Formenkreis des Feminismus. Eine Systematik.

trel ⌂, Mittwoch, 02. November 2011, 14:01 (vor 2212 Tagen)

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Der wissenschaftlich gebildete Menschen strebt danach, Ordnung zu bringen in die Welt der Erscheinungen. Liest man in der Wikipedia den Feminismus-Artikel, so findet man zwar eine reichhaltige Auflistung verschiedener Formen, doch fragt man sich auch: Wie hängt denn das alles zusammen? - Ich glaube gefunden zu haben, daß man bereits mit einer 2x2-Einteilung einen recht guten Überblick gewinnt.

Die erste, gröbere Zweiteilung ist schon seit längerer Zeit bekannt. Sie besagt, daß es in der Hauptsache zwei Richtungen gibt. Nach ersterer sind Mann und Frau natürlicherweise gleich; tatsächliche Unterschiede, gemeint sind Benachteiligungen zulasten der Frau (!), seien künstlich und erforderten Korrekturen. Dabei setzt die marxistische Fraktion auf die politische Diktatur des Feminats, die völkische Fraktion auf subversive Restauration alteuropäischen Gemeinschaftslebens.

Der anderen Richtung zufolge sind Mann und Frau von Natur aus verschieden, und zwar dergestalt, daß die Frau den höherwertigen, würdigeren Teil darstellt. Folglich ist das männliche Geschlecht, um nicht zu stören, entweder zu entmachten und zu reduzieren (sexistische Fraktion), oder es hat zumindest gelegenheitsweise gewisse Benachteiligungen einzustecken (opportunistische Fraktion).

Genauer besehen sind die Verhältnisse aber komplizierter. So haben beide Richtungen je eine Fraktion, deren Vertreter sich durch Homosexualität auszeichnen, und die weiblichen unter ihnen (die "Lesbofeministinnen") zudem durch eine bemerkenswerte Militanz. Die zwei übrigen Fraktionen sind jedoch sexuell normal. Gehen wir die vier Formen jetzt im Überblick einmal durch.

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Weiter geht es hier.

Es handelt sich um eine längere Abhandlung, in die ich meine jüngsten Erkenntnisse eingearbeitet habe. Mit Erkenntnissen meine ich nicht nur Inhalte, die ich irgendwo gelesen, vielleicht noch interpretiert habe. Mir geht es um die Ergründung innerer Zusammenhänge. Dabei ergeben sich immer wieder Fortschritte.

Einige reine Männerrechtler werden sich von meinen Ergebnisse "distanzieren" oder auch versuchen, sie ins Lächerliche zu ziehen, wenn sie darauf angesprochen werden. Auf Polemik lasse ich mich allerdings nicht mehr ein. Das war mal früher, im wgvdl.com-Forum. Ich werfe dort noch gelegentlich einen Blick hinein, weil immer wieder mal Interessantes zu lesen steht. Aber was mein Thema, die ideengeschichtlichen Hintergründe des Feminismus betrifft, so würde ich durch Beteiligung dort nicht weiterkommen und wohl auch niemanden weiterhelfen können.

trel

Feminismus, Genderismus (Teil I).

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 03. November 2011, 18:25 (vor 2211 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 03. November 2011, 20:12

Guten Tag, Herr Lentze!

Ich möchte zu einigen Ihrer Texte noch einmal Stellung beziehen.

Zum „natürlichen hierarchischen Unterschied zwischen Mann und Frau“ (**) haben Sie u.a. geschrieben:

„Aufstände, Umwälzungen, Revolutionen können immer nur von einem Beherrschtem gegenüber dem Herrschenden ausgehen. So sind z.B. die einzelnen Körperzellen dem Organismus untergeordnet: Dieser ist Herrscher, jene sind Beherrschte. Tendenziell, d.h. wenn der Organismus seine beherrschende Kraft verliert, entarten Zellen aber zu Krebszellen. Sie vollziehen dann einen Umsturz (der Hierarchie), beherrschen den Organismus und töten ihn. Und da sie ihm bestimmungsgemäß untergeordnet sind, töten sie mit diesem Akt auch sich selbst. In vergleichbarer Weise wirken Sexistinnen. Der Sexismus saugt den sozialen Organismus finanziell und demographisch aus. Frauen zahlen vielleicht ein Viertel der männlichen Beträge in die Sozialkassen, schöpfen aber über drei Viertel ab. Der Sexismus steigert den Leistungs-Transfer von Mann zu Frau immer noch weiter. Vor allem aber zerstört er die Familien und menschlichen Verhältnisse. Im übrigen kommt eine gegenwärtig viel diskutierte Studie von Susan Pinker zum Resultat, daß Männer gerade von ihren biologischen Voraussetzungen her dafür geschaffen sind, in Hierarchien (hier: in Betrieben) die Führung einzunehmen. Neu ist das zwar nicht - es gibt viele Studien dieser Art, die zum gleichen Ergebnis kommen -, aber es wird auch regelmäßig wieder verdrängt. .... Angenommen, in einer Fabrik habe ein Umsturz stattgefunden; die Lohnarbeiter hätten ihre Vorgesetzten an die Fließbänder gedrängt und sich selbst die Führungsetage erobert; all dies habe aber angeblich nur geschehen müssen, um langfristig »Gleichheit und Gerechtigkeit« herzustellen. Wenn nun den Betriebsleitern die Situation unerträglich wird und sie überdies zur Erkenntnis gelangen, daß der Betrieb »den Bach runtergeht«, dann werden sie nicht weit kommen, wenn sie ihrerseits Gleichbehandlung für sich fordern. Sie würden verlacht, wahrscheinlich sogar noch weiter degradiert werden. Ebenso wird ein Mann, der von Frauen Gleichbehandlung fordert, von ihnen als das behandelt, was er ist: als ein Herrscher, der durch Fehlverhalten seine Legitimität preisgegeben und sich damit unterhalb des Status der Frau begeben hat. Dies ist eine Beobachtung, die immer wieder gemacht werden kann, nicht nur auf dem Feld des Geschlechterkampfes, sondern auch z.B. in entkolonialisierten Gebieten. Dort wird ein Weißer, der sich freimütig als ein Gleicher ausgibt, verlacht, da er den Anschein erweckt, von seiner eigenen Gruppe verstoßen worden zu sein. In der Folge wird ihm der unterste Platz in der bestehenden Hierarchie zugewiesen - und eben gerade nicht der gewünschte Status der Gleichheit! Zu einem vergleichbaren Resultat, allerdings auf dem Felde der betrieblichen Hierarchie, kommt auch die o.g. Studie bzw. das Interview mit Susan Pinker.“ (Thomas R. E. Lentze, Was ist Sexismus?, 07.10.2009 **).

Daß ein Weißer, weil er sich als Gleicher ausgibt, von Schwarzen verlacht und darufhin der unterste Platz ihrer Hierarchie zugewiesen wird, ist ein interessanter Aspekt, der mir in dieser weitreichenden Konsequenz noch nicht so sehr bekannt gewesen ist. Daß der sexistische Feminismus den Mann genauso oder - wahrscheinlich noch schlimmer - behandelt und behandeln sehen will, dagegegen schon seit langem sehr. Man kann gar nicht deutlich genug aussprechen, wie sehr der sexistische Feminismus verwandt mit dem extremsten Rassismus und Klassismus (Egalitarismus / Kommunismus / Links-Sozialismus) ist, ja beide sogar übertrifft.

Den ersten Teilerfolg für den Versuch, den „natürlichen hierarchischen Unterschied zwischen Mann und Frau“ (**) ) zu vernichten, konnte keine andere Institution als die Frankfurter Schule verbuchen, wie auch Sie wohl meinen:

„Die »68er-›Kultur-Revolution‹« ... hat ihre Wurzeln im Neo-Marxismus (als: Freudomarxismus; Anm. von mir), genauer gesagt in der »Kritischen Theorie« der Frankfurter Schule. Ihre Vertreter (Horkheimer, Adorno, Habermas, H. Marcuse, W. Reich, A. Mitscherlich u.v.a.) hatten zu ihrem erklärten Ziel die Abschaffung jeglicher Herrschaft. Dabei verliehen sie dem Begriff »Herrschaft« (und übrigens dem des Patriarchats) den schlechten Beigeschmack, den er auch heute noch hat. Weitere Ziele, die sie verfolgten, waren u.a.: Sturz des obersten Wertes (Gott), Zerstörung des Christentums; totale Ent-Hierarchisierung der Gesellschaft; Zerstörung der Familie; stattdessen staatliche Erziehungsdiktatur;Kreation eines narzißtischen, polymorph perversen, prä-ödipal regredierten Menschen, der das Lustprinzip über das Leistungsprinzip stellt, der sich von der »Tyrannei« eines »Ich« oder gar »Über-Ich« befreit hat und der sich an den Erwartungen der Anderen orientiert; Ent-Pathologisierung der Krankheit, ihre Erklärung aus patriarchal-repressiv-lustfeindlichen Strukturen; Institutionalisierung sexueller Perversionen. Wer durch diese Ideologie geprägt wurde - und das sind wir alle aufgrund des »revolutionierten«, weiblich dominierten Bildungswesens -, der wird kaum mehr anders können, als den chaotischen Ist-Zustand und den kollektiven Hedonismus als »Fortschritt« (zum »Guten«) zu bewerten.“ (Thomas R. E. Lentze, Was ist Sexismus?, 07.10.2009 **).

Sie kennen die folgende Aussage wahrscheinlich auch: „Die Kritische Theorie ist tot!“ (Peter Sloterdijk, in: Die Zeit, 09.09.1999 ). Hoffentlich ist diese Aussage richtig! Falls nicht, schließe ich mich sofort der Ihrigen an:

„Eine »Kritik der Kritischen Theorie« (also der Frankfurter Schule) ist gefordert!“ (Thomas R. E. Lentze, Was ist Sexismus?, 07.10.2009 **).

Sogenannte „Revolutionen“ haben erst ab dem Zeitpunkt einen Sinn, ab dem sie für die sogenannten „Revolutionäre“ auch wirklich lohnen. Die „Bürgerliche Revolution“ von 1789 entwickelte sich deshalb in Frankreich, weil dort die Adeligen alle Nichtadeligen und sogar auch nicht wenige Niederadelige ausgesaugt und dabei soviel Geld angesammelt hatten, daß sich für diejenigen, die die „Revolution“ praktizierten - wenige Ex-Adelige und etwa gleich wenige Advokaten aus dem Bürgertum -, das Gegen-Aussaugen lohnte, um den ausgesaugten Nichtadeligen (Bürgern) Reichtum versprechen und vielleicht zum Teil auch geben zu können. Und wenn z.B. heute die abendländische Oberschicht entmachtet und deren Reichtum an die abendländische Unterschicht verteilt werden würde, dann würde diese, wenn gleichzeitig die abendländische Mittelschicht in gleichem Ausmaß weiterhin ihre Leistung erbringen würde, von dieser Umverteilung mehrere Jahrhunderte lang gut leben können. „Revolutionen lohnen sich also seit der Moderne für alle und jeden „Revoluzzer“ immer mehr. Moderne „Ideologien“ entstehen darum auch zeitgleich mit der Moderne selbst, wenn diese bereits genügend Kapital für die Umsetzung jener angesammelt hat.

Entstehung der modernen Ideologien aus der bürgerlich-revolutionären Parole!

(1) „Freiheit“, (2) „Gleichheit“, (3) „Brüderlichkeit“.

(1) „Libertät“, (2) „Egalität“, (3) „Fraternität“.

(1) „Liberalismus“, (2) „Egalitarismus“, (3) „Fraternitarismus“.

Dieses „Modell“ wird immer wieder durchgespielt, auf alles bezogen und reinszeniert.

Zuerst wird mit der „Freiheit“ gelockt, aber dann, weil es die nur bedingt gibt und ihr widersprochen werden kann, mit der sie widersprechenden „Gleichheit“ gelockt, die es aber ebenfalls nur bedingt gibt, weshalb schließlich nur noch mit der „Brüderlichkeit“ gelockt werden kann, obwohl es auch sie nur bedingt gibt. – „1789“ scheitert immer! – Ein weiteres Beispiel unter vielen:

Die „Kritische Theorie“ gibt der Parole tautologische „spezielle“ Attribute, u.a.. das Sexuelle:

(1) „Sexuelle Freiheit“, (2) „Sexuelle Gleichheit“, (3) „Sexuelle Brüderlichkeit“.

Die „Kritische Theorie“ verfährt wie oben beschrieben, doch sie nimmt den Prozeß gedanklich so vorweg, daß sie ihn sowohl vom Anfang als auch vom Ende her theoretisch und, wie sie glaubt, auch praktisch durchspielen kann. Letzteres ist ihr größter Fehler. So entsteht ihr „Zwangskosensualisms“, wie Niklas Luhmann richtig beschrieben hat. Die „Kritische Theorie“ läutet bereits die letzte Stufe ein: den sexistischen „Feminismus/Genderismus“!

Der sexistische „Feminsimus/Genderismus“ gibt der Parole ein sexistisches Attribut:

(1) „Sexistische Freiheit“, (2) „Sexistische Gleichheit“, (3) „Sexistische Schwesterlichkeit“.

(1) Thesis, (2) Antithesis, (3) Synthesis.

Der sexistische „Feminismus/Genderismus“ will die Abschaffung des Mannes und nennt das, wenn er „euphemistisch argumentiert“, die „Abschaffung der Geschlechter“. Haben nicht die Bürgerlichen gleich nach ihrer „Revolution“ 1789 ihre Ziele verraten, indem sie die „Freiheit“ durch die „Gleichheit“ und diese wiederum durch die „Brüderlichkeit“ ersetzten - bis dann alles in den Napoleonischen Kriegen endete, und das „Revoluzzer“-Spiel danach erneut losbrach? Haben nicht die Sozialisten ihre Ziele verraten, indem sie die von Karl Marx geforderte „Diktatur des Proleatriats“ zur Notwendigkeit machten, d.h. dadurch ihr „Paradies“ - den „Kommunismus“ - indirekt leugneten, ad absurdum führten, widerlegten? Und gilt dies nicht auch auf nur etwas andere und ansonsten doch sehr ähnliche Weise für den „Feminismus/Genderismus“? Ich sage eindeutig: Ja!

Weil bei all diesen „Revoluzzer“-Spielen auch gelernt wird, wissen die „Revoluzzer“ immer mehr über die Abläufe einer „Revolution“ und können sie deshalb von vorn und von hinten spielen. Der Vorteil besteht für sie in der Undurchschaubarkeit dieses Spiels für die meisten Menschen - die sogenannte „Masse“ -, wodurch es immer mehr Zeit in Anspruch nehmen und immer mehr Schaden anrichten kann.

Das Katastrophale an all diesen „Revoluzzern“ ist, daß sie alles vernichten: daß sie Nihilisten sind, und das gilt mit weitem Abstand am meisten für die sexistischen „Feministinnen/Genderistinnen“ (sie sind von niemanden mehr zu toppen, weil sie, falls sie ihr „Ermächtigungsgesetz“ durchsetzen, das Ende der Menschheit herbeiführen werden). Der durch „Umverteilung“ und „Quotierung“ zu immer mehr Reichtum und also Macht gekommene „Feminismus/Genderismus“ vernichtet mittels seiner Machtinstrumente - insbesondere Geburtenkontrolle (!) - zuerst die abendländische Familie und darum auch die abendländische Gemeinschaft, die abendländische Kultur, zuletzt die Männer dieses Planeten. Sie bringt genau das zur „Endlösung“, mit dem die Frankfurter Schule („Kritische Theorie“) begonnen hat: den „natürlichen hierarchischen Unterschied zwischen Mann und Frau“ (**) zu vernichten! Diese „Endlösung“ ist die „Endlösung der Männerfrage“, und die bedeutet: die Vernichtung der Männer!

Es wäre jetzt aber wenig sinnvoll und folglich auch wenig hilfreich, wenn man dem sexistischen „Feminismus/Genderismus“ allein die Schuld für diese menschenfeindliche Entwicklung gäbe. Er hat - historisch gesprochen - noch nicht einmal die Hauptschuld, weil es nicht wenige der Männer selbst waren, die diese Entwicklung ermöglichten. Die Hauptschuldigen an dieser menschenfeindlichen Entwicklung tragen jene Männer im Abendland, weil sie sie erst möglich machten, machen und noch einige Zeit machen werden.

Ob die „Kritische Theorie“ schon „tot“ (Peter Sloterdijk, in: Die Zeit, 09.09.1999) ist oder nicht, spielt mittlerweile keine sehr große Rolle mehr, weil sie vom „Feminismus/Genderismus“ längst übertroffen und machtpolitisch abgelöst bzw. geschluckt worden ist. Fraß hier die „Revolution“ wieder ihre Kinder? Was die „Revolution“ von 1789 exemplarisch vorgemacht hat, betrifft jede ihrer Nachfahren in zunehmendem Maße: Man hat sich und seinen Mitstreitern (Mitläufern) die „Freiheit“ versprochen und über den Weg der „Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“ eine diktatorische Schreckensherrschaft aufgebaut. Und diese kann nur durch Gegengewalt beendet werden. Auch die „Kritische Theorie“ hat sich und ihren Mitstreitern (Mitläufern) die „Freiheit“ - eine tautologische „spezielle“: die „Freiheit als Abschaffung jeder Herrschaft, jeder Hierarchie“ (sie hat sie tautologisch „spezialisieren“ müssen, weil die „Freiheit“ ja längst durch die Geschichte widerlegt worden war) - versprochen und über den Weg ihrer „Gleichheit“ (tautologisch „speziell) und ihrer „Brüderlichkeit“ (tautologisch „speziell) eine diktatorische Schreckensherrschaft aufgebaut. Und auch der „Feminismus/Genderismus“ hat sich und seinen Mitstreiterinnen (Mitläuferinnen) die „Freiheit“ - eine tautologische „spezielle“: die „Freiheit als Abschaffung der Männerherrschaft“ (er hat sie tautologisch „spezialisieren“ müssen, weil die „Freiheit“ ja längst durch die Geschichte widerlegt worden war) - versprochen und über den Weg seiner „Gleichheit“ (tautologisch „speziell) und seiner „Schwesterlichkeit“ (tautologisch „speziell) eine diktatorische Schreckensherrschaft aufgebaut. Dieser Prozeß ist noch nicht abgeschlossen.

Ihr Schluß:

„Entweder stehen Frauen nicht auf der Stufe von Erwachsenen. Dann allerdings bräuchten wir unbedingt ein Patriarchat. Denn im Patriarchat genießen Frauen die Vorzugsrolle beschützenswerter Wesen. Oder wir betrachten Mann und Frau als hierarchisch gleich. Dann haben sie aber auch gleiche Leistungen zu erbringen. Und zwar überall und nicht nur da, wo es ihnen vorteilhaft erscheint! Wie wäre es, wenn auch Frauen einmal mehr als das Doppelte zahlen ? Wir könnten es dann ja »positive Diskriminierung« nennen!“ (Thomas R. E. Lentze, Was ist Sexismus?, 07.10.2009 **).

Volle Zustimmung! Allerdings ist das Gleichheitsideal nicht oder nur bedingt realisierbar - abgesehen davon, daß sich die sexistischen Frauen ihre erst einmal erreichten Gewinne nicht mehr nehmen lassen und nach ihrer Machtergreifung ihr Programm durchziehen werden.

Fortsetzung folgt: => **.

Was die Linkspopulisten mit ihrer Ideologie selbst in Afrika anrichten.

trel ⌂, Freitag, 04. November 2011, 16:30 (vor 2210 Tagen) @ Herr Schütze

Daß ein Weißer, weil er sich als Gleicher ausgibt, von Schwarzen verlacht und daraufhin der unterste Platz ihrer Hierarchie zugewiesen wird, ist ein interessanter Aspekt, der mir in dieser weitreichenden Konsequenz noch nicht so sehr bekannt gewesen ist.

Ich habe es selbst so erlebt, als ich im Jahre 1994 erstmals nach Afrika kam. Als ich einige Männer einen schweren Karren schieben sah, habe ich ihnen beim Schieben helfen wollen. Das lag mir nahe, weil ich selbst in Deutschland als Lkw-Fahrer tätig war und beim Laden häufig Hubwagen mit schweren Paletten ziehen oder schieben mußte. Ich war dann irritiert, als die Männer erst anfingen zu kichern, und schließlich laut lachten.

Später wurde mir von hilfreichen Einheimischen noch mehrfach nahegelegt, mich in die Rolle des Herrenmenschen zu fügen, wie sie von mir erwartet wird. Übrigens auch inbezug auf Frauen, und es waren Frauen selbst, die mir das sagten!

Andere, die sich nicht daran gehalten haben, haben sich damit "unmöglich gemacht", z.T. dauerhaft. Der Schaden, einmal angerichtet, ist schwer wieder auszubügeln.

Das kapieren freilich unsere linkspopulistischen Bessermenschen nicht, die hier Arme ausbeuten, um mit deren Spendengeldern afrikanische Reiche noch reicher zu machen.

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Und wenn z.B. heute die abendländische Oberschicht entmachtet und deren Reichtum an die abendländische Unterschicht verteilt werden würde, dann würde diese, wenn gleichzeitig die abendländische Mittelschicht in gleichem Ausmaß weiterhin ihre Leistung erbringen würde, von dieser Umverteilung mehrere Jahrhunderte lang gut leben können. „Revolutionen lohnen sich also seit der Moderne für alle und jeden „Revoluzzer“ immer mehr. Moderne „Ideologien“ entstehen darum auch zeitgleich mit der Moderne selbst, wenn diese bereits genügend Kapital für die Umsetzung jener angesammelt hat.

War mir bisher nicht bekannt.

Zuerst wird mit der „Freiheit“ gelockt, aber dann, weil es die nur bedingt gibt und ihr widersprochen werden kann, mit der sie widersprechenden „Gleichheit“ gelockt, die es aber ebenfalls nur bedingt gibt, weshalb schließlich nur noch mit der „Brüderlichkeit“ gelockt werden kann, obwohl es auch sie nur bedingt gibt. – „1789“ scheitert immer! –

[...]

