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Pflichtlektüre! Hans Thomas: Schuld als Kult. Vom Abgründigen im deutschen.....

admin @, Dienstag, 31. Januar 2012, 14:47 (vor 2119 Tagen)
bearbeitet von admin, Samstag, 04. Februar 2012, 00:10

Der folgende Text ist kopiert und neu formatiert von einem PDF, das hier aufzurufen ist. Da es vielen Lesern lästig ist, sich durchzuklicken, gebe ich - hoffentlich mit Einverständnis des Verlages - hier den ganzen Text.

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Evangelische Notgemeinschaft in Deutschland e.V.

Erneuerung und Abwehr

Evangelische Zweimonatsschrift

Ausgabe Nr. 5/2004 (Sept./Okt. 2004)
39. Jahrgang – E 3644

Schwerpunktthema: Europa ohne Gott

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Hans Thomas:

Schuld als Kult.
Vom Abgründigen im deutschen Gutmenschen

Bei einer Kundgebung 1988 auf dem Wiener Rathausplatz erklärte der große Psychiater Viktor E. Frankl:

„Jemanden nicht persönlich, sondern kollektiv schuldig zu sprechen, lehne ich strikt ab. Es gibt keine Kollektivschuld."2

Frankls Wort hat Gewicht, weil seine Eltern, sein Bruder und seine junge Frau in Konzentrationslagern umkamen und er selbst unter steter Lebensgefahr mehrere Jahre in Auschwitz und anderen Lagern verbringen mußte. Aber auch als Begründer der weltweit anerkannten Logotherapie kommt seinem Urteil besondere Bedeutung zu.

Auch Richard v. Weizsäcker - der selbst bei seinem Vater, dem zweiten Mann nach v. Ribbentrop, auf Unschuld und Nichtwissen plädierte - hat in seiner bekannten Rede vom 8. Mai 1985 klar gemacht, „daß es allein um Kollektiv-Verantwortung gehen kann". 3

Wie könnte heute ein verantwortungsvoller Umgang mit den Greueln der Vergangenheit aussehen?

Drei Dinge dürften dabei wohl unverzichtbar sein:

  • Erstens der verständnisvolle, taktvolle und hilfswillige Umgang mit den Opfern.
  • Zweitens das Bestreben, ähnliche Verbrechen in Zukunft zu verhüten.
  • Und drittens, damit zusammenhängend, eine moralische, sachgemäße und gesunde Verarbeitung des Geschehenen; denn auch das Wie einer Therapie ist maßgeblich für einen Gesundungsprozeß.


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2 Fernsehaufzeichnung.
3 Vgl. Matthias Gierth, ûSelbstbewußt beginnenû, Rheinischer Merkur Nr. 46/2003, S. 1.
Erneuerung und Abwehr 5/2004

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Der deutsche Selbsthaß

Hier scheinen die Dinge freilich im Argen zu liegen, weil immer wieder krankhafte Züge sichtbar werden. So warnt z.B. Rolf Stolz, einstmals Mitbegründer der Grünen, in seinem Buch „Der deutsche Komplex" davor, das Phänomen des deutschen Selbsthasses zu unterschätzen:

„Die Deutschen als lebensunwertes Leben, Deutschland teils als absolute politische Unmöglichkeit, teils als Krebsgeschwür Europas - das ist jenes zugespitzte, übersteigerte Selbst(-haß-)Gefühl, das in dieser Radikalität bisher nur eine gewisse Szene erfaßt hat, aber heute bereits in abgemilderter Form ein tatsächliches Massenphänomen ist." 4


Gerhard Stoltenberg zitiert in diesem Zusammenhang den Stuttgarter Historiker Eberhard Jäckel, der wichtige Beiträge zur Erforschung der Hitler-Diktatur geliefert hat:

„Das moralische Urteil gerade der jüngeren hat oft etwas Masochistisches, Gnadenloses, Überhebliches... So entstehen aus einer hitzigen Debatte Einseitigkeiten, die die Realitäten verzerren." 5

Altkanzler Helmut Schmidt sagt es so:

„Ich möchte, daß die Fakten bekannt und moralisch bewertet werden. Aber man schneidet sich den Erfolg völlig ab, wenn man die Kinder von 18 Millionen glauben läßt, ihre Eltern seien die Schuldigen und man selbst sei nun aufgeklärt, moralisch in Ordnung und wäre - hätte man damals gelebt - Widerstandskämpfer geworden." 6

