Hirn und Geist

Patrick Bieri, Freitag, 02. Dezember 2011, 17:48 (vor 2124 Tagen)

Letzthin bin ich auf interessante Artikel zum Thema "Hirn und Geist" gestossen und zwar auf dieser Seite:

http://www.visionjournal.de/

In einer Artikelserie wird der Zusammenhang von Geist und Materie beschrieben und auch der Umstand, dass unser Hirn sich immer verbessern kann, auch im Alter noch! Mit Meditation kann man dies erreichen:

http://www.visionjournal.de/visionmedia/article.aspx?id=317

Nun wurde ein weiterer Artikel übersetzt (die Originalseite ist hier: www.vision.org), in dem es um die Frage der Gerechtigkeit geht:

http://www.visionjournal.de/visionmedia/Globale-Probleme-Justiz/47370.aspx

Ich denke (mit meinem konstruktiv verdrahteten Hirn) dass Gerechtigkeit nur möglich wäre, wenn zuerst die Hirne der Menschen richtig verdrahtet würden.

Also doch Pflichtmeditation für alle einführen? 3 x 20 Minuten am Tag und die Welt wäre bald eine bessere. Da bin ich voll überzeugt davon!

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Pflichtmeditation gibt es nicht

admin @, Samstag, 03. Dezember 2011, 20:17 (vor 2123 Tagen) @ Patrick Bieri

Also doch Pflichtmeditation für alle einführen? 3 x 20 Minuten am Tag und die Welt wäre bald eine bessere. Da bin ich voll überzeugt davon!

Pflichtmeditation ist ein Widerspruch in sich. Meditation ist die freieste Tat, vielleicht die einzig wirklich freie, die getan werden kann. Freier als gewöhnliches Denken. Denn ganz so frei, wie man unterstellt, sind gewöhnliche Gedanken nicht. Aber die Meditation ist es schon. Jedenfalls die Meditation im anthroposophischen Sinne, wie Steiner und Tomberg sie verstehen.

Die feministische Alternative: Zwangsmaßnahmen für Männer, die "Frauenwissen" ignorieren?

Gruß
trel

"rosarote" Revolution scheitert

Patrick Bieri, Sonntag, 04. Dezember 2011, 08:23 (vor 2123 Tagen) @ admin

Ja, zwingen kann man niemanden zu seinem Glück! Das mit der Pflichtmeditation war auch eher ironisch gemeint. Könnte man die Menschen zwingen gut zu sein, dann gäbe es ja einen Ausweg innerhalb dieser Welt. Aber diesen gibt es bekanntlich nicht, sondern es gibt bloss den Ausweg, der über diese Welt hinaus führt. Jesus sagt dazu, wir sollen keine Angst haben, er habe die Welt überwunden.

Auch wir können die Welt überwinden (wenn wir wollen). Zuerst meint das, uns innerhalb dieser Welt zu verändern und uns dem Einfluss des "Bösen" zu entziehen. Bei den Katholiken gibt es drei Phasen im Dasein eines Menschen: vita, conversio, conversatio

vita ist das ganz normale Leben, als gäbe es keinen Gott (Geist)
conversio ist eine Zeit der Umwandlung und Hinwendung zu Gott
conversatio ist dann das Leben in ständiger Verbindung mit Gott

http://www.portalpb.bplaced.net/kreativitaet/Der%20Weg%20in%20Bildern/Der%20Weg%20in%20Bildern.html

Natürlich folgt noch eine weiter Phase, aber diese führt dann wirklich über diese Welt hinaus. "Morgenlicht" habe ich sie genannt.

Doch die Feministinnen und ihre rosaroten Helfer werden nie über die Phase vita hinaus kommen. Sie versuchen deshalb mit aller Kraft auch uns auf dieser Stufe zu halten. Doch das ist schlicht aussichtslos. Gott ist immer stärker. Die "rosarote" Revolution scheitert schon rein deshalb, weil es gar keine Revolution ist, sondern eher eine Destruktion. Zurück zum Tier, zurück zum reinen Trieb, lautet das Motto dieser Leute.

http://www.portalpb.bplaced.net/destruktivitaet/Psychos/Psychos.html

Ok, sie selbst haben es bereits erreicht! Wir gehen einen anderen Weg...nach oben.

Einer trage des Anderen Last.

trel ⌂, Sonntag, 04. Dezember 2011, 19:51 (vor 2122 Tagen) @ Patrick Bieri

Wir gehen einen anderen Weg...nach oben.

Patrick, es schmerzt mich immer ein wenig, wenn ich solche Sätze lese. Denn wahre Christen wollen ja nicht als bessere Menschen gelten, sondern nur sich mehr als andere darum bemühen, besser zu werden. Dazu gehört zwingend Selbsterkenntnis, Reue (es gibt immer etwas zu bereuen), Bekenntnis und Buße.

Und: "Einer trage des Anderen Last." Gut, Viele wollen sich nicht helfen lassen - im Moment nicht. Aber das soll kein Grund sein, sich zu vergleichen und mit sich zufrieden zu sein, weil man den Vergleich aushält. Irgendwann, wahrscheinlich in späteren Leben, werden wir mit den Gefallenen dann doch unsere Last haben. Nicht mit allen, aber mit sehr vielen. Es heißt doch, daß im Himmel größere Freude herrscht über jeden, der rechtzeitig bereut hat als über die, welche immer schon auf dem rechten Weg waren!

Gruß
trel

Verdrängung und Generalisierung

Patrick Bieri, Montag, 05. Dezember 2011, 10:25 (vor 2122 Tagen) @ trel
bearbeitet von Patrick Bieri, Montag, 05. Dezember 2011, 11:41

Du neigst dazu, gewisse Prozesse zu verdrängen. Es geht in der Welt nicht darum, andere auf den rechten Weg zu bringen und der Nächste ist nicht einfach jeder x-beliebige Mensch.

Gott selektiert die Menschen. Wer an ihn glaubt, der wird gerettet, wer nicht an ihn glaubt, der geht unter. Meine Nächsten sind diejenigen, welche an ihn glauben, egal zu welcher Religion sie gehören. Von den anderen, den Ungläubigen, halte ich mich fern, so gut es geht.

Die Ungläubigen können also ihre Last gerne alleine tragen!

Hier noch eine deutliche Bibelstelle:

Judasbrief 17-23
17 Ihr aber, liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind, 18 als sie euch sagten: Am Ende der Zeit wird es Spötter geben, die sich von ihren gottlosen Begierden leiten lassen. 19 Sie werden die Einheit zerstören, denn es sind irdisch gesinnte Menschen, die den Geist nicht besitzen. 20 Ihr aber, liebe Brüder, gründet euch auf euren hochheiligen Glauben, und baut darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes, 21 haltet fest an der Liebe Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, der euch das ewige Leben schenkt. 22 Erbarmt euch derer, die zweifeln; 23 rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.

Klar passt diese Wahrheit nicht mehr in den heutigen Relativismus. Doch Generalisierungen in der Form von "alle Menschen sind Kinder Gottes" ändern an der Wahrheit auch nichts.

Es gibt Gläubige und Ungläubige, es gibt gut und böse. Ob das nun der Menscheit passt oder nicht ist irrelevant!

Matthäus 25,1-13
25 1 Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2 Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, 4 die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. 5 Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. 6 Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! 7 Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. 8 Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. 9 Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. 10 Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. 11 Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! 12 Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Verdrängung und Generalisierung

trel ⌂, Montag, 05. Dezember 2011, 13:30 (vor 2122 Tagen) @ Patrick Bieri

Patrick,

was du zitierst, sind Warnungen an die Glaubens-Kanididaten bzw. an die bereits Gläubigen, die der Ermutigung bedürfen.

