Vorankündigung. Und eine Bemerkung zum Advent.

trel ⌂, Sonntag, 04. Dezember 2011, 19:41 (vor 2176 Tagen)

Mir ist heute im Basar meiner Kirche ein Buch in die Hände gefallen, das ich jetzt rezensieren will. Die Autorin hat es unternommen, Mary Daly, eine extrem konsequente Feministin, mit Rudolf Steiner zu parallelisieren. Wenn ich bisher glaubte, schlimmer geht's nimmer, so werde ich jetzt eines Anderen belehrt.

Während ich dies schreibe, brennen zwei Kerzen auf meinem Adventskranz. Nun, kann man sich fragen, paßt denn das zusammen - die feierlich-andächtige Stimmung und das mörderische Thema? Aber ja doch!

Wie uns das Matthäus-Evangelium lehrt, war König Herodes äußerst erbost darüber, daß die Heiligen Drei Weisen ihm nicht den Geburtsort des Heilandes verraten wollten, sondern heimlich in ihre Länder zurückkehrten. In der Folge ordnete er den Bethlehemitischen Kindermord an. Fürwahr eine schreckliche Sache, ein Massenmord, vergleichbar der heutigen Abtreibungspraxis - mit dem Unterschied freilich, daß die Eltern damals sehr an ihren schon geborenen Kindern gehangen haben mußten.

In der Liturgie der "Christengemeinschaft" wird daher in der Adventszeit aus den apokalyptischen Passagen der Evangelien gelesen. Advent ist eben nicht nur die Zeit der freudigen Erwartung, sondern auch der Besorgnis. Immer, wo etwas Großes entstehen soll, sind auch die Widersacher zur Stelle, die es verhindern wollen. Auch dies also sollen wir zur Adventszeit im Sinne behalten.

Darum paßt es, ein Buch der o.g. Art zu rezensieren!

trel

wann kommt Dein eigenes Buch heraus?

Patrick Bieri, Freitag, 09. Dezember 2011, 18:54 (vor 2171 Tagen) @ trel

Hallo Thomas

Ich war heute wieder einmal auf deiner Website und habe mir die Bilder und Geschichten zu deiner Zeit als Lastwagenfahrer angeschaut. Das ist ein ganzes Stück Lebenserfahrung! Stoff für ein Buch? Jedenfalls wäre dieses Buch, also deines, sicher spannender und nützlicher, als Bücher über seltsame Ideen der Feministinnen...

Auch mir erscheint die Adventszeit immer als eine Zeit der Erwartung. Aber auch die Zeit vor Ostern. Die Christen erwarten die Wiederkunft Christi, doch manchmal denke ich, dass diese Wiederkunft falsch verstanden wird. Wer oder was kommt da wieder? Und kommt es "wieder", oder kommt es einfach? Also "kommen" im Sinne von "anbrechen".

Ist die Offenbarwerdung des "Menschensohnes", also die Wiederkunft Christi, eher ein geistiges Ereignis und gar kein materielles? Joseph Ratzinger ist klar der Meinung, dass Jesus keinesfalls in körperlicher Form nochmals als Mensch in die Welt kommt. Er vertritt die Meinung, dass dieses Kommen, resp. dieses Offenbarwerden gleichzeitig auch die neue Welt bringen wird.

Die ganze Schöpfung soll erlöst werden aus der Knechtschaft, steht bei Paulus. Doch unter dieser Knechtschaft wird die materielle Existenz verstanden. Ist also die Erlösung der Schöpfung letztlich die Auflösung des Universums? Alle Materie vergeht und wird Geist?

http://www.portalpb.bplaced.net/spiritualitaet/Universum.html

2 Ergänzungen / Erklärungen

Patrick Bieri, Freitag, 09. Dezember 2011, 21:27 (vor 2170 Tagen) @ Patrick Bieri

Zuerst die Stelle bei Paulus:

Römerbrief 8,18-39 nach Schlachter
18 Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
19 Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei.
20 Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin,
21 dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
22 Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt;
23 und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.
24 Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht?
25 Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.
26 Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.
27 Der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist; denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht.
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
29 Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.
31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?
32 Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
33 Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt!
34 Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt!
35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
36 Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!«
37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.
38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Und hier noch Hinweise auf die beschleunigte Expansion des Universums und den Big Rip:

http://www.nobelpreislexikon.de/tag/expansion-des-universums/

http://sciencev1.orf.at/science/news/14701

http://science.orf.at/stories/1690498/

http://www.drillingsraum.de/room-universe_end/ende_universum.html

Wahrscheinlich niemals.

trel ⌂, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19:43 (vor 2165 Tagen) @ Patrick Bieri

Das ist ein ganzes Stück Lebenserfahrung! Stoff für ein Buch?

Hallo Patrick,

entschuldige meine Verspätung, aber ich war vertieft in die Vorbereitung meines neuen Artikels (der aber immer noch nicht fertig ist).

Ich glaube nicht, daß meine Erlebnisse so wichtig sind. Ich glaubte es früher mal, aber je älter ich werde, desto unbedeutender komme ich mir vor. Ich möchte zu einer vertieften Christus-Erkenntnis kommen, insofern also ein neues Leben gleichsam aus dem Nichts beginnen.

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Ist die Offenbarwerdung des "Menschensohnes", also die Wiederkunft Christi, eher ein geistiges Ereignis und gar kein materielles? Joseph Ratzinger ist klar der Meinung, dass Jesus keinesfalls in körperlicher Form nochmals als Mensch in die Welt kommt.

Da hat er recht. Christus kommt in seinem Ätherleib, ist also für physische Augen unsichtbar. Dennoch erscheint er denen, die ätherisch hellsehen können - das wird eine natürliche Fähigkeit werden -, ungefähr so, wie er körperlich einmal ausgesehen hat.

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Die ganze Schöpfung soll erlöst werden aus der Knechtschaft, steht bei Paulus. Doch unter dieser Knechtschaft wird die materielle Existenz verstanden. Ist also die Erlösung der Schöpfung letztlich die Auflösung des Universums? Alle Materie vergeht und wird Geist?

Nein, die materielle Existenz an sich bedeutet für den Christen keine Knechtschaft. Die Materie ist erlösungsbedürftig, und die Erlösung wurde möglich durch Christi Erdenweg und sie wird vollzogen, nach und nach, durch uns Christen. Es ist luziferischer Hochmut, die Erde als Hindernis zu betrachten und sie gewissermaßen "abtreiben" zu wollen. Die Erlösung der Erde aus dem Sündenfall, in den sie durch uns gekommen ist, ist unsere Aufgabe!

Grüße
trel

materielle Existenz

Patrick Bieri, Montag, 19. Dezember 2011, 07:16 (vor 2161 Tagen) @ trel

Hallo Thomas

Ja, der Einzelne ist nicht so wichtig. Trotzdem ist es immer wieder interessant in den Lebenserfahrungen anderer zu lesen. Es ist eine Bereicherung um Erfahrungen, die man selbst nie machen konnte. Solche Erfahrungen zu dokumentieren ist zumindest ein Teil der Voraussetzung zum Lernen. Der andere, grössere Teil, ist der Geist selbst.

