LOLA-Szene

Patrick Bieri, Donnerstag, 24. November 2011, 10:58 (vor 2126 Tagen)

Der neuste Neonazi-Fall weist Verbinungen in die Schweiz auf. Und zwar nicht nur bezüglich der Tatwaffe!

In der Schweiz hat sich seit ca. 2000 eine LOLA-Szene gebildet. Das LOLA-Prinzip ist eine faschistoide Pseudoreligion, entworfen von René Egli und seiner Frau. Gelesen wird das Buch in Deutschland insbesondere von der Neonazi-Szene, in der Schweiz hingegen von esoterischen Feministinnen.

http://www.portalpb.bplaced.net/destruktivitaet/Lola/LOLA%20Prinzip.html

Beide Gruppen haben sich nun verbunden. Was daraus entstanden ist, ist so eine Art von Sekte, welche glaubt mit Hilfe des LOLA-Prinzipes die (androgyne) Weltherrschaft zu erlangen. Vermischt mit dieser 2012 Thematik ergibt das den totalen Wahnsinn. antifeminismus.ch gehört dazu.

Inzwischen sind viele dieser Leute in die Schweiz gezogen und haben hier eine gut organisierte Zelle aufgebaut. Sie haben sich etabliert in der Verwaltung, der Polizei, der Justiz, im Bildungswesen, etc.. Sie können den Rechtsstaat längst bequem unterlaufen!

Ich habe in den letzten Jahren auf dem Internet einige ihrer Treffpunkte besucht und die Szene ausgehorcht...

Links

Patrick Bieri, Donnerstag, 24. November 2011, 13:50 (vor 2126 Tagen) @ Patrick Bieri

LOLA-Netzwerk

Patrick Bieri, Donnerstag, 24. November 2011, 20:33 (vor 2126 Tagen) @ Patrick Bieri

Hallo LOLAs

Ja, ich weiss, dass ihr hier lest und auch anderswo:

Gut vernetzt zu sein, habt ihr immer als euren Vorteil betrachtet. Es gibt ja bei euch allerhand Leute, von Nazis über Transvestiten, Feministinnen, Homosexuellen, Drogensüchtigen und Dealern, Zuhältern und Dominas, bis zu Sodomistinnen und Pädosexuellen. Da ist es natürlich praktisch, wenn man sich bei Bedarf decken und seine Beziehungen am Arbeitsplatz einsetzen kann. Als Polizisten, RAV-Leiter, Politikerinnen, Staatsanwälte, Sozialarbeiterinnen, Theologen, Heimleiter, Postangestellte oder ähnlichem war euch das gut möglich. Doch nun wird euch die gute Vernetzung zur Falle, denn wenn eine Masche eures Netzes auffliegt, dann kommen alle anderen auch zum Vorschein. Wen wird es als erstes treffen? Die Nazis oder den Pädophilenring?

http://www.kath.ch/aktuell_kommentar.php?meid=129773

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Muß man die ernstnehmen?

admin @, Freitag, 25. November 2011, 00:57 (vor 2126 Tagen) @ Patrick Bieri

Hallo Patrick Bieri!

Ich habe nicht alle Links gründlich gelesen, mehr überflogen. Was findest du an dieser Bewegung so interessant? Es handelt sich um eine von sehr zahlreichen Organisationen, welche dem Menschen den "breiten Weg" bereiten wollen, der aus christlicher Sicht ein Abweg ist.

Aber es dürfte keinen Zweck haben, solche Organisationen zu bekämpfen. Ihre Mitglieder sind vermutlich keinen überzeugenden Christen begegnet. Darin liegt m.E. das hauptsächliche Problem. Ohne ihnen eine Alternative zu bieten, wirst du sie von ihrem Weg nicht abbringen können.

Die härtesten von ihnen würden sich allerdings nicht einmal abbringen lassen, wenn sie Christus persönlich begegnen würden. Mit denen sollten wir uns auch sowieso nicht erst anlegen.

Ich halte es für das Beste - und so haben es m.W. auch Steiner und Tomberg gesehen - den eigenen Weg zu gehen und sich nicht auf die bloße Gegnerschaft zu verlegen.

Wir sollen widerstehen, aber nicht angreifen, wo wir nicht selbst angegriffen werden. Wer angreift, wird schließlich selbst so wie der Gegner.

Grüße
trel :-)

P.S. Was macht die Kunst?

stören wo man kann

Patrick Bieri, Freitag, 25. November 2011, 10:34 (vor 2125 Tagen) @ admin

Hallo Thomas

Diese Leute sind wahnsinnig und dies ist das eigentliche Risiko. Denn durch ihren Wahnsinn werden sie völlig unberechenbar. Da sie massenhaft Drogen und Medikamente konsumieren, haben sie den Zugang zur Realität längst verloren. Und genau deshalb können sie so lange unentdeckt bleiben. Kein vernüftiger Mensch würde jemals glauben, was in ihren Köpfen vor sich geht. So konnten auch die Nazis mehr als 10 Jahre lang wachsen, ohne dass sie als Gefahr erkannt wurden.

Sie werden von der Angst getrieben. Greift man sie an, dann wächst ihre Angst und somit ihr Antrieb. Greift man sie nicht an, dann breiten sie sich weiter aus. Was also soll man tun?

Ganz einfach: Man lässt sie ins Leere laufen!

Hier in der Schweiz hat man sie lange gar nicht erkannt. Doch nun wächst das Bewusstsein in der Bevölkerung langsam. Ich gebe mir aber auch alle Mühe! Hier ein Beispiel einer solchen Person:

Diego Sägesser, RAV-Leiter Biel. Seine Karriere begann er bei der Polizei, dann folgten mehrere Stationen, unter anderem bei der SBB und der Arbeitslosenkasse. Er ist ein Anhänger des LOLA-Prinzip und er spielt in der Porno-Szene gerne den Nazi. Auch für Waffen interessiert er sich sehr. Hier in Biel ist der Mann sehr angesehen.