Überheblichkeit, Selbstgefälligkeit und Masochismus dürften sicher nicht das moralische Rüstzeug sein, um die Aufarbeitung der Vergangenheit in guter Weise zu gewährleisten. Vielmehr gibt das Anlaß zur Sorge, von Deutschland könnte erneut Unheil ausgehen. Ein krankhaft denkender und empfindender Partner, der sich selber schadet, ist kein vollgültiger und beständiger Partner. Seriöse Beobachter wie z.B. Joachim C. Fest urteilen:

„Nachdem die Deutschen die Welt mit Knobelbechern nicht erobern konnten, nähern sie sich ihr jetzt im Büßergewand. Aber es steht der gleiche hohe Anspruch hinter dem einen wie dem anderen, der Welt lästig zu fallen." 7


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4 Bei Heinz Nawratil, Der Kult mit der Schuld, München 2002, S. 10.
5 In: Poeppel/v. Preußen/v. Hase (Hg.), Die Soldaten der Wehrmacht, München 2000, S. 14.
6 Ebd., S. 22.
7 Idea-Spektrum Nr. 6/2000, S. 7.
Erneuerung und Abwehr 5/2004

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Und der namhafte Sozialwissenschaftler Josef Schmid meint:

„Den allzeit reparationswilligen weltgeschichtlichen Sünder zu machen, ist inzwischen für einen ganzen Kontinent irritierend. Besonders für die Nachbarvölker hat es etwas Unangenehmes, weil man nur mit gleichwertigen, ernstzunehmenden Partnern eine dauerhafte und reibungslose Beziehung eingehen kann. Doch damit werden sich diese noch gedulden müssen. Die Deutschen werden ihren Hang zum Exzeß nicht so bald los. Auf der Suche nach angenehmer Temperatur hüpfen sie zwischen der glühenden Herdplatte und dem Schaff mit kaltem Wasser hin und her wohl auf der Suche nach dem ausgeglichenen Temperament, das die Nachbarn dringend erhoffen." 8

Was das Ausland dazu sagt ...

Das ist nicht zuviel gesagt, denn in der Tat werden im Ausland entsprechende Befürchtungen zunehmend ausgesprochen. Der lettische Staatspräsident Lennart Meri z.B. urteilte:

„Man kann einem Volk nicht trauen, das sich rund um die Uhr in intellektueller Selbstverachtung übt."9

Der ehemalige französische Innenminister Jean-Pierre Chevenément, der den Deutschen vorwirft, mit dem Nationalsozialismus auch die Nation verwerfen zu wollen, pflichtet bei:

„Wir brauchen ein Deutschland, das von sich überzeugt ist und seine Vergangenheit voll und ganz bewältigt hat."10

Sein Landsmann, der Philosoph André Glucksmann, meint:

„Wir haben einst Deutschlands Stärke gefürchtet, nun fürchten wir seine Schwäche."11

Der britische Bestsellerautor Frederick Forsyth sagt ebenfalls:

„Von der Geburt bis zur Universität hört kein Deutscher ein positives Wort über sein Heimatland. Er hört nur von den Sünden, von den schrecklichen zwölf Jahren des Hitlerismus. Die übrige Geschichte fällt unter den Tisch. Ich sehe keine Wiedergeburt des Faschismus, keine Wiedergeburt des

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8 Josef Schmid, ûDie Moralgesellschaftû, München 1999, S. 10.
9 Idea-Spektrum Nr. 19/2000, S. 7.
10 Peter Gauweiler, ûNachdenken über Jean-Pierre Chevénement,û, Welt am Sonntag Nr. 23/2000, S. 2.
11 Bei J. Schmid, a.a.O., S. 10.
Erneuerung und Abwehr 5/2004

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Militarismus in Deutschland .... Ich fürchte die deutsche politische Korrektheit mehr als einen neuen Hitler."12

Alfred M. de Zayas, Historiker und Völkerrechtler u.a. in Chikago und Harvard, schrieb:

„Wenn mich etwas am heutigen Deutschland stört und beunruhigt, ist es diese Neigung zu übertriebener Selbstkritik, die für mich bedeutet, daß viele Deutsche den Sinn für Realität, für Geschichte, für Verhältnismäßigkeit verloren haben. Oder schlimmer, daß manche Deutsche wohl an einer Megalomanie leiden. Sie wollen die größten Verbrecher der Geschichte sein und die größten Büßer, dies halte ich für pathologisch." 13

