Uniformierte Schlägerin löste den arabischen Aufstand aus. Warum nicht bei uns?

trel ⌂, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19:26 (vor 2112 Tagen)
bearbeitet von trel, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19:29

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Ich muß mich entschuldigen, daß ich jetzt gewissermaßen einen kalten Kaffee aufwärme. Das Ereignis, das den "arabischen Frühling" auslöste, nämlich die Selbstverbrennung des Tunesiers Mohammed Bouazizi, hat mich damals - im Januar 2011 - nur am Rande interessiert. Folglich hatte ich verschlafen, was der letzte Anstoß war: Die Ohrfeige einer Polizistin, die sie dem Mann verpaßte.

Das Foto dieser Schlägerin (siehe rechts) findet sich in diesem Bericht. Dort findet sich auch der Link auf das zugehörige Video in arabischer Sprache.

Dieses Detail habe ich soeben erst anläßlich der Lektüre eines JF-Interview mit Peter Scholl-Latour erfahren.

Und ich muß sagen: Es ergreift mich stark, daß die Demütigung durch eine Frau, die ein Mann erleiden mußte, einen halben Kontinent in Unruhe versetzt hat.

Warum lassen sich deutsche Männer durch Frauen schlagen und durch Richterinnen demütigen, ohne daß es bei uns ebenfalls zum Volksaufstand kommt?

Glückliches Arabien! Ex oriente lux! Dort herrscht doch noch ein gesundes Empfinden. Natürlich sind die Menschen dort sicher nicht glücklicher als hier. Sie haben andere Probleme als wir. Aber sie haben nicht dieses Probelem, das wir haben, daß nämlich Männer dermaßen verweibert sind, daß sie sich durch Frauen klaglos demütigen lassen, ja bisweilen noch freiwillig dafür bezahlen.

In Deutschland werden erst dann wieder gesunde Verhältnisse herrschen, wenn Männer beginnen, die Gynokratie infragezustellen, und wenn weibliche Anmaßung zum Aufstand führt.

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Es ist übrigens typisch für das deutsche Gynokratenblatt, den "Spiegel", daß dort ein Artikel erschien, dem es nur um Eines ging: Irgendwie den Beweis zu erbringen, daß Bouazizi gar kein Held gewesen sei und sich nur zufällig verbrannt habe.

Mohammed hat sich mit Benzin übergossen, so viel ist klar - aber seine Schwester Leila wartet mit einer überraschenden Erklärung auf, warum er dies tat: "Er konnte die Schande nicht ertragen, von einer Frau geohrfeigt worden zu sein", sagt sie. Umbringen wollen habe sich ihr Bruder jedoch keinesfalls. Mohammed sei zur Tankstelle gegangen, habe den Sprit über sich ausgeschüttet - und sei dann zeternd und fluchend herumgesprungen. Dabei habe er offenbar aus Versehen mit seinem Feuerzeug einen Funken geschlagen, der ihn in Brand steckte.

Dabei tut die Journalistin (Ulrike Putz) so, als hätte der Mann abnorm reagiert. Wenn Frauen zugestanden wird, daß sie eine Vergewaltigung als Schande empfinden, warum soll dann ein Mann, der durch eine Frau geschlagen wird, dies nicht als eine mindestens genauso schwere Demütigung empfinden?

Wenn Irgendetwas am Arabischen Aufstand in mir Hoffnung auslöst, dann ist es einzig und allein der Umstand, daß hier ein Mann sein Mannsein - sein Menschsein - nicht verleugnet hat, und daß dies eine riesige Volksmenge mobilisieren konnte.

trel

Nachtrag: "Die einzige Fabrik im Ort beschäftigt nur Frauen."

trel ⌂, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20:30 (vor 2112 Tagen) @ trel

Fast hätte ich es vergessen. Aber es gibt ja im erwähnten Spiegel-Artikel noch diesen ganz versteckten Hinweis, der freilich keinen der deutschen Leser aufzuregen scheint:

Sidi Bouzids Stadtbild wird von herumlungernden jungen Arbeitslosen geprägt. Die einzige Fabrik im Ort beschäftigt nur Frauen.

Das ist natürlich ein krasser Sexismus, denn gerade in islamisch geprägten Ländern wird - seitens beider Geschlechter! - erwartet, daß der Mann die "Kohle" heranschafft. Mir kann auch niemand erzählen, daß Männer in diesen Ländern nicht bereit wären, als Schneider zu arbeiten.

Der Grund, warum die Fabrik nur Frauen beschäftigt, wird uns freundlicherweise verraten:

Für umgerechnet 40 Euro im Monat nähen sie Kleidung für europäische Firmen.

Es sind also ausländische Firmen, die in Tunesien ihre politischen Vorstellungen verbreiten. Und das tun sie vermutlich nicht ohne deutsche Subventionierung. Auch dieser Import-Sexismus dürfte am Arabischen Aufstand ursächlich mitbeteiligt sein.

Übrigens verstehe ich nicht, warum die politische Klasse bei uns diese Revolution so bejubelt. Sie richtet sich doch klar gegen unislamische Vorstellungen, welche den Muslimen aufgezwungen wurden, und von denen sie sich jetzt befreien. Oder glaubt man, daß die jetzt chaotischen Verhältnisse letztlich eine verstärkte "Westbindung" auslösen werden?

trel

Aufstand ist wohl eher eine Meuterei

Patrick Bieri, Montag, 19. Dezember 2011, 10:46 (vor 2108 Tagen) @ trel

Was mich stört an der medialen Berichterstattung ist, dass immer wieder das Wort "Volksaufstand" benutzt wird.

In Ägypten, ein Land mit über 80 Millionen Einwohnern, bilden diesen Volksaufstand bloss einige Tausend oder maximal Zehntausend, vorwiegend linke Jugendliche und junge Erwachsene!

Das wirkliche Volk beteiligt sich nun mit über 60% an den Wahlen und wählt dabei genau den gegenteiligen Weg, nämlich den Weg des Islams...

Das ist der wahre Volksaufstand!

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