Was die Kunst macht? Nicht viel. Das letzte was ich gemalt habe ist hier:

http://dekomposition.drupalgardens.com/

Wessen Argument ist das?

Patrick Bieri, Samstag, 26. November 2011, 07:42 (vor 2124 Tagen) @ admin
bearbeitet von Patrick Bieri, Samstag, 26. November 2011, 07:54

Hallo trel :-|

Du schreibst:

"Wir sollen widerstehen, aber nicht angreifen, wo wir nicht selbst angegriffen werden. Wer angreift, wird schließlich selbst so wie der Gegner."

Doch wer argumentiert so? Derjenige, der sich vor einem Angriff schützen will? Es gibt übrigens "Christen", die behaupten, dass letztlich sogar der Teufel in den Himmel komme, da Gott doch die ganze Schöpfung erlösen werde. Doch der Teufel ist nicht existent. Teufel ist bloss eine Bezeichnung für den Zustand ohne Gott. Genauso wie Dunkelheit bloss die Bezeichnung ist für den Zustand ohne Licht. Licht ist eine physikalische Grösse, Dunkelheit nicht. Gott ist Geist, Teufel nicht.

Licht ist existent, Dunkelheit nicht. Gott ist existent, Teufel nicht. Aber gottlose, also geistlose Menschen, in deren Seelen es dunkel ist, davon gibt es unzählige, wie Sand am Meer. Ihr Weg führt sie direkt in die Nichtexistenz...also in den Tod.

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Damit bin ich nicht einverstanden!

admin @, Samstag, 26. November 2011, 11:05 (vor 2124 Tagen) @ Patrick Bieri

Guten Tag, Patrick Bieri!

Es gibt übrigens "Christen", die behaupten, dass letztlich sogar der Teufel in den Himmel komme, da Gott doch die ganze Schöpfung erlösen werde.

Das ist auch meine christliche Auffassung. Die Widersachermächte sind nicht gleichrangig mit Gott. Nur bei Gleichrangigkeit ist es denkbar, daß Gott und sein höchster Widersacher für immer in Feindschaft verblieben.

Was Luzifer betrifft, den Widersacher gegen den Heiligen Geist, so ist er bereits mit der Auferstehung Christi bekehrt worden. Er hat bereut und er erschien in seiner umgewandelten Form als Paraklet während des Pfingstereignisses. Das verlieh diesem Ereignis den Charakter der Begeisterung, was von einigen Außenstehenden interpretiert wurde als Alkoholwirkung.

Die Bekehrung Luzifers führte in den ersten nach-christlichen Jahrhunderten zu einer Welle des Märtyrertums. Denn Luzifer hatte erkannt, daß er die Rolle Christi hätte einnehmen müssen. Er wartet seitdem auf die entsprechende Gelegenheit, die wohl in einer späteren Weltperiode eintreten wird.

Viele luziferische Geister sind jedoch keineswegs bekehrt. Und auch jeder von uns hat an seinem luziferischen Doppelgänger zu arbeiten. Dieser wirkt im Astralleib des Menschen und macht den Menschen auf eine geistige Weise hochmütig und egoistisch. Diese Menschen halten sich für geistig höher entwickelt, sind es auf eine gewisse Weise auch, aber dies in einem antichristlichen Sinne. Ihretwegen hat Christus noch mehr zu leiden. Man kann aber den luziferischen Doppelgänger durch Selbsterkenntnis umwandeln und befreien.

Was Ahriman betrifft, den Widersacher des Sohnes, so ist er durch Christus während der Höllenfahrt angeschlagen, aber noch nicht endgültig besiegt worden. Das wird erst in späteren Weltperioden geschehen. Jeder von uns hat einen ahrimanischen Doppelgänger. Der wirkt nicht im Astral-, sondern im Ätherleib. Anders als der luziferische Doppelgänger kann er nicht umgewandelt noch bekämpft werden. Dennoch kann man sich von ihm befreien, nämlich durch Erkenntnis seines Wirkens. Er fällt dann von einem ab.

Der ahrimanische Doppelgänger macht sich bemerkbar in einer enormen Willenskraft und Intelligenz, welche aber mechanisch und entseelend wirken. Der Genderismus z.B. ist eine ahrimansch bewirkte Bewegung, überhaupt jede Form der Technokratie.

Ahrimanische Geister können nur dort wirken, wo ihnen durch luziferische Einflüsse der Boden bereitet worden ist. Luzifer bewirkt das persönliche Eigenlicht und Glänzen, welches aber von geistigen Welt gesehen ein Dunkel ist. In diesem Dunkel nistet Ahriman sich ein - anders kann er es nicht. Man kann das vergleichen mit einem Menschen, der durch luziferische Zügellosigkeit ein lasterhaftes Leben führt. Das führt zu einer Schwächung, welche körperlichen und seelischen Krankheiten (ahrimanisch) den Boden bereitet.

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Doch der Teufel ist nicht existent. Teufel ist bloss eine Bezeichnung für den Zustand ohne Gott. Genauso wie Dunkelheit bloss die Bezeichnung ist für den Zustand ohne Licht. Licht ist eine physikalische Grösse, Dunkelheit nicht. Gott ist Geist, Teufel nicht.

Das ist ein bestimmter theologischer Standpunkt, für den Augustinus bekannt geworden ist.

Du widersprichst dir damit allerdings selbst. Denn dieser Auffassung nach dürfte ja auch Lola nicht existent sein, muß also auch nicht bekämpft werden.

Ganz falsch ist dieser Standpunkt natürlich auch nicht. Physikalisch ist es richtig, daß Dunkel und Kälte keine eigenen Größen sind. Geistig ist es allerdings falsch. Niemand empfindet Kälte als Abwesenheit von Wärme oder Dunkel als Abwesenheit von Licht. Kälte und Dunkel haben durchaus eigene Empfindungsqualitäten, die nicht ableitbar sind.