„Ich glaube, Bundeskanzler Schröder tut gut daran, sich nach vorne zu bewegen und die Geschichte, die mehr als 50 Jahre zurückliegt, Geschichte sein zu lassen" 14, meinte Didier Sicard, Präsident des Nationalen Ethikrats von Frankreich. Politiker wie Patrick Buchanan 15, Ronald Reagan, George W. Bush, Jaques Delors, Otto v. Habsburg und andere haben sich in einem ähnlichen Sinne geäußert. 16

Selbst Wladimir Putin kritisierte die Haltung derjenigen, die in Deutschland stets vor „Deutschtümelei" warnten und der Selbstverachtung das Wort redeten:

„Ich halte diese Position für falsch. Kein Land darf ewig unter der Schuld leiden, die es einmal in der Geschichte auf sich geladen hat."17

Wenn auch das deutsche Schuldbewußtsein verständlicherweise vielfach noch mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen wird, so zeigt sich doch: Das Ausland erkennt offensichtlich in
der Haltung des deutschen Selbsthasses irrationale und pathologische Züge, die Anlaß zur Besorgnis für ein gesundes Miteinander der europäischen Völker geben. Sehr bedeutsam ist, daß auch namhafte Persönlichkeiten des Judentums die Deutschen ermuntern, wieder den aufrechten Gang zu gehen. Genannt seien u.a. Yehudi Menuhin, der britische Verleger und Schriftsteller Victor Gollancz, Theodore Ellenhof vom American Jewish Committee, der Theologe Pinchas Lapide, die ukrainischschweizerische Schriftstellerin Salcia Landmann („Die Bußbereit-

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12 Bei H. Nawratil, a.a.O., S. 121f.
13 Idea-Spektrum Nr. 19/2000, S. 7.
14 Bei H. Nawratil, a.a.O., S. 118f.
15 Idea-Spektrum Nr. 14/2000, S. 11.
16 Bei Nawratil, a.a.O., S. 17, 101, 204, 236f.
17 Ebd., S. 206.

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schaft wegen Auschwitz birgt schon lange irrationale massenpsychotische Elemente") und der Gründer und Leiter des jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, Simon Wiesenthal („Ich habe immer vermieden zu sagen >die Deutschen<. Aus dem einfachen Grund, weil ich nicht mag, wenn man sagt >die Juden<"). 18

Anders Michel Friedmann:

„Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer."

Maßlosigkeit – auch in der Selbstverneinung

Untersucht man die einschlägigen Texte deutschen Selbsthasses etwas genauer, so fällt eine Maßlosigkeit auf, die in Deutschland eine gewisse Tradition hat. Ludwig Erhard z.B. wurde als „Maßhaltekanzler" verhöhnt und auch Christa Meves diagnostizierte eine „manipulierte Maßlosigkeit". Aber auch schon bei Goethe, Fichte, Schopenhauer, Nietzsche, Karl Julius Weber, Heine u.a. ließe sich mancher kritische Gedanke zu diesem Thema entdecken. Churchill soll gesagt haben, daß man die Deutschen entweder am Hals oder zu den Füßen habe, sie also zwischen Extremen schwanken. Und schon Clemenceau (frz. Ministerpräsident von 1917-1920) urteilte:

„Die Deutschen kennen keine Mittellinie, sie sind maßlos. In guten Tagen verherrlichen sie ihre Ideale bis zur Selbstaufopferung, nach der Niederlage aber beschmutzen sie ihr eigenes Nest, nur um zu gefallen."20

Nehmen wir als Beispiel einen dieser maßlosen Texte. Er stammt von Wiglaf Droste, der als freier Autor Medien wie u.a. „Der Spiegel", „Süddeutsche Zeitung", „Kritisches Tagebuch" des WDR, „Junge Welt", „taz", „Neues Deutschland" und „Titanic" beliefert. Er lautet (und ich bitte den Leser um Entschuldigung wegen gewisser Ausdrücke im Zitat!) :

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18 Ebd., S. 17, 45f., 113, 236.
19 Ebd., S. 19.
20 Zitiert aus einem Leserbrief von K. Häberlen in der Welt am Sonntag.