Haben nicht die Bürgerlichen gleich nach ihrer „Revolution“ 1789 ihre Ziele verraten, indem sie die „Freiheit“ durch die „Gleichheit“ und diese wiederum durch die „Brüderlichkeit“ ersetzten - bis dann alles in den Napoleonischen Kriegen endete, und das „Revoluzzer“-Spiel danach erneut losbrach?

Diese Folge muß ich erst noch durchdenken. War bisher, ich gebe es zu, nicht mein Thema.

Die Hauptschuldigen an dieser menschenfeindlichen Entwicklung tragen jene Männer im Abendland, weil sie sie erst möglich machten, machen und noch einige Zeit machen werden.

Da stimme ich allerdings zu. Bei schlecht geratenen Kindern tragen auch die Erzieher (d.h. heute vor Allem Mütter) zumindest eine Mitschuld.

abgesehen davon, daß sich die sexistischen Frauen ihre erst einmal erreichten Gewinne nicht mehr nehmen lassen und nach ihrer Machtergreifung ihr Programm durchziehen werden.

Darin sehe ich in der Tat ein ernstes Problem. Das Frauenwahlrecht werden wir auf friedlichem Wege auch nicht mehr los. Womit ich nicht sagen will, daß wir den Unfrieden, der zu seiner Abschaffung nötig ist, aktiv herbeiführen sollten. Der wird schon von selber kommen.

Beste Grüße
trel

Feminismus, Genderismus (Teil Ia).

Herr Schütze ⌂ @, Montag, 14. November 2011, 15:43 (vor 2200 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Montag, 14. November 2011, 18:42

Guten Tag, Herr Lentze!

Ich möchte kurz auf die folgenden Zitate in Ihrem Kommentartext und auf diesen selbst eingehen, und zwar unter besonderer Bezugnahme auf den sehr engen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung der Mittelschicht (v.a. in Deutschland) durch die Ober- und die Unterschicht einerseits und der Ausbeutung der Männer durch den sexistischen Feminsmus bzw. Genderismus andererseits.

Einige Stellen des folgenden Textes sind da, wo ich Sie zitiere, grau oder hellgrau (nämlich da, wo ich Sie mich zitierend zitiere).

„»Und wenn z.B. heute die abendländische Oberschicht entmachtet und deren Reichtum an die abendländische Unterschicht verteilt werden würde, dann würde diese, wenn gleichzeitig die abendländische Mittelschicht in gleichem Ausmaß weiterhin ihre Leistung erbringen würde, von dieser Umverteilung mehrere Jahrhunderte lang gut leben können. „Revolutionen lohnen sich also seit der Moderne für alle und jeden „Revoluzzer“ immer mehr. Moderne „Ideologien“ entstehen darum auch zeitgleich mit der Moderne selbst, wenn diese bereits genügend Kapital für die Umsetzung jener angesammelt hat.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:25 **).

War mir bisher nicht bekannt.“ (Thomas R. E. Lentze, Was die Linkspopulisten mit ihrer Ideologie ... anrichten, 04.11.2011; 16:30 **).

Ich hoffe, daß ich mit dem folgenden Text mehr als scheinbar zuvor zur Bekanntmachung beitragen kann.

Sobald etwas zu holen ist, für das sich das Holen auch wirklich lohnt, wird auch versucht, es zu holen. Wir kennen das doch auch von anderen Lebewesen. Jedes „höhere“ Lebewesen macht auf laienhafte Weise das, was jeder Buchhalter auf professionelle Weise macht: die Differenz von Erträgen und Aufwendungen, von Gewinn und Verlust berechnen (G.-u.-V.-Konto erstellen), um bilanzieren (eine Bilanz - ein Schlußbanzkonto, eine Schlußbilanz und danach wieder eine Eröffnungbilanz - erstellen), also entscheiden zu können, ob es sich lohnt oder nicht und ggf. wie sehr oder wie sehr nicht. Jedes „höhere“ Lebewesen verfährt so ohne irgendein Nachdenken darüber - auch die meisten Menschen denken gar nicht darüber nach, sondern lassen einfach ihr Stammhirn entscheiden (mit oft fatalen Folgen!). Die meisten räuberischen Menschen zu Beginn der Moderne oder heute in der Spätphase der Moderne kannten und kennen nicht die genauen Zahlen als Beträge des Kapitals, des Vermögens der zu beraubenden Menschen, aber wußten und wissen, daß es bei diesen Lohnenswertes zu rauben gibt. Ein solches Wissen reicht ihnen aus, um den Raub in die Tat umzusetzen, und: Der Mensch ist ein Raubtier! (**|**). Außerdem haben gerade die Armen nicht zufällig seit dem Beginn der Moderne nicht wenige Argumente und Fürstreiter auf ihrer Seite, wie man weiß - und im Abendland war das auch noch bis zum Ende des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts berechtigterweise so, in der Übergangszeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts schon weniger und danach gar nicht mehr.

Man muß also bei dem Thema, auf das ich mich in dem von Ihnen zitierten Text (**) beziehe, mein primäres Anliegen dabei berücksichtigen: Antworten auf die Fragen nach bestimmten Wirkungen und Auswirkungen bestimmter (Kultur-)Phänomene in einem bestimmten Raum zu einer bestimmten Zeit - in diesem Fall nämlich: im Abendland zur Zeit seiner Moderne.

Mittlerweile ist es doch so, daß die Ober- und die Unterschicht - beide (beide!) - so gut wie nichts mehr zu verlieren haben: die Oberschicht deswegen, weil sie seit dem Beginn des Globalismus (also seit etwa 1989/'90) sich und ihren Reichtum überall auf dem Globus verstecken und folglich nicht beraubt werden kann; die Unterschicht deswegen, weil sie keinen Reichtum hat und folglich nicht beraubt werden kann. Wenn die Ober- der Unterschicht zu verstehen gibt, sie solle doch ruhig „Revolution“ spielen und die „Reichen“ enteignen (lassen - nämlich: durch seinen Staat!), also berauben, dann ist sie selbst davon nicht betroffen, weil die Unterschicht sich lediglich an der Mittelschicht vergreifen kann und auch längst tut - ein Beispiel: in den westlichen Großstädten brennen nicht die Autos von Oberschichtlern, also u.a. von Carlos Slim Helú (2011 der reichste Mensch der Welt **), Bill Gates (2011 der zweitreichste Mensch der Welt **), Barack Obama (2011 der mächtigste Mensch der Welt **), Angela Merkel (2011 der viertmächtigste Mensch der Welt ** und die mächtigste Frau der Welt **), Karl Albrecht (2011 der zwölftreichste Mensch der Welt **) ... u.s.w. -, sondern die von Mittelschichtlern. Die Oberschicht unterstützt die Unterschicht bei der Ausbeutung der Mittelschicht, um selbst noch viel mehr ausbeuten zu können; denn die Oberschicht beutet die Mittelschicht ja bei weitem am meisten aus. Vergessen Sie also bitte nicht:

Ungefähr seit dem Ende des 20. Jahrhunderts (nämlich: seit es keine in Lohnarbeit stehende Unterschicht, kein Arbeiterproletariat mehr gibt) ist im Abendland die Möglichkeit zur Ausbeutung der Unterschicht immer weniger, dagegen aber der Ober- und der Mittelschicht immer mehr vom Erfolg gekrönt, weshalb die Oberschicht folgender Logik folgt und sich verspricht:

– „Ich beraube die Mittelschicht und erlaube der Unterschicht, dies (in geringerem Umfang natürlich) auch zu tun.“

– „Ich schütze mich auf diese Weise davor, zum Opfer einer Gegen-Ausbeutung durch die Unterschicht und/oder die Mittelschicht zu werden.“

– „Ich mache die Mittelschicht zu einem, ja dem Feind der Unterschicht, um eine Verständigung oder sogar ein mögliches Bündnis zwischen ihnen zu verhindern.“

– „Ich beraube und unterdrücke die Mittelschicht solange, bis sie nicht mehr existiert; denn ich muß sie ja nur in ihrer Leistungsträgerschaft fordern, sodaß ich von ihr immer mehr Steuern und Abgaben bekomme und nichts mehr zu befürchten habe, weil sie mehr mit ihrer Arbeit als mit allem anderen - z.B. mit ihrer Fortpflanzung - beschäftigt ist. (Und: dies kann ich von der Unterschicht nicht fordern, nicht erwarten, nicht einmal hoffen, weil die Unterschicht mittlerweile bei uns im Abendland nur noch ein vom Staat ge- und unterstütztes, außerdem ein globales, ohnehin immer wachsendes und daher meine Macht anstrebendes, dagegen aber die Mittelschicht nur ein regionales, nur ein arbeitendes, darum menschenfeindliches und ohnehin verschwindendes Phänomen ist).“

[image] Exponentieller Anstieg der Milliardäre. Zum Beispiel: 1998 waren es 230, und 2004 waren es 587, und 2007 waren es 946. Allein in diesen neun Jahren stieg die Zahl um 311,3%!

Die Oberschicht macht sich bei der Unterschicht beliebt; sie hat - besonders seit der „Bürgerlichen Revolution“ von 1789 - Angst vor „Revolutionen“ sie hat mehr Angst vor der Unter- als vor der Mittelschicht; sie hat Angst, ihren Reichtum und also ihre Macht zu verlieren. Daß diese Angst nicht grundlos ist, zeigen - z.B. in Deutschland - die seit ungefähr 1989/'90 immer schneller wachsende Zahl der Milliardäre und die gleichzeitig (zwar!) noch langsam wachsende Zahl der Armen (diese wächst u.a. deshalb langsamer als jene, weil beide die Mittelschicht ausbeuten!), obwohl die Oberschicht die Unterschicht an der Ausbeutung der Mittelschicht teilhaben läßt. Die Oberschicht gewinnt bei diesem Raub selbstverständlich sehr viel mehr als die Unterschicht, aber solange auch die Unterschicht gewinnt (wir dürfen ja nicht vergessen, daß die „Armut“ im gesamten Westen importiert ist - durch rasant wachsende Einwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen) und ihr immer wieder Gewinn versprochen werden kann, befindet die Oberschicht sich ziemlich in Sicherheit. Sie hat die Mittelschicht insgeheim zum Feind erklärt, um sich an ihr in einem Ausmaß wie nie zuvor zu bereichern und bei der Unterschicht, weil diese davon auch profitiert (obwohl sehr viel weniger), eine Freundschaft vorzutäuschen.

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Prozentuale Veränderungen (gegenüber 1992) des durchschnittlichen Nettoeinkommens pro Kopf in Deutschland.

Um auf den sehr engen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung der Mittelschicht (v.a. in Deutschland) durch die Ober- und die Unterschicht einerseits und der Ausbeutung der Männer durch den sexistischen Feminsmus bzw. Genderismus andererseits einzugehen, möchte ich zunächst jemanden zitieren, den ich Ihnen schon vorgestellt habe (**|**|**|**):

„Wir dürfen aber auch nicht vergessen, wie sehr wir Abendländer selbst und mit welchen nationalen Egoismen (besonders z.B. die Engländer) die bösen Geister gerufen haben, die wir jetzt nicht mehr loswerden. Es waren wir selbst, die die Moderne - unsere Moderne: die abendländische Moderne - gewollt haben, praktiziert haben und immer noch praktizieren. Wirtschafts- und gesellschaftspolitisch gesprochen: Es begann mit der Thesis als dem Liberalismus bzw. Kapitalismus (**); auf ihn folgte die Antithesis als der Links-Sozialismus bzw. Egalitarismus (**); und seit dem 9. November 1989 haben wir es mit der Synthesis als dem Rechts-Sozialismus bzw. Fraternitarismus (**) zu tun. Die Synthesis ist dabei für unsere Existenz die gefährlichste, weil selbstmörderischste. Was zu Hochzeiten des liberalistischen Kapitalismus und zu Hochzeiten des egalitaristischen Kommunismus nur wenige (z.B. Oswald Spengler **) für möglich hielten, ist inzwischen tatsächlich eingetreten: die aus diesen zwei größten ideologischen Gegnern sich speisende Synthesis: der fraternitaristische Globalismus. Kapitalismus und Kommunismus - diese zwei Todfeinde - haben sich verbündet, um die Mitte auszubeuten. So konnte es auch zu dem von Spengler prophezeiten Bündnis zwischen der »weißen Weltrevolution« (**) und der »farbigen Weltrevolution« (**) kommen. Spengler wußte, es würden »sich eines Tages Klassenkampf und Rassenkampf zusammenschließen, um mit der weißen Welt ein Ende zu machen« (**). Denn das »liegt in der Natur der Dinge, und keine der beiden Revolutionen wird die Hilfe der andern verschmähen, nur weil sie deren Träger verachtet. Gemeinsamer Haß löscht gegenseitige Verachtung aus.« (**). Spenglers Prognosen sind größtenteils bereits Wirklichkeit geworden (**|**).“ (Hubert Brune, „Menschenrechte“ als Untergangsbeschleuniger, 2001 **).

„Die Ausbeutung der Mittelschicht kommt sowohl der Oberschicht als auch der Unterschicht zugute, und wenn das Nationale, ja die gesamte kulturelle bzw. rassische Gemeinschaft tabuisiert wird, kommt das all jenen, die dieses Tabu nicht betrifft, zugute. Daher auch das verlogene Gerede der »Multikulturalisten« und »Genderisten« von »Brüderlichkeit« bzw. »Schwesterlichkeit« (vgl. »Synthesis«). Es sind ja insgesamt 93% der Menschheit, die davon profitieren, daß 7% der Menschheit ausgebeutet werden, wobei mit großer Verlogenheit behauptet wird, die 7% (die weiße Mittelschicht) beuteten die 93% (die globale Unterschicht und die globale Oberschicht) aus, und die größte Verlogenheit ist, daß zu den 93% auch die Oberschicht (rd. 1%) gerechnet wird - Oberschicht und Unterschicht als eine Interessengruppe! Das ist die »Synthesis«!“ (Hubert Brune, „Menschenrechte“ als Untergangsbeschleuniger, 2001 **).

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1) 6,1% zahlen 70% der Steuern;
2) 24,4% zahlen 30% der Steuern;
3) 19,5% sind von Steuern befreit;
4) 50% sind zu 100% Sozialfälle.


1+ 2) 30,5% Steueraktive;
3 + 4) 69,5% Steuerneutrale, - passive.


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1) 70% der Steuern von 6,1% bezahlt;
2) 30% der Steuern von 24,4% bezahlt.

1+ 2) 100% der Steuern von 30,5% bezahlt.


„Es ist das ewig ungerechte Spiel (**): Ausbeutung quantitativ oder qualitativ Schwacher durch quantitativ oder qualitativ Starke. Modern gesprochen sind die Angehörigen der Unterschicht quantitativ sehr stark und qualitativ sehr schwach, die der Mittelschicht quantitativ schwach bis stark (phasenweise zunehmend und abnehmend) und qualitativ schwach bis stark (phasenweise zunehmend und abnehmend), die der Oberschicht quantitativ sehr schwach und qualitativ sehr stark. Ziehen Sie daraus nun bitte die Konklusion!


Oberschicht)
Quantität: sehr schwach;
Qualität: sehr stark.

Mittelschicht)
Quantität: schwach bis stark (Frühphase), stark (Hochphase), stark bis schwach (Spätphase);
Qualität: schwach bis stark (Frühphase), stark (Hochphase), stark bis schwach (Spätphase).

Unterschicht)
Quantität: sehr stark;
Qualität: sehr schwach.

Je näher sich die Mittelschicht am Anfang oder am Ende der Entwicklung befindet, desto schwächer ist sie. In der Frühphase befindet sich die Mittelschicht noch im Aufbau, ist also noch nicht so effizient ausbeutbar, und existieren größtenteils immer noch die alten Herrschaftsformen. In der Spätphase befindet sie sich im Abbau, weil sie wegen ihres angesammelten Kapitals effizient ausbeutbar geworden ist und aufgrund der größtenteils neuen Herrschaftsformen zum Abbau gezwungen wird.

Oberschicht)
Kapital: sehr viel;
Macht: sehr viel.

Mittelschicht)
Kapital: wenig bis viel (Frühphase), viel (Hochphase), viel bis wenig (Spätphase);
Macht: wenig bis viel (Frühphase), viel (Hochphase), viel bis wenig (Spätphase).

Unterschicht)
Kapital: sehr wenig;
Macht: sehr wenig.

Weil also aufgrund von ökonomischen und historischen Bedingungen ein explizit gegen die Mittelschicht gerichtetes Bündnis von Ober- und Unterschicht während der Frühphase sehr unwahrscheinlich und während der Spätphase sehr wahrscheinlich ist, ist die Mittelschicht am meisten während der Spätphase gefährdet. Und diese Spätphase ist die Phase der »Synthesis« (**), die ich eben beschrieben habe.“ (Hubert Brune, „Menschenrechte“ als Untergangsbeschleuniger, 2001 **).

Der sogenannte „Kampf »gegen« die Ungerechtigkeit“ ist in Wirklichkeit ein Kampf für noch mehr Ungerechtigkei! Je länger er andauert, desto extremer, umfassender wird die Ungerechtigkeit. Dies zeigt sich auch im sogenannten „Geschlechterkampf“, der anfangs als ein Kampf für die „Freiheit“ (vom Mann!), dann als ein Kampf für die „Gleichheit“ (mit dem Mann!) und schließlich als ein Kampf für die „Schwesterlichkeit“ (ohne den Mann!) imaginiert und auf ziemliche paradoxe Weise durchgeführt wurde und wird. In Wirklichkeit geht es um die Ausbeutung und Vernichtung des Mannes - und zwar ganz ähnlich wie bei der Ausbeutung und Vernichtung der Mittelschicht (der Deutschen, der Abendländer, der Weißen, der Christen, der Männer ... [ja, und dann?] ...): der Gegner wird nicht sofort oder bald, sondern allmählich mit quasi lang wirkendem Gift vernichtet, denn: je länger er noch exisitiert, desto mehr kann man ihn ausbeuten. Man könnte meinen, es sei eine „sehr intelligente Strategie“, doch es ist im Grunde eine einfache Erfolgsrechnung - wie eben beschrieben. Dieser Kampf ist genauso dekadent (euphemistisch gesprochen: „modern“, „zivilisiert“) wie alle anderen modernen, zivilisierten Kämpfe.

„»Zuerst wird mit der „Freiheit“ gelockt, aber dann, weil es die nur bedingt gibt und ihr widersprochen werden kann, mit der sie widersprechenden „Gleichheit“ gelockt, die es aber ebenfalls nur bedingt gibt, weshalb schließlich nur noch mit der „Brüderlichkeit“ gelockt werden kann, obwohl es auch sie nur bedingt gibt. – „1789“ scheitert immer! .... Haben nicht die Bürgerlichen gleich nach ihrer „Revolution“ 1789 ihre Ziele verraten, indem sie die „Freiheit“ durch die „Gleichheit“ und diese wiederum durch die „Brüderlichkeit“ ersetzten - bis dann alles in den Napoleonischen Kriegen endete, und das „Revoluzzer“-Spiel danach erneut losbrach?« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:25 **).

Diese Folge muß ich erst noch durchdenken. War bisher, ich gebe es zu, nicht mein Thema.“ (Thomas R. E. Lentze, Was die Linkspopulisten mit ihrer Ideologie ... anrichten, 04.11.2011; 16:30 **).

Es sollte aber auch Ihr Thema sein, wie ich meine, denn: Der Feminismus ist eingebettet in die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Entwicklungen, die wiederum in den Kulturkreis eingebettet sind. Ich sage noch einmal: Man muß bei dem Thema, auf das ich mich in dem von Ihnen zitierten Text (**|**) beziehe, mein primäres Anliegen dabei berücksichtigen: Antworten auf die Fragen nach bestimmten Wirkungen und Auswirkungen bestimmter (Kultur-)Phänomene in einem bestimmten Raum zu einer bestimmten Zeit - in diesem Fall nämlich: im Abendland zur Zeit seiner Moderne. Die Phänomene der „Bürgerlichen Revolution“, wozu eben u.a. die modernen Ideologien (einschließlich Feminismus!) gehören, folgen stets - mehr oder weniger - dem Schema von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dieses Schema ist erstmals von 1789 bis 1815 durchgespielt worden und hat sich danach stets - mehr oder weniger - wiederholt (besonders ideologiegeschichtlich, wie gesagt), wobei der zeitliche Rahmen größer und kleiner sein kann. Im größeren Zeitrahmen: die Moderne bzw. Zivilisation in ideologiegeschichtlicher Hinsicht! Im kleineren Zeitrahmen: die jedem fleißigen Schüler bekannten sogenannten „Revolutionen“, z.B. die von 1789 in Frankreich, die von 1848/'49 in vielen Ländern Europas, die von 1871 in Frankreich („Pariser »Kommune«“), die von 1917 in Rußland* (*sie zählt nur teilweise mit, weil: in Rußland, also außerhalb des Abendlandes, aber abendländischer Herkunft!), die von 1918/'19 in Deutschland und Österreich-Ungarn, die von 1989/'90 in vielen Ländern Europas. Wichtig für unser Thema hier ist der größere Zeitrahmen, also: die Moderne bzw. Zivilisation in ideologiegeschichtlicher Hinsicht! Sie kann man einteilen in drei Phasen:

1.) Vorherrschaft der „Freiheit“ (v.a. des „freien“ Marktes über den „geschlossenen“ Staat) - ungefähr von 1789 bis 1870;

2.) Vorherrschaft der „Gleichheit“ (v.a. des „geschlossenen“ Staates über den „freien“ Markt) - ungefähr von 1870 bis 1989;

3.) Vorherrschaft der „Brüderlichkeit“ (synthetisierend; für den Feminismus: „Schwesterlichkeit“) - ungefähr von 1989 bis ...?....