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Aber gottlose, also geistlose Menschen, in deren Seelen es dunkel ist, davon gibt es unzählige, wie Sand am Meer. Ihr Weg führt sie direkt in die Nichtexistenz...also in den Tod.

Nein, nicht direkt. Sondern durch unser Verschulden. Wir alle sind aufgerufen, unserer Brüder Hüter zu sein. Christus hat uns das vorgemacht. Das war seine Mission: Er hat sich zum Hüter (und Befreier) seines gefallenen Bruders Luzifer gemacht.

Es ist luziferischer Hochmut, zu behaupten, daß irgendwelche Menschen nicht zu retten seien, daß sich der Einsatz für sie nicht lohne bzw. daß man ihre Schuld nicht mitzutragen habe und man sie bedenkenlos Christus aufbürden dürfe; ferner, daß es sie gar nicht gäbe, und daß man sie dennoch bekämpfen dürfe, ja müsse. Schon an dieser Widersprüchlichkeit sollte man erkennen, daß die Wahrheit eine andere sein muß.

Grüße
trel

Wann kippte es?

Patrick Bieri, Freitag, 25. November 2011, 11:50 (vor 2125 Tagen) @ Patrick Bieri

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Von einer Sozialarbeiterin, welche in einem Zürcher Sozialamt Klienten betreute, waren Fotos in einer Zeitung aufgetaucht, auf denen sie als Domina zu sehen war, wie sie Männer quälte. Ist es nun ok, dass so eine Person mit der Betreuung von Klienten eines Sozialamtes betreut ist?

Antwort der Toleranzgesellschaft: Ja das ist ok, solange die Frau klar trennen kann zwischen ihren zwei Persönlichkeitsteilen.

Falsch! Denn diese Frau wird nie trennen können zwischen diesen beiden Teilen. Denn beide Teile ist sie. Die Frage ist bloss, wie lange es dauert, bis sie auch im Sozialamt beginnt, Männer zu unterdrücken, zuerst mit Hilfe ihrer administrativen Macht, später durch Mobbing, noch später handfest. Irgendwann kippt sie!

Und genauso funktioniert das auch mit der LOLA-Szene. Irgendwann kippen diese Leute und beginnen ihre Wahnvorstellungen auch am Arbeitsplatz umzusetzen. Irgendwann spielen sie auch dort, reps. irgendwann wird das Spiel für sie zur Realität. So geschehen bei den Nazis in den 30iger Jahren. Plötzlich sind sie gekippt, bloss waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits überall in den Machtpositionen.

Die Reihenfolge geht also so:

1. Die Szene positioniert sich an den verschiedensten Stellen, also bei Behörden, Polizei, Justiz, Bildungswesen, etc.

2. Sie etabliert sich und bleibt noch unerkannt, da sie ihre wahren Absichten noch nicht am Arbeitsplatz umsetzt.

3. Die Szene beginnt zu mobben und es gibt erste Versuche, die eigene Ideologie durchzusetzen.

4. Wenn diese ersten Versuche erfolgreich sind, gerät die Szene in einen Machtrausch und die Mitglieder kippen ganz.

5. Die Szene beherrscht eine ganze Gesellschaft mittels ihres Netzwerkes.

So kamen die Nazis an die Macht.

Wann kippte es?

Historiker, Dienstag, 29. November 2011, 12:42 (vor 2121 Tagen) @ Patrick Bieri

„LOLA-Szene“ und Ähnlichkeiten.

Sehr geehrter Patrick Bieri!

Mit Ihrer Reihenfolge liegen sie ja nicht falsch, aber Ihr Vergleich der „LOLA-Szene“ mit dem Nationalsozialismus „hinkt“, ist - genau beurteilt - falsch. Denn Ihre Beschreibung paßt eher z.B. auf die „68er“, den Feminismus, die „Scientology“ und sämtliche „Antinational-“ und „Migrationsindustrien“ als auf den Nationalsozialismus, weil dieser - wie der Kommunismus (und diese Ähnlichkeit ist kein Zufall!) - durch „Revolution“ an die Macht gekommen ist. So ehrlich oder neutral bzw. objektiv muß man schon sein und darum die historischen Fakten akzeptieren. Der Nationalsozialismus hätte, wenn er so, wie Sie es beschrieben haben, an die Macht gekommen wäre, nach seiner „Machtergreifung“ z.B. den Reichstagsbrand oder z.B. den sogenannten „Röhm-Putsch“ nicht nötig gehabt, sondern hätte gleich ans Eingemachte gehen können - konnte er aber nicht, weil er eben nicht zuvor alle Positionen besetzt hatte, sondern nur sehr wenige, und zwar ebenfalls nur deshalb, weil er z.B. das Versailler Diktat und zuletzt auch besonders z.B. die Weltwirtschaftskrise für seine Ziele nutzen konnte (ohne diese beiden wäre er nicht einmal über München hinaus bekannt geworden). „Der Ausgangspunkt der nationalsozialistischen Bewegung ist nicht München, sondern Versailles.“ (Theodor Heuss). Das bedeutet selbstverständlich, daß der Nationalsozialismus dank seiner ersten Chance, also dank des Versailler Diktats punkten konnte, aber tatsächlich bis zur Weltwirtschaftskrise eben nicht punktete und auch nicht punkten konnte, weil sich das Volk für ihn überhaupt nicht interessierte und er auf seine zweite Chance warten mußte: die Weltwirtschaftskrise.

Mit freundlichen Grüßen!