Und ja, es gibt verschiedene Ideen, in welcher Art man sich das Kommen des Menschensohnes "vor"-stellen kann. Ich neige da eher zu einem mystischen Ansatz in dem Sinne, dass ich ein "Durchbrechen" einer höheren, geistigen Ebene der Existenz annehme. Also kein Einzelereignis, sondern eher einen Übergang von physischer zur geistiger Existenz. Und zwar nicht nur der Menschen, sondern der ganzen, materiellen Welt.

Ok, beim dritten Abschnitt kann ich dann nicht mehr mit "ja" beginnen. Das folgt natürlich aus meiner obigen Annahme. Zudem ist die beschleunigte Expansion des Universum wirklich und eine Auflösung des Universum deshalb unausweichlich. Und es gibt ja, wie ich schon an anderer Stelle ausgeführt habe, in der Bibel zahlreiche Stellen, welche auf dieses "feurige" Ende der materiellen Welt hinweisen. Das bedeutet aber nicht, dass dabei alles zerstört wird! Denn der geistige Anteil unserer heutigen Existenz wird weiter bestehen (nach meiner obigen Annahme). Diese Vorstellung deckt sich übrigens mit der christlichen und auch mit denjenigen anderer Religionen.

Kennst du Heinrich Seuse? Ein Mystiker aus dem Mittelalter. Sein vielleicht berühmtestes Werk heisst "Das Büchlein der Ewigen Weisheit" (oder auch Wahrheit). Er geht darin auf die drängendsten Fragen des Gläubigen gegenüber Gott ein.

http://www.heinrich-seuse.de/
http://www.amazon.de/B%C3%BCchlein-Ewigen-Weisheit-Heinrich-Seuse/dp/3717108948

Kosmologie, Christologie.

trel ⌂, Montag, 19. Dezember 2011, 13:58 (vor 2161 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von trel, Montag, 19. Dezember 2011, 18:17

Hallo Patrick!

ist es immer wieder interessant in den Lebenserfahrungen anderer zu lesen. Es ist eine Bereicherung um Erfahrungen, die man selbst nie machen konnte. Solche Erfahrungen zu dokumentieren ist zumindest ein Teil der Voraussetzung zum Lernen.

Ganz meiner Meinung. Ich bin kein Vielleser, tue mich sogar schwer mit dem Lesen, aber Biografien und Autobiografien lese ich immer gerne. Als Schüler z.B. die Biografie von C.G.Jung ("Erinnerungen, Träume, Gedanken von C.G.Jung") - hoch interessant!

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Und ja, es gibt verschiedene Ideen, in welcher Art man sich das Kommen des Menschensohnes "vor"-stellen kann. Ich neige da eher zu einem mystischen Ansatz

Ich halte mich diesbezüglich an Steiner und andere anthroposophische Autoren, vor Allem Valentin Tomberg. Wer sollte sonst darüber Aussagen machen können? Beide Genannten waren Hellseher in dem Sinne, daß sie in die geistigen Welten hineinschauen konnten. Sie waren empirische Forscher und brauchten also keine Spekulationen anzustellen. Leider meinen viele Leute, daß es soetwas auf geistiger Ebene nicht geben könne, und vergeuden dann ihre Zeit mit theologischer Trivialliteratur.

Steiner hat von allen Menschen bisher die gründlichste Kosmologie und Christologie ausgebildet. Allerdings stellt er an den Leser sehr hohe Ansprüche des Mit-Denkens, besonders in seiner "Geheimwissenschaft im Umriß" von 1910. Dort breitet er seine kosmologischen Erkenntnisse sehr detailliert aus, aber es ist verwirrend für den, der sich bloß einmal "informieren" möchte. Das geht nicht so einfach.

In seinen Vortragszyklen ist er sehr viel verständlicher. Nur bräuchte man Jahre, um sie alle zu lesen. Was ich dir zu unserem Thema empfehlen möchte, ist der Zyklus "Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen" (als Taschenbuch zum Preis von 14 Euro).

Bemerkung: Ich habe den Titel des o.g. Buches geändert (19-12-2011, 18:16).

Zur Christologie insbesondere kann ich nur immer wieder die wenigen Werke von Tomberg empfehlen. Sie setzen zwar anthroposophisches Grundwissen eigentlich voraus, sind aber sehr gut verständlich, sehr konzentriert und sehr klar geschrieben. Das sind die "Anthroposophischen Betrachtungen über das Alte bzw. Neue Testament" und "Die vier Christusopfer und das Erscheinen des Christus im Ätherischen".

Wer diese Bücher gelesen und ihre Inhalte aufgenommen hat, der kann sich so ziemlich alles Andere zum Thema ersparen!

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Kennst du Heinrich Seuse? Ein Mystiker aus dem Mittelalter. Sein vielleicht berühmtestes Werk heisst "Das Büchlein der Ewigen Weisheit" (oder auch Wahrheit).

Dem Namen nach sicher. Vielleicht sollte ich das o.g. Buch auch einmal lesen. Nur, wie gesagt, ich bin gewissermaßen verwöhnt durch Erkenntnisse, die aus tieferen Gründen erst ab Ende des 19. Jahrhunderts gefunden und veröffentlicht werden konnten. Die Scholastiker waren sehr scharfe Denker, hatten aber auf diesem Wege keinen direkten Zugang zur geistigen Welt. Die Mystiker, jedenfalls Meister Eckhart, bauten darauf auf und hatten, wie wohl viele Menschen damals, einen gefühlsmäßigen Zugang, den wir heute eher nicht mehr haben. Der anthroposophische Erkenntnisweg beginnt daher mit der Gedankenkontrolle. Es gilt, "im Kopf" Ruhe herzustellen. Das allein ist gerade heute schwierig genug.

Gruß
trel

Aufwachen oder Erweckung

Patrick Bieri, Montag, 19. Dezember 2011, 18:45 (vor 2161 Tagen) @ trel
bearbeitet von Patrick Bieri, Montag, 19. Dezember 2011, 18:49

Es gibt ganz offensichtlich Menschen, welche irgendwann in ihrem Leben eine geistige Schwelle überschreiten und danach "Einblick" erhalten in die geistige Ebene, resp. den geistigen Grund der Welt. Spirituelles Aufwachen oder auch Erweckung sind zwei gebräuchliche Begriffe dafür.

Klar ist auch, dass diese Ereignisse meist spontan auftreten und eine Art von Anfangspunkt setzen. Danach folgt eine Zeit der Reife und Erfahrung. Ist diese durchschritten, nimmt der erneuerte Mensch seine ihm zugedachte Aufgabe in Angriff.

Die Anfangsereignisse sind je nach Mensch und seiner Situation leicht unterschiedlich in der Art und der Stärke. Paulus hat es vor Damaskus sehr hart getroffen, aber er war ja auch ziemlich auf dem falschen Weg! Mich traf es weitaus weniger hart, aber von der Art des Ereignisses ist es vergleichbar. Ich ging zu Boden und konnte mich 30-40 Minuten schlicht nicht mehr rühren. Nicht einmal einen Finger! In den ersten Sekunden hatte ich Todesangst und versuchte mich zu wehren. Ok, ich habe sehr schnell aufgegeben. Dann gings besser.