Denken Sie 'mal an die schrankenlose Entwicklung des Liberalismus in der Zeit von 1789 bis 1870 (siehe: 1.) oder an die dazu antithetische Entwicklung des Egalitarismus von 1870 bis 1989 (siehe: 2.) oder an die Entwicklung des Fraternitarismus von 1989 bis ...?... (siehe: 3.), der nur noch damit beschäftigt ist, Liberalismus und Egalitarismus zu versöhnen oder zu synthetisieren (**), wofür z.B. auch die schrecklich mächtigen Institutionen wie Weltbank, IWF, WTO, UNO, WBGU , WWF, EU, OIC u.v.a. (einschließlich „Gender“-Institutionen u.s.w.) stehen.

Alle diese Institutionen sind abendländischer Herkunft (ob sie mittlerweile von anderen Teilen der Welt verinnerlicht worden sind, spielt dabei nur eine Nebenrolle, weil die Idee der abendländischen Kulturseele entstammt). Man kann auch den Feminismus letztlich nicht genau verstehen, wenn man ihn aus diesen ihn einrahmenden Entwicklungen immer nur isoliert. Dem Feminismus reicht längst nicht mehr „nur“ die „Freiheit“ (vom Mann!) und auch nicht mehr „nur“ die „Gleichheit“ (mit dem Mann!), sondern seit einiger Zeit will er die „Schwesterlichkeit“ (ohne den Mann!) durchsetzen, und zwar synthetisierend: die Thesis „Freiheit“ in erhöhter Form in sich bewahren (aufheben **) und die die Thesis negierende Antithesis „Gleichheit“ auf einer erhöhten Ebene negieren (aufheben **). Der Feminismus will nämlich in dieser synthetischen Phase (siehe: 3.) gar nicht mehr die „Gleichheit“ (mit dem Mann!), sondern die erhöhte Form der „Freiheit“ (vom Mann!), d.h. die „Schwesterlichkeit“ - das ist die feministische Synthesis! **

Diese Synthesis können Sie auch den Feminismus-als-Sexismus (also den Sexistischen Feminismus) nennen, denn er ist - mit eben nur deutlicherer Betonung - dasselbe Phänomen wie der eben beschriebene Feminismus-als-Synthesis (der synthetische Feminismus). Ihn gab es selbstverständlich auch schon vor dieser synthetischen Phase, aber er war zu der Zeit noch nicht die vorherrschende Variante des Feminismus, und das Vorherschen ist entscheidend (auch für das Verständnis). Der Feminismus ist, wie alle anderen Ideologien der Moderen auch, dem Verständnis sehr leicht zugänglich, wenn man ihn dem eben beschriebenen Dreierschritt (vgl. Hegels Dialektik **) unterzieht. Wie der Feminismus selbst folgt auch seine synthetische Variante - also: der Feminismus-als-Sexismus - diesem Dreierschritt. **

Ein anderes plausibles Beispiel sind die Parteien, die ja alle - auch nicht zufällig - dieselbe „Geburtsstunde“ haben wie die „Bürgerlichen Revolution“ von 1789. Sobald Parteien entstanden sind, spalten sie sich auf, und man erkennt, daß auch sie dabei dem Schema „Freiheit–›Gleichheit–›Brüderlichkeit“, das bei ihnen auch „Mitte–›Links–›Rechts“ (**|**|**) genannt werden kann. - Dies läßt sich auch an vielen anderen Beispielen zeigen - jeder Kulturkreis ist angefüllt mit solchen Beispielen.

So wie aus der ehemaligen Unterschicht eine Mittelschicht gemacht worden ist - ungefähr in der Zeit von 1870 bis 1989 (siehe: 2.), diese seit ungefähr 1989 (siehe: 3.) immer mehr ausgebeutet und eine neue Unterschicht immer mehr importiert wird, so sind die Frauen in die Lohnarbeit gebracht, den Männern der Mittelschicht „gleichgestellt“ (siehe: 2.) worden und werden wie sie seit ungefähr 1989 (siehe: 3.) in exponentiell zunehmendem Maße ausgebeutet. Der sehr bedeutende Unterschied ist aber, daß die Frauen der Mittelschicht - wie alle Frauen - eine Lobby haben (sogar auch dann, wenn sie mit ihr gar nichts zu tun haben wollen!) und die Männer der Mittelschicht nicht. Die Herrschenden und Lobbyisten (die mittelbar Herrschenden) behaupten, hier gäbe es eine „Ungerechtigkeit“, aber sie meinen damit nicht die Ungerechtigkeit gegenüber den Männern der Mittelschicht, sondern die in der Wirklichkeit nicht existente gegenüber den Frauen. Die in der Wirklichkeit existente Ungerechtigkeit gegenüber den Männern der Mittelschicht wird dabei einfach ausgeblendet, schlimmer noch: durch die in der Wirklichkeit nicht existente gegenüber den Frauen ersetzt. Die künstlich erhobene „Ungerechtigkeit“ ist nämlich, wie das Wort „künstlich“ schon verrät, keine natürliche und auch keine wirklich gesellschaftliche, sondern eine rein finanzökonomisch kalkulierte, um die Lohnkosten senken zu können. Und da es diese ökonomische Ungleichheit und Ungerechtigkeit zwischen Wirtschaftslobby und Frauen auch gibt und eine Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern nicht (!), hat es der Feminismus so leicht, das immer größer gewordene Vakuum zu füllen. Der Feminsimus entstammt ja nicht einer finanzökonomischen und auch nicht einer frauentypischen Lobby, sondern den gegebenen Situationen in einem geographischen Raum (Abendland) zu einer geschichtlichen Zeit (Moderne) mit den Möglichkeiten zu „Revolutionen“ und kann deshalb seine Lüge verbreiten, er sei aus sich selbst entstanden und strebe gar keine finanzökonomische Lobby, keine Macht an, sondern beseitige lediglich „Ungerechtigeiten“.

Mit anderen Worten: Der Mann hat die Frau an die Macht gebracht - ja getragen!

Ich sage voraus: Wenn der Ertrag aus der Ausbeutung der Mittelschicht bei Null angekommen sein, wenn also die Mittelschicht nicht mehr existieren wird, dann wird auch die Moderne mit allen ihren wahnsinnigen Ideologien, zu denen auch der Feminismus gehört, bei Null angekommen sein, also nicht mehr existieren! **

Ich hoffe, daß ich mit dem bisherigen Text mehr als scheinbar zuvor zur Bekanntmachung beigetragen habe.

„»Die Hauptschuldigen an dieser menschenfeindlichen Entwicklung tragen jene Männer im Abendland, weil sie sie erst möglich machten, machen und noch einige Zeit machen werden.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:25 **).

Da stimme ich allerdings zu. Bei schlecht geratenen Kindern tragen auch die Erzieher (d.h. heute vor allem Mütter) zumindest eine Mitschuld.“ (Thomas R. E. Lentze, Was die Linkspopulisten mit ihrer Ideologie ... anrichten, 04.11.2011; 16:30 **).

Hier habe ich ein kleines Problemchen mit dem Adverb „allerdings“, denn: wenn Sie „da ... allerdings“ zustimmen, bedeutet das nach den Regeln der Grammatik und Logik, daß Sie meinen vorherigen Sätzen (**) nicht zustimmen. Meinetwegen. Allerdings (!) ergäbe das dann Probleme der Übereinstimmung mit vielen Ihrer anderen Äußerungen.

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„»Abgesehen davon, daß sich die sexistischen Frauen ihre erst einmal erreichten Gewinne nicht mehr nehmen lassen und nach ihrer Machtergreifung ihr Programm durchziehen werden.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:25 **).

Darin sehe ich in der Tat ein ernstes Problem. Das Frauenwahlrecht werden wir auf friedlichem Wege auch nicht mehr los. Womit ich nicht sagen will, daß wir den Unfrieden, der zu seiner Abschaffung nötig ist, aktiv herbeiführen sollten. Der wird schon von selber kommen.“ (Thomas R. E. Lentze, Was die Linkspopulisten mit ihrer Ideologie ... anrichten, 04.11.2011; 16:30 **).

Da können Sie sicher sein! Mein von Ihnen zitierter Satz ist zwar auch, aber nicht nur im Hinblick auf das Frauenwahlrecht gemeint, sondern auf die Gewinne (also: ganz allgemein), und zu denen gehört eben auch das Frauenwahlrecht.

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Mittelschicht. - Dreierschritte. -

admin @, Montag, 14. November 2011, 19:03 (vor 2200 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend Herr Schütze!

Eigentlich hätten wir ein neues Thema eröffnen müssen, denn das, was Sie beschreiben, scheint mir, entgegen Ihrer Aussage, nur wenig mit dem Ausgangsthema (Formenkreis des Feminismus) zusammenzuhängen.

Aber zur Sache.

Ihre Mitteilungen zur Ausbeutung der Mittelschicht gemeinsam durch Ober- und Unterschicht sind zweifellos interessant. Für mich war das Meiste neu, aber es leuchtet mir ein. Die zugeordneten Grafiken sind auch dem Verständnis sehr hilfreich.

Die verlinkte Abhandlung „Menschenrechte“ als Untergangsbeschleuniger habe ich nur angelesen, weil sie sehr umfangreich ist. Ich will das später nachholen, weil der Text die Lektüre lohnen dürfte.

Was mir vorerst nicht einleuchtet, sind Ihre Ausführungen zum Dreierschritt der Prinzipien der Französischen Revolution. Anscheinend fehlt es mir an Kenntnissen anderer Texte, die zur Vorbereitung eines Verständnisses notwendig sind.

Insbesondere einen Zusammenhang zwischen dem sexistischen Feminismus und der Synthese der Schwesterlichkeit sehe ich nicht. Überhaupt sehe ich nicht ein, daß der Feminismus eingebettet sei "in die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Entwicklungen, die wiederum in den Kulturkreis eingebettet sind."

Diese Verständnisschwierigkeiten müssen keine dauerhaften sein. Wir sollten uns aber bewußt sein, daß wir von völlig verschiedenen Weltmodellen ausgehen, somit vielleicht sogar in Denkschablonen befangen sind. Wie gesagt, schließt das eine Annäherung nicht aus, aber das dürfte seine Zeit dauern.

Was insbesondere die Prinzipien der Französischen Revolution betrifft, so sehe ich sie gemäß dem anthroposophischen Modell drei Bereichen zugeordnet:

  • Freiheit: Geistesleben. Ressourcen unbegrenzt, Konkurrenz unabdingbar, wie z.B. im Sport.
  • Gleichheit: Rechtsleben.
  • Brüderlichkeit: Wirtschaftsleben. Ressourcen begrenzt. Konkurrenz schädlich.

Diese drei Bereiche sind gemäß den Zielen der Dreigliederungsbewegung strikt zu trennen. Aus Vermischung entsteht Unheil. In der zugehörigen Literatur ist das detailliert ausgeführt worden. Wäre die Dreigliederung durchgeführt worden, so Steiner, dann hätte der Erste Weltkrieg (aus heutiger Sicht: der Zweite Dreißigjährige Krieg) verhindert werden können.

Die Dreigliederung geht aber viel tiefer; sie bezieht sich auch auf Leib und Seele:

  • Das Nerven-Sinnes-System ist Grundlage des Vorstellens (inkl. des Denkens). - Wachbewußtsein.
  • Das rhythmische System (Herz, Lunge) ist Grundlage des Fühlens. - Traumbewußtsein.
  • Das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem ist Grundlage des Wollens. - Schlafbewußtsein.

Diese Trichotomien bilden aber keine Drei"schritte", sondern bestehen zeitgleich und notwendig aufeinander bezogen. Ferner bilden sie verschachtelte Systeme. Und immer besteht die Gefahr der Vorherrschaft eines dieser Bereiche, oder ihrer disharmonischen Beziehung.

Die von Ihnen in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückte Ökonomie ist m.E. nur Ausdruck eines der drei menschlichen Grundtriebe, hier aufgeführt in Zusammenhang mit seinen monastischen Idealen:

  • Selbstbehauptungstrieb: Gehorsam
  • Liebestrieb: Keuschheit
  • Besitztrieb: Armut

Dem entsprechen die drei Versuchungen Jesu, hier in der richtigen Reihenfolge:

  • Luzifer versuchte Jesus, die irdische Weltherrschaft zu erlangen.
  • Luzifer + Ahriman versuchten Jesus, sich ins Unterbewußte, Rauschhafte fallen zu lassen.
  • Ahriman suggerierte Jesus, Steine in Brot zu verwandeln, d.h. eine irdische Unterblichkeit zu erlangen.

Die letzte Versuchung bestand Jesus zunächst nur teilweise, was dann zu seiner Einsamkeit in der Gethsemane-Nacht und zur Kreuzigung (aber auch zur Auferstehung) führte. Denn hinter Ahriman stand unerkannt und zunächst unerkennbar die dritte widergöttliche Macht: Asura.

  • Luzifer nahm es mit dem Heiligen Geist auf und verursachte eine illusionäre, angenehme Scheinwelt, den Lügengürtel.
  • Ahriman nahm es mit dem Sohn auf und arbeitet hin auf die Mechanisierung, Abtötung der Welt.
  • Asura wird es mit dem Vater aufnehmen.

Ebenso gab bzw. gibt es - dies aber meine eigene Idee - drei totalitäre Ideologien:

  • Marxismus = Ökonomismus, Materialismus.
  • National-Sozialismus = Evolutionismus, rassebezogener Machtwille.
  • Genderismus = Feminismus, Sexismus.

Und hier gibt es auch einen zeitlichen Dreischritt mit Zielrichtung "nach unten", denn die Klassenkämpfe tendieren zum Biologischen hin. Vgl. Lenin-Hitler-Schwarzer (1) und Lenin-Hitler-Schwarzer (2).

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In den Analysen von Hubert Brune, so aufklärend sie auch sind, vermisse ich Eines: den Aspekt der göttlichen Welt. Er geht vor wie etwa Freud mit seiner Psychoanalyse. Dieser "entlarvte" den Menschen in seiner dämonischen, perversen Abgründigkeit. Nur - damit hatte er nicht den ganzen Menschen beschrieben, sondern sozusagen nur die Hölle in ihm, nicht auch den Himmel.

Sieht man den Menschen dermaßen reduziert (wobei ich keinesfalls behaupte, daß die Ergebnisse an sich falsch seien), so sieht man keine Zukunft mehr und verdammt sich selbst zum "Unbehagen an der Kultur". Man wird dann auch nichts ändern können.

Das ist auch, was ich an der gegenwärtigen Männerbewegung ganz allgemein zu beklagen habe: sie "entlarven" den Feminismus und beschrieben seine Gestalten. Damit sind sie täglich beschäftigt. Gut, das tue ich auch. Aber wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben. Das aber kann gegenwärtig, soweit ich sehe, nur das anthroposophisch vertiefte Christentum.

Demnach ist diese wünschenswerte Zukunft eben gerade nicht ein "Himmel" als glücklicher Endzustand. Etwas Entsprechendes wird zwar - vorübergehend - kommen (vgl. die anthroposophische Kosmologie), aber das entzieht sich jeder Vorstellungskraft und muß uns auch nicht sogleich beschäftigen.

Entscheidend ist: Die Widersachermächte, die ihrerseits ständig evoluieren, haben einen Sinn, genauso wie die gegnerische Mannschaft in einem Fußballspiel. Ohne sie gibt es keine Siege; ja gibt es nichts, wofür sich zu spielen (zu leben) lohnte!

Ich hoffe Sie angeregt zu haben zu einer weiteren Diskussion.

Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen
T.R.E.Lentze

Feminismus, Genderismus (Teil Ib)

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 17. November 2011, 21:10 (vor 2197 Tagen) @ admin

Guten Tag, Herr Lentze!

Danke für Ihre Antwort. Ich glaube nicht, daß wir eigentlich „ein neues Thema“ hätten „eröffnen müssen“, wie Sie meinen (**), weil wir dann wahrscheinlich den Feminismus nur isoliert betrachtet hätten, wie ich schon am 14.11.2011 um 15:43 Uhr (**) mitgeteilt habe. Das ist - jedenfalls für die Erkenntnis - wenig oder nur dann sogar sehr hilfreich, wenn man ihn in allen seinen Zusammenhängen bereits kennt.

Meinen Sie denn wirklich, daß der Feminismus isoliert existiere, aus sich selbst heraus und in einer Nicht-Umwelt entstanden sei? Das meinen Sie nicht wirklich, oder?

Sie meinen, daß Sie „einen Zusammenhang zwischen dem sexistischen Feminismus und der Synthese der Schwesterlichkeit“ (**) nicht sehen, und ich meine, daß Sexistischer Feminimsmus und „Schwesterlichkeit“ und Feministische Synthesis (**) fast Synonyme sind, weil nur die Betonungen und die sich aus Text und Kontext ergebenden Zusammenhänge noch andere Bedeutungen zulassen - ansonsten aber sind die drei echte Synonyme. Sie werden jetzt wahrscheinlich fragen: Warum? Meine Antwort lautet: Weil sie

(1.) dem „Struktur-Ast“ Differenz-Feminsimus des „Struktur-Baumes“ Feminismus angehören (**);

(2.) nicht dem „Struktur-Zweig“ Opportunistischer Feminsimus zuzuordnen sind (**);

(3.) ihre erhöhte Form der „Freiheit“ vom Mann - nämlich die Männerlose Gesellschaft - umißverständlich fordern und deshalb dem „Struktur-Zweig“ Sexistischer Feminismus (**) zuzuordnen sind;

(4.) historisch - insbesondere kulturhistorisch - gewachsene Phänomene sind, die auffälligerweise Hegels Dialektik (**) folgen und innerhalb dieser den letzten von drei Schritten bzw. die letzte von drei Phasen bedeuten - dieser dritte Schritt bzw. diese dritte Phase ist die Synthesis und heißt bezüglich des Feminismus: Feministische Synthesis oder „Schwesterlichkeit“ - mit dem Motto: Wir Frauen halten zusammen, weniger weil wir gleich sind, sondern viel mehr weil wir dasselbe Ziel haben: die Männerlose Gesellschaft.

Der Feminismus ist - so wie andere Phänomene auch - nicht ohne seine Herkunft, nicht ohne sein Eingebettet- oder Enthalten-Sein, nicht ohne die Bedingungen seiner Umwelt, nicht ohne seine Umwelt-Zusammenhänge zu verstehen. Wahrscheinlich sehen Sie das deswegen anders, weil sie ein Steinerianer sind. Gut, ich bin in gewisser Hinsicht ein Hegelianer und Nietzscheaner (also: ein Hegel-Nietzscheaner oder eher noch ein Nietzsche-Hegelianer). Ich weiß nicht, wie gut Sie Hegel und Nietzsche kennen. Ich entnehme Ihren mir bekannten Äußerungen, daß Sie Nietzsche gelesen haben, weiß aber nicht, ob Sie auch Hegel gelesen haben. Viele „68er“ behaupteten ja, Marx und Freud gelesen zu haben und wurden deshalb auch Freudomarxisten genannt; doch viele von ihnen wußten wahrscheinlich noch nicht einmal, daß Marx Hegelianer und Freud Nietzscheaner war; Marx hatte alles von Hegel kopiert und dazu sein eigenes Süpplein gekocht, Freud hatte alles von Nietzsche kopiert und dazu sein eigenes Süpplein gekocht; beide waren schlechte Kopierer (Freud dazu noch so narzißtisch, daß er es bis an sein Lebensende nötig hatte zu leugnen, daß er seine Theorie Nietzsche verdankte). Nun - ich habe auch Marx und Freud gelesen und festgestellt: der Schüler Marx versuchte seinen Lehrer Hegel auf den Kopf zu stellen, ohne ihn zu verletzen; der Schüler Freud versuchte, ohne sich selbst zu verletzen, seinen Lehrer Nietzsche zu verleugnen (wahrscheinlich mußte Freud seine „Schulzeit“ nur „verdrängen“!).

„In den Analysen von Hubert Brune, so aufklärend sie auch sind, vermisse ich eines: den Aspekt der göttlichen Welt. Er geht vor wie etwa Freud mit seiner Psychoanalyse. Dieser »entlarvte« den Menschen in seiner dämonischen, perversen Abgründigkeit. Nur - damit hatte er nicht den ganzen Menschen beschrieben, sondern sozusagen nur die Hölle in ihm, nicht auch den Himmel. Sieht man den Menschen dermaßen reduziert (wobei ich keinesfalls behaupte, daß die Ergebnisse an sich falsch seien), so sieht man keine Zukunft mehr und verdammt sich selbst zum »Unbehagen an der Kultur«. Man wird dann auch nichts ändern können.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte , 14.11.2011; 19:03 **).

Hubert Brune kommt von der Wissenschaft her, und die Wissenschaft - besonders die Naturwissenschaft - entwickelt sich, so sehr sie auch selektiv vorgeht, mit Hilfe der Falsifikation, also aufgrund des Zweifels bzw. der Skepsis. Ich habe mich mit Brunes WWW-Seiten sehr intensiv beschäftigt, wie Sie bereits wissen (**|**|**|**|**|**) und festgestellt, daß er den Skeptizismus, wie er z.B. auch von der abendländischen Lebensphilosophie (**) vertreten wird, mitunter deshalb schätzt, weil dieser befruchtend auf die Wissenschaft wirkt. Die Wissenschaft ist nun aber, wie Sie als Anhänger der Anthroposophie wahrscheinlich auch wissen, nicht dazu da, „den Aspekt der göttlichen Welt“ (**), sondern die wirkliche („erscheindende“ [Arthur Schopenhauer]) Welt zu beschreiben,. Mit dem Aspekt der göttlichen Welt hat sich Hubert Brune jedoch auch intensiv beschäftigt (vgl. ders., Glaube, 2001; vgl. ders., Verzeichnis Glaube, 2001-2010 [**|**]). Ich weiß nicht, ob er damit den „Himmel“ im Menschen auch so beschreibt, wie Sie es fordern (**), aber ich weiß, daß er ihn beschreibt.