Historiker

Sie sind nahe dran!

nichtschlecht, Dienstag, 29. November 2011, 17:42 (vor 2121 Tagen) @ Historiker

Eigentlich haben Sie bereits alles geschrieben:

LOLA ist nicht bloss Nationalsozialismus. LOLA ist mehr...es ist auch Feminismus und Kommunismus und Esotherik und Rechtsextremismus und Anarchismus...LOLA ist das totale Chaos und eignet sich deshalb hervorragend, um jegliches Machtgehabe zu rechtfertigen.

LOLA ist der "perfekte Wahnsinn"!

Greift zu kurz

Patrick Bieri, Dienstag, 29. November 2011, 18:29 (vor 2121 Tagen) @ Historiker

Hallo "Historiker"

Ihre Abhandlung greift zu kurz. Oder haben Sie Sich noch nie gefragt, weshalb es in einem ordentlichen Rechtsstaat mit ordentlichen Sicherheitsorganen möglich war, dass es zu diesem "Putsch" kommen konnte? Die Antwort ist einfach: Weil die Behörden bereits unterwandert waren und somit nicht wirklich etwas dagegen unternommen haben. Korruption nennt man das wohl.

Nur ein wirklich ganz kleines Beispiel dazu:

Hier in Biel, der Stadt in der ich lebe, gibt es keine Gemeindepolizei mehr. Diese wurde per Volksabstimmung in die Kantonspolizei integriert. Somit ist also der Kanton nun für die Sicherheit in Biel verantwortlich.

Nein, nicht ganz. Denn Biel hat eine Sicherheitsdirektion mit einer Sicherheitsdirektorin, Frau Barbara Schwickert. Diese Frau war nun aber quasi "machtlos", da sie über keine Polizei mehr verfügen konnte. Was hat die Stadt Biel also getan? Sie hat für die Frau Schwickert einen stadteigenen Sicherheitsdienst gegründet! Diese Damen und Herren patroullieren nun in Uniform durch die Strassen.

Eine eigene politische Sicherheitspolizei?

Greift zu kurz

Historiker, Dienstag, 29. November 2011, 19:11 (vor 2121 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von Historiker, Dienstag, 29. November 2011, 19:21

Sie haben mich falsch verstanden, lieber Patrick Bieri!

Nicht die Entwicklungen der „LOLO-Szene“ in der heutigen Schweiz habe ich richtigestellt, sondern den Vergleich, und zwar nur den mit dem Nationalsozialismus. Ansonsten beurteile ich das, was Sie z.B. über die Vorgehensweise beschrieben haben, überhaupt nicht, weil ich diese Szene dafür (noch) zu wenig kenne. Dank Ihrer Information hat sich das ja nun bereits etwas geändert. Noch einmal: Danke!

Hier in Biel, der Stadt in der ich lebe, gibt es keine Gemeindepolizei mehr. Diese wurde per Volksabstimmung in die Kantonspolizei integriert. Somit ist also der Kanton nun für die Sicherheit in Biel verantwortlich. Nein, nicht ganz. Denn Biel hat eine Sicherheitsdirektion mit einer Sicherheitsdirektorin, Frau Barbara Schwickert. Diese Frau war nun aber quasi "machtlos", da sie über keine Polizei mehr verfügen konnte. Was hat die Stadt Biel also getan? Sie hat für die Frau Schwickert einen stadteigenen Sicherheitsdienst gegründet! Diese Damen und Herren patroullieren nun in Uniform durch die Strassen.


So läuft es - genau. Wie gesagt: das habe ich überhaupt nicht bestritten, sondern - im Gegenteil - sogar bestätigt. Es kommt halt nur darauf an, daß man diese Entwicklungen richtig einschätzt. Die Gefahren, auf die Sie aufmerksam machen, sind wahrscheinlich real und von Ihnen auch wahrscheinlich völlig korrekt beschrieben, so weit ich das bis jetzt beurteilen kann (versteht sich). Ich - Historiker (!) - kann nur den Vergleich mit dem Nationalsozialismus nicht gelten lassen, und zwar aus rein wissenschaftlichen Gründen. Alles andere, was Sie beschrieben haben, ist ja wahrscheinlich richtig und darum auch wichtig, weil Sie auf Gefahren hinweisen, die sich heute im gesamten Westen immer deutlicher bemerkbar machen. Und für diese Beschreibung muß man Ihnen auch dankbar sein.

Mit freundlichen Grüßen!

Historiker

weshalb so demonstrativ zuvorkommen

dochschlecht, Mittwoch, 30. November 2011, 08:02 (vor 2120 Tagen) @ Historiker

Hat mir zuviele Freundlichkeitsfloskeln und !

Und dann scheint es hier plötzlich mehr registrierte Benutzer zu geben und auch mehr Gäste.

Aber was geht es mich an...

ich weiss nicht...

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 10:31 (vor 2120 Tagen) @ dochschlecht

...was es dich angeht, doch du scheinst etwas verstanden zu haben ;-) .

Wenn man sich hier übrigens registriert, dann hat man den Vorteil, dass kein Gast den registrierten Namen benutzen kann. Jedenfalls war das bisher so! Allerdings habe ich mich registrieren lassen, als das Forum noch ganz in den Händen seines Gründers war.

du fliegst raus!

sehrspannend, Mittwoch, 30. November 2011, 20:20 (vor 2120 Tagen) @ Patrick Bieri

Ich folge dir schon lange. Du schreibst über das LOLA-Prinzip und diese seltsame Szene aus Feministinnen und Nazis. Und immer wenn du das tust, dann schmeissen die dich raus!

Das war beim Beobachterforum so, bei antifeminismus.ch, beim Seniorweb und bei kath.ch haben die sogar das ganze Forum gelöscht wegen dem Thema.

Das scheint ein heisses Eisen zu sein. Da steht wohl dieser Kippunkt kurz bevor?

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Hier fliegt niemand raus, der sich an die üblichen Regeln hält!

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 20:36 (vor 2120 Tagen) @ sehrspannend

Ich folge dir schon lange. Du schreibst über das LOLA-Prinzip und diese seltsame Szene aus Feministinnen und Nazis. Und immer wenn du das tust, dann schmeissen die dich raus!