Was man in dieser Zeit erlebt, hängt wohl auch mit der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Glaubensmodell zusammen. Paulus sah ein helles Licht und hörte eine Stimme. Ich hingegen sah und hörte nichts auffälliges, aber ich habe auch kein materielles Glaubensmodell, indem Lichterscheinungen oder Engel vorkommen. Mein Glaubensmodell ist eher rein geistig, also eher so wie im Buddhismus. Und da gibt es halt nichts zu sehen und zu hören!

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den späteren Einblicken in die geistige Ebene. Man erfährt diese entsprechend den eigenen Vorstellungen. Wer sich also die geistige Ebene eher mit Geistwesen und Hirarchien vorstellt, dem wird sie auch so gezeigt. Wer sich eher nichts konkretes vorstellt, der erfährt sie eher kontemplativ. Wie sie wirklich ist, bleibt dabei offen. Die Einblicke dienen auch eher der eigenen Motivation und Belehrung, als dass sie zum weitergeben gedacht sind. Sonst entstehen nämlich schnell "Bilder", die dann missbraucht werden von Uneinsichtigen!

Visionen und mystische Erlebnisse in der Natur treten in den folgenden Jahren spontan auf und manchmal erkennt man sie erst Tage später als solche. Manchmal auch sofort. Was man daraus erkennen kann, hilft einem bei der eigenen Bildung und bei der Erfüllung seiner Aufgabe. Auch ganz konkrete Hinweise erhält man, zum Beispiel auf die Aktivitäten oder Gedanken anderer Menschen oder auch auf zukünftige Geschehnisse. Welche Informationen man erhält, hängt wiederum mit der eigenen Aufgabe zusammen. Jeder erhält das, was er braucht.

In ganz speziellen oder gefährlichen Situationen wird man direkt vom Geist geführt. Man tut oder sagt dann einfach, was zu tun und zu sagen ist, ohne dass man dabei selbst aktiv mitdenkt. Ist die Situation vorbei, resp. durchgestanden, staunt man oft über das, was man getan oder gesagt hat und erkennt dann, dass man direkt geführt wurde. Man wird auch auf solches vorbereitet, indem man vom Geist in gestellte Situationen geführt wird, welche einem dann zeigen, dass man sich auf die Führung verlassen kann. Mich hat der Geist einmal eine beinahe senkrechte Felswand hochklettern lassen, die gut 100 Meter hoch war. Ich bin da einfach hoch wie ferngesteuert. Und ich kann weder klettern, noch bin ich schwindelfrei. Oben angekommen war ich von Angstschweiss durchnässt, aber von jedem Zweifel erlöst!

Ja, so ist das. Manchmal ist es angenehm, diesen Weg zu gehen, manchmal ist es schwierig, manchmal ist es mühsam. Doch zurück kann und will man nicht mehr. Wohin sollte man denn auch zurück, wenn man erst einmal bei Gott ist?! :-)

Erweckung oder planmäßige Annäherung.

trel ⌂, Montag, 19. Dezember 2011, 20:05 (vor 2161 Tagen) @ Patrick Bieri

Soso, du hattest also ein etwas dramatisches Erweckungserlebnis, sowie Erlebnisse der eindeutigen Führung.

Ich hatte dergleichen nicht. Ich traf meine Entscheidung für Christus selbstbestimmt im Alter von 33 ("zufällig" im Alter der Kreuzigung und Auferstehung Christi) in der Folge einer ernsthaften, angsterfüllten Orientierungskrise.

Erlebnisse der Führung habe ich auch, aber sehr "zarte". Ich glaube auch, mit einem höheren Wesen reden zu können, aber ich muß mich darauf einstellen. Wer es ist - mein höheres Ich, mein Engel, Christus - kann ich allerdings nicht sagen. Vielleicht sollte ich auch einfach Gewissensstimme sagen. Nur wie gesagt: Um diese Stimme zu hören, muß ich mich darauf einstimmen.

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Was man in dieser Zeit erlebt, hängt wohl auch mit der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Glaubensmodell zusammen. [...] Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den späteren Einblicken in die geistige Ebene. Man erfährt diese entsprechend den eigenen Vorstellungen. Wer sich also die geistige Ebene eher mit Geistwesen und Hirarchien vorstellt, dem wird sie auch so gezeigt. Wer sich eher nichts konkretes vorstellt, der erfährt sie eher kontemplativ. Wie sie wirklich ist, bleibt dabei offen. Die Einblicke dienen auch eher der eigenen Motivation und Belehrung, als dass sie zum weitergeben gedacht sind. Sonst entstehen nämlich schnell "Bilder", die dann missbraucht werden von Uneinsichtigen!

Das siehst du vielleicht etwas zu psychologisch. Zwar glaube ich schon, daß höhere Wesen (und auch Verstorbene) sich bisweilen in vertraute Bilder kleiden, u.a. um einen nicht zu erschrecken. Aber diese höheren Wesen sind Realität und sehr individuell, ob man sie nun sieht oder nicht. Das ist jedenfalls meine Überzeugung.

Du hast offenbar eine mystische Begabung zum passiven Empfangen. Die fehlt mir. Darum ist mir der anthroposophische Schulungsweg so sympathisch. Da wird streng methodisch vorgegangen.

Für das Alte Testament hat Tomberg die verschiedenen geistigen Erfahrungsweisen hervorgehoben. So waren die Propheten am ehesten Sprachrohre Gottes. Dagegen erforschte z.B. Daniel die höhere Welt eigenständig, d.h. er stellte Fragen und bereitete sich durch asketische Übungen vor. David übte sich im ständigen Austausch und Gewissenerforschung, wie aus seinen Psalmen hervorging. Manche Entscheidungen traf er nach Befragung Jehovas, andere ohne sie.

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Jeder erhält das, was er braucht.

So scheint es. Viele erhalten auch, was ihnen sehr schadet. Es hängt wohl auch vom Verhalten oder von der Vorbereitung in den früheren Erdenleben ab.

Darum finde ich gerade die karmischen Biografien, wie Steiner sie gegeben hat, so interessant. Wenn man z.B. liest, daß Marx und Engels in ihren letzten Leben Feudalherren und Raubritter waren, von denen der eine den anderen überfallen und versklavt hat, und jener das im 19. Jahrhundert als Spinnstoff-Fabrikant mit Wohltätigkeit gegenüber dem früheren Gegner wieder ausgeglichen hat, so ist das doch besonders lehhrreich! Und amüsant in diesem Falle auch.

Hast du selbst schon mal daran gedacht, eine Autobiografie zu schreiben, oder hast du es schon getan?

Gruß
trel

ich mach meinen Job

Patrick Bieri, Dienstag, 20. Dezember 2011, 09:18 (vor 2160 Tagen) @ trel

Nein, ich schreibe keine Autobiografie. Ich mach hier einfach meinen Job. Doch dann und wann schreibe ich was auf meiner Internetseite, zum Beispiel unter "Glaube", oder bei "Spiritualität", das autobiografisch gefärbt ist.

http://portalpb.bplaced.net/

Die meisten der für Gott lebenden Menschen verhalten sich eher unauffällig. Doch manchmal ist es nützlich, wenn man sich etwas deutlicher zeigt. Insbesondere dann, wenn man es in seiner Aufgabe mit Menschen zu tun hat, die gerne Dedektiv oder Polizist spielen (oder sind). Natürlich versucht die Szene, meine Kommunikation zu verhindern, reps. zu überwachen. Lächerlich, ich führe sie dauernd an der Nase herum wie dümmliche Ochsen!