Recht haben Sie, wenn Sie fordern, auch den „Himmel im Menschen“ zu beschreiben. Und in Brunes Texten findet man ihn auch - anders als in Freuds Texten, in denen man ihn nicht findet. Brunes Textpassagen über großzügige Gesten, die dem Stolz des Menschen innewohnen, sind Beispiele für den „Himmel“ im Menschen (**) und als anthropologische Konstanten (!) zu verstehen. Dazu gehören auch ehrlich gemeinte Aufrufe wie dieser: „Wir wollen andere Völker an unserem Reichtum teilhaben lassen!“ (**). Wenn aber eine solche, aus dem Stolz des Menschen herrührende Geste - ein „Himmel“ im Menschen - nicht auf Dank stoße und immer mehr nur in Richtung auf die Gier umgedeutet werde, dann könne das nicht ewig akzeptiert werden, so Brune. Solche Profitmacher sollten „sich gefälligst bei uns bedanken. Das haben sie noch nie getan. Auch wir haben einen Stolz! Der wird ständig mit Füßen getreten. Auch von unseren eigenen Herrschenden. Das muß sich endlich ändern.“ (**). Mit Texten verhält es sich oft so wie mit Nachrichten: als seien nur negative gute. Aber manchmal findet man Texte, die auch das Gegenteil dazu aufzeigen. Brunes Webseiten beinhalten auch solche Texte. Über das „anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) findet man allerdings auch bei ihm nicht viel - aber: ist das denn so wichtig? Wohl kaum, oder? Ihre diesbezüglichen Textstellen, lieber Herr Lentze, verstehen doch wahrscheinlich die meisten Leser nicht - weil sie keine Steinerianer bzw. anthroposophisch vertiefte Christen sind wie Sie - und überfliegen diese Textstellen, um zur nächsten verständlichen Textstelle zu gelangen. Und das ist bestimmt auch nicht gerade in Ihrem Sinne, oder? Trotzdem stimme ich Ihrer Forderung zu: „man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben“ (**). „Gut, das tue ich auch“ (**), könnte Hubert Brune hier mit großem Selbstbewußtsein antworten - und doch haben Sie es geschrieben (**).

„Das ist auch, was ich an der gegenwärtigen Männerbewegung ganz allgemein zu beklagen habe: sie »entlarven« den Feminismus und beschreiben seine Gestalten. Damit sind sie täglich beschäftigt. Gut, das tue ich auch. Aber wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben. Das aber kann gegenwärtig, soweit ich sehe, nur das anthroposophisch vertiefte Christentum.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte , 14.11.2011; 19:03 **).

Wie gesagt: Hubert Brune beschreibt sehr wohl auch „eine wünschenswerte Zukunft“ (**), nur eben auf eine andere Art als Sie. Deshalb meine Forderung: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen! Mir war nämlich schon beim Verfassen des von Ihnen kommentierten Textes (**|**) klar, daß Sie sehr wahrscheinlich mit einer anthroposophisch und/oder christlich motivierten Kritik kommen werden, und wollte den Vorschlag zur Arbeitsteilung auch ans Ende des Textes setzen - nur wie gesagt: ich bin nicht der Meinung, daß diejenigen, die „das anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**|**) nicht so sehr kennen oder vielleicht sogar nicht gutheißen, auch „eine wünschenswerte Zukunft“(**) nicht so sehr kennen oder vielleicht sogar nicht gutheißen; und deshalb verwarf ich auch die Idee, den Vorschlag zur Arbeitsteilung ans Ende des Textes zu setzen. Aber jetzt sage ich noch einmal: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben!

Derzeit ist keine andere Bewegung „individualistischer“ und zerstreuter als die der „Mitte“ („Freiheits“-Apostel) und die der „Rechten“ („Brüderlichkeits“-Apostel) . Das zeigt, wer hier trotz der Entwicklungen seit 1989 immer noch das Sagen hat: es sind die „Linken“ („Gleichheits“-Apostel), die aber mehr und mehr die Position der „Rechten“ übernommen haben, weil der „Zeitgeist“ und die politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse die der „Rechten“ geworden sind, während ebenfalls dadurch die Vertreter der „Mitte“ und besonders die der „Rechten“ in die Position der ehemaligen „Linken“ gedrängt worden sind (vgl. meine Ausführungen zum Dreierschritt bzw. zu Hegels **). Mit anderen Worten: Die jetzigen „Rechten“ sind die ehemaligen „Linken“. Die ehemaligen „Linken“ haben sich scheinbar selbst bekämpft, um an der Macht bleiben zu können. Jetzt sind also die ehemaligen „Linken“ die, von denen sie ehemals sagten, sie seien ihre Feinde. Daher auch die seit 1989 immer mehr um sich greifende Verwirrtheit bezüglich der Benennungen, denn einerseits will man die „Linken“ noch nicht so recht die „Rechten“ nennen, andererseits kann man die „Linken“ nicht mehr die „Linken“ nennen, weil

(a) sie zu denen geworden sind, die sie einst bekämpften,

(b) das Arbeitreproletariat, das ihre einzige Klientel war, nicht mehr existiert (an deren Stelle ist ein Einwanderungsproletariat gerückt, doch dessen Interessen sind keine Arbeiterinteressen, sondern Interessen der ausländischen „Rechten“ - noch ein Grund mehr für die inländischen „Linken“ zu „Rechten“ zu werden).

Wer den jetzigen „Rechten“ - also den ehemaligen „Linken“ - etwas entgegensetzen will, muß solidarisch mit denen bleiben, die das auch wollen - und das heißt: Zugeständnisse, Abstriche machen und dabei eisern am Ziel festhalten. Das ist sehr schwierig, besonders für die, die heute immer noch die „Rechten“ genannt werden, aber schon seit 1989 in die Position der ehemaligen „Linken“ gedrängt worden sind - denn: die jetzigen Ausgebeuteten sind Mittelschichtler, und die werden nicht verteidigt von den ehemaligen „Linken“ (den jetzigen „Rechten“), sondern von den ehemaligen „Rechten“ (den jetzigen „Linken“). Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen!

Ich möchte an einem meiner Kommentare erinnern, in dem u.a. zu lesen ist: „Vielleicht verteidigt jeder das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, dann am konsequentesten, wenn er sich dabei auch seines Verbündeten sicher sein kann, der ebenfalls auf diese Weise das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, am konsequentesten verteidigt. Ich meine, daß es nun mal viele verschiedene Feinde und Fronten gibt - gerade in modernen Zeiten, wo es überall gleichzeitig knallt -, und daß es deswegen am sinnvollsten ist, sich die Verbündeten nicht so auszusuchen, wie es in der Vergangenheit oft geschehen ist - vor allem (leider!) auf der sogenannten „rechten“ Seite.“ (Herr Schütze, 21.03.2011, 19:56 [**]). Diese „rechte“ Seite ist im Sinne des immer noch üblichen Sprachgebrauchs mittlerweile längst die „linke“ Seite geworden - wir müssen dies auch insbesondere dann berücksichtigen, wenn wir noch die alten Bezeichnungen benutzen (ich benutze die alten und nur dann die neuen Bezeichnungen, wenn ich dabei explizit auf ihre Neurartigkeit hinweise).


Noch einmal: Zusammenhang von Mittelschichtausbeutung und „Revolutionen“ (einschließlich Feminismus). ** **

Alle „Revolutionäre“ (auch die feministischen „Revolutionärinnen“) brauchten, brauchen und werden immer brauchen für ihre „Revolutionen“ Geld und Vermögen in einer Höhe, die ausreicht, um Gewinne erbeuten zu können. Dieses Geld und dieses Vermögen sind heutzutage - in der Phase des Globalismus - nicht mehr aus der Oberschicht zu holen, weil diese nicht mehr zu fassen ist, sich und ihr Geld und Vermögen überall auf dem Globus verstecken kann, reicher und mächtiger ist als alle Oberschichten der Vergangenheit zusammen. Nur noch echte „Weltrevolutionäre“ können die Globalisten entmachten. Und solange dies nicht geschieht - die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es nicht geschieht, ist hoch -, müssen die unechten „Revolutionäre“ dieses Geld und dieses Vermögen woanders rauben. Und so wie die unechten „Revolutionäre“ nur aus der Oberschicht oder Unterschicht oder aus einem Bündnis zwischen Ober-und-Unterschicht kommen können, so kann die Beute als das zu Geld und das Vermögen nur noch aus der Mittelschicht kommen, denn aus der Unterschicht ist ebenfalls nichts zu holen, weil sie heutzutage nicht mehr u.a. auch aus Lohnarbeitern besteht, sondern nur noch aus Transferempfängern - das sind solche, die ihr vom einkommenslosen Staat versprochenes Einkommen von den Steuerzahlern (und wer zahlt [noch] Steuern?) bekommen. Dieses Geld und dieses Vermögen kommen also aus der Mittelschicht, d.h. - global gesehen - vor allem aus der Mittelschicht Deutschlands (die Summen, die hier zusammenkommen, sind so gigantisch, wie sie es jeweils vor den beiden letzten Weltkriegen auch waren, sodaß damit gerechnet werden muß, daß wieder aus Habgier, Neid und Eifersucht ein Weltkrieg gegen Deutschland herbeigeführt wird). Keine bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen der Mittelschicht! Glaubt man jedoch den Lügen dieser Parteien, dann vertritt jede von ihnen die Interessen der Mittelschicht. Keine bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen der Mittelschicht, aber jede bundesrepublikanische Partei vertritt die Interessen von Ober- und Unterschicht - global! Historisch gesprochen: Moderne Räuber („Revolutionäre“) und Kleptokraten (Parteipolitiker und Lobbygruppen) kommen heutzutage - in der Phase des Globalismus - aus der Ober- und aus der Unterschicht, und zwar weltweit! Es lohnt sich für sie, so vorzugehen, und es wird sich noch lange lohnen; die Steuern, die der kleptokratische Staat den Deutschen raubt, sind seit langem schon in exponentiell zunehmendem Ausmaß gestiegen (allein schon die Zuwächse sind gigantische, „astronomische“ Beträge!); die Ersparnisse der Deutschen betragen mehr als 2 Billionen Euro; für die Kleptokraten ist es das einfachste auf der Welt (!), immer wieder und immer mehr ertragsreiche Lügen zu erfinden und zu verbreiten (wie z.B. die Eurolügen, Kriegslügen, Klimalügenu.v.a. Lügen - als „Rohstoffe“ werden sie in der „Lügenindustrie“ zu ersten tauglichen „Produkten“ verarbeitet, die anschließend in der „Gewissensindustrie“ weiterverarbeitet werden), um den Deutschen das Geld rauben zu können.

Auch für den Feminismus gilt also: Jemand muß dafür, daß der Feminsimus lügt und betrügt, bezahlen und bluten! Um sich bei der Machtausübung nicht ständig in die Quere zu kommen, müssen Kleptokraten, die ja die deutsche Mittelschicht ausbeuten, und die Feministinnen, die ja die Männer ausbeuten, ein gemeinsames Objekt - eine Schnitt- oder Durchschnittsmenge, wie es in der Mathematik heißt - als Opfer ihrer Ausbeutung haben: Männer der deutschen Mittelschicht. Viele Männer fallen auf die Lügen des Feminismus genauso herein wie viele Mittelschichtler auf die Lügen der Kleptokraten, z.B. auf deren Lüge, die Reichen unterstützten die Armen zu wenig und müßten sie deshalb mehr unterstützen - es ist eine zweifache Lüge, denn:

(a) die Reichen, wenn man damit die Oberschicht meint, unterstützen die Armen gar nicht (außer im Labern und beim Lügen), sondern beuten die Mittelschicht immer mehr aus;

(b) die Mittelschicht unterstützt die Armen seit langem schon immer mehr, und das, obwohl sie gleichzeitg immer mehr von der Oberschicht ausgebeutet wird.

Mit den „Reichen“ sind also alle Mittelschichtler gemeint, von denen viele - mit der „Gewissensindustrie“ im Nacken - der Ausbeutung und Vernichtung der Mittelschicht immer häufiger auch noch kopfnickend zustimmen. Analog dazu funktionieren die Lügen des Feminismus, der , um Erfolg zu haben, den Männern immer nur genügend Gewissensbisse und Schuldgefühle beibringen und die bekanntlich nie endende monetäre „Wiedergutmachung“ lediglich beim kleptokratischen Staat einfordern muß, wobei nicht wenige Männer der Ausbeutung und Vernichtung aller Männer immer häufiger auch noch kopfnickend zustimmen. –  Ich biete also eine Antwort auf drei Fragen:

(1.) warum besonders die Mittelschicht das Ausbeutungsopfer ist;

(2.) warum besonders Deutschland (und also: dessen Mittelschicht) das Ausbeutungsopfer ist;

(3.) warum besonders die Männer das Ausbeutungsopfer sind.

Männliche Mittelschicht Deutschlands (MMD) - so heißt die Schnittmenge, das gemeinsame Objekt als das Opfer von Ober- und Unterschicht.

Sie werden wahrscheinlich sagen: „Jetzt bietet er schon wieder keine Lösungsvorschläge.“ Ich sage: Doch! Das habe ich auch schon immer getan! Sie haben sie nur nicht gelesen! Deshalb hier noch einmal in aller Deutlichkeit und mit Bezug auf die eben erwähnten drei Fragen meine Lösungsvorschläge:

(1.) wir müssen die Mittelschicht vor der Ausbeutung retten und uns deshalb alle unter- und übernationale Institutionen und deren Kriege verbieten;

(2.) wir müssen den krankgemachten Nationalstaat gesundmachen, denn nur durch unter- und übernationale Institutionen und deren Kriege ist Deutschland ausbeutbar;

(3.) wir müssen das krankgemachte Patriarchat gesundmachen, weil nur mit ihm das Überleben der Menschheit gewährleistet ist.

Ob solche Lösungvorschläge derzeit fälschlicherweise als utopisch abgetan werden und wie lächerlich die verlogenen Brgündungen sind, spielt für uns zunächst einmal eine untergeordnete Rolle. Meine Lösungsvorschläge sind nicht reine Theorie, sondern auch (noch!) in die Praxis umsetzbar!


Wenn Sie einen anderen, einen besseren oder besser einen komplementären Lösungsvorschlag haben, teilen Sie ihn mir - bitte - mit.


Über ein nur in erster Näherung harmlos erscheinendes Beispiel - eine Groteske zum Ehegattensplitting - informiert Andreas K., ein guter Bekannter von mir, im Forum Männerrechte bei MANNdat.de:

„Das gewerkschaftsnahe Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung (DIW) fordert Steuererhöhungen in Form der Abschaffung des Ehegattensplittings. Das würde dem Staat nicht nur mehr Steuereinnahmen bringen, sondern auch die Ehefrauen in Ehen mit traditioneller Erwerbsverteilung in den Arbeitsmarkt zwingen. Das verminderte Nettoeinkommen ließe den Haushalten keine andere Wahl mehr, so frohlocken die Gewerkschaftsforscher:

»Die gemeinsame Besteuerung von Ehepartnern im Rahmen des Ehegattensplittings ist nach wie vor ein großes Hemmniss der Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen am Arbeitsmarkt in Deutschland. In ihrem aktuellen Finanzkonzept fordert die SPD, das Ehegattensplitting durch eine Individualbesteuerung mit Unterhaltsabzug zu ersetzen, entsprechend den bereits geltenden Regelungenfür geschiedene Eheleute. Simulationsrechnungen des DIW Berlin zeigen, daß eine solche Reform nur geringe Verteilungs- und Arbeitsangebotseffekte hätte. Eine reine Individualbesteuerungdagegen würde nicht nur zu erheblichen Steuermehreinnahmen führen, sondern auch die Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen deutlich erhöhen. Nimmt man das Ziel einer stärkeren Integration verheirateter Frauen in den Arbeitsmarkt ernst, müßte die Politik das derzeitige Ehegattensplitting durch eine reine Individualbesteuerung ersetzen.«

Unter Individualbesteuerung ist schlichtweg die getrennte steuerliche Veranlagung der Ehepartner zu verstehen. Gäbe es kein Ehegattensplitting mehr, würden traditionelle Ehen viel stärker von der Steuerprogression erfaßt als Ehen mit zwar gleichem Gesamteinkommen, aber Aufteilung des Einkommens unter den Ehepartnern. Eine Abschaffung des Ehegattensplitting käme als einer Steuererhöhung für traditionelle Ehen gegenüber Ehen, bei denen beide Partner wesentlich Einkommen erzielen, gleich. Die Abschaffung des Ehegattensplittings würde aber traditionelle Ehen gegenüber geschiedenen Paaren benachteiligen – und damit verfassungswidrig sein. .... (=> MEHR ...) ....“ (Andreas K., Groteske zum Ehegattensplitting vom DIW, in: Forum Männerrechte, 13.10.2011, 19:49 **). Interpretieren Sie das - bitte - selbst, Herr Lentze!

Es ist jetzt das (hier Zahl mit Punkt einsetzen) Mal: Wir müssen Arbeitsteilung betreiben und dabei solidarisch bleiben, wenn wir Erfolg haben wollen!


Freundliche Grüße!

Herr Schütze

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Grundsätzliche Fragen

admin @, Freitag, 18. November 2011, 16:57 (vor 2196 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Freitag, 18. November 2011, 17:22

Guten Tag Herr Schütze!

Indem ich antworte, sehe ich mich zwei Schwierigkeiten ausgesetzt.

Da ist zunächst mein Desinteresse an Themen, die mit Geld zusammenhängen. Ich lebe seit meiner Ehescheidung von der Grundsicherung, kann auch gar nicht anders, denn in der Folge des ganz legalen Kindesraubs wurde ich unterhaltsverpflichtet, sitze also auf Unterhaltsschulden. Einnahmen würden mir gepfändet. Ich würde mich auch nicht zur fruchtlosen Erwerbstätigkeit zwingen lassen, notfalls ins Gefängnis gehen. Ohnehin führe ich ein anspruchsloses und kontemplatives Leben. Natürlich würde das die Stäätin, eigentlich: den Mittelstand, mit weiteren 90 Euro täglich belasten.

Ja, der Mittelstand! Es leuchtet mir ein, daß dort die eigentlich Leidtragenden stehen. Man könnte nun fragen: Warum sind die Mittelständler denn so dumm, daß sie sich dermaßen ausbeuten lassen? Aber genauso könnte man fragen: Warum war Jesus so dumm, daß er sich hat ans Kreuz schlagen lassen? - Vielleicht sind die Mittelständler gar nicht dumm, sondern opferbereit. Wenn ich nicht irre, finden sich gerade unter ihnen viele überzeugte Christen.

Und damit kommen wir zur zweiten Schwierigkeit, die sich mir stellt. (Ich spreche nicht von unüberwindlichen Hindernissen, wohlgemerkt!) Sie argumentieren als Atheist, ich als Gottgläubiger, ja sogar als Christ. Auch wenn es arrogant klingen könnte: Die Verständnis-Ebene des Christen liegt höher. Ein Christ versteht grundsätzlich den Nichtchristen, aber dieser kann jenen nicht verstehen. Denn der "Neue Adam" (wie Paulus sich ausdrückte) baut auf den "Alten Adam" auf und folgt aus dessen Überwindung. Es dürfte so ähnlich sein wie in der Mathematik: Wer die Analysis beherrscht, und sei es nur in den Anfangsgraden, beherrscht selbstverständlich auch die Anfangsgründe der Algebra. Umgekehrt nicht.

Das heißt freilich nicht, daß ich nichts mehr von dem, was ein Atheist mir zu sagen weiß, hinzuzulernen hätte. Vieles von dem z.B., was Brune schreibt, ist neu und interessant für mich, gerade auch auf dem Gebiet der Lebensphilosophie. Nur komme ich zwangsläufig zu teilweise anderen Bewertungen. Was etwa Nietzsche betrifft, so war er mir immer schon und bleibt er mir weiterhin hoch interessant - allerdings in dem Sinne interessant, wie für einen Arzt eine Krankheit interessant sein kann. Denn Nietzsche ist äußerst erhellend in seinem eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn.

Von Hegel habe ich übrigens fast nichts gelesen, leider. Ich weiß über ihn bzw. seine Philosophie nur das, was man in Philosophiegeschichten nachlesen kann, sowie einige Anekdoten. Noch weniger hat mich der Marxismus interessiert. Das relativ Interessanteste diesbezüglich sind für mich Steiners karmisch-biografische Bemerkungen über Marx und Engels: Demnach habe es sich vor einigen Jahrhunderten um zwei Feudalherren und Raubritter gehandelt, von denen der eine (Engels) den anderen auf dessen eigenen Hof gefangengesetzt und versklavt habe. Zum Ausgleich wurde er im 19. Jahrhundert dann sein Mäzen. Geistig waren beide ja schon vorher verwandt.

Was Freud betrifft, so weiß ich ungefähr Bescheid, doch sind mir seine Theorien dermaßen abwegig, ja abstrus, daß ich sie größtenteils nicht im Original gelesen habe. Bemerkenswert übrigens, daß er und auch alle anderen Psychoanalytiker, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Juden gewesen sind. Für Marx und die (Neo-)Marxisten gilt Ähnliches, wenn auch nicht ganz so extrem. Juden sind die geborenen Atheisten. (Nietzsche war in seiner Jugendzeit gläubiger Christ!)

Sie sprechen von der Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes. Ich bin aufgeschlossen, trotz eindeutiger Meinungsverschiedenheiten. Ich finde Ihre Beiträge anregend. Wie weit wir geistig aufeinander zukommen werden und was sich daraus ergibt, wird sich mit der Zeit herausstellen.

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Über das „anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) findet man allerdings auch bei ihm nicht viel - aber: ist das denn so wichtig? Wohl kaum, oder? Ihre diesbezüglichen Textstellen, lieber Herr Lentze, verstehen doch wahrscheinlich die meisten Leser nicht - weil sie keine Steinerianer bzw. anthroposophisch vertiefte Christen sind wie Sie - und überfliegen diese Textstellen, um zur nächsten verständlichen Textstelle zu gelangen. Und das ist bestimmt auch nicht gerade in Ihrem Sinne, oder?