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„Das deutsche Volk hat die moralische Verpflichtung auszusterben, und zwar subito. Jeder Pole, Ruße, Jude, Franzose, Schwarzafrikaner usw. hat genau so viele Rechte, auf >deutschem Boden<, von dem gesprochen wird, als sei er heilig und gebenedeit, zu leben wie irgendein Deutscher - wenn nicht gar mehr.

Ich habe kein persönliches Schuldgefühl, was die deutsche Vergangenheit angeht, und ich möchte niemandem eins einreden. Historisch aber muß eine Gerechtigkeit erzwungen werden, und wenn so zirka 100 Millionen Asylanten, egal, wie arm, krank und kriminell sie sein mögen, aufgenommen und gleichwertig behandelt worden sind, dann darf an einem Kneipentisch ein Besoffener einmal leise seine Überfremdungsbeschwerde führen - aber keinen Tag eher.

Die >Deutschland-den-Deutschen< - Deutschen, egal, ob sie radikal nazistisch wie in Hoyerswerda oder unterschwellig rassistisch auftreten wie zum Beispiel in Saarlouis oder Bielefeld, haben den Rand zu halten und sich nicht zu mopsen. Tun sie es doch, gehören sie - ja doch! - deportiert, an den dunkelsten, kältesten und elendesten Ort, der sich in diesem Universum finden läßt. Dort dürfen sie dann in der Scheiße, die sie im Kopf haben, ersaufen."


Schaut man bei derartigen Texten der Selbstverneinung, die nicht immer so kraß sein müssen wie der vorliegende, etwas genauer hin, so springt einen sofort die schon erwähnte Maßlosigkeit an. Des weiteren entdeckt man: Irrationalen Utopismus. Kann man wirklich annehmen, daß ein multikulturelles Gebilde des hier erwähnten Ausmaßes funktionieren wird?

Aggressivität und Rüpelhaftigkeit sind ebenfalls kennzeichnend. Man erblickt ferner eine diktatorische, ja brutale Unterdrückung anderer Meinungen in einem Klima der Nötigung. Angesichts der Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften in aller Welt, wird man doch noch einige sachliche Bedenken vortragen dürfen. Schließlich bezeichnete selbst „Der Spiegel" schon vor Jahren im Titel die multikulturelle Gesellschaft als „gescheitert".22

Ersichtlich ist auch eine Va-banque-Mentalität. Die eigenen Vorstellungen müssen auf Biegen und Brechen ohne Rücksicht auf etwaige Folgen durchgesetzt werden. (Hitler zu Göring: „Ich habe in meinem Leben immer va banque gespielt".) Sogar eine rassistische Komponente klingt an. Nicht nur der Schuldige, nein, der Deutsche als solcher wird für minderwertig und lebensunwert erklärt. Der jüdische Historiker Michael Wolffsohn schreibt dazu:

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21 Bei Nawratil, a.a.O., S. 9f.
22 Der Spiegel Nr. 16 vom 14.4.1997.

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„Das Instrument des Antigermanismus ist ebenso wirksam wie das des Antijudaismus, der sich ebenfalls von seinem Objekt verselbständigt hat...Der Antigermanismus zeichnet, verzeichnet und überzeichnet das heutige Deutschland ebenso wie einst der Jude nur als Fratze dargestellt wurde". 23

Dagens Nyheter schreibt:

„Die Verachtung der Deutschen ist eine Art Rassismus, an der sich viele festklammern, weil jeder andere Rassismus verboten ist".

Es wird sogar - wenn das nicht erhellend ist! - der Wunsch nach Deportation und Vernichtungslagern geäußert. Wie man deutlich sieht, geht es hier auch gar nicht so sehr um echte Barmherzigkeit gegenüber armen Asylanten, sondern um einen überbordenden Selbstzerstörungswillen. Botho Strauß:

„Intellektuelle sind freundlich zu Fremden, nicht um des Fremden willen, sondern weil sie grimmig sind gegen das Unsere und alles begrüßen, was es zerstört". 25

Das alles kommt einem bekannt vor. Und so darf man sich nicht wundern, wenn die Frage auftaucht, ob man bei den Verfassern solcher Texte wirklich echte „Antifaschisten" vor sich hat oder nicht doch Vertreter anderer Provenienz, vielleicht „rot lackierte Nazis" (Kurt Schumacher). Man darf sich auch nicht dadurch täuschen lassen, daß vieles im Gegensatz zu Hitler gesagt wird. Auch das kann eine Fixierung auf ihn bedeuten, eine negative infantile Bindung statt einer reifen Selbständigkeit. Arnulf Baring:

„Wir bilden uns seit 1945 ein, wir hätten die Vergangenheit begriffen. Wir haben sehr einseitige Schlußfolgerungen gezogen, nämlich immer das Gegenteil von dem für richtig zu halten, was Hitler und seine Zeitgenossen für richtig gehalten haben". 26

Hätte man wirklich aus der Geschichte gelernt, würde man alles daran setzen, Deutschland nicht wieder zu einem Krisenherd werden zu lassen, aus dem neues Unheil erwächst.