Was ich in Biel zu tun habe, davon habe ich ja hier bereits mehrfach geschrieben. Es geht um das LOLA-Prinzip, den Feminismus und die Homosexualisierung der Gesellschaft. Aber es geht auch um Pädophile und andere, sexuell pervertierte VerbrecherInnen!

Vor kurzem gelang wieder einmal ein Schlag gegen die Pädos:

http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Europol-verhaftet-112-Pdophile/story/10144025

Die Schweiz wurde in den letzten Jahrzehnten ein Zufluchtsort für Pädophile. Sie konnten dabei von der starken Feminisierung der schweizer Gesellschaft profitieren. Doch natürlich ist es den Behörden der umliegenden Länder durchaus aufgefallen, dass immer wieder deutliche Spuren in die Schweiz führen und hier trotzdem kaum Erfolge der Polizei und der Justiz zu verzeichnen sind. Tja, weshalb wohl?! Weil die hier korrupt sind.

Die Schweiz ist wirklich eine Insel in Europa! Eine Insel für Pädophile, für Neonazis, für Homo- und Bisexuelle, für Drogenkartelle, für Steuerhinterzieher, etc.

Sogar die katholische Kirche ist bereits von solchen Leuten unterwandert und zwar bis auf die höchste Ebene, wie das Beispiel dieses Bischofs und seiner Meinung zu Sexualkundeunterricht im Kindergarten zeigt:

http://www.kath.net/detail.php?id=34305
http://www.kath.net/detail.php?id=34327
http://www.kath.net/detail.php?id=34421

Aber "wir" stehen überall direkt neben diesen Perversen und ihren weiblichen Herrinnen. Bereit, im richtigen Moment zuzugreifen :-P !

Woher kommt die Feminisierung gerade der Schweiz ?

trel ⌂, Dienstag, 20. Dezember 2011, 13:48 (vor 2160 Tagen) @ Patrick Bieri

Sie konnten dabei von der starken Feminisierung der schweizer Gesellschaft profitieren.

Das ist mir ein Rätsel. Zwar glaube ich zu verstehen, daß überall in Europa ein Interesse bestand, sich einen Ort, ein Land neutral zu halten, als Experimentier-, Zufluchts- und Rückzugsgebiet. Zum Beispiel ingestalt einer Steueroase. Die ist ja im gemeinsamen Interesse aller reichen Europäer.

Die Feminisierung oder Entpatrifizierung in der Schweiz läßt sich so aber nicht erklären. Denn die breitet sich ja auch anderswo in Europa hemmungslos aus, braucht also keinen Ort der Zuflucht.

Ist also die Feminisierung in eurem Land vielleicht ein nicht beabsichtigtes Folgeproblem anderer Ursachen, zum Beispiel eine Degenerationserscheinung, etwa als Folge eines Zustroms zu vieler vaterlandsloser Gesellen? Sind es überhaupt noch Patrioten, die euer Land regieren? Bei uns sind es ja vielmehr Vaterlandsverräter. Aber bei uns hat das einsehbare Gründe, nämlich die Umerziehungsprogramme der Siegermächte, besonders der VSA. Auch unser zeitweiliger Verteidigungsminister und falscher Doktorand, v.Guttenberg, ist in den VSA hoch angesehen und wird von dort unterstützt. Diese Maßnahmen betreffen euch aber nicht.

Es muß also andere Gründe geben. Kannst du mir etwas dazu sagen? Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht?

Gruß
trel

drei Ursachen

Patrick Bieri, Dienstag, 20. Dezember 2011, 17:47 (vor 2160 Tagen) @ trel

Ich sehe drei Ursachen:

1. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg floss erstmals unglaublich viel Geld in die Schweiz. Dieses Geld sollte hier vor dem drohenden Krieg in Sicherheit gebracht werden. Vor dem zweiten Weltkrieg geschah nochmals dasselbe, bloss in noch grösserem Ausmass. Dies hat die Schweiz innerhalb von ca. 30-40 Jahren von einem relativ armen Agrarstaat mit mässiger Industrie, zu einem blühenden Finanz- und Wirtschaftsplatz gemacht. Und wo die Landwirtschaft und die Industrie zu Gunsten der Dienstleistungsgesellschaft und der Sozialgesellschaft verdrängt wird, da erhalten die Frauen automatisch mehr Einfluss. Wohlstand fördert den Feminismus, nicht umgekehrt!

2. Bereits in den Anfängen des modernen Feminismus war die Schweiz ein Ort, an dem sich Intellektuelle (Schriftsteller, Theaterleute, Philosophen, etc.) gerne aufgehalten haben. Während und nach den beiden Weltkriegen hat sich dies noch verstärkt, denn diese Leute hatte ihre Beziehungen in die Schweiz und zum Teil sind sie auch vor dem Krieg in die Schweiz geflüchtet. So konnte sich das feministische Gedankengut schon früh festsetzen und ausbreiten. Wiederaufbau nach dem Krieg war ja in der Schweiz nicht nötig und so konnte man (frau) hier bereits wieder genüsslich aus dem Vollen schöpfen, auch kulturell.

3. Die Schweiz erlebte eine relativ starke Reformation. Weite Teile der Scheiz sind heute reformiert, resp. quasi atheistisch. Auch dies hat den Vormarsch der Feministinnen begünstigt.

noch eine 4te Ursache...

Patrick Bieri, Mittwoch, 21. Dezember 2011, 06:48 (vor 2159 Tagen) @ trel

Eine 4te Ursache ist mir noch eingefallen, allerdings ist diese eine relativ neue Erscheinung.

4. Mit dem Zusammenbruch der DDR kamen viele Menschen auf der Suche nach einem besseren und freieren Leben auch in die Schweiz. Insbesondere in den Berufen der medizinischen Pflege oder auch der reformierten Theologie hatte die Schweiz grossen Bedarf. Nun muss man sehen, dass die Menschen der DDR nicht bloss Jahrzehnte lang in einem totalitären und quasi-kommunistischen Land gelebt haben, leben mussten, sondern natürlich auch durch diese Ideologie geprägt wurden. Unterdrückung hinterlässt tiefe Spuren in der Psyche und führt nicht selten zu einem starken Sadomasochismus. Dieser wiederum fördert eigene, totalitäre Ansprüche. Es ist deshalb sicher kein Zufall, dass sowohl der Rechtsradikalismus wie auch der Feminismus in diesen Bundesländern sehr stark ist.