Ich muß natürlich Rücksicht nehmen auf meine Leser, aber die Rücksicht darf nicht so weit gehen, daß ich es Jedem recht mache. Ich schreibe in erster Linie für Christen in spe. Die Anderen haben mich nicht so nötig. Wer bereits vorentschieden hat, daß die christliche Weltsicht für ihn nicht infrage kommt, der - nunja, er wird von mir vielleicht trotzdem noch etwas etwas lernen können, so wie ich von Atheisten auch. Aber nichts wird mich abhalten, eigene Standpunkte immer so darzustellen, daß sie in erster Linie dem christlich bemühten Leser weiterhelfen. Wer außer mir sollte es tun?

Es gibt uferlos viele Vertreter des Alten Weltbildes, die aber den entscheidenden Durchbruch zu neuen Welten nicht schaffen. Es gilt, den alten Reichtum zu opfern, so wie es die "Drei Weisen aus dem Morgenlande" taten, die dem Jesuskind ingestalt von Symbolen ihren Weisheits-Reichtum opferten. Es gilt, das alte Gold einzuschmelzen und sich von ihm zu trennen, um völlig neuen Möglichkeiten Raum zu geben.

Das Christentum ist sehr, sehr jung. Hier liegen unendliche Aufgaben vor uns. Vor Allem Vertiefung. Glauben ist ja mehr als Wissen. Wissen ist nur eine Vorbedingung. Zum Glauben wird Wissen, wenn es durch Meditation "in Fleisch und Blut übergeht", sich verkörpert im rhythmischen System und im Stoffwechsel-Gliedmaßen-System; wenn es das Gefühl verändert und einen neuen Willen schafft. - Wer umgekehrt im Glauben die Vorstufe und im Wissen die Endstufe sieht, der gebraucht andere Begriffe, die aber auf der "Oberstufe" eine gegenteilige Bedeutung annehmen.

Gruß!
T.R.E.Lentze

Feminismus, Genderismus (Teil Ic)

Herr Schütze ⌂ @, Freitag, 18. November 2011, 20:09 (vor 2196 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Freitag, 18. November 2011, 23:05

Ich grüße Sie, Herr Lentze!

Danke für Ihre Antwort.

„Da ist zunächst mein Desinteresse an Themen, die mit Geld zusammenhängen. Ich lebe seit meiner Ehescheidung von der Grundsicherung, kann auch gar nicht anders, denn in der Folge des ganz legalen Kindesraubs wurde ich unterhaltsverpflichtet, sitze also auf Unterhaltsschulden. Einnahmen würden mir gepfändet. Ich würde mich auch nicht zur fruchtlosen Erwerbstätigkeit zwingen lassen, notfalls ins Gefängnis gehen. Ohnehin führe ich ein anspruchsloses und kontemplatives Leben. Natürlich würde das die Stäätin, eigentlich: den Mittelstand, mit weiteren 90 Euro täglich belasten.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Es wird sie vielleicht wundern, aber: ich bin einerseits nicht so ganz besonders interessiert an dem Geld, das nur mir gehören soll und sonst keinem, aber mich interessiert das Geld aus einem erkenntnistheoretischem Interesse herauus, also in wissenschaftlich-philosophischer Hinsicht.

„Warum war Jesus so dumm, daß er sich hat ans Kreuz schlagen lassen?“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Genau! Oder: Warum war das „Arbeiterproletariat“ so dumm, daß es sich von den Kapitalisten (Oberschichtler) ausbeuten und von den Kommunisten (Oberschichtler, die angeblich die Unterschicht „vertreten“) belügen und ebenfalls, wenn auch in geringerem Umfang, ausbeuten ließen. Und: Seit ungefähr 1989/'90 ist die Mittelschicht an der Reihe. Warum läßt sie sich ausbeuten, und obendrein in so einem gigantischen Umfang? Sie wird mehr ausgebeutet als alle jemals in der Menschheitsgeschichte Ausgebeuteten zusammen!

„Vielleicht sind die Mittelständler ... opferbereit.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Das sind sie garantiert! Und bei uns - im Abendland - wird das Gegenteil behauptet, weil man der Mittelschicht das Geld rauben will, wovon die Oberschicht und die Unterschicht (letztere in geringerem Ausmaß natürlich) profitieren. Die Mittelschicht wird mit halbwegs raffinierten rhetorischen Mitteln als das hingestellt, was in Wirklichkeit mehr auf die Ober- und Unterschicht zutrifft, sodaß der Kenner sofort weiß, wer hier warum diese rhetorischen Mittel verwendet. Aber sogar auch viele Mittelschichtler selbst glauben die Lügen der Unter- und insbesondere der Oberschichtler (letztere kann man seit ungefähr 1989/'90 auch als Globalisten oder Cäsaristen bezeichnen). Die deutsche Mittelschicht bezahlt mittlerweile alles - denken sie nur an die vielen Lügen, z.B. die über den Euro, den die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. die über die Kriege, die die Mehrheit der Deutschen nicht wollte und nicht will, oder z.B. die über das Klima, dessen angeblich „vom Menschen verursachter“ Wandel überhaupt nicht nachweisbar ist! Das alles und noch viel mehr wird nur deshalb behauptet, weil mit Hilfe dieser Lügen der Raub des Geldes und Vermögens der deutschen Mittelschicht „legalisiert“ wurde und wird.

„Und damit kommen wir zur zweiten Schwierigkeit, die sich mir stellt. (Ich spreche nicht von unüberwindlichen Hindernissen, wohlgemerkt!) Sie argumentieren als Atheist, ich als Gottgläubiger, ja sogar als Christ.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Ich bin kein Atheist, sondern muß hin und wieder deswegen „atheistisch“ argumentieren, weil ich mich der Wissenschaft, der Logik, der Philosophie verpflichtet fühle! Ein Gläubiger kann das nicht, soll das auch nicht, denn wenn er in Hinsicht auf seinen Glauben „argumentiert oder - noch schlimmer - „diskutiert, ist er schon kein Gläubiger mehr. Das ist mir völlig klar. Mich würde ich eher vielleicht als Agnostiker bezeichnen. Ich wurde - besonders von meiner Großmutter - christlich im katholischen Sinne erzogen und habe, glaube ich, das, was man mir damals neben vielen anderen Geboten und Tugenden z.B. auch über die von „Ehrlichkeit“ und „Wahrheit“ erzählt hat, tief verinnerlicht und doch immer mehr nur den weltlichen Aspekt dabei verfolgt, denn „Ehrlichkeit“ und „Wahrheit“ lagen in der damaligen religiösen Erziehung immer sehr eng beieinander, weshalb ich sie zu der Zeit, als ich die Religion oder sie mich verließ, immer mehr in meinen ohnehin starken Drang zu Wissenschaft und Philosophie integrierte. (So oder so ähnlich muß das wohl gelaufen sein.) Ich säkularisierte immer mehr - so wie Säkularisierung ja auch das Merkmal der Moderne oder Zivilisation ist. Ich bin ein Moderner. Aber ich bin auch kein Moderner. Ich war ein Christ oder bin es vielleicht irgendwie (z.B. historisch!) immer noch, oder ich bin ein Agnostiker oder ein Pantheist oder ein Deist, aber kein Atheist (jedenfalls würde ich mich selbst so nicht bezeichnen). Und so wie ich manchmal gegen das Christentum argumentiere, obwohl ich selbst ein registrierter Christ bin, so argumentiere ich gegen die Moderne, obwohl ich selbst ein registrierter Moderner bin. Eine solche Konstellation kann einen - zumindest in philosophischer Hinsicht - nur z.B. zu Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk führen.

„Auch wenn es arrogant klingen könnte: Die Verständnis-Ebene des Christen liegt höher. Ein Christ versteht grundsätzlich den Nichtchristen, aber dieser kann jenen nicht verstehen.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig!

„Vieles von dem z.B., was Brune schreibt, ist neu und interessant für mich, gerade auch auf dem Gebiet der Lebensphilosophie (**).“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Das sehe ich genauso. Für mich sind Brunes Texte immer wieder befruchtend.

„Nur komme ich zwangsläufig zu teilweise anderen Bewertungen. Was etwa Nietzsche betrifft, so war er mir immer schon und bleibt er mir weiterhin hoch interessant - allerdings in dem Sinne interessant, wie für einen Arzt eine Krankheit interessant sein kann. Denn Nietzsche ist äußerst erhellend in seinem eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Es interessiert mich sehr, wie sie Nietzsches „eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn“ genauer verstehen. Vielleicht können Sie darauf einmal näher eingehen.

„Nietzsche war in seiner Jugendzeit gläubiger Christ!“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Ich weiß nicht, ob dies sogar der eigentliche Grund ist für meine schon sehr früh zu empfinden begonnene Nähe zu Nietzsche, oder ob beide eher gar nichts miteinander zu tun haben. Jedenfalls ist in der chronologisch geordneten Reihe, die ich eben erwähnt habe - Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk - auch Nietzsche nicht zufällig erwähnt.

„Ich finde Ihre Beiträge anregend.“ (Thomas R. E. Lentze, Grundsätzliche Fragen, 18.11.2011, 16:57 **).

Ich die Ihrigen auch! Besonders hinsichtlich Ihrer konsequenten Argumentation, die Sie an den Tag legen, wenn es um den Feminismus geht.

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

Wissenschaft und Christentum.

trel ⌂, Sonntag, 20. November 2011, 23:30 (vor 2194 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend Herr Schütze!

Ich bin kein Atheist, sondern muß hin und wieder deswegen „atheistisch“ argumentieren, weil ich mich der Wissenschaft, der Logik, der Philosophie verpflichtet fühle!

Ich sehe da keinen Widerspruch. Um aber von der Wissenschaft zur Philosophie und weiter zum Christentum zu gelangen, muß man die Kreuzigung üben, eigentlich eine Passionsstufe, hier als methodischer Schritt.

Wie V.Tomberg in seinen "Betrachtungen über das Neue Testament", S. 198 ff. ausführt, geschehen Metamorphosen auf dem Wege der Hemmung und Freiheit in Richtung der Verinnerlichung. Das gilt für die Organbildung ebenso wie für das Innenleben. Vgl. dazu auch Goethes Metamorphosenlehre anhand der Pflanze.

  • So wird unterdrückte Bewegung zur Sprache,
  • unterdrückte Sprache zum Gedankenleben,
  • unterdrücktes Gedankenleben zum geistigen Schauen.

Den letztgenannte Vorgang nennt man Meditation. Die Schwierigkeit besteht darin, die Denkbewegung zum Stillstand zu bringen, dabei aber nicht einzuschlafen, vielmehr die Denkkraft durch Konzentration auf einen Punkt enorm zu steigern.

Das Denken muß also, gemäß dem Jesus-Wort, durchs "Nadelöhr" gehen, um nach dieser Verarmung "ins Himmelreich" zu gelangen. Man muß absichtlich den "engen Weg" gehen, nicht den breiten, bequemen Weg.

Verengt man ein Wasserrohr, so bewirkt das eine Qualitätsänderung ingestalt einer Geschwindigkeits-Erhöhung. Oder denken wir an den hydraulischen Widder: Da wird mittels wiederholter abrupter Durchfluß-Blockade über Druckerhöhung eine Richtungsänderung des Wasserflusses nach oben bewirkt.

Für alledem steht das Symbol der Kreuzigung.

Natürlich muß die Hemmung und Befreiung geordnet geschehen. Der Wasserfluß könnte auch völlig blockiert werden oder ein Rohr platzen. Ebenso kann jemand, der am Sichbewegen und Sprechen gehindert wird, ein ungesundes Fantasieleben, ja Halluzinationen und Auditionen entwickeln oder sonstwie "durchdrehen". Wer das Meditieren üben will, kennt die Versuchung, noch "rechtzeitig" viele Sinnesreize aufzunehmen, den Rechner einzuschalten, alle möglichen Netzseiten aufzurufen, in Foren zu lesen und zu schreiben etc. Es entsteht nämlich das Gefühl der Einsamkeit, eventuell der Beängstigung.

Die Evangelien sind übrigens auf dem Wege der Meditation zustandegekommen. Die Evangelisten waren verzweifelt und einsam, völlig auf sich selbst angewiesen, und konzentrierten sich notgedrungen auf das, was sie erlebt hatten. Dabei gelangten sie zur Wahrnehmung des Ätherleibes Christi. Hier liegt aber eine Besonderheit vor. Normalerweise löst sich der Ätherleib drei Tage nach seiner Befreiung vom physischen Leib auf; bis dahin ermöglicht er einen äußerst klaren panorama-artigen Überblick über das gesamte Erdenleben. Dann geht er ins Reich der angeloi über.

Jesus hatte auf die Anschauung seines Ätherleibes verzichtet; dadurch steht dieser jetzt der Menschheit zur Verfügung, sodaß das Leben Jesu von geübten Menschen unmittelbar angeschaut werden kann. Das ist immer wieder geschehen, und durchaus nicht immer in unfreiwilligen Notlagen. Beschreibungen gab z.B. die "Seherin" Katharina Emmerich. Steiner sprach vom "Fünften Evangelium". Unter diesem Titel hat er detaillierte Beschreibungen vom Leben Jesu gegeben, die aus der Zeit vor der Jordantaufe datieren.

Man ist also, um vom Leben Jesu zu erfahren, nicht auf das verschriftlichte und überlieferte Evangelium angewiesen. Insbesondere zukünftig werden Menschen vor Allem durch Hellsicht zu Christen. Die Bibel wird ja auch immer schwerer verständlich, wie man an den theologischen Entwicklungen sieht.

Daß Jesus auf die Ansicht seines Ätherleibes verzichtete, hatte eine "Nebenwirkung": Seine Höllenfahrt. Das Versinken im Anblick des Lebenspanoramas schützt nämlich den Menschen vor dem Anblick der Hölle, d.i. die Welt Ahrimans, der sich sonst unmittelbar auftun würde. Das könnte kein Mensch ertragen. Christus hat es gekonnt - was übrigens die geistige Welt als einen äußerst dramatischen Moment erlebte. Das Ergebnis stand nicht fest! - Das führte zu einer weiteren Nebenwirkung: Der Vorhang im innersten Heiligtum des Tempels riß entzwei. Die Erweiterung des geistigen Blicks nach unten bewirkte eine gleichzeitige Erweiterung nach oben.

Derjenige Teil der Menschheit, welcher den Passionsweg, so also auch die Kreuzigung als eine seiner Stufen, ablehnt, wird irgendwann die Kreuzigung ingestalt einer dauerhaften durchaus qualvollen physischen Verhaftung erleiden (Suchtkrankheiten sind ein Vorgeschmack) und auf Erlösung seitens der weiter fortgeschrittenen Menschheit warten müssen. Ein Teil wird aber auch diese Chance verstreichen lassen und letztlich aussortiert werden.

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Die Kreuzigung ist fünfte Passionsstufe. Der Passionsweg beginnt regulär mit der Fußwaschung. Alternativen sind die Entschwebung, wie sie der Yoga betreibt (das "Kundalini-Feuer" wird ins Haupt gelenkt), und die illegitime Thronbesteigung ohne Krönung, wie sie in der Schwarzen Magie, z.B. auch in der Scientology, eingeübt wird. Dabei schafft sich das Bewußtsein eine Grundlage des Wirkens im unteren Menschen, was zur enormen Steigerung von Willenskraft und praktischer Intelligenz führen kann.

In beiden Fällen schneidet sich der Mensch die weitere Entwicklung ab, so daß die reguläre Evolution recht bald über ihn hinausschreitet. - Hingegen besteht die Fußwaschung in der Hinabwendung der Kräfte zum unteren Menschen, um diesen zu durchleuchten und zu verwandeln, nicht um ihn zum Sprungbrett egoistischer Strebungen zu machen.

In der Meditation ist es der Engel des Menschen, welcher an diesem die Fußwaschung vollzieht. In einem späteren Stadium wird der Engel hierdurch für andere Aufgaben befreit, und der Mensch übernimmt dessen Funktionen. (Der Engel überschaut die Inkarnationsreihe des Menschen und sein Karma.)

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Die zweite Passionsstufe ist die Geißelung. Hier kommt es darauf an, sich nicht vereinnahmen zu lassen. Wer eine gewisse Entwicklungsstufe erreicht hat, wird nämlich von allen Seiten bedrängt, sei es zum Mitmachen, sei es zum Verlassen. Er wird eingeladen werden, Yoga zu betreiben, aber auch, sich z.B. der Scientology anzuschließen, und dafür gehaßt werden, falls er es tut bzw. nicht tut.

Christwerden heißt, standhaft zu bleiben und dafür "gehaßt werden von allen Völkern um meines Namens willen." Denn "mein Reich ist nicht von dieser Welt", d.h., man steht als Christ "zwischen allen Stühlen". Das ist eine notwendige Erfahrung, der kein werdender Christ entgeht. Man geht ja den engen Weg, den Weg durchs Nadelöhr, auch sozial. Auch die Kirche wird man u.U. verlassen. (Das habe ich etwa 1980 bereits getan.) Jedenfalls lautet die Forderung: Kompromißlosigkeit.

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Die dritte Passionsstufe ist die Dornenkrönung. Hier findet die Begegnung mit dem "Hüter der Schwelle" statt. Sie zeigt sich

  • in der Scham, welche die Vergangenheit verdeckt;
  • und in Furcht, welche die Zukunft verschleiert.

Diese Erlebnisse waren bis dahin verborgen; sie halten einen ab vom Blick in die geistige Welt. Lernt man sie ertragen und

  • die Scham umzuwandeln in Gewissen,
  • die Furcht umzuwandeln in Ehrfurcht,

so wird man gleichsam "durchgelassen", d.h. man erschließt sich Erkenntnisse, die zu ertragen man vorher nicht reif gewesen ist.

Es gibt es Möglichkeiten, den Schwellenhüter zu umgehen. Allerdings ist das illusionär.

So gibt es Menschen, die sich für hoch geistig halten, tatsächlich auch "höhere" Einsichten haben, und entsprechend auf ihre vermeintlich weniger entwickelten Mitmenschen herabblicken. Ihre Geistigkeit ist egoistisch - luziferisch -, subjektiv angenehm, aber nicht weiterführend.

Der andere Irrweg äußert sich in der besonderen Fähigkeit, der "ungeschminkten Wahrheit" ins Gesicht zu sehen und tief in die Abgründe zu steigen, so wie Marx und Freud es taten. Dazu gehört wirklich Mut, aber es ist ein zynischer Mut, erträglich nur für den, welchem die höhere Welt verschlossen bleibt. Er sieht keineswegs den Menschen, "wie er wirklich ist", sondern den ahrimanisch gefangenen Menschen.

Hat der Mensch aber regulär den "Hüter der Schwelle" überwunden, so kommt ein anderes Problem auf ihn zu: Er wird selbst zum Hüter der Schwelle für seine Mitmenschen.

Tomberg: Er wird nicht bloß zum freigebigen Beschenker der anderen Menschen, sondern er wird gleichzeitig selbst zur Prüfung für viele Menschen. Er wird es in Kauf nehmen müssen, daß das Vertreten der Wahrheit vor den Menschen zugleich vielfach das Beschämen und das Erschrecken der Menschen mit sich bringt.

In der Folge werden die lieben Mitmenschen scharfsichtig, fast hellsichtig, für die persönlichen Mängel des dergestalt Fortgeschrittenen, und ebenso für tatsächliche oder vermeintliche Widersprüche in seiner Argumentation. Er wird "verrissen" noch und noch.

Wie er vorher (Geißelung) weder nach links noch nach rechts abweichen darf, so darf er jetzt weder einen Schritt nach vorn gehen (aggressive Abwehr von Kritik) noch nach hinten (Kompromisse eingehen).

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Es interessiert mich sehr, wie Sie Nietzsches „eskalierenden Haß auf das Christentum, in seinem Zusteuern auf den Wahnsinn“ genauer verstehen. Vielleicht können Sie darauf einmal näher eingehen.

Nietzsche war ein Mensch mit den höchsten Möglichkeiten geistiger Entwicklung; dies aufgrund seiner früheren Leben als fortgeschrittener Christ. Er kam in die Situation der Prüfung, so wie Jesus sie in der Wüste erfuhr. Er erlebte tiefste Einsamkeit. Als Luzifer nun herantrat mit dem Angebot seines Reiches, das von dieser Welt ist, da bejahte er es. Es war der Ring der Ewigen Wiederkunft - nicht die Wiederverkörperung als Entwicklung, sondern die mechanische, unablässige Wiederholung Desselben, illusionär lustvoll bejaht. Das Ich gottgleich vergrößert, gespiegelt als Welt im eigenen Besitz.

Auch König Salomo, bereits luziferisch degeneriert, erlebte - deprimiert und verzweifelt - die ewige Wiederkehr des Gleichen ("Nichts Neues geschieht unter der Sonne"), aber er anerkannte immerhin noch das göttliche Gericht. Bei Nietzsche verkehrte sich Salomos Überdruß in Lust und zuletzt in antigöttlichen Haß. Er war zuletzt nicht nur Luzifer, sondern Ahriman verfallen. Wenn Tomberg irgendwo sinngemäß schreibt, daß eine gütige Hand ihn ingestalt des Wahnsinns an Weiterem gehindert habe, so dürfte damit auf den Engel angespielt sein, der auf diese Weise in seinen Lebenslauf eingegriffen habe.

Soweit in Kürze. - Heute ist oder war Totensonntag. Der November ist überhaupt eine günstige Zeit, sich auf diese Dinge zu besinnen.

Ich wünsche Ihnen tiefe und fruchtbringende Besinnung!

trel

Feminismus, Genderismus (Teil Id).

Herr Schütze ⌂ @, Dienstag, 22. November 2011, 16:05 (vor 2192 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Dienstag, 22. November 2011, 19:04

Guten Tag, Herr Lentze!