Das war beim Beobachterforum so, bei antifeminismus.ch, beim Seniorweb und bei kath.ch haben die sogar das ganze Forum gelöscht wegen dem Thema.

Das scheint ein heisses Eisen zu sein. Da steht wohl dieser Kippunkt kurz bevor?

Patrick Bieri verhält sich korrekt. Er äußert seine Meinung, und das darf er selbstverständlich. Was andere Foren unter Meinungsfreiheit verstehen, ist deren Sache.

admin

es kommt noch schlimmer!

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 21:18 (vor 2120 Tagen) @ sehrspannend

Aha, ich habe also einen Schatten?! Ok, ich denke ich habe ein paar davon...

Was die Foren betrifft, so ist es noch etwas krasser. Sowohl beim Beobachter wie auch beim Seniorweb haben die den IP-Adressblock gesperrt, in dem ich von meinem Provider zugewiesen werde. Ich kann dann nicht einmal den Inhalt der Foren sehen!

Ausser ich benutze eine andere IP :-) .

Aber jetzt mach ich wohl wieder etwas Pause. Internet soll ja süchtig machen! Vielleicht trifft man sich mal wieder? Würde mich interessieren, wer du bist...

gefunden!

Patrick Bieri, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:13 (vor 2118 Tagen) @ sehrspannend

Wie du siehst, kann ich ganz schön naiv aussehen und wenn es die Situation erfordert, sogar "blauäugig" :-) .

Zu deinem Rätsel: Ja und 5()

Unterwanderung beginnt im Bildungsbereich

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 10:28 (vor 2120 Tagen) @ Patrick Bieri

Damit die Szene, welche typischerweise aus bildungsfernen Personen besteht, überhaupt in Machtpositionen gelangen kann, benötigt sie entsprechende Diplome. Doch wie kommt man zu diesen, wenn man nicht intelligent genug ist? Ganz einfach: Man unterwandert zuerst den Bildungsbereich.

In meiner 10 jährigen Praxis als Dozent habe ich diese Unterwanderung zwischen 1998 und 2008 selbst miterleben können. Im Speziellen am ZbW und am KLZ. Diese beiden Schulen sind heute vollständig in der Hand der Szene. Doch ich weiss auch, dass sowohl Fachhochschulen und Universitäten stark betroffen sind.

Ist die Szene erst einmal in der Schulleitung drin, dann wird systematisch betrogen. Das geht soweit, dass die Schulleitung einzelne Dozenten als Experten in die eidgenössischen Prüfungskommissionen schickt. Somit wissen diese Schulleitungen bereits Monate vor den Abschlussprüfungen, welche Fragen dort gestellt werden. Ja, so einafch und plump geht das!

Natürlich geht es in gewissen Bereichen noch einfacher. Wenn man hierzulande bei der Polizei arbeiten will, dann reicht eine Berufsausbildung und einfachste Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben :-D .

Wie erkennt man nun diese Szene? Indem man sie erlebt. Nachlesen geht nicht, denn die Geschichtsbücher unserer Zeit werden erst in 50 Jahren geschrieben, falls es dann noch Menschen geben sollte (was ich ausschliessen kann...).

Ok, wenn man nicht bloss intelligent und gebildet ist, sondern auch noch geistvoll, dann kann man natürlich auch auf Informationen der letzten solchen Unterwanderung zurückgreifen und dann daraus auf die heutige Zeit schliessen. Hier einige Tipps:

Briefwechsel Heidegger-Jasper 1920-63, ISBN 978-3-465-02218-3
http://www.klostermann.de/philo/phi_2218.htm

Die beiden erkennen die Unterwanderung der Universitäten durch den braune Mob bereits in der Mitte der 20iger Jahre!

Die Bilder von Georg Grosz:
http://de.wikipedia.org/wiki/George_Grosz

Er sieht und dokumentiert die Hintergründe vor dem ersten und zweiten Weltkrieg.

oder von Ernst Ludwig Kirchner:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_Kirchner

dito

oder von Egon Schiele:
http://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Schiele

bis 1918

Die Romane dieser Zeit, z.Bsp. "Wege der Freiheit" von Sartre:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wege_der_Freiheit

Geschichte ist nicht wissenschaftlich, Geschichte ist menschlich. Die wissenschaftlich-historische Methode versagt, denn sie verkennt das Menschliche (so auch in der Analyse der Bibel).

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Unterwanderung beginnt im Bildungsbereich

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 12:25 (vor 2120 Tagen) @ Patrick Bieri

Wie erkennt man nun diese Szene? Indem man sie erlebt. Nachlesen geht nicht, denn die Geschichtsbücher unserer Zeit werden erst in 50 Jahren geschrieben,

Nun bist du ja konkreter geworden, und jetzt wird's auch interessanter für mich. Ja, ich glaube, ich verstehe dich so langsam etwas besser.

Die Verhältnisse in der Schweiz sind insofern interessant, als man sie nicht alle durch zwei verlorene Kriege erklären kann, wie etwa in Deutschland. Nun ersehe ich, daß die Dekadenz in der Schweiz genauso um sich greift wie bei uns. Was das Familienrecht betrifft, so habe ich das freilich schon früher gesehen, nur nicht die nötigen Schlüsse daraus gezogen.

Schade um die Schweiz. Ich war nur sehr wenige Male dort. Meist bin ich als Fernfahrer auf dem Wege von und nach Italien durchgefahren. Die Zollformalitäten waren bisweilen ärgerlich, auch eine gewisse Deutschfeindlichkeit seitens mancher Zöllner zu bemerken.

Ich denke, ich werde mich mit der Lola-Szene doch etwas näher befassen müssen. Allerdings bleibt die Frage (gilt auch für uns): Woher kommt gegenwärtig die Anfälligkeit für diesen geistigen Primitivismus?

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Ich möchte aber wiederum betonen, daß geistige Abgehobenheit für den Christ nicht der rechte Weg ist. Christus ist ja auch nicht "oben" geblieben, sondern ist Mensch geworden, ja hat sich nach der Kreuzigung in die Hölle gewagt. Das können wir natürlich nicht, aber anderseits gilt: Es gehört zu den Täuschungsmitteln Ahrimans, Probleme als unlösbar erscheinen zu lassen.

Dagegen hilft:

  • Sich nicht einschüchtern lassen
  • Keinen Schritt nachgeben

So habe ich es auch z.B. gegenüber der LfM getan (siehe Eintrag ganz oben im Forum). Ebenso gegenüber der GEZ (deutsche Gebühreneinzugszentrale für Rundfunk- und Fernsehgebühren, eine Mafia!), gegenüber diversen rechtsanwältlichen Abmahnschreiben etc.

Die beiden oben genannten Regeln sind also schon ein wirksames Mittel gegen die Schwächung des sozialen Organismus.

Gruß
trel

Ein Rollenspiel

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 15:43 (vor 2120 Tagen) @ admin

Woher kommt gegenwärtig die Anfälligkeit für diesen geistigen Primitivismus?

Ich denke es ist ein letzter, verzweifelter Versuch der ungläubigen Menschen, sich vor dem Untergang zu retten. Sie haben erkannt, dass sie in die Irre gegangen sind und möchten nun doch noch umkehren. Aber es ist zu spät, die Türe ist zu.

Vor gut 10 Jahren habe ich mit schreiben begonnen. Mein erster Text handelt von diesem Irrweg und ich nannte ihn "Ein Rollenspiel". Man findet ihn hier:

http://www.portalpb.bplaced.net/kreativitaet/Notizen/Gesellschaft/Ein%20Rollenspiel.htm

Und weil es bequemer ist, auch hier:

Es gibt uns nicht! Das eigene ICH existiert nicht, es hat nie existiert und wird auch nie existieren. Wir sind bloss Schauspieler des Lebens, Marionetten des Zufalls! Geben wir uns diesem Gedanken einige Momente hin:

Wir werden geboren als Mensch, ein Klumpen Fleisch, Knochen, ein Körper. Ausgestattet mit allen lebenswichtigen Teilen, darunter auch ein Hirn. Sagen wir, wir enthalten einen Geist, einen Rohgeist, das Betriebssystem für diesen Körper. Das Funktionsprogramm. Was nun? Wir existieren, als Körper, weil jemand uns gewollt hat. Wir haben uns nicht gewollt! Als diese Entscheidung getroffen wurde, haben wir noch gar nicht existiert, wie sollten wir uns also gewollt haben. Vor uns steht die Lebensaufgabe: Finde dich selbst! Verdammt zu leben. Doch wir können uns nicht finden, wir können nicht einmal beginnen zu suchen. Wir wissen nichts, wir sind nichts als lebender Körper. Also müssen wir annehmen. Wir nehmen alles an, was uns das Leben bietet, Eltern, Schule, Gesellschaft. Wir versuchen das Leben, probieren es aus, tauschen gut mit böse, klug mit dumm, schnell mit langsam. Aber wir finden uns nicht. Weil es uns nicht gibt! So beginnen wir Eigenschaften zu sammeln, von denen wir glauben, dass sie gut sind, gut für uns. Wir beginnen zu bauen, Rollen aufzubauen, die wir uns überziehen können, damit wir vor den anderen nicht ohne ICH dazustehen brauchen! Einige Rollen passen gut, andere nicht, wir tauschen aus, probieren uns durch, zweifeln, verändern, werfen weg. Doch wir finden uns nicht! Inzwischen sind wir erwachsen geworden, keine Kinder mehr, die spielen dürfen. Man sagt uns, es sei nun an der Zeit, zu wissen was wir wollen, zu wissen, wer wir sind. Doch wir wissen es nicht, immer noch nicht. Und die anderen! Wissen die wer sie sind? Ein Verdacht kommt in uns auf. Nochmals durchforsten wir die Hunderten, ja Tausenden von Rollen, welche wir im Leben schon gespielt haben. Haben wir uns vielleicht übersehen, haben wir uns nicht erkannt, als wir uns begegneten? Wir sind müde, wir möchten nicht mehr suchen. Wir möchten endlich leben! Die anderen leben doch auch! Dann, eines morgens, geben wir nach. Wir erinnern uns an eine Rolle, die war angenehm. Nur eine Rolle, aber angenehm, bequem, sicher, akzeptiert. Wir streifen sie über, etwas widerwillig, aber wir tun es. Dann stellen wir uns vor sie hin, die Welt, die anderen, die mit Leben und sagen laut: „Seht her! Ich habe mich gefunden! Das bin ich!“ Und die anderen sind erleichtert. Nun wissen sie endlich, wer wir sind!

Doch natürlich ist das falsch! Es gibt uns und zwar nicht nur in der materiellen Welt. Wir sind hier bloss die Manifestation unserer Idee, welche "hinter den Kulissen" existiert. Doch wenn der Mensch versucht, sich von dieser Idee loszureissen, dann verliert er sich und muss notgedrungen beginnen, Rollen zu spielen. Je länger er das tut, umso mehr entfernt er sich von seiner Idee und wird zum Spielball der Welt.

Es ist deshalb wichtig, sich mit seiner Idee, also seinem wirklichen Selbst auseinander zu setzen und den Kontakt nicht zu verlieren.

Und diese Idee ist im Geist und der Geist ist Gott.

...und wer es etwas länger mag, der lese dieses Buch:
http://www.amazon.de/Die-Welt-Wille-Vorstellung-Gesamtausgabe/dp/3423306718

...oder dieses:
http://www.buch.ch/shop/home/artikeldetails/die_flucht_vor_gott/max_picard/ISBN3-250-10192-3/ID1884806.html

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Ein Rollenspiel

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 20:55 (vor 2120 Tagen) @ Patrick Bieri

Wir sind hier bloss die Manifestation unserer Idee, welche "hinter den Kulissen" existiert. Doch wenn der Mensch versucht, sich von dieser Idee loszureissen, dann verliert er sich und muss notgedrungen beginnen, Rollen zu spielen. Je länger er das tut, umso mehr entfernt er sich von seiner Idee und wird zum Spielball der Welt.

Sehr richtig und gut ausgedrückt!

Schopenhauers "Welt als Wille und Vorstellung" habe ich bisher nur in kleinen Teilen gelesen. Zweifellos ist es lesenswert; aber gerade in diesem Zusammenhang würde ich das Werk weniger empfehlen. Interessanter erscheint mir das Buch von Picard, weil sein Titel auf das Thema hinweist.

Du hast allerdings nicht wirklich zur Frage Stellung genommen, warum Lola etc. gerade heute so aktuell geworden ist. Diese Aktualität kann nur auf Vorgänge in der geistigen Welt beruhen. Dort findet ein zeitlich unendliches Drama statt zwischen den "guten" und den "bösen" Wesen. Auch die haben nämlich ihre Biografien und ihre Geschichte.

Steiner und Tomberg wiesen auf die ätherische (also nicht etwa physische) Wiederkunft des Christus hin, die sich gegenwärtig anbahnt. Dagegen bringen die ahrimanischen Wesen alles zum Einsatz, was ihnen zur Verfügung steht.

Steiner behauptete auch, daß zur Jahrtausendwende - oder kurz danach - der Antichrist sich inkorporieren würde, so wie er durch Solowjew in seiner "Kurzen Erzählung vom Antichrist" beschrieben wurde. Aber natürlich sind zeitliche Festsetzungen nicht zuverlässig möglich.

trel

Drama

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 21:35 (vor 2120 Tagen) @ admin

Ja, da spielt sich wirklich ein Drama ab! Hinter und vor den Kulissen. Und ich sehe das auch so, dass die Verlierer nocheinmal alles mobilisieren, um ihren drohenden Untergang abzuwenden.

Es wird erfolglos sein. Bloss wissen die das noch nicht...aber wir wissen es, weil wir glauben.

Geschichte ist menschlich? - Das Menschliche ist Geschichte!

Historiker, Mittwoch, 30. November 2011, 18:09 (vor 2120 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von Historiker, Mittwoch, 30. November 2011, 18:23

@ Patrick Bieri

Geschichte ist nicht wissenschaftlich, Geschichte ist menschlich. Die wissenschaftlich-historische Methode versagt, denn sie verkennt das Menschliche (so auch in der Analyse der Bibel).

Also ist für Sie wahrscheinlich auch Physik nicht wissenschaftlich, sondern - ich rate mal -„menschlich“. Gut (oder Freundlichkeitsfloskel?! Alle Erscheinungen - also auch solche der Geschichte - sind auch der Wissenschaft zugänglich. Das wollen Sie doch wohl nicht ernsthaft bestreiten, oder? Deswegen ist Geschichte trotzdem menschlich. Beides muß sich doch nicht immer gegenseitig ausschließen. Wenn Sie wollen, daß beide sich gegenseitig ausschließen, sind Sie genauso wie die, die sie kritisieren.

Ich maße mir ja auch nicht die Behauptung an, daß z.B. Gott eine rein menschliche Erfindung ist und ansonsten „versagt“. Wenn Sie die Wissenschaft nicht respektieren wollen, ist das insofern in Ordnung, als es ihre Meinung ist, aber ansonsten ist das überhaupt nicht in Ordnung! Ich lasse Ihnen ja schließlich auch Ihre Äußerungen zu Ihrem Glauben, also lassen Sie mir - bitte - auch meine zu meinem Wissen!

Etwas wissenschaftlich zu betrachten, muß nicht notwendigerweise bedeuten, daß man etwas NUR wissenschaftlich betrachten will! Aber Sie scheinen zu wollen, daß man Geschichte NUR menschlich betrachtet, und das ist numal - verzeihen Sie mir bitte - genauso dumm wie das Dogma, alles NUR wissenschaflich betrachten zu wollen. Etwas wissenschaftlich zu betrachten, hat durchaus viele Vorteile, solange dies nicht mißbraucht wird. Etwas „menschlich“ zu betrachten, hat ebenfalls durchaus viele Vorteile, solange dies nicht mißbraucht wird. Beides ist miteinander vereinbar, aber wer beides gegenseitig ausschließt oder gegeneinander ausspielt, will betrügen (vgl. Carl Schmitt), und zwar (a) sich selbst, (b) andere, (c) sich und andere.

Ich bleibe daher dabei: Ihre Vergleichsbeschreibungen der „LOLA-Szene“ passen EHER z.B. auf die „68er“, den Feminismus, die „Scientology“ und sämtliche „Antinational-“ und „Migrationsindustrien“ als auf andere, nämlich ältere (d.h. aber nicht, daß sie auf diese gar nicht passen - das Wort „EHER“ beachten!), und die „Unterwanderung beginnt im Bildungsbereich“, aber daß das so ist, kann man nicht nur rein „menschlich“, sondern auch mit wissenschaftlich-historischen Methoden erkennen. Ich habe nie behauptet, daß die Geschichte wissenschaftlich sei, sondern lediglich, daß die Geschichte der Wissenschaft zugänglich ist. Mit dem, was ich gesagt habe, haben Ihre zwei folgenden Sätze also gar nichts zu tun:

Geschichte ist nicht wissenschaftlich, Geschichte ist menschlich. Die wissenschaftlich-historische Methode versagt, denn sie verkennt das Menschliche (so auch in der Analyse der Bibel).