Ein Mann, welcher sich mit grossem Eifer solcher und ähnlicher Prozesse angenommen hat, war der soeben verstorbene Horst-Eberhard Richter.

http://www.horst-eberhard-richter.de/

Bei all dem sollte man(n) aber keinesfalls aus den Augen verlieren, dass die primäre Ursache des Feminismus natürlich die Frauen selbst sind! Ihr auf die Männer projizierter Eigenhass lässt sie zunehmend im Wahnsinn versinken. Die steigenden Zahlen der konsumierten Psychopharmaka und Drogen sprechen dabei für sich selbst.

Zusammengefaßt: Ursachen der Verweiberung der Schweiz. - H.E.Richter.

trel ⌂, Mittwoch, 21. Dezember 2011, 19:06 (vor 2159 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von trel, Mittwoch, 21. Dezember 2011, 19:12

Hallo Patrick!

Jetzt hast du also vier Ursachen für die Verweiberung der Schweiz genannt:

1. Wohlstand durch ausländische Investoren;
2. Übermäßige Präsenz von Intellektuellen (teils wohl auch begütert, und jedenfalls ausgeprägte Individualisten und Progressive);
3. Kirchliche Reformation in vergangenen Jahrhunderten mit Atheismus-Folge;
4. Zustrom ehemaliger DDR-Bürger, totalitär und atheistisch erzogen.

Diese vier Gründe leuchten mir einigermaßen ein.

  • Daß Wohlstand regelmäßig zur Verweichlichung, also Verweiberung von Männern führt, zur Schwäche, zur Dekadenz, das erkannte schon der tunesische Historiker Ibn Khaldun.
  • Intellektuelle sind häufig "aus der Spur", irgendwie entartet.
  • Bei der Reformation bin ich mir nicht so sicher. Es gibt auch sehr strenge evangelische Freikirchen.
  • Was die ehemaligen DDR-Bürger betrifft, die haben wir auch in großer Zahl aufgenommen, besonders ihre Weiber (die Männer sind häufiger dageblieben). Das ist also wohl nichts, was die Schweiz vor Deutschland auszeichnet.

Dann hast du noch einen fünften, "den eigentlichen" Grund genannt: Die Weiber selber.

Hier möchte ich allerdings frontal widersprechen. Weiber haben kein eigenständiges Sein. Ihre Entartung, d.h. die Bildung einer Gynokratie, setzt eine Schwächung des Patriarchats voraus. Erst wenn die Männer sich ihres Mannseins nicht mehr sicher sind, erstarken die Weiber. Da sie unter diesen Umständen aber keine Führung mehr haben, wird aus Erstarkung Entartung. So brutal es klingt: Die Weiber müssen unterdrückt werden. Solange uns das gelingt, dienen sie uns und gewinnen sogar Eigenwert. Das ist wie mit Kindern, Untergebenen, Hunden, Pferden. Erst ein degenerierendes Patriarchat zieht ein Matriarchat nach sich.

Vgl. hierzu meine Artikel:

Man könnte nun fragen, ob den überwiegend matrizentrischen Gesellschaften in Schwarz-Afrika jeweils ein Patriarchat vorausgegangen sei, das irgendwann degeneriert ist. Ob also, mit anderen Worten, nicht das Matriarchat am Anfang der Kulturen steht, sondern vielmehr das Patriarchat, und zwar grundsätzlich. In der Tat hat es ja auch in Schwarz-Afrika einige Hochkulturen gegeben, die z.T. noch gar nicht solange zurückliegen. Da Afrika als Wiege der Menschheit gilt (schon Steiner hat das als Tatsache erkannt), ist es aber auch möglich, daß es dort noch viel früher Patriarchate gegeben hat, von denen nur keine äußeren Spuren mehr vorhanden sind. Erhalten tut sich ja immer nur das Härteste, Roheste, Primitivste. Darum sind die Ergebnisse der frühen Kulturgeschichte so zweifelhaft.

Ich halte sogar für möglich, daß die frühen Menschen, die in Afrika aufkamen, ursprünglich gar nicht schwarz waren. Fallobst war ursprünglich auch nicht schwarz. Das wird es erst, wenn es lange liegt. Was früh reift, verdirbt auch früh.

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Zu H.E.Richter:

Ich hatte als Internatsschüler ein Buch von ihm gelesen. Es trug den Titel: "Eltern, Kind und Neurose", und hat mir damals ziemlich eingeleuchtet.

Was ich später von ihm und über ihn hörte, fand dann nicht mehr meine ungeteilte Zustimmung. Aber ich müßte mich mit ihm noch einmal befassen. Richter war bekanntlich recht stark matriarchalisch und pazifistisch orientiert, was ihn bei den 68-ern populär gemacht hat.

Gruß
trel

manchmal etwas extrem...

Patrick Bieri, Donnerstag, 22. Dezember 2011, 10:30 (vor 2158 Tagen) @ trel
bearbeitet von Patrick Bieri, Donnerstag, 22. Dezember 2011, 10:42

Manchmal driftet deine Meinung etwas gar stark ins Extreme. Aber ok, manchmal muss man gewisse Umstände auch etwas überspitzt formulieren.

"Erst wenn die Männer sich ihres Mannseins nicht mehr sicher sind, erstarken die Weiber."

Ja, das ist grundsätzlich richtig. Aber...wie kriegen es die Frauen denn hin, dass die Männer sich ihres Mannseins nicht mehr sicher sind? Ursache für diese Schwäche ist doch wohl der Einfluss der Frauen, oder?

So gesehen müssen die Frauen irgendwie doch vorher schon "erstarkt" sein, denn sonst würde es ihnen ja nicht gelingen, die Männer zu schwächen! Ok, wenn Frau bei den eigenen Söhnen beginnt, dann hat sie einfaches Spiel...

PS: Ich hab noch nicht verstanden, wie man hier ein Zitat macht :-| .

manchmal etwas extrem...

trel ⌂, Donnerstag, 22. Dezember 2011, 18:03 (vor 2158 Tagen) @ Patrick Bieri

Aber...wie kriegen es die Frauen denn hin, dass die Männer sich ihres Mannseins nicht mehr sicher sind? Ursache für diese Schwäche ist doch wohl der Einfluss der Frauen, oder?

Nein, niemals. Du überschätzt die Frauen. Auch Mikroben können einen Organismus nicht krank machen, solange seine Immunkräfte intakt sind.

Jeder schwache, alte oder einfach nur seelisch ungepflegte und verwahrloste Mann macht sich anfällig für Kräfte, welche die Grenzen austesten wollen. Das finde ich übrigens nicht einmal tadelnswert. Es ist normal. Kinder machen es ja gegenüber Erwachsenen genauso, und Erwachsene innerhalb einer Hierarchie ebenfalls. Darum muß der Vorgesetzte in einem Betrieb, einer Behörde, einer Armee usw. zwingend immer die größeren Machtmittel besitzen.

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PS: Ich hab noch nicht verstanden, wie man hier ein Zitat macht :-| .

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Gruß
trel

aha!

Patrick Bieri, Samstag, 24. Dezember 2011, 17:40 (vor 2156 Tagen) @ trel

Jeder schwache, alte oder einfach nur seelisch ungepflegte und verwahrloste Mann macht sich anfällig für Kräfte, welche die Grenzen austesten wollen.