Was den Umgang mit den (noch) nicht Gläubigen betrifft, so scheinst du diesen Satz nicht zu beachten, der sich aber in deinem Zitat aus dem Judasbrief findet:

22 Erbarmt euch derer, die zweifeln; rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.

Hier wird also unterschieden zwischen den "Wackelkandidaten" und den absolut Unbelehrbaren. Wer aber ist absolut unbelehrbar? Das können wir kaum entscheiden. Und wenn es heißt, wir sollten sogar das Gewand eines solchen Menschen meiden, dann heißt das nur, daß wir uns nicht unnötig (!) in sein Milieu begeben sollen. Das Milieu, das ist sein "Gewand". Das ist etwas ganz Anders, als den Menschen zu verabscheuen. Letzeres steht uns nicht zu!

Abgesehen davon glaube ich wie du, daß ein großer, vielleicht sogar der überwiegende Teil der Menschheit gewissermaßen ausgeschieden, d.h. auf eine niedere Entwicklungsstufe zurückgeworfen wird. Nach anthroposophischer Erkenntnis (Steiner/Tomberg) stehen wir am Beginn einer Differenzierung zweier Strömungen, die sich immer mehr ausdifferenzieren werden, bis hin zu zwei auch äußerlich verschiedenen Rassen. Zuletzt wird eine Kommunikation nicht mehr in gewöhnlichem Sinne möglich sein.

Nur eben, wir können das nicht entscheiden. Stell dir einen Menschen vor, der dir als absolut "unheilbar" erscheint, sodaß du dich von ihm distanzierst. Später tritt er dir als Gläubiger gegenüber und erzählt dir, wie er durch einen wahren Christen - d.h. durch dessen Liebe - überzeugt und bekehrt worden ist. Dann würdest du dir sagen müssen: Wäre er diesem nicht begegnet, d.h. hätte er unter den Christen nur mich gekannt, so wäre er verloren gewesen.

Das ist natürlich nur fingiert. Ich selbst bin gewiß auch kein Vorbild.

Wir sollten uns aber immer fragen, wie Christus uns beurteilt.

Gruß
trel

der Knecht tut, was man ihm aufträgt

Patrick Bieri, Montag, 05. Dezember 2011, 20:27 (vor 2121 Tagen) @ trel

Gut, dann sollen sich die allenfalls hier lesenden Zweifler nochmals hintersinnen, ob sie wirklich auf dem richtigen Weg sind und ob sie genügend Oel für ihre Lampe bei sich tragen.

Hier habe ich ein Beispiel für den falschen Weg gegeben:
http://reserveforum.de/index.php?id=737

Und hier habe ich versucht, die Ursache zu erläutern:
http://reserveforum.de/index.php?id=774

Hier ein möglicher Moment der Umkehr:
http://reserveforum.de/index.php?id=785

Und hier die Aussicht auf das Ende der Zeit:
http://reserveforum.de/index.php?id=795

Und wer nicht umkehren will, der soll es bleiben lassen!


Wer hingegen umkehren will, der findet hier einen möglichen Weg:
http://reserveforum.de/index.php?id=797

Lukas 17,7-10
7 »Angenommen, einer von euch hat einen Knecht, der ihm den Acker bestellt oder das Vieh hütet. Wenn dieser Knecht vom Feld heimkommt, wird dann sein Herr etwa als Erstes zu ihm sagen: ›Komm und setz dich zu Tisch!‹? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: ›Mach mir das Abendessen, binde dir ´einen Schurz` um und bediene mich! Wenn ich mit Essen und Trinken fertig bin, kannst auch du essen und trinken.‹? 9 Und bedankt er sich hinterher bei dem Knecht dafür, dass dieser getan hat, was ihm aufgetragen war? 10 Wenn ihr also alles getan habt, was euch aufgetragen war, dann sollt auch ihr sagen: ›Wir sind Diener, weiter nichts; wir haben nur unsere Pflicht getan.‹«

Ok, ich habe meine Pflicht getan! Bis zum nächsten mal...:-)

guter Beitrag

unio mystica, Donnerstag, 26. Januar 2012, 17:26 (vor 2069 Tagen) @ Patrick Bieri

Hallo

Heute war ein guter beitrag auf Radio drs2 zum Thema Hirnentwicklung:

http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/perspektiven/2724.sh10202256.html

Gruss
unio mystica

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Hirnforschung bringt uns nicht weiter.

admin @, Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:21 (vor 2069 Tagen) @ unio mystica

Grundsätzlich:

Die Hirnforschung ist am Allerwenigsten berufen und in der Lage, uns "die Himmel zu öffnen".

Das Gehirn ist nur Instrument, d.h. Spiegel für die Gedanken. Dieses Instrument versagt aber mit zunehmendem Alter, bei manchen Menschen kaum merklich, bei anderen ganz krass.

Man kann sich aus dieser Abhängigkeit befreien, nicht völlig und nicht plötzlich, aber durch jahrelange Übung des Meditierens. Jede Meditation hebt den Menschen ein Stück aus seinem Gehirn heraus.

In dem Maße, als der Mensch mit dem Gehirn denkt, gleicht er einem Computer. Dieses Denken ist tot, d.h. es eignet sich nicht, spirituelle Gehalte zu erfassen.

Gedanken sind ursprünglich lebendig. Es sind genau diejenigen Kräfte, die unseren Körper aufgebaut haben. Die Gedanken aber, die wir im Kopf haben, sind ertötete Gedanken, Leichen, "Daten", "Informationen". Sie bilden ab; sie verhalten sich wie das Mondlicht zum Sonnenlicht.

Der Mond ist ein Spiegel, so wie das Gehirn ein Spiegel ist. Das Mondlicht läßt keine Pflanzen wachsen, und das Hirndenken bringt keine geistigen Erkenntnisse hervor. Es bildet sie höchstens ab.

Geistige Gesundheit beginnt mit Meditation. Darüber ist das Nötige gesagt worden im christlichen Okkultismus, d.h. in der Anthroposohie. Bitte selber nachlesen. Information ersetzt keine eigene Arbeit.

Und bitte jetzt nicht darüber diskutieren, Patrick Bieri, ohne daß du vorher nachgelesen hast!

admin

Meinung geändert?

unio mystica, Freitag, 27. Januar 2012, 12:58 (vor 2069 Tagen) @ admin

Hallo admin

Du hast offenbar deine Meinung bezüglich Meditation geändert. Oder ist admin nicht gleich trel? Und trel nicht gleich Thomas Lentze?

Gruss
unio mystica

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Meinung geändert?

admin @, Freitag, 27. Januar 2012, 14:29 (vor 2068 Tagen) @ unio mystica

Du hast offenbar deine Meinung bezüglich Meditation geändert.

Kann nicht sein.

Oder ist admin nicht gleich trel? Und trel nicht gleich Thomas Lentze?

Doch, ist identisch. Wenn ich als "trel" schreibe, dann äußere ich eine persönliche Meinung. Wenn ich als admin schreibe, dann heißt das, daß ich mich in der Verpflichtung sehe, für Ordnung zu sorgen.

admin

Meinung geändert?

unio mystica, Freitag, 27. Januar 2012, 17:31 (vor 2068 Tagen) @ admin

Aha. Ich hatte bloss den Eindruck, dass admin seit geraumer Zeit sehr "weiblich" schreibt. Aber so gesehen, kann es wirklich nicht sein, dass du deine Meinung geändert hast.

Gruss
unio mystica

Meinung geändert?

Patrick Bieri, Samstag, 28. Januar 2012, 09:44 (vor 2068 Tagen) @ unio mystica

Ja, das dachte ich auch schon ;-) . Treffpunkt Kirche So. 17.00

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