Die wissenschaftlich-historische Methode versagt NICHT, und sie verkennt auch NICHT das Menschliche; denn es kommt immer darauf an, wer unter welchen Bedingungen und zu welchen Zwecken Wissenschaft betreibt. Ich bin kein Wissenschaftsfanatiker. Auch ich habe Zweifel an der Wissenschaft, aber gerade das ist befruchtend für die Wissenschaft. Und wenn das Menschliche dabei auf der Strecke bleibt, dann träte auch ich zuerst für das Menschliche ein, wenn da nicht die Frage wäre: Was ist das „Menschliche“? Das ist doch die viel wichtigere Frage!

In Heideggers 1946 veröffentlichtem Brief über den Humanismus ist zu lesen, daß der „Humanismus ... die Humanitas des Menschen nicht hoch genug ansetzt“ (S. 327). Außerdem hatte Heidegger schon in einer in seiner Freiburger Vorlesungen gesagt: „Die Wissenschaft denkt nicht“, und das bedeutet: „Die Wissenschaft bewegt sich nicht in der Dimension der Philosophie, sie ist aber, ohne daß sie es weiß, auf diese Dimension angewiesen. Zum Beispiel: Die Physik bewegt sich im Bereich von Raum, Zeit und Bewegung; was Bewegung, was Raum, was Zeit ist, kann die Wissenschaft als Wissenschaft nicht entscheiden. Man kann nicht mit physikalischen Methoden sagen, was die Physik ist. Das kann man nur philosophierend sagen.“ (Zitat laut Film-Interview). „Die Wissenschaft denkt nicht“ - dieser Satz, so Heidegger, „ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung“.  Diese ausgesprochene „Gedankenlosigkeit ist verbunden mit der Seinsvergessenheit“. (Ebd.). Es ist in diesem Fall durchaus statthaft, das Wort „Philosophie“ ausnahms-, weil experimentellerweise durch das Wort „Transzendenz“ zu ersetzen, denn dadurch wird erhellend, daß das Menschliche selbst das Fragwürdigste ist. Also: der Humanismus, die Humanitas, ja das Menschliche überhaupt ist doch das Primäre an der Fragwürdigkeit, und nicht die Wissenschaft, denn die ist dafür ja nicht der Grund (schon gar nicht die Ursache), sondern „nur“ eine der vielen Folgen des Menschlichen. Ich sage: Der Humanismus bzw. das Menschliche selbst ist das Problem!

Gehen doch auch Sie einmal darauf ein!

Grüße!

Historiker

noch vor der Frage

merktesnicht, Mittwoch, 30. November 2011, 20:30 (vor 2120 Tagen) @ Historiker

"Gehen doch auch Sie einmal darauf ein!"

Und ich dachte das wäre er mit seinem Rollenspiel...noch bevor sie ihn dazu aufgefordert haben?!

Wie wär's denn 'mal mit etwas Konkretem?

Robert Lembkes Schweinerl, Mittwoch, 30. November 2011, 21:20 (vor 2120 Tagen) @ merktesnicht
bearbeitet von Robert Lembkes Schweinerl, Mittwoch, 30. November 2011, 21:24

Du bist zuständig für:

(a) Paranoia
(b) Rollenspiele
(c) Paranoia und Rollenspiele
(d) Sphinx-Rätsel
(e) Paranoia und Sphinx-Rätsel
(f) Rollenspiele und Sphinx-Rätsel
(g) Paranoia, Rollenspiele und Sphinx-Rätsel

Bitte nur eine dieser sieben Möglichkeiten nur bei sich selbst ankreuzen!

ich mag Beiträge...

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 21:20 (vor 2120 Tagen) @ merktesnicht

...die so verzweigt sind, dass Wissenschaftler nicht mehr durchblicken!

Heidegger

Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 21:27 (vor 2120 Tagen) @ Historiker
bearbeitet von Patrick Bieri, Mittwoch, 30. November 2011, 21:31

Es war wohl die schmerzliche Erfahrung mit seinen beiden Söhnen, welche in russischer Kriegsgefangenschaft waren, die Heidegger den Irrtum des Humanismus erkennen liess. Jedenfalls lese ich dies aus einigen seiner Briefe an Jasper nach 1945 so heraus.

Es ist vielleicht ein etwas grosser Schritt bis zu folgendem Zitat, doch ich will bald ins Bett!

"Es ist der Geist der lebendig macht, das Fleisch nützt nichts."

Zu finden ist das Zitat im Johannes-Evangelium und es stammt von Jesus, also von Gott in Menschengestalt, also vom fleischgewordenen Geist. Und der muss es ja schliesslich wissen!

Jetzt mach ich aber erst mal "Winterschlaf" :-D.

http://hpurl.de/windundgeist

geht auch mit LOLA!

undsogardafür, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 13:38 (vor 2119 Tagen) @ Patrick Bieri

Nur blöd, dass man diese Aussage von Jesus auch mit dem LOLA-Prinzip rechtfertigen kann! Das Zeugs geht wirklich für alles und ist somit "unschlagbar".

Gegen Dummheit ist halt kein Kraut gewachsen :-( .

Klar gibt es dieses Kraut!

Patrick Bieri, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:19 (vor 2118 Tagen) @ undsogardafür

Und es gab es schon vor der Welt und wird es auch nach der Welt noch geben.

Hier ein Hinweis:

Offenbarung 20,7-10
7 Und wenn die 1000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden,
8 und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.
9 Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie.
10 Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

oder auch hier:

2. Petrus 3,7-10
7 Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.
8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!
9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.

oder auch hier:

Lukas 21,25-38
25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen,
26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
28 Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.
29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume!
30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist.
31 So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.
32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.
33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
34 Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt!
35 Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen.
36 Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!
37 Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte, bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, welcher Ölberg heißt.
38 Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.

Aber mehr wollen wird den LOLAs und Wissenschaftlern wirklich nicht verraten!

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