Aber weshalb gerät der Mann in diesen Zustand? Freiwillig, oder wird er vom Geistigen ferngehalten, zum Beispiel durch Feminismus? Versuchen Mütter systematisch, ihre Söhne von der Spiritualität fernzuhalten und im Gegensatz dazu in die Übersexualisierung zu führen? Oder gar in die Homo- oder Bisexualität? Oder in die Pornografie? Ist Sexualität die Waffe der Frau, welche sie gegen die Spiritualität einsetzt? Und ist somit der Zölibat vielleicht doch eine ganz nützliche Sache?

Wirkung der luziferischen Engel.

trel ⌂, Sonntag, 25. Dezember 2011, 14:16 (vor 2155 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von trel, Sonntag, 25. Dezember 2011, 14:25

Jeder schwache, alte oder einfach nur seelisch ungepflegte und verwahrloste Mann macht sich anfällig für Kräfte, welche die Grenzen austesten wollen.


Aber weshalb gerät der Mann in diesen Zustand? Freiwillig, oder wird er vom Geistigen ferngehalten, zum Beispiel durch Feminismus? Versuchen Mütter systematisch, ihre Söhne von der Spiritualität fernzuhalten und im Gegensatz dazu in die Übersexualisierung zu führen? Oder gar in die Homo- oder Bisexualität? Oder in die Pornografie? Ist Sexualität die Waffe der Frau, welche sie gegen die Spiritualität einsetzt? Und ist somit der Zölibat vielleicht doch eine ganz nützliche Sache?

Es sind luziferische Engel, die den Menschen verführen. Also Wesen, die als normale Engel oder Angeloi eine Stufe über den Menschen stehen würden, als luziferische Engel aber in ihrer Entwicklung halb "hängengeblieben" sind, weil sie schon auf einer früheren Evolutionsstufe nicht mithalten konnten oder wollten.

Die normalen Engel wirken freilassend auf das Ich des Menschen ein. Dagegen haben die luziferischen Engel sich in der frühen lemurischen Epoche an die Menschen herangemacht, als diese noch kein Ich besaßen. Daher griffen sie in deren Astralleibern ein. Diese wurden dadurch teilweise gegen die höhere Führung abgeschlossen und verselbständigt.

Von ihnen gingen entsprechende Wirkungen auch abwärts auf die Lebensleiber (anderer Ausdruck: Ätherleiber) aus, wo spiegelbildlich umgedrehte Imaginationen auftraten. Denn Astralleib und Lebensleib verhalten sich in mancher Hinsicht spiegelbildlich. Dadurch entstand eine Art Lügengürtel. Wenn sich in die somit verdunkelten Partien der Ätherleiber dann ahrimanische Geister einnisten, dann treten Wirkungen, die sich in der Kultur als objektive Lügen, als schädliche Institutionen bemerkbar machen.

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An Jakob, dem Sohn Isaaks, kann man das individuelle Karma luziferischer Lebensläufe, die luziferischen Schicksals-Wirkungen, besonders gut studieren. Sein Leben begann mit Lügen, die in seinen Lebensumständen zum Ausdruck kamen: Ihm war das Erstgeburtsrecht zuerteilt, doch er wurde zunächst darum betrogen; ihm wurde eine falsche Frau untergeschoben; er bekam sehr spät Söhne, die er liebte; diese glaubte er später tot oder verloren, obwohl sie es nicht waren.

Dieses luziferische Karma konnte er teilweise überwinden. Dadurch hatte er den Traum von Engeln auf der Himmelsleiter. Es sind normale Engel (Angeloi), die sich als solche immer vertikal bewegen und zwischen dem Menschen und den höheren Hierarchien vermitteln.

Später begegnete er (menschengestaltig) auch Erzengeln (Archangeloi). Diese sind Volksgeister und bewegen sich horizontal, völkerverbindend. Luziferische Erzengel bewirken die Sprachbarrieren.

Zuletzt begegnete er sogar einem Vertreter der Archai, Wesen der dritten hierarchischen Stufe, nämlich seinem Todesengel. Diesen konnte er vorläufig überwinden, indem er sich mit seinem verräterischen Bruder, der ihn verfolgte, versöhnte. Denn obwohl er gegenüber diesem geistig im Recht war (Erstgeburt), wird das persönliche Karma normalerweise nicht dadurch aufgehoben.

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Mit seinem Engel ist man, je nach Bewußtseinsgrad, immer verbunden. Die Angeloi sind dem Heiligen Geist zugeordnet.

Erzengel (Archangeloi) wirken jedes Jahr in der Weihnachtszeit (bis Epiphanias; daher können volksbezügliche Entschlüsse der Nacht zu Neujahr in Erfüllung gehen). Die Archangeloi sind dem Sohn zugeordnet.

Einem Wesen der Archai begegnet man nur in der Todesstunde. Die Archai sind dem Vater zugeordnet.

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Frauen sind luziferisch anfälliger als Männer, da anders konstituiert. Vergleiche:

Mann:

Ich
Astralleib
Lebensleib
Physischer Leib

Frau:

Ich
Astralleib
Lebensleib

Physischer Leib

Bei Männern sind also die "Extremitäten", Ich und physischer Leib, stärker ausgeprägt. Das Ich ist voll wachbewußt und spiegelt seine Gedanken an den klaren, festen Formen, welche die Sinnesorgane des physischen Leibes ihm vermitteln.

Bei Frauen sind die "Innenschichten", Astralleib und Lebensleib, stärker ausgebildet. Das astrale Bewußtsein ist weniger wach, vielmehr traumhaft. Es spiegelt seine Gehalte an den flüssigen Formen des Lebensleibes, hat also keine ganz festen Konturen.

Außerdem ist bei der Frau die Angriffsfläche für luziferische Einflüsse größer. Darum wurde zuerst Eva verführt, nicht Adam. Dieser aber nahm den luziferischen Einfluß dann mit seinem Ich auf. Und genau das machte ihn, nicht Eva, zum Träger der Erbsünde! Diese vererbt er auch, weil er einen Namen hat. Denn das Ich ist der Namensträger. Aus diesem Grund wird der Vatername durch die Generationen tradiert und nicht der Muttername.

Alles klar? ;-)

Gruß
trel

eigentlich ja, aber...

Patrick Bieri, Sonntag, 25. Dezember 2011, 17:51 (vor 2155 Tagen) @ trel
bearbeitet von Patrick Bieri, Sonntag, 25. Dezember 2011, 19:29

...seit ich auf diesem Weg bin, also auf dem Weg mit Gott, geführt durch seinen Geist, erlebe und erfahre ich die Welt bewusster und auch hintergründiger, als noch zuvor.

vita-conversio-conversatio

Ich bin heute in der dritten Phase und warte eigentlich bloss noch auf den "Sprung" in die vierte und letzte, immerandauernde, ewige Phase. Also auf das "ewige Leben", worunter ich mir eine geistige Form der Existenz vorstelle, eher kollektiv als inividuell. Bewusst sind mir bis heute weder Engel noch Dämonen begegnet, ausgenommen natürlich in menschlicher Form!