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23 Bei Nawratil, a.a.O., S. 89.
24 Ebd., S. 86.
25 Ebd., S. 186f.
26 Arnulf Baring, ûDeutschland was nun?û, Focus Nr. 9/1997, S. 72ff.

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Ein psychologischer Erklärungsversuch

Was sind nun die eigentlichen Motive für diese Haltung der Selbstverneinung? Grundsätzlich wird man alle psychologischen Möglichkeiten bis hin zum Todestrieb in Betracht ziehen müssen. Es gibt
den echten, unüberwundenen Schmerz und Zorn über die Verbrechen, die in unserem Volk geschehen konnten. Man wird aber auch mit Selbsttäuschungen durch psychologische Kniffe und Tricks rechnen müssen, die nicht der Wahrheit und Heilung dienen, sondern für den eigenen Seelenhaushalt nützlicher sind als für andere.

Gedacht ist an psychische Vorgänge wie Kompensation, Projektion, Verdrängung, Verschiebung, Rationalisierung etc. Man versucht so z.B. eigene Defizite auszugleichen, indem man sich in anderer Hinsicht umso strenger und moralischer gebärdet. Man projiziert eigenes Böses in andere hinein, um es da bequemer und nicht so schmerzhaft bekämpfen zu können. Man versucht, falsche Entscheidungen logisch zu begründen. Und man verschiebt dringend gebotene Entscheidungen auf Ersatzhandlungen, die es ermöglichen sollen, das eigentliche Problem nicht in Angriff zu nehmen.

Zu bedenken ist auch, daß eine steil idealistische Gesinnungsethik ohne Verantwortungsethik, wie man bei der RAF gesehen hat, leicht in eine brutale Aggression umschlagen kann. (Ulrike Meinhof: „Natürlich (!) darf geschossen werden!") Diese kann sich auch gegen das eigene Ich richten. Der Psychologieprofessor Herbert Speidel verweist in diesem Zusammenhang auf eine Beobachtung Sigmund Freuds:

"Es ist merkwürdig, daß der Mensch, je mehr er seine Aggressionen nach außen einschränkt, desto strenger, also aggressiver in seinem Ich-Ideal wird". 27

Es ist ein in der Psychologie bekannter Vorgang, daß eine nach außen gerichtete Aggression, auch eine gesunde, die der Selbstbehauptung dient, sich nach innen kehren kann und sich dann gegen
einen selbst richtet. Das kann sowohl bei einem Individuum wie bei einem Kollektiv der Fall sein. Es ist einem dann ein Instrument in die Hand gegeben, mit dem man sich selber beschneiden und quälen kann. (Walter Jens: »Keine Wiedervereinigung! Schuld!" - Günter

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27 Bei Nawratil, a.a.O., S. 252.

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Graß: ,>Gegen ein Selbstbestimmungsrecht, das anderen Völkern zusteht, spricht Auschwitz".) 28

Speidel erklärt nun einleuchtend, wie es im Nachkriegsdeutschland zu einem „kollektiven malignen Introjekt" kam. Der sehr differenzierte Prozeß kann hier im einzelnen nicht nachgezeichnet werden. Die allgemein sichtbaren Folgen seien aber erwähnt. Speidel beschreibt sie so:

„Die kollektive Vorstellung der Wertlosigkeit, Gefährlichkeit usw. der Werteprinzipien der solchermaßen beschädigten nationalen Gemeinschaft, erzeugt und fördert eine masochistische Moral. Ihre Modalitäten sind unaufhörliche Schuldbekenntnisse und Bußrituale, die nationale Selbsterniedrigung und die Bereitschaft zu unbegrenzten Wiedergutmachungsangeboten. Eine derartige kollektive Moralpathologie besitzt große Dauerhaftigkeit, weil sