oder, je nach Einstellung, schlecht beleumdet - wie für die Männer ein einflußreicher Posten in einer korrupten Behörde.

trel

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