Ok, also gehe ich weiter in Gott und mit Gott und durch Gott. Er wird mich schon nicht in die Irre führen. Weshalb sollte er auch? :-)

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Noch ein Gedanke zu den Engeln, ohne damit den Anspruch auf Wahrheit erheben zu wollen:

Geht man in der Geschichte der Religion zurück, dann werden die Vorstellungen der Menschen bezüglich Gottwesen immer "materieller". Offenbar gab es einen Zeitpunkt, an dem der Mensch begann, über Geistiges nachzudenken. Ein enormer Entwicklungsschritt! Zuerst konstruierte er sich dazu Götzen, also sehr materielle Vorstellungen von Gottheiten, die oft Menschen oder Tieren glichen. Quasi Naturgötter. Diese waren aber bloss Erfindungen des Menschen, reine Fantasie (Ägypter, Griechen, Römer). Dann kam offenbar eine Phase, in der diese Götzen zu Gunsten von geistigen Wesen weichen mussten. Neu glaubte man nun an Engel und Dämonen, welche zwar immer noch einzelne Wesen waren, aber nur noch geistig existierten. Dann kam der bisher letzte Schritt, hin zum Monotheismus, bei dem es nur noch ein Gottwesen gibt und dieses ist der reine Geist.

Natürlich bleibt da immer etwas hängen. Selbst im Christentum, dass ja eigentlich monotheistisch ist, gibt es Erzengel. Das wird dann irgendwie korrigiert, in dem man sagt, dass diese Engel letztlich doch nur göttliche Boten seien, also eigentlich aus Gott geschaffene, temporäre Geistteile. Der Buddha hatte mit diesen Gottheiten der Hindu eigentlich aufgeräumt, doch später sind sie wieder hineingerutscht. Vielleicht ist das ja im Christentum auch so? Vielleicht sind die Engel, nachdem Jesus als "der einzige Sohn" damit aufgeräumt hatte, wieder aus dem Judentum übernommen worden?

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Ich schätze es übrigens sehr, solche geistreichen Themen zu diskutieren! Meine andere, derzeitige Beschäftigung am Computer ist leider weniger erbaulich:

http://www.portalpb.bplaced.net/destruktivitaet/SOZ%20Biel/SOZ%20Biel.html

eigentlich ja, aber...

trel ⌂, Sonntag, 25. Dezember 2011, 21:49 (vor 2154 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von trel, Montag, 26. Dezember 2011, 11:48

Guten Abend Patrick!

Ich bin heute in der dritten Phase und warte eigentlich bloss noch auf den "Sprung" in die vierte und letzte, immerandauernde, ewige Phase. Also auf das "ewige Leben", worunter ich mir eine geistige Form der Existenz vorstelle, eher kollektiv als inividuell.

Das verstehe ich nicht. Welche dritte Phase? Und was verstehst du unter ewiges Leben? Aufhören der Wiederverkörperung? Wie sähe denn ein nicht-ewiges Leben aus?

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Ok, also gehe ich weiter in Gott und mit Gott und durch Gott. Er wird mich schon nicht in die Irre führen.

MannPassAuf! ;-) Wenn das so einfach wäre, dann müßten wir nicht beten: "Und führe uns nicht in Versuchung." Wir müssen also darum bitten. Von selbst kommt nichts! Denn Gott hat ja den/die Versucher zugelassen, damit wir uns daran bewähren und erwachsen werden. Nur als geistig Erwachsene können wir zu Mitgestaltern an seiner Schöpfung werden.

Selbst Jesus wurde versucht und mußte sich daran bewähren. Und sogar noch in der Gethsemane-Nacht hätte er "absagen" können.

Viele Menschen, die glaubten, Gott würde sie schon nicht in die Irre führen, mußten erfahren, daß sie sich schrecklich geirrt hatten.

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Offenbar gab es einen Zeitpunkt, an dem der Mensch begann, über Geistiges nachzudenken. Ein enormer Entwicklungsschritt! Zuerst konstruierte er sich dazu Götzen, also sehr materielle Vorstellungen von Gottheiten, die oft Menschen oder Tieren glichen. Quasi Naturgötter. Diese waren aber bloss Erfindungen des Menschen, reine Fantasie (Ägypter, Griechen, Römer).

Da bin ich ganz anderer Meinung, und ich dachte, ich hätte mich bereits verständlich gemacht.

Anfangs lebte der Mensch in einer rein geistigen Welt und kommunizierte direkt mit den Göttern bzw. hierarchischen Wesen. Erst nach dem Eingriff der luziferischen Geister wurde er erdenschwer und begann folglich, über die Materie nachzudenken, ja mit ihr geistige Unzucht zu treiben (Das ist der eigentliche Sinn der Ödipus-Sage: Mord am Vater-Gott durch Leugnung und Inzest mit der Mutter/Materie).

So ist die Reihenfolge, und nicht umgekehrt!

Aber selbst dann noch griffen hierarchische Wesen in die Menschenwelt ein, und zwar durch Inkorporation (nicht Inkarnation). Anders gesagt: Götter wirkten auf der Erde zu Zwecken der Belehrung, und zwar in Menschengestalt. Die antiken Götter etwa waren Engelwesen mit luziferischen Zügen, die sich zeitweilig in wirklichen Menschen inkorporierten (und zeitweilig auch in Tieren).

Bei den Geistern der Schamanen handelt es sich heute noch um (luziferisch-)ahrimanische Wesen, die am Menschen parasitieren. Was eine gewisse Kultur dieser Menschen nicht ausschließt, wohl aber ihre Evolution. Sie bleiben zurück.

Erst mit zunehmender Reife der Menschen wurden diese von den höheren hierarchischen Wesen verlassen. Eine Zeitlang noch konnten sie sich aber durch besondere Menschen, den Propheten, wie etwa Moses, offenbaren. (Jehova war ein Eloha, einer der Exusiai, vier Stufen über dem Menschen, im Dienste Christi). Danach waren die Menschen darauf angewiesen, ihrerseits sich um den Verbindung zu den Göttern zu bemühen. Beachte immer: Gefordert ist eine Bemühung! Nicht nur auf der Erde haben wir uns - als Folge der Erbsünde - um ein Fortkommen zu bemühen. Leben, auch geistig leben, heißt arbeiten.

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Vielleicht sind die Engel, nachdem Jesus als "der einzige Sohn" damit aufgeräumt hatte, wieder aus dem Judentum übernommen worden?

Das ist mir neu, daß Jesus mit den Engeln "aufgeräumt" habe! Es heißt doch in der Geschichte von der Versuchung, daß Engel ihm dienten, nachdem er die Versucher zurückgewiesen hatte. Und später sagt er, daß er Legionen von Engel zu seiner Verteidigung rufen könnte. Selbst seine Geburt war von hierarchischen Wesen angekündigt worden.

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Meine andere, derzeitige Beschäftigung am Computer ist leider weniger erbaulich:

Diesbezüglich wundert mich deine Bemühung. Gerade derartige Dinge würde ich am ehesten Gott überlassen. Führe deine Mitmenschen nicht in Versuchung, so wie du deinerseits möchtest, daß Gott dich nicht in Versuchung führt.

Natürlich aber weiß ich zu wenig über deine persönliche Geschichte, um mir ein Urteil erlauben zu dürfen.