Mit der Absicht, das Thema in diesem „Thread“ (**) zum Abschluß zu bringen, will ich meinen Text dazu auf eine möglichst kurze Formel bringen, weil ich Ihr „Desinteresse an Themen, die mit Geld zusammenhängen (**), nicht länger auf die Folter spannen will:

Auch der Feminsimus hat seine historischen Ursachen; primär sind da die kulturhistorischen Ursachen zu nennen; ich habe die wirtschaftshistorischen Ursachen und die - fast wie Konstanten wirkenden - wirtschaftlichen Motive und Gründe verdeutlicht, weil sie auch dazugehören und in Ihren Kommentaren fehlen.

Mehr eigentlich nicht.

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Zu Ihrer 1. Hauptaussage bezüglich Wissenschaft und Christentum:

„Um aber von der Wissenschaft zur Philosophie und weiter zum Christentum zu gelangen, muß man die Kreuzigung üben, eigentlich eine Passionsstufe, hier als methodischer Schritt.“ (Thomas R. E. Lentze, Wissenschaft und Christentum, 20.11.2011; 23:30 **).

Methodischer Schritt? Ja! Da bin ich eigentlich immer gleich dabei! Was aber, wenn man nicht zum Christentum gelangen will? Weil man vielleicht nicht unglücklich darüber ist, es seit 1970 mehr oder weniger hinter sich zu haben? Oder weil man vielleicht den Glauben als das Für-wahr-Halten fast nur noch wissenschaftlich und philosophisch, nicht aber mehr religiös gebraucht? Weil man nichts gegen Religiös-Gläubige hat, selbst aber nur Wissenschafts-und-Weisheits-Gläubiger ist, vielleicht sogar Angst oder Furcht hat, von den Religiös-Gläubigen wieder unterdrückt zu werden (denn das ist in der Geschichte ja immer wieder passiert!) und sie deshalb möglichst meidet?

Zu Ihrer 2. Hauptaussage bezüglich Wissenschaft und Christentum:

„Nietzsche war ein Mensch mit den höchsten Möglichkeiten geistiger Entwicklung; dies aufgrund seiner früheren Leben als fortgeschrittener Christ. Er kam in die Situation der Prüfung, so wie Jesus sie in der Wüste erfuhr. Er erlebte tiefste Einsamkeit. Als Luzifer nun herantrat mit dem Angebot seines Reiches, das von dieser Welt ist, da bejahte er es. Es war der Ring der Ewigen Wiederkunft - nicht die Wiederverkörperung als Entwicklung, sondern die mechanische, unablässige Wiederholung Desselben, illusionär lustvoll bejaht. Das Ich gottgleich vergrößert, gespiegelt als Welt im eigenen Besitz.“ (Thomas R. E. Lentze, Wissenschaft und Christentum, 20.11.2011; 23:30 **).

Nietzsche war bis zu seinem Bruch mit dem Christentum ein protestantischer, also evangelischer, nämlich lutherischer Christ. Wahrscheinlich ist er auch in einer von Ihnen erwähnten „Situation der Prüfung“ (**) gewesen. Mit sogar an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erlebte er die von Ihnen ebenfalls erwähnte „tiefste Einsamkeit“ (**). Man kann Nietzsche aber auch, wenn man kurz formulieren will, so beschreiben: Nietzsche war ein Experimentalphilosoph oder Experimentaldenker, der alle nur denkbaren „Immunkrankheiten“ an sich ausprobierte und zum größten „Immunologen“ wurde.

Ich komme in diesem Zusammenhang noch einmal kurz auf eine ältere Aussage von Ihnen zurück:

„Sieht man den Menschen dermaßen reduziert (wobei ich keinesfalls behaupte, daß die Ergebnisse an sich falsch seien), so sieht man keine Zukunft mehr und verdammt sich selbst zum »Unbehagen an der Kultur«. Man wird dann auch nichts ändern können. - Das ist auch, was ich an der gegenwärtigen Männerbewegung ganz allgemein zu beklagen habe: sie »entlarven« den Feminismus und beschrieben seine Gestalten. Damit sind sie täglich beschäftigt. Gut, das tue ich auch. Aber wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben. Das aber kann gegenwärtig, soweit ich sehe, nur das anthroposophisch vertiefte Christentum.“ (Thomas R. E. Lentze, Mittelschicht - Dreierschritte, 14.11.2011; 19:03 **).

Nietzsche z.B. - er gehört zu den modernen Genies, von denen ich hier viele auch hätte nennen können - hat trotz allem, was ihn selbst zur Verzweiflung und fast zur völligen Resigantion gebracht hat, in eine Zukunft gewiesen, die zwar zunächst nicht wünschenswert ist, die aber wünschenswert erscheinen und auch werden kann. Ich will nicht sagen, daß ich diesbezüglich ein fanatischer Anhänger Nietzsches wäre - denn: mit einer Liebe-zum-Schicksal z.B. wird man tatsächlich nur wenig oder wahrscheinlich sogar „nichts ändern können“ (**). Aber immerhin: „wenn man den Mist einmal konstatiert hat, dann soll man auch sagen, welchen Stellenwert der Gegner hat, und was er fürchtet, m.a.W. man soll eine wünschenswerte Zukunft beschreiben.“ (**). Und das hat - auf seine Art selbstverständlich - auch Nietzsche getan. Nietzsche und die nicht wenigen anderen modernen Abendländer vor und nach ihm haben das in dem kleinen Rahmen, der ihnen nur noch geblieben war, getan, was gegenwärtig gemäß Ihrer Aussage (!) „nur das anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) noch kann. Glauben Sie das wirklich? Und, falls ja, warum?

Können die die Faustischen, die Abendländer, nicht versuchen, ihren Untergang so angenehm wie möglich zu gestalten - das Wort „angenehm“ darf wegen bestimmter Konnotationen nicht mißverstanden werden, denn ich meine damit nicht die Gemütlichkeit beim Fernsehen u.s.w. -, d.h. die zunehmenden Gefahren so zu lenken, daß sie selbst wenigstens nicht ihr Gesicht verlieren? Müssen sie sich nicht wenigstens auf diese Weise verteidigen? Oder sollten sie sich etwa gar nicht verteidigen? Kann da wirklich nur Religion helfen? Und, falls ja, ist es dafür nicht noch zu früh? Muß nicht erst noch die Neu-Religion mehr und intensiver, ja besser vorbereitet werden?

Ich glaube, uns könnten sehr wohl auch die Ideen, die Warnungen und Vorhersagen weniger religiös motivierter Menschen - ich nenne hier noch einmal die bekanntesten meiner Favoriten: Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger und Sloterdijk (**) - dazu bringen, weniger Angst vor der Zukunft zu haben. Dabei wird wahrscheinlich eine Neu-Religion entstehen, oder aber eben doch die alte Religion wieder bemüht werden müssen, oder es werden viele verschiedene, schon längst in anderen Kulturkriesen existierende Religionen in die unsrige, falls sie dann noch existieren wird, integriert werden (vgl.: Hinduismus), während man ansonsten eher so lebt wie heute z.B die Brasilianer (vgl. Brasilianisierung) oder früher z.B. die Fellachen (**|**|**|**) im ehemaligen Ägypten.

Mir tut das auch alles in der Seele weh, aber man muß doch damit leben. Jetzt werden Sie wieder sagen: „Unbehagen an der Kultur“ **); aber das Unbehagen an der Kultur ist, wenn man die Kultuangehörigen als einen Körper versteht, nur eines von vielen Symptomen der Vergreisung der Kultur, aber nicht unbedingt als Resigantion interpretierbar. Wenn der Winter beginnt, sagen ja auch nur 0,000000001% der Menschen: „Ich gehe unter, ich resigniere, ich gebe auf, ich hänge mich auf.“ Man muß den Untergang des Abendlandes (Spengler) nicht ie einen Untergang eines Schiffes vorstellen, sondern jahreszeitlich, nämlich: kulturjahreszeitlich. Schon der „Sommer“ (**|**) als die „Jugend“ einer Kultur gehört mit zu ihrem Untergang.

Mit freundlichen Grüßen!

Hubert Brune

Definition Glaube

trel ⌂, Dienstag, 22. November 2011, 19:52 (vor 2192 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend Her Schütze!

Jetzt nur kurz zu einer Passage:

Nietzsche und die nicht wenigen anderen modernen Abendländer vor und nach ihm haben das in dem kleinen Rahmen, der ihnen nur noch geblieben war, getan, was gegenwärtig gemäß Ihrer Aussage (!) „nur das anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) noch kann. Glauben Sie das wirklich? Und, falls ja, warum?

Ja, natürlich glaube ich das, siehe z.B. auch hier, sehr ausführlich: Christentum als Altnernative zum Feminismus.

Um nicht aneinander vorbeizureden, sollten wir und über den Begriff "Glaube" verständigen. Der hat zwei genau entgegengesetzte Bedeutungen:

1.
Vorstufe zum Wissen, unklares Wissen, Vermuten.
Oder auch resignativer, aber ehrlicher Verzicht auf Wissen und sich Bescheiden.
Oder sogar nur Flucht in die Illusion vor einem Wissen, das man haben, aber nicht ertragen könnte.

2.
Hinausgehen über Wissen durch Steigerung und Konzentration der Denkkräfte.
Dazu muß man methodisch vorgehen. Es reicht nicht, die Methoden zu kennen (was bereits eine gewisse Lektüre-Arbeit und einiges Nachdenken erfordert), sondern man muß sie anwenden. In der Regel macht man allerdings erstmal die Erfahrung, daß man das nicht kann oder die "Lust" verliert. Man muß also vorbereitende Schritte unternehmen. Lesen genügt nicht. Man wird begleitend und erst recht im Ergebnis auch seine Lebensgewohnheiten ändern müssen. Irgendwann wird man auch ungewollte Veränderungen in seinem Lebenslauf bemerken, die damit offensichtlich zusammenhängen, ohne daß sie auf gewöhnlichem Wege zu erklären sind.

Vergessen Sie alles, was Sie über Religion gehört und gelesen haben! Das bringt in diesem Falle nicht weiter. Hier geht es um Entscheidungen, die jeder für sich nur in völliger Einsamkeit treffen kann. Selbst Jesus war in der Gethsemane-Nacht absolut einsam.

Das was Brune zu "Neu-Religion" schreibt, ist durchaus interessant (ich habe es noch nicht durchgelesen), aber es führt keinen Schritt weiter zu dem, was ich unter (2.) als Glaube definiert habe!

Soviel in Kürze
Grüße
trel

Feminismus, Genderismus (Teil II).

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 03. November 2011, 18:41 (vor 2211 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 03. November 2011, 21:40

In Ihrer auf den Tag genau 2 Jahre später gegebenen Neufassung (**) haben Sie u.a. geschrieben:

„Manch einer, der z.B. durch eine Suchmaschine auf diese Seite kommt, dürfte schon beim Lesen des Wortes Sexistinnen-Pranger stutzig werden: Sexistische Frauen, gibt es die denn? Allerdings! Freilich, es gibt auch sexistisch aktive Männer (die sogenannten »lila Pudel«), sogar sexistisch agierende Firmen, NGOs und Behörden. Sie alle werden hier berücksichtigt. Jedoch lege ich dem vorliegenden Pranger einen Begriff von Sexismus zugrunde, der als Opfer nur Männer, und zwar als Kollektiv, zuläßt, und Frauen prinzipiell ausschließt. Dieser Begriff widerspricht bisherigen Gewohnheiten. Denn die meisten Artikel, welche den Sexismus abhandeln, betrachten als Opfer dieser Haltung Frauen - entweder ausschließlich, oder in der Hauptsache. Denn zwar wird die Möglichkeit von Männern als Ziele sexistischer Verunglimpfung üblicherweise eingeräumt, aber dann doch recht abstrakt, das heißt, um der theoretischen Vollständigkeit Genüge zu tun. Hat sich schon jemals ein Mensch wegen sexistischer Verunglimpfung von Männern verantworten müssen? Es wird Zeit, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

So wie Männer immer nur als Täter und niemals als Opfer in der Lügenpropaganda der „Gewissensindustrie“ existieren, so auch Christen, Weiße, Abendländer, Deutsche. (Vgl. z.B. die Umwertungsfabrik „OTTO“, die rund um die Uhr aus Opfern Täter und aus Tätern Opfer macht.) Es gilt also für all jene, denen man ein schlechtes Gewissen einpflanzen und die man zu Verbrechern abstempeln, die man teilen, aufspalten, überfremden will, um ihnen ihre mehr oder weniger noch vorhandene Macht entreißen, um sie problemloser beherrschen zu können (**). „Gewissensindustrielle“ und andere Viktimisten brauchen dafür jede ihnen nützliche Lüge; sie behaupten fälschlicherweise von sich und denjenigen, die sie vermeinlich vertreten, sie seien „Opfer“ - ihr Erfolg wäre anders auch gar nicht erklärbar, ist doch mittlerweile der Wettbewerb im Bereich des Viktimismus zu einer gigantischen Spirale herangewachsen. Sie bedienen sich aller Mittel - dabei sind zwefellos die Lüge und die mit ihrer Hilfe möglich werdenden Anklagen die wichtigsten Hauptmittel - mit fatalen Folgen für die auf verlogenste Weise zu „Tätern“ abgestempelten Opfer. Ein Beispiel der Folgen: „Positive Diskriminierung“ als die größte Diskriminierung aller Zeiten. „Positive Diskriminierung“ wird als Euphemismus benutzt, um die himmelschreiende Ungerechtigkeit vertuschen zu können: Diskriminierung aller Männer bis hin zur Diskriminierung aller Weißen - nicht selten sogar einhergehend mit der Aufforderung zum Töten (allein die Ermordung der Männer bedeutet: Ermordung von rd. 50% der Menschen), zum größten Verbrechen aller Zeiten!

Zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Rassismus und Sexismus:

„Rassismus und Sexismus - ihre Unterschiede.

Die Zielgruppen des Rassismus existieren regional und / oder partial, d.h. sie konzentrieren sich auf geographisch begrenzte Gebiete, ansonsten auf einen verstreut wohnenden, aber meist eher kleinen Teil der Erdbevölkerung.

Die Zielgruppen des Sexismus existieren global, denn die beiden Geschlechter sind auf der Erde gleich verteilt. Von geographisch bestimmter Konzentration kann keine Rede sein.

Anders als der Rassismus hat der Sexismus kaum Schwierigkeiten mit der Definition seiner Zielgruppen. Denn Mann und Frau sind nicht nur durch ihre körperlichen Merkmale, sondern auch über ihre bürgerlichen Namen viel eindeutiger definiert als die Angehörigen bestimmter Ethnien.

Zudem sind uns die Geschlechter der Anschauung nach viel weniger fremd, weil immer und überall »mitten unter uns«: als Eltern, oft auch als Geschwister, mit denen wir gemeinsam aufgewachsen sind. Später begegnen uns beide Geschlechter fast immer auch in Gestalt von Arbeitskollegen. Daß uns hingegen Vertreter anderer Ethnien begegnen, ist weitaus weniger selbstverständlich.

Rassismus und Sexismus - ihr Gemeinsames.

Um als rassistisch oder sexistisch zu gelten, muß eine Einstellung - in meinem Verständnis - folgende Bedingungen erfüllen:

Die Rasse oder das Geschlecht unterliegt einer polarisierenden Wertung. Kategorien einer solchen Wertung sind z.B. lebenstüchtig-degeneriert; schöpferisch-parasitär; machtbesessen-friedensstiftend; gewalttätig-schutzbedürftig.

Die Bewertung oder Zuschreibung wird in den Dienst von Interessen gestellt, vor allem von politischen Interessen. Hierbei geht es also immer um Macht, wobei Wertungen den Zweck von Legitimation erfüllen.

ine Legitimation wird nicht unbedingt offengelegt; oder sie wird es nur teilweise. So beruhte die Einführung des Gewaltschutzgesetzes auf einer polarisierenden Wertung von Männern als gewalttätig und Frauen als schutzbedürftig; das gilt auch heute noch für seine Exekution. Dennoch ist die Formulierung des Gesetzes weitgehend geschlechtsneutral. - Mit Gesetzen, die ethnische Gruppen betreffen, verhält es sich teilweise ähnlich.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

So wie Sie hier Unterschiedliches und Gemeinsames von Rassismus und Sexismus festgestellt und kurz erläutert haben, so kann man auch Unterschiedliches und Gemeinsames aller modernen Ideologien feststellen und kurz erläutern: Moderne Ideologien sind immer Totalitarismen, das heißt: deren „Ziele“ werden immer auf totalitäre Weise vertreten und verteidigt. Ihre Gegner werden stets gleichgeschaltet oder sonstwie mundtot gemacht, körperlich und/oder seelisch bzw. geistig getötet, und was dabei schlimmer ist, können nur die jeweiligen Opfer beurteilen. Totalitaristische Ideologien lassen entweder nur den Staat oder nur den Einzelnen gelten - total! Was für die Moderne auf der allgemeinen Ebene gilt, gilt für den Totalitarismus auf der politischen und ökonomischen Ebene. Ideologien des Totalitarismus sind Ideologien der Moderne; darum unterscheiden sie sich nicht wirklich.

Zur Leugnung der Geschlechter:

„So seltsam es klingt: Auch die Existenz definierter Geschlechter wird zunehmend geleugnet. Aber das liegt eigentlich nur in der Konsequenz einer Gleichheits-Ideologie oder »Diktatur des Relativismus«, welche unter dem Vorwand einer angeblich wünschenswerten »Freiheit von Herrschaft und Hierarchie« die allgemeine Vermassung anstrebt und vorbereitet, um darauf dann eine umso brutalere Zwangs-Herrschaft zu begründen. Innerhalb der Geschlechterdebatte wird die bloße Konstruktion nicht nur des sozialen, sondern sogar des biologisch verankerten Geschlechts u.a. von Judith Butler behauptet. Eine andere Erscheinungsform dieser Tendenz ist die sogenannte Queer-Theorie. In jedem Falle geht es darum, bisher als natürlich geltende (Werte-)Ordnungen zu durchbrechen, was natürlich immer nur für Menschen vorteilhaft ist, die aus diesen Ordnungen bisher herausgefallen sind. Nicht mehr diese gelten jetzt als kriminell oder krank, sondern jene, die weiterhin Ordnungen anerkennen. Darunter fallen z.B. überzeugte Christen. Es ist klar, daß es unter dieser Voraussetzung, käme sie voll zum Zuge, auch keinen Sexismus im strengen Wortsinne mehr geben kann. Tatsächlich gibt es bereits ein Ersatzwort: den »Heterosexismus«. Ein Heterosexist ist demnach ein Mensch, der die Heterosexualität als Norm betrachtet und dafür auch eintritt. Und als solcher gilt er natürlich als kriminell oder krank. Darin bekundet sich die Intoleranz der »Toleranten«, welche regelmäßig auf eine totalitäre Steigerung derjenigen Grausamkeit hinausläuft, die sie zu bekämpfen vorgibt.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Dem ist nichts hinzuzufügen oder wegzustreichen.  –  Ich zitiere daher jetzt 'mal einen anderen Menschen:

„Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte. .... Unsre ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wächst, wie auf eine Katastrophe los: unruhig, gewaltsam, überstürzt: einem Strom ähnlich, der ans Ende will, der sich nicht mehr besinnt, der Furcht davor hat, sich zu besinnen. .... Der hier das Wort nimmt, hat umgekehrt nichts bisher getan als sich zu besinnen: als ein Philosoph und Einsiedler aus Instinkt, der seinen Vorteil im Abseits, im Außerhalb, in der Geduld, in der Verzögerung, in der Zurückgebliebenheit fand; als ein Wage- und Versucher-Geist, der sich schon in jedes Labyrinth der Zukunft einmal verirrt hat; als ein Wahrsagevogel-Geist, der zurückblickt, wenn er erzählt, was kommen wird; als der erste vollkommene Nihilist Europas, der aber den Nihilismus selbst schon in sich zu Ende gelebt hat, – der ihn hinter sich, unter sich, außer sich hat. Denn man vergreife sich nicht über den Sinn des Titels, mit dem dies Zukunfts-Evangelium benannt sein will »Der Wille zur Macht. Versuch einer Umwertung aller Werte« – mit dieser Formel ist eine Gegenbewegung zum Ausdruck gebracht, in Absicht auf Prinzip und Aufgabe; eine Bewegung, welche in irgendeiner Zukunft jenen vollkommenen Nihilismus ablösen wird; welche ihn aber voraussetzt, logisch und psychologisch; welche schlechterdings nur auf ihn und aus ihm kommen kann. Denn warum ist die Heraufkunft des Nihilismus nunmehr notwendig? Weil unsre bisherigen Werte selbst es sind, die in ihm ihre letzte Folgerung ziehn; weil der Nihilismus die zu Ende gedachte Logik unsrer großen Werte und Ideale ist, – weil wir den Nihilismus erst erleben müssen, um dahinter zu kommen, was eigentlich der Wert dieser »Werte« war .... Wir haben, irgendwann, neue Werte nötig. .... Es ist ein Irrtum, auf »soziale Notstände« oder »physiologische Entartungen« oder gar auf Korruption hinzuweisen als Ursache des Nihilismus. .... Not, seelische, leibliche, intellektuelle Not ist an sich durchaus nicht vermögend, Nihilismus (d.h. die radikale Ablehnung von Wert, Sinn, Wünschbarkeit) hervorzubringen. .... Es fehlt der erlösende Stand und Mensch, die Rechtfertiger. .... Was bedeutet Nihilismus? Daß die obersten Werte sich entwerten. Es fehlt das Ziel, es fehl die Antwort auf das »Warum«. (Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 3-10 ).

Vielleicht sehen Sie in dem Text von Nietzsche keinen direkten Zusammenhang zu Ihrem Text über den Sexismus und seine Grausamkeiten. Ich schon. Denn nur Nihilisten können so vorgehen, wie Sie es beschrieben haben, oder wie ich selbst es schon mehrfach beschrieben habe.

Antwort auf die Frage: Was ist Sexismus?

„Unter Sexismus kann mancherlei verstanden werden. Unter anderem:

1) Die Einstellung, wonach alles Mögliche, was üblicherweise nicht sexuell verstanden wird, dennoch so ausgelegt wird:
a) biologistisch als Pansexualismus. Klassischer Vertreter: Sigmund Freud (1856-1939). Er konstruierte eine »Libido« als alles beherrschende, sogar kulturtreibende Kraft und unterstellte selbst Kleinkindern sexuelle Triebhaftigkeit.
a)soziologistisch als Genderismus: Alle möglichen gesellschaftlichen Verhältnisse und Einrichtungen werden »geschlechtersensibel« interpretiert, was u.a. zu sprachlichen Neubildungen wie »Salzstreuerinnen« führt. (Gemeint sind die Gefäße zum Salzstreuen.)

2) eine habituelle, oftmals unreflektierte Denkweise, Ausdrucksweise oder Handlung, in welcher Geringschätzung oder Verachtung des anderen Geschlechtes zum Ausdruck kommt.

3) eine systematisch ausgearbeitete Ideologie, in welcher eines der beiden Geschlechter (d.h. ihre Vertreter als Kollektiv) als besser, aber unterdrückt, das andere als minderwertig, aber herrschend ausgewiesen wird.

4) die struturelle Benachteiligung der Vertreter eines der beiden Geschlechter.

5) die Auffassung, daß Heterosexualität normal und normierend sei. Diffamierender Ausdruck für diese »sexistische« Auffassung: Heterosexismus.

Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus (siehe: 3.) sind nicht nur Frauen, sondern - erstaunlicherweise - auch Männer. Was sie anzielen, sind aber ausschließlich Männer - niemals Frauen. Einen umgekehrten ideologischen Sexismus (der also Männer als höherwertig ansieht) gibt es nicht. Dies gilt sowohl empirisch wie theoretisch. Empirisch gibt es, soweit ich weiß, keinen ideologischen Sexismus, der sich gegen Frauen richtet, d.h. der Frauen als minderwertig oder sogar als eingeschränkt lebenswürdig betrachtet. .... Theoretisch ist ein ideologischer Sexismus, der sich gegen Frauen richtet, also ein »Maskulismus« als Spiegelbild des Feminismus, unmöglich. Denn diese Annahme hätte zur Voraussetzung, daß Mann und Frau prinzipiell gleich seien. Sie sind es aber nicht. Die Gleichheit von Mann und Frau ist vielmehr ein links-ideologisches Konstrukt, das weder durch Tatsachen noch durch ein gesundes Empfinden bestätigt wird. So ist es eine (von Feministinnen) oft beklagte Tatsache, daß auch wirtschaftlich erfolgreiche Frauen grundsätzlich »nach oben« oder gar nicht heiraten. Das liegt aber eben nicht an ihren vermeintlichen »Vorurteilen« - dafür sind diese Frauen durchaus zu intelligent -, sondern an ihrem gesunden Empfinden. Es bleibt somit als einziger ideologischer Sexismus nur der Feminismus. Er beruht darauf, daß die natürliche Befähigung des Mannes zur Herrschaft über die Frau im Grunde gefühlt, nicht aber ertragen wird. Der Feminismus ist die Kompensation eines Minderwertigkeitsgefühls von Männern in Frauenleibern, unterstützt von Frauen in Männerleibern (»Lila Pudel«). Erstere wollen die Herrschaft an sich reißen; letztere wollen sich ihnen unterwerfen. Während die ersteren an ihrer Pathologie leiden, dieses mit einer Ideologie der eigenen Höherwertigkeit kompensieren, ihr tatsächliches Versagen mit Unterdrückung erklären und zur Rechtfertigung ihrer »Entschädigungs«-Ansprüche eine ständige Schuldzuweisung betreiben, profitieren die letzteren aus dem entstehenden Sittenverfall und spenden den Erzeugerinnen Beifall.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Für mich ist es übrigens keineswegs erstaunlich, daß auch Männer „Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus“ (**) sind. Es gab und gibt ja auch zu den Armen sich zugehörig „fühlende“ Nachkommen von Reichen. So wie überhaupt die Wortführer aller „Revolutionen“ größtenteils einer höheren Schicht entstammen als die, deren Vertreter sie sind oder zu sein scheinen. Das ist es ja gerade. Wenn es Sich-und-seinesgleichen-Widerspechende nicht gäbe, wenn es die antithetischen Bewegungen nicht gäbe, kurz: wenn es die Antithesis nicht gäbe, dann hätten wir auch keine nennenswerte Entwicklung, sondern nahezu Stillstand: wir hätten die Bäume dann wohl nie verlassen. Und weil dies so ist, denken die „Linken“, sie und ihre Ideale bzw. Ideologien seien „fortschrittlich“, wobei sie vergessen, daß der Weg, den sie beschreiten, der rückschrittlichste Weg überhaupt ist, den ja auch schon ihr Lieblingsschlagwort „Revolution“ („revolutio“ (lat.) = Rücklauf, Zurückwälzen, Umdrehung) verrät - oder auch Rousseaus „Zurück zur Natur!“. Die „Linken“ vergessen, daß sie im Laufe des 20. Jahrhunderts immer überflüssiger geworden sind und sich dabei um 180 Grad gedreht und ihrem Arbeiterproletairiat beim Verschwinden zugesehen haben. Sie hätten sich entweder längst umbenennen oder zugeben müssen, daß sie selbst zu den Ausbeutern und Unterdrückern geworden sind, die sie angeblich noch bekämpfen. Denn es ist längst eine Tatsache, daß die Ober- und die Unterschicht gemeinsam die Mittelschicht ausbeuten und unterdrücken. Die Antithesis, der Widerstand, die Opposition ist also keinesfalls immer eine Angelegenheit derjenigen, die die Armen und Schwachen vertreten. Die Armen und Schwachen können nämlich aufgrund ihrer großen Anzahl (Quantität, Masse!) sehr wohl zur Macht kommen, und mit Hilfe ihrer Vertreter ist ihnen das auch immer wieder gelungen, wie die Geschichte gezeigt hat. Die Antithesis, der Widerstand, die Opposition kann, ja muß gelegentlich also durchaus auch aus anderen Reihen als denjenigen der Unterschicht kommen. Grundsätzlich sind zwischen den Schichten alle Bündnisse möglich. Sie kommen aber immer nur dann jeweils zur vollen Entfaltung, wenn ihr Erfolg für sie absehbar ist. Deshalb gibt es in der Geschichte auch immer wieder dann z.B. das oben bereits erwähnte Bündnis zwischen der Ober- und der Unterschicht, wenn sich für beide Seiten die Ausbeutung und Unterdrückung der Mittelschicht lohnt. Die unterschiedlichen, ja zumeist sogar gegensätzlichen Interessen zweier Schichten sind wie weggeblasen, wenn die Ausbeutung einer anderen Schicht sich für beide lohnt, wenn diese also ein gemeinsames Interesse haben - zumindest vorübergehend (das ist aber ziemlich egal, weil Schichten mehr dynamische als statische Gebilde sind). Gemeinsames Interesse löscht gegenseitigen Haß aus. „Gemeinsamer Haß löscht gegenseitige Verachtung aus.“ (Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 164). Darum ist es für mich auch nicht erstaunlich, daß auch Männer „Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus“ (**) sind.

Zur Einordnung des Sexismus in die totalitären Ideologien und Systeme der Moderne:

„Der Sexismus beruht auf der weitreichendsten Verschwörungstheorie aller Zeiten. Die erste ihrer Art war die des Kommunismus, welcher eine verschworene Ausbeuterklasse unterstellte. Im nationalen Sozialismus wurde die Klasse der Verschwörer ausgeweitet auf das »Weltjudentum«. Der Feminismus hat dann die Verschwörungstheorie erweitert auf die gesamte Mannheit, also die halbe Menschheit. Sie besagt: Frauen sind nicht auf natürliche Weise »benachteiligt«, sondern auf eine künstliche. Diese besteht seit Jahrtausenden in Gestalt der Unterdrückung durch ein Patriarchat. Anderenfalls wären Frauen an Kultur und Zivilisation gleichbeteiligt. Die Methode der Massenvernichtung hat im Sexismus ebenfalls seine bisher höchste Steigerung erfahren. .... Im Sexismus (Feminismus) schließlich ist die Massenvernichtung privatisiert worden. Nicht nur Urteile sind jetzt weggefallen, sondern auch Schuldvorwürfe und Anklagen. Vollzugsort ist der geschützteste aller Orte, der Mutterleib. Vollzugsberechtigt sind allein Mütter; Väter haben kein Mitspracherecht über ihre eigenen Nachkommen mehr! Bezog sich der Klassenkampf im Kommunismus lediglich auf eine soziale Schicht, die man u.U. noch wechseln konnte, so ist der Klassenkampf im nationalen Sozialismus bereits biologistisch inspiriert. Immerhin sind auch da die Grenzen noch durchlässig; so kann man zum Judentum übertreten bzw. seine Herkunft bisweilen verleugnen. Hingegen ist der sexistisch-feministische Klassenkampf zutiefst biologistisch, da kein Merkmal so tief körperlich verankert, so leicht erkennbar und so schwer zu verändern ist wie die Geschlechtszugehörigkeit. Die Betroffenen, also Männer, haben so gut wie keine Möglichkeit mehr zum Widerstand, etwa um ihr ungeborenes Kind zu retten oder dem Kindesentzug mit angeschlossener Unterhaltssklaverei zu entgehen. Der Sexismus ist somit als Metamorphose von Kommunismus und Rassismus zu bewerten. Es handelt sich um die Ideologie des Klassenkampfes in ihrer bisher letzten Steigerung.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Der „Feminismus/Genderismus“ benutzt mit eiskalter Berechnung und Willkür die Männer auch dadurch, daß er sie zwischen ihrer Millionen Jahre alten natürlichen Stellung und ihrer unnatürlichen, weil nur politisch diktierten gesellschaftlichen „Soll-Stellung“ aufreibt, wodurch sie in eine vom Feminismus diktierte zutieftst mißliche Lage geraten: sie sind ganz „oben“ (wie immer schon), wenn es um ihre Pflichten geht, und ganz „unten“ (wie noch nie), wenn es um ihre Rechte geht; sie sind ganz „oben“, weil sie wegen „Unterdrückung“ und „Ausbeutung“ angeklagt werden (sollen), und ganz „unten“, weil sie die wirkliche Unterdrückung und Ausbeutung akzeptieren (sollen). Männer haben wirklich „so gut wie keine Möglichkeit mehr zum Widerstand“ (**). In dieser Falle sitzen Männer schon seit längerem. Man darf dabei nicht vergessen, daß die uralte Stellung des Mannes zwar „oben“ ist, aber nicht zwecks „Ausbeutung und Unterdrückung der Frau“ (so ein Unsinn können sich nur Dekadente ausdenken!), sondern zwecks jener ebenso alten Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die für jeden Mann bedeutet: höchste Risikobereitschaft und volle Verantwortung für alle anderen Menschen in der jeweiligen Gemeinschaft. Männer sind (nämlich: in ihrer Rolle!) bezüglich Frauen keine Widerständler - eben auch deshalb, weil ihre Stellung Millionen Jahre alt ist und sie nur selten in ihrer Geschichte zum Widerstand gegen Frauen genötigt worden sind (und wenn, dann immer aus unnatürlichen Gründen!). - Ich bin realistisch genug (Pessimisten sagen: „pessimistisch genug“), um festzustellen, daß insbesondere die abendländischen Männer nicht oder noch nicht in der Lage sind, sich gegen den ebenfalls abendländischen Feminismus erfolgreich zu wehren. Auch deshalb wage ich die Vorhersage, daß sie sich gegenüber ihren Ausbeuterinnen und Unterdrückerinnen aus der sogenannten „Frauenbewegung“ - auf ähnliche Art wie die Angehörigen der Mittelschicht sich gegenüber ihren Ausbeutern und Unterdrückern aus der Ober- und der Unterschicht - immer mehr beugen werden. Leider! Trotzdem bleibt die Hoffnung - und daher die Forderung: Männer müssen den Widerstand praktizieren, weil der sexistische Feminismus die Massenvernichtung will!

Zur Frage der Ursachen und der Überwindung des Sexismus (Feminismus):

„Nach allem, was ich erkennen kann, beruht der Sexismus auf einer - unsere gesamte Lebenswelt bestimmenden - Ent-Hierarchisierung, die eine unmittelbare Folge von Kommunismus und Nationalsozialismus und deren Erstursache die Säkularisierung ist. Sie begann mit der Leugnung Gottes und setzte sich in der Selbst-Entwertung des Mannes konsequent fort. Der Mann hätte niemals durch die Frau in Frage gestellt werden können, wenn er sich seiner göttlichen Ebenbildlichkeit bewußt geblieben wäre. Erst sein selbstverschuldeter Fall brachte ihn um die Herrschaft über die Frau, und verschaffte der Frau den Willen zur Selbstverkennung und zur Selbstüberhebung, ja zur Herrschaft über den Mann. Es kennzeichnet die Herrschaft der Frau, daß der »Neue Mann« eine weibliche Erfindung ist. Der einzige mögliche Weg zur Überwindung des Übels ist die Anerkennung der ursprünglichen Hierarchie, in welcher der Mann die Herrschaft (d.h. auch Fürsorge-Pflicht) über die Frau innehat. Eine bloße Dokumentation der tatsächlichen Benachteiligung des Mannes in rechtlicher Hinsicht wird gar nichts nützen; sie wird, im Gegenteil, die Frau letztlich in der vermeintlichen Legitimität ihrer Herrschaft nur bestätigen und eine totalitäre Struktur, d.h. die perfekte Gynokratie herbeiführen. Das sicherste Hindernis auf diesem Wege ist die Gutgläubigkeit in die Einsichtsfähigkeit des Aufrührers. Es gehört zum innersten Wesen des Kindes gegenüber dem Erwachsenen und des Weibes gegenüber dem Manne, daß es die Grenzen seiner tyrannischen Macht erkunden und nach Möglichkeit überschreiten wird. Das Ideologem der Gleichheit, welches Ungleiche gleichzustellen sich bestrebt, hat noch immer Unglück bewirkt. Es bedarf eines weltweiten Erwachens der Mannheit, also der wahren Menschheit, um den Sexismus zu überwinden.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Die Physiker haben recht: Was im Gleichgewicht ist, ist tot! Folglich ist der Egalitarismus - der „Gleichheits“-Wahn - die Todessucht, das Streben zum Tod! Egalitaristen sind Sterbende, Aussterbende, Untergehende - kulturgeschichtlich oder philosophisch gesprochen: Dekadente, Zivilisierte, Moderne, Nihilisten! Auch Liberalisten und Fraternitaristen sind Dekadente, Zivilisierte, Moderne, Nihilisten! Innerhalb dieses modernen, d.h. totalitären Ideologie-Systems (Liberalismus, Egalitarismus, Fraternitarismus) ist auch der Feminismus mit seinen Varianten zu finden (in Ihrer Abbildung in grober Vereinfachung dargestellt **).

Fortsetzung folgt => **.

Nihilismus

trel ⌂, Donnerstag, 03. November 2011, 22:40 (vor 2211 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Freitag, 04. November 2011, 16:02

In Ihrer auf den Tag genau 2 Jahre später gegebenen Neufassung (**)

Ich war erstaunt und habe zunächst geglaubt, daß ich falsch datiert hätte. Dann habe ich meine Tagebuch-Einträge verglichen.

Im Tagebuch von 2009 steht für den 7.Oktober u.a.:

Die Neufassung der Unterseite "Was ist Sexismus" im Sexistinnen-Pranger vorläufig fertiggestellt und ins Netz gestellt, nachts.

Im Tagebuch von 2011 steht für den 7.Oktober u.a.:

Die Unterseite "Das ist Sexismus" im Sexistinnen-Pranger endlich fertiggestellt.

Also stimmt es mit "auf den Tag genau 2 Jahre". Seltsamer Zufall!

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Ich muß heute frühzeitig ins Bett und kann nur kurz antworten. Jedenfalls danke ich Ihnen zunächst einmal sehr herzlich, Herr Schütze, daß Sie sich die Zeit genommen haben, die Artikel o.g. genau zu lesen und zu kommentieren.


Ich zitiere daher jetzt 'mal einen anderen Menschen:

[...] Denn warum ist die Heraufkunft des Nihilismus nunmehr notwendig? Weil unsre bisherigen Werte selbst es sind, die in ihm ihre letzte Folgerung ziehn; weil der Nihilismus die zu Ende gedachte Logik unsrer großen Werte und Ideale ist, – weil wir den Nihilismus erst erleben müssen, um dahinter zu kommen, was eigentlich der Wert dieser »Werte« war .... Wir haben, irgendwann, neue Werte nötig.

Vielleicht sehen Sie in dem Text von Nietzsche keinen direkten Zusammenhang zu Ihrem Text über den Sexismus und seine Grausamkeiten. Ich schon. Denn nur Nihilisten können so vorgehen, wie Sie es beschrieben haben, oder wie ich selbst es schon mehrfach beschrieben habe.

Ich kenne diesen Text von Nietzsche. Möchten Sie mir zustimmen, wenn ich sage, daß die erste Seligpreisung aus der Bergpredigt (Matt.5,3):

Selig sind die Bettler um Geist [oder die geistig Armen, Verarmten], denn ihrer ist das Reich der Himmel

das Gleiche besagt? Um das voll zu verstehen, sind allerdings etwas kompliziertere Erläuterungen über die höheren Erkenntnisstufen nötig. V. Tomberg (der Nietzsche des Öfteren zitiert, ihn als einen hoch bedeutenden, nur leider gescheiterten Geistesmenschen charakterisiert) gibt sie in seinen "Betrachtungen zum Neuen Testament". Man sollte sie wirklich lesen und durchdenken, denn wenn man die neun Seligpreisungen in gewöhnlicher Art liest, dann erscheinen sie trivial oder unverständlich. Sie geben aber in ihrer Reihenfolge einen natürlichen Entwicklungsgang wieder, den alle Menschen - mehr oder weniger freiwillig durchlaufen (müssen). wieder.

So wie überhaupt die Wortführer aller „Revolutionen“ größtenteils einer höheren Schicht entstammen als die, deren Vertreter sie sind oder zu sein scheinen. Das ist es ja gerade. Wenn es Sich-und-seinesgleichen-Widerspechende nicht gäbe, wenn es die antithetischen Bewegungen nicht gäbe, kurz: wenn es die Antithesis nicht gäbe, dann hätten wir auch keine nennenswerte Entwicklung, sondern nahezu Stillstand: wir hätten die Bäume dann wohl nie verlassen. Und weil dies so ist, denken die „Linken“, sie und ihre Ideale bzw. Ideologien seien „fortschrittlich“, wobei sie vergessen, daß der Weg, den sie beschreiten, der rückschrittlichste Weg überhaupt ist, den ja auch schon ihr Lieblingsschlagwort „Revolution“ („revolutio“ (lat.) = Rücklauf, Zurückwälzen, Umdrehung) verrät - oder auch Rousseaus „Zurück zur Natur!“.

Richtig erkannt und gut ausgedrückt.

Der „Feminismus/Genderismus“ benutzt mit eiskalter Berechnung und Willkür die Männer auch dadurch, daß er sie zwischen ihrer Millionen Jahre alten natürlichen Stellung und ihrer unnatürlichen, weil nur politisch diktierten gesellschaftlichen „Soll-Stellung“ aufreibt, wodurch sie in eine vom Feminismus diktierte zutieftst mißliche Lage geraten: sie sind ganz „oben“ (wie immer schon), wenn es um ihre Pflichten geht, und ganz „unten“ (wie noch nie), wenn es um ihre Rechte geht

Wiederum gut ausgedrückt.

Man darf dabei nicht vergessen, daß die uralte Stellung des Mannes zwar „oben“ ist, aber nicht zwecks „Ausbeutung und Unterdrückung der Frau“ (so ein Unsinn können sich nur Dekadente ausdenken!), sondern zwecks jener ebenso alten Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die für jeden Mann bedeutet: höchste Risikobereitschaft und volle Verantwortung für alle anderen Menschen in der jeweiligen Gemeinschaft.

So ist. Den Vorwurf der Unterdrückung erheben immer nur diejenigen, die nie in der Verantwortung waren. Ich habe das übrigens auch erst lernen müssen. In meiner Jugend war ich oppositionell eingestellt und schimpfte auf meine "ausbeuterischen" Arbeitgeber. In Afrika wurde ich dann selbst Unternehmer. Seitdem kann ich mich in die Leistungsträger besser hineinversetzen.

Die Physiker haben recht: Was im Gleichgewicht ist, ist tot! Folglich ist der Egalitarismus - der „Gleichheits“-Wahn - die Todessucht, das Streben zum Tod! Egalitaristen sind Sterbende, Aussterbende, Untergehende

Das merken sie leider nur nicht, außer wenn es zu spät ist. Auch dies läßt sich anthroposophisch tief begründen, und dann wird es erst interessant. Das bloße Feststellen, auch bei Nietzsche, ist ja letztlich ermüdend, weil auch er keine Lösungen bietet. Nur ist seine Sprache dermaßen lebendig, daß man ihn trotzdem gerne liest.

Morgen dann weiter. Für heute verabschiede ich mich mit den besten Wünschen!

trel

Feminismus, Genderismus (Teil IIa).

Herr Schütze ⌂ @, Montag, 14. November 2011, 15:54 (vor 2200 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Montag, 14. November 2011, 17:55

Sehr gehrter Herr Lentze!

Wie gesagt: Einige Stellen des folgenden Textes sind da, wo ich Sie zitiere, grau oder hellgrau (nämlich da, wo ich Sie mich zitierend zitiere).

„»Ich zitiere daher jetzt 'mal einen anderen Menschen: ›.... Denn warum ist die Heraufkunft des Nihilismus nunmehr notwendig? Weil unsre bisherigen Werte selbst es sind, die in ihm ihre letzte Folgerung ziehn; weil der Nihilismus die zu Ende gedachte Logik unsrer großen Werte und Ideale ist, – weil wir den Nihilismus erst erleben müssen, um dahinter zu kommen, was eigentlich der Wert dieser »Werte« war .... Wir haben, irgendwann, neue Werte nötig.‹ - Vielleicht sehen Sie in dem Text von Nietzsche keinen direkten Zusammenhang zu Ihrem Text über den Sexismus und seine Grausamkeiten. Ich schon. Denn nur Nihilisten können so vorgehen, wie Sie es beschrieben haben, oder wie ich selbst es schon mehrfach beschrieben habe.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:41 **).

Ich kenne diesen Text von Nietzsche. Möchten Sie mir zustimmen, wenn ich sage, daß die erste Seligpreisung aus der Bergpredigt (Matt. 5,3): »Selig sind die Bettler um Geist [oder die geistig Armen, Verarmten], denn ihrer ist das Reich der Himmel« das Gleiche besagt?“ (Thomas R. E. Lentze, Nihilismus, 03.11.2011; 22:40 **).

Ja, jedenfalls ist eine solche Deutung ebenfalls möglich.

„»So wie überhaupt die Wortführer aller ›Revolutionen‹ größtenteils einer höheren Schicht entstammen als die, deren Vertreter sie sind oder zu sein scheinen. Das ist es ja gerade. Wenn es Sich-und-seinesgleichen-Widerspechende nicht gäbe, wenn es die antithetischen Bewegungen nicht gäbe, kurz: wenn es die Antithesis nicht gäbe, dann hätten wir auch keine nennenswerte Entwicklung, sondern nahezu Stillstand: wir hätten die Bäume dann wohl nie verlassen. Und weil dies so ist, denken die ›Linken‹, sie und ihre Ideale bzw. Ideologien seien ›fortschrittlich‹, wobei sie vergessen, daß der Weg, den sie beschreiten, der rückschrittlichste Weg überhaupt ist, den ja auch schon ihr Lieblingsschlagwort ›Revolution‹ (›revolutio‹ (lat.) = Rücklauf, Zurückwälzen, Umdrehung) verrät - oder auch Rousseaus ›Zurück zur Natur!‹.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:41 **).

Richtig erkannt und gut ausgedrückt.“ (Thomas R. E. Lentze, Nihilismus, 03.11.2011; 22:40 **).

Vielen Dank!

„»Der ›Feminismus/Genderismus‹ benutzt mit eiskalter Berechnung und Willkür die Männer auch dadurch, daß er sie zwischen ihrer Millionen Jahre alten natürlichen Stellung und ihrer unnatürlichen, weil nur politisch diktierten gesellschaftlichen ›Soll-Stellung‹ aufreibt, wodurch sie in eine vom Feminismus diktierte zutieftst mißliche Lage geraten: sie sind ganz ›oben‹ (wie immer schon), wenn es um ihre Pflichten geht, und ganz ›unten‹ (wie noch nie), wenn es um ihre Rechte geht« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:41 **).

Wiederum gut ausgedrückt.“ (Thomas R. E. Lentze, Nihilismus, 03.11.2011; 22:40 **).

Wiederum vielen Dank!

„»Man darf dabei nicht vergessen, daß die uralte Stellung des Mannes zwar „oben“ ist, aber nicht zwecks ›Ausbeutung und Unterdrückung der Frau‹ (so ein Unsinn können sich nur Dekadente ausdenken!), sondern zwecks jener ebenso alten Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die für jeden Mann bedeutet: höchste Risikobereitschaft und volle Verantwortung für alle anderen Menschen in der jeweiligen Gemeinschaft.« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:41 **).

So ist es. Den Vorwurf der Unterdrückung erheben immer nur diejenigen, die nie in der Verantwortung waren. Ich habe das übrigens auch erst lernen müssen. In meiner Jugend war ich oppositionell eingestellt und schimpfte auf meine »ausbeuterischen« Arbeitgeber. In Afrika wurde ich dann selbst Unternehmer. Seitdem kann ich mich in die Leistungsträger besser hineinversetzen.“ (Thomas R. E. Lentze, Nihilismus, 03.11.2011; 22:40 **).

Das ist eine gute Nachricht!

„»Die Physiker haben recht: Was im Gleichgewicht ist, ist tot! Folglich ist der Egalitarismus - der „Gleichheits“-Wahn - die Todessucht, das Streben zum Tod! Egalitaristen sind Sterbende, Aussterbende, Untergehende ....« (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:41 **).

Das merken sie leider nur nicht, außer wenn es zu spät ist. Auch dies läßt sich anthroposophisch tief begründen, und dann wird es erst interessant. Das bloße Feststellen, auch bei Nietzsche, ist ja letztlich ermüdend, weil auch er keine Lösungen bietet. Nur ist seine Sprache dermaßen lebendig, daß man ihn trotzdem gerne liest.“ (Thomas R. E. Lentze, Nihilismus, 03.11.2011; 22:40 **).

So ist es. Allerdings (!) ist Nietzsche nicht nur ein Feststeller, sondern auch ein Anbieter von Lösungen, wenn man darunter auch eine Art von Befreiung versteht, z.B. durch „psychische Verarbeitungen“ bis hin zur Beendigung des Leids und Elends durch Beschleunigung der Beschleunigung. Die Beschleunigung als die Moderne nannte schon lange vor Nietzsche kein geringerer als Goethe das „Veloziferische“!

Beste Wünsche!

Herr Schütze

Feminismus, Genderismus (Teil III).

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 03. November 2011, 18:45 (vor 2211 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 03. November 2011, 21:45

Zu den Vernichtungslagern des Feminismus:

„Zwar kennt der Feminismus keine Vernichtungslager aus Holz oder Stein. Dafür aber sterben die Menschen jetzt in warmen Mutterleibern, und ihre Opferzahl ist nicht geringer als in den Vorgängersystemen. .... Keine Anklage und kein Prozeß geht der Tötung voran, lediglich die Willenserklärung einer Frau. Die Erklärung, daß ihr die Sorge um einen kleinen Menschen lästig ist. In diesem System sind wir alle, die wir seit der Neufassung des § 218 am Leben sind, Überlebende. Nicht unsere politische Linientreue, nicht unsere Verteidigung, sondern allein die Laune einer Frau, eine glückliche Laune, hat es verursacht, daß wir noch am Leben sind. Es hätte auch anders kommen können. Doch die Frau hat von ihrer Möglichkeit der straffreien »Abtreibung« keinen Gebrauch gemacht, so wie viele Lageraufseher von ihrer Möglichkeit des straffreien Abknallens von Gefangenen keinen Gebrauch gemacht haben. Aber der Feminismus hat auch eine neue Form der Folter geschaffen. Sie besteht nicht in der Zufügung von körperlichem Schmerz. Das ist altmodisch. Sie besteht vielmehr in einer neuen Qualität der Demütigung und Verunsicherung, wie sie bisher niemals in der Menschheitsgeschichte systematisch ausgeübt worden ist - nämlich in der polizeilichen Wohnungsverweisung aufgrund des Gewaltschutzgesetzes. Dabei genügt es, daß die Frau den Mann beschuldigt. Der Rest ist ein Automatismus der Exekutive. Ermittlungen werden nicht durchgeführt, können es auch gar nicht gemäß der Intention des Gesetzes; nachträgliche Klagen der betroffenen Männer (sie sind zu fast 100% betroffen) haben noch niemals Erfolg gehabt. Das Gesetz suspendiert durch seine bloße Existenz den Rechtsstaat - der ja ohnehin, wie Feministen sagen, nur eine patriarchale Erfindung ist. Es ist so, wie wenn ein verantwortlicher Unternehmensleiter, der als solcher Löhne zu zahlen hat, jederzeit auf Wunsch der Belegschaft vor die Tür gesetzt werden kann, er selbst aber niemanden entlassen darf. Umgekehrt darf jeder Lohnnehmer kündigen, Weiterzahlung des Lohnes verlangen, Lehrlinge mitnehmen und deren Entlohnung ebenfalls verlangen. Einem solchen Unternehmensleiter würde damit gesagt: »Du stehst nicht in führender Position, ja nicht einmal auf gleicher Augenhöhe. Nein, du stehst hierarchisch weit unterhalb deiner Lohnnehmer.« Wer würde dann noch ein Unternehmen gründen wollen, zumal ein solches, das wächst?“ (Thomas R. E. Lentze, Der Feminismus und seine ... innere Blut-und-Bodenpolitik, 23.03.2011 **).

Ich muß Ihnen danken für diese Sätze, weil mittlerweile dieses diktatorische EU(RO)-Wahnsystem der EUdSSR wegen seines Dogmatismus, seiner Zensur (Politkorrektheit) jede Art von Freiheit - außer der weltfinanzökonomischen - verboten hat! Das betrifft selbstverständlich auch, ja insbesondere die Meinungsfreiheit, wie z.B. ganz explizit der von Wahnsinnigen diktierte „§ 218“ zeigt: eine andere Meinung als die von „oben“ vorgegebene ist zwar nicht offiziell, aber in der Wirklichkeit eben doch verboten! Wer es wagt, sie auszusprechen, riskiert Strafen wie z.B. Jobverlust, fristlose Kündigung, Entlassung, Berufsverbot u.s.w.. Was bei all dem ebenfalls besonders auffällt, ist die Widersprüchlich und Schizophrenie derjenigen Leute, die einerseits den Massenmord an den Menschen-im-Uterus bejahen, weil sie allen Frauen die Abtreibung erlauben, ja geradezu aufzwingen, aber andererseits die Lüge verbreiten, den Massenmord an den Menschen-im-Uterus zu verneinen, weil sie allen Wissenschaftlern die Embryonenforschung verbieten. Wer behauptet, gegen und für die Abtreibung zu sein, lügt! Der Feminismus und alle mit ihm Verbündetetn (dazu gehören alle Regierungen und Lobbygruppen in Europa, USA und Kanada) haben - weil sie den Massenmord an den Menschen-im-Uterus bejahen und per Gesetze veranlassen, daß er in die Praxis umgesetzt wird - die Hauptverantwortung für die Opfer: allein in den 50 Jahren von 1960 bis 2010 in Europa, USA und Kanada waren es: 182,625 Millionen ermordete Menschen!

Zur Demütigung des Mannes:

„Es geht dem System ... um die Demütigung des Mannes, um seine Erfahrung der Unbehaustheit. Es ist eine Art von innerer Blut- und Bodenpolitik: Nach der Wegnahme des Kindes, in dem sein Blut fließt, nun auch noch die Wegnahme der Behausung. So wie seine erste Behausung, der Uterus, sich als potentielles Todeslager herausstellt; so wie seine zweite Behausung, das Elternhaus, oft ein trostloses Durchgangslager war; so erweist sich sein selbstgeschaffenes Zuhause jetzt als Endlagerstätte verbrannter Hoffnungen und verlorenen Vertrauens. Im Namen der »Selbstbestimmung« der Frau wird Leben vernichtet, wird familiäre Heimatlosigkeit geschaffen und wird die Unbehaustheit zur existenziellen Erfahrung gemacht. Das hatten die Überlebenden der Vernichtungslager den Überlebenden des Feminismus voraus: Ihre Vernichtung und ihre Vertreibung war nocht nicht privatisiert. Konnten sie der staatlichen Verfolgung entkommen, so blieb ihnen die Hoffnung auf eine Familie und eine Behausung. Diese Hoffnung gibt es heute nicht mehr - und das gilt allein für die Angehörigen eines der beiden Geschlechter. Staatliche systematische Repression im Namen der Frau ist vorgedrungen bis in die letzten Räume.“ (Thomas R. E. Lentze, Der Feminismus und seine ... innere Blut-und-Bodenpolitik, 23.03.2011 **).

Ihre Texte zum Thema „Feminismus“ sind wohl durchdacht, in einer angemessenenen, wohltemperierten Sprache vorgetragen und von großer Bedeutung.

Zur Skepsis schrieb Peter Sloterdijk einmal:

„Skepsis ist der Habitus, das Überzogene am Gewöhnlichen auflaufen zu lassen und endgültige Ergebnisse stets als vorläufige hinzustellen. Allerdings kann die Skepsis ihrerseits hyperbolisch werden - dann tritt sie neu-pathetisch an die Rampe und heißt Dekonstruktion. In dieser Pose wir das Verzichtenkönnen auf sichere Resultate zu einer Leistungsschau des Zweifels. .... Die emanzipierte Hyperbelkritik wird nicht mehr berabsetzend oder dekonstruktiv gegen die Gebilde vorgehen; sie nimmt sich, ohne sie abzuleiten, die Freiheit, Steigerungen des Lebens zu applaudieren, grundlos. Es genügt, daß der »Himmel Übermuth« (Nietzsche) über einer Übertreibung steht, um ihr Recht zu geben. Dies entzieht der Skepsis nichts von ihrer zivilisierenden Kraft. Aber anders als der Kritizismus, der an Herabsetzungen interessiert bleibt, hegt die Skepsis Sympathien für Übertreibungen aller Art, im Bewußtsein, ihnen nicht erliegen zu müssen. Die Vorausetzung hierfür schafft der freie Geist, der zur Verführung Abstand hält.“ (Peter Sloterdijk, Nicht gerettet - Versuche nach Heidegger, 2001, S. 263, S. 273).

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

Feminismus, Genderismus (Teil IV).

Herr Schütze ⌂ @, Montag, 14. November 2011, 14:05 (vor 2200 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Montag, 14. November 2011, 17:04

Sehr geehrter Herr Lentze!

Zunächst dieses Zitat:

»Man neigt zur Annahme, daß der Völkische Feminismus ... untergegangen sei oder nur in Nischen existiere. Das stimmt nicht ganz, denn er ist auch heute massenhaft verbreitet - nur nicht mehr unter seinem verdienten Namen. In jedem Falle spielt das Geschehen in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaft. .... Bemerkenswert ist der Rückgriff auf die - eigentlich vergangene - Welt der Einzelkämpfer, also der Ritter und anderer Helden, und dies selbst da, wo die Handlung in der Zukunft spielt. In jedem Falle spielt das Geschehen in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaft. Die Handelnden sind also elitär, ihr Geschlechterverhältnis dagegen egalitär. Feindbild im Völkischen Feminismus ist immer eine andere Rasse, ein anderes Volk oder eine global operierende Organisation - seien es die Juden und/oder ›Überstaatlichen‹, Freimaurer und Jesuiten (bis 1945); seien es Zwerge, Riesen, Tiermenschen, Untote oder sonstwie gruppenbildende Entartete. Allerdings ist klar, daß in der Nachkriegsordnung die Feindbilder gewechselt haben und zumindest nicht mehr von Juden die Rede ist. Christen und Muslime werden aber weiterhin thematisiert, und zwar massenhaft in haßerfüllten Leserkommentaren, nicht nur auf Netzseiten wie PI (›Politically Incorrect‹). Denn fast immer, wo sie als Feindbilder vorkommen, wird ihnen - zumindest implizit - Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. Hierbei handelt es sich um einen - ich möchte es mal so ausdrücken - unterschwellig Völkischen Feminismus. Er ist egalitär, was das Verhältnis der Geschlechter angeht, jedoch elitär, soweit es das Verhältnis zum Gegner betrifft. Und der Gegner, das ist die monotheistische Religion, entweder ingestalt des Christentums oder aber des Islams. Insgesamt bleibt festzustellen, daß der Völkische Feminismus viel weiter verbreitet ist, als man gemeinhin denkt; ja daß er heute ein Massenphänomen darstellt. Man sieht das nur dann nicht, wenn man diesen Begriff reflexhaft mit dem Nationalsozialismus und der Zeit davor verbindet. Doch frage sich ein jeder, ob er etwa nicht für die Gleichberechtigung von Mann und Frau eintrete. (Ich bin gegen sie, aber ich vertrete keine Mehrheitsmeinung.) Frage ein jeder ebenfalls, ob nicht Judentum, Islam sowie die strengen Formen des Christentums dieser Gleichberechtigung im Wege stehen. Und frage er sich drittens, ob er nicht für heidnische, sexualbetonte Kulte eine gewisse Sympathie empfindet.« (Thomas R. E. Lentze, Formenkreis des Feminismus, 02.11.2011 **).

Zur Verortung des Völkischen Feminismus innerhalb des Feminismus (sie dazu auch Ihre Graphik):

Meiner Meinung nach ist die von Ihnen vorgenommene Gliederung des Feminismus in jeweils zwei »Äste« mit jeweils zwei »Zweigen« insofern grob richtig, als daß sie wegen der Komplexität des Feminismus ohnehin nur grob dargestellt werden kann. Sie stellen die »vier Formen«, wie Sie sie nennen, auch in Form von Text vor (**). Der Völkische Feminismus, um den es hier ja geht, ist meiner Analyse zufolge wahrscheinlich jedoch sowohl dem Identitäts-Feminismus als auch dem Differenz-Feminismus zuzuordnen - und er ist nicht sexistisch, wie auch Sie betonen (**). „Feminismus ist umfassender als Sexismus.“ (**). Der Völkische Feminismus scheint nach meinem Dafürhalten eine besondere Rolle innerhalb des Feminismus zu spielen: er steht einerseits im Zentrum und andererseits an der Grenze des Feminismus.

Auch Ihrem Urteil nach ist die erste Zweiteilung - Identitäts-Feminismus und Differenz-Feminismus - eine »gröbere Zweiteilung« und »schon seit längerer Zeit bekannt. Sie besagt, daß es in der Hauptsache zwei Richtungen gibt. Nach ersterer sind Mann und Frau natürlicherweise gleich; tatsächliche Unterschiede, gemeint sind Benachteiligungen zu Lasten der Frau (!), seien künstlich und erforderten Korrekturen. Dabei setzt die marxistische Fraktion auf die politische Diktatur des Feminats, die völkische Fraktion auf subversive Restauration alteuropäischen Gemeinschaftslebens. Der anderen Richtung zufolge sind Mann und Frau von Natur aus verschieden, und zwar dergestalt, daß die Frau den höherwertigen, würdigeren Teil darstellt. Folglich ist das männliche Geschlecht, um nicht zu stören, entweder zu entmachten und zu reduzieren (sexistische Fraktion), oder es hat zumindest gelegenheitsweise gewisse Benachteiligungen einzustecken (opportunistische Fraktion). Genauer besehen sind die Verhältnisse aber komplizierter. So haben beide Richtungen je eine Fraktion, deren Vertreter sich durch Homosexualität auszeichnen, und die weiblichen unter ihnen (die ›Lesbofeministinnen‹) zudem durch eine bemerkenswerte Militanz. Die zwei übrigen Fraktionen sind jedoch sexuell normal.« (Thomas R. E. Lentze, Formenkreis des Feminismus, 02.11.2011 **).

In Ihrer Systematik gehört der Völkische Feminismus zum Identitäts-Feminismus, obschon ja »genauer besehen ... die Verhältnisse ... komplizierter« (**) sind. Meiner Analyse zufolge ist der gesamte Feminismus eingebettet in die Systematik der modernen Ideologien, also der Totalitarismen, die aus der „bürgerlich-revolutionären“ Parole hervorgegangen sind; wie ich schon mehrfach beschrieben habe (Herr Schütze, Feminismus, Genderismus, 03.11.2011; 18:25 **).

Innerhalb der Feminsimus-Systematik sind also meiner Analyse zufolge mehrere Dreierschritte (vgl. Hegels Dialektik **) enthalten, die aber allesamt wiederum in dem Dreischritt der »bürgerlich-revolutionären« Totalitarismus-Systematik enthalten sind und diese stets wiederholend kopieren. Weil bei diesem Kopieren extrem übertrieben wird, entsteht der Eindruck mit dem Trugschluß, es handele sich dabei um etwas Neues; in Wirklichkeit ist es etwas Altes; es wird wieder vorbeigehen und nach einer mehr oder weniger langen Zeit des Vergessens wiederkommen (jedenfalls war das bisher immer so!). Und nachdem wir die Phase der »bürgerlich-revolutionären« Antithesis als der (ideologischen!) Dominanz der »Gleichheit« und also auch des »Gleichheit«-Feminismus (Identitäts-Feminismus) über die »bürgerlich-revolutionäre« Thesis als die »Freiheit« und also auch den »Freiheits«-Feminismus (Feminismus am »bürgerlich-revolutionären« Anfang) verlassen haben, beschreiten wir die Phase der »bürgerlich-revolutionären« Synthesis als der (ideologischen!) Dominanz der »Brüderlichkeit« und also auch des »Schwesterlichkeits«-Feminismus (Differenz-Feminismus) über jeweils beide (Antithesis und Thesis - wie eben beschrieben), indem sie »aufhebt« (**). Das wird noch eine spannende Phase werden, denn sie hat ja erst mit dem „Mauerfall“ am 9. November 1989 begonnen! »Brüderlichkeit« und »Schwesterlichkeits«-Feminismus« stehen ja - jedenfalls nach dem Verständnis des bisher Gesagten - in einem ganz bestimmten Widerspruch zueinander und werden daher wohl kaum zu einem gemeinsamen »Aufheben« (**) in der Lage sein. Oder doch? Und wenn doch, dann aber garantiert nicht mit dem »Sexistischen Feminismus« (er ist ja einer der »Zweige« des »Schwesterlichkeits«-Feminismus, der ja als »Ast« Differenz-Feminismus heißt **). Der Völkische Feminismus könnte vielleicht dazu in der Lage sein - doch in Ihrer Systematik ist er kein »Zweig« des Differenz-Feminismus, sondern des Identitäts-Feminismus. Müssen Sie Ihre Systematik ändern? Oder ich meine?

Der Völkische Feminismus ist eben wohl doch nicht nur ein »Zweig« des Identitäts-Feminismus, wie Sie meinen (**), sondern auch ein »Zweig« des Differenz-Feminismus, d.h. sowohl dem Identitäts-Feminismus als auch dem Differenz-Feminismus zuzuordnen, wie ich meine.

Freundliche Grüße!

Herr Schütze

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