Gruß
trel

ich sehe nun klarer, wie du das siehst

Patrick Bieri, Montag, 26. Dezember 2011, 10:22 (vor 2154 Tagen) @ trel

Also die Verantwortung für das Böse in der Welt liegt eigentlich nicht bei den einzelnen Menschen, sondern irgendwo bei schlechten Engeln. Wie praktisch!

Und gegen Unrecht soll man sich nicht wehren, weil man damit die Unterdrücker in Bedrängnis bringt und ihnen somit etwas antut, was man bei sich selbst lieber nicht hätte. Ebenfalls sehr praktisch, vorallem für die Unterdrücker!

LOLA!

Nein, du hast es nicht verstehen wollen.

trel ⌂, Montag, 26. Dezember 2011, 11:43 (vor 2154 Tagen) @ Patrick Bieri

Also die Verantwortung für das Böse in der Welt liegt eigentlich nicht bei den einzelnen Menschen, sondern irgendwo bei schlechten Engeln. Wie praktisch!

Und gegen Unrecht soll man sich nicht wehren, weil man damit die Unterdrücker in Bedrängnis bringt und ihnen somit etwas antut, was man bei sich selbst lieber nicht hätte. Ebenfalls sehr praktisch, vorallem für die Unterdrücker!

LOLA!

Dann lies nochmal nach.

Die "schlechten" Engel sind keine schlechten Engel, sondern haben einen Entwicklungsweg gewählt, der sie geeignet macht, uns auf die Probe zu stellen.

Die Folgen haben wir selbst zu tragen. Darum ist die Rede vom Karma.

Vertreibung aus dem Paradies, Krankheit und Tod ist das Karma der luziferischen Verführung; die Notwendigkeit der Wiederverkörperung ist Folge der ahrimanischen Verblendung.

Krankheit, Schmerz, Tod, Wiederverkörperung sind somit bittere Heilmittel. Wer sie vermeiden will - Buddhisten wollen etwa die Wiederverkörperung vermeiden -, der bleibt in der evolutiven Sackgasse hängen und erreicht nicht das Ziel, für das Jesus Christus uns den Weg bereitet hat.

Gegen Unrecht und Sünde soll man sich sehr wohl wehren, aber nicht die Menschen zu Sündenböcken machen, um sich dann pharisäerhaft über sie zu erheben. "Soll ich meines Bruder Hüter sein?" Ja, sollen wir! Wir wissen ja auch gar nicht so sicher, ob der in unseren Augen sündige Mitmensch vor Gott vielleicht besser dasteht als man selbst. Mag sein, daß man selbst weitergekommen ist. Aber damit steigen eben auch Pflichten und Verantwortlichkeiten.

Das beziehe ich aber nicht direkt auf deinen Alltag. Diese Sachen kann ich ja, wie schon gesagt, von meinem Standpunkt aus nicht beurteilen.

Gruß
trel

dein persönlicher Weg

Patrick Bieri, Dienstag, 20. Dezember 2011, 09:35 (vor 2160 Tagen) @ trel

Du hast deinen persönlichen Weg zu gehen. Dabei wirst du nie wirklich wissen, was dir als nächstes bevorsteht. Gott erwählt und erweckt so, wie es ihm passt.

Es ist ok, wenn du dich an den Wegen anderer orientierst. Das schadet nicht, solange du deren Weg nicht für deinen Weg hältst. Vielleicht ist deiner ähnlich, vielleicht auch nicht. Vielleicht vertiefst du dich in den anthroposophischen Schulungsweg, weil es der richtige ist für dich, vielleicht aber auch, weil du in diesem Weg die Fallstricke kennen lernen sollst. Du wirst es erst wissen, wenn es Zeit ist deine Erfahrungen in einer konkreten Aufgabe anzuwenden.

Paulus war ein Christenverfolger. Er wurde erwählt, um zu den Heiden geschickt zu werden. Dabei wurde er vom Verfolger zum Verfolgten. Seine Erfahrung als Verfolger war ihm desshalb äusserst nützlich, denn so wusste er, wie seine Verfolger vorgehen und was sie motiviert. Er hatte es ja selbst als Verfolger getan! Trotzdem wusste er als Verfolger noch nicht, dass ihm diese Erfahrung einmal als Verfolgter nützlich sein würde.

Wichtig ist bloss, dass du vertraust auf die Führung durch den Geist. Und wenn du manchmal zweifelst, ob eine Idee oder ein Gedanke nun vom Geist kommt oder von deinem Ego, dann geh ein kurzes Stück zurück und "frage" nochmals nach.

heterogene Szene

Patrick Bieri, Sonntag, 25. Dezember 2011, 07:41 (vor 2155 Tagen) @ Patrick Bieri

Wenn ich das richtig sehe, dann ist diese anthroposophische Szene auch ziemlich heterogen, oder? Gibt es da nicht auch Teile, die sehr feministisch sind und andere, die klar rechtsextrem gefärbt sind? Siehst du diese Teile? Und falls ja, was machen diese aus der Anthroposophie?

heterogene Szene

trel ⌂, Sonntag, 25. Dezember 2011, 13:33 (vor 2155 Tagen) @ Patrick Bieri

Hallo Patrick, und ein frohes Weihnachtsfest!

Wenn ich das richtig sehe, dann ist diese anthroposophische Szene auch ziemlich heterogen, oder? Gibt es da nicht auch Teile, die sehr feministisch sind und andere, die klar rechtsextrem gefärbt sind? Siehst du diese Teile? Und falls ja, was machen diese aus der Anthroposophie?

Das kann ich mangels Szene-Kenntnisse kaum beurteilen. Die Frage ist auch, was man alles zur anthroposophischen Szene rechnet. Rechnet man die Eltern dazu, die ihre Kinder auf Waldorfkindergärten und -schulen schicken, dann gibt es gewiß viele Feministen darunter. Unter den Lehrerinnen selbst gibt es auch schwarze Schafe, die feministisch eingestellt sind, auch wenn sie das nicht offen sagen.

Der Vorwurf des Rechtsextremismus wird gelegentlich auch erhoben, meist von enttäuschten Waldorfeltern, die von Anthroposophie im Grunde gar nichts wissen wollen, aber dann Bücher darüber schreiben. Aber wer gilt jetzt nicht alles als rechtsextrem! Zumindest jeder, der bekennt, daß es innerhalb der Menschheit verschiedene Rassen gibt, oder daß das Christentum die höchstentwickelte und einzig zukunftsfähige Religion ist. In diesem Sinne wird natürlich auch Steiner als "Rassist" bezeichnet.

Die meisten - mir scheint sogar, fast alle - Autoren, die in anthroposophischen Verlagen (etwa im Urachhaus-Verlag) minderwertige Bücher schreiben und frech genug sind, sich auf Steiner zu berufen oder sich als Anthroposophen zu bezeichnen, sind von Frauen geschrieben. Da gibt es eine pseudo-anthroposophische Subkultur. In den meisten Fällen dürfte es angemessen sein, diese Autorinnen einfach zu ignorieren. Anscheinend sind die Verlage aber auf sie angewiesen, weil die wirklich ernsthaften Bücher niemals allzuviele Leser finden.

Gruß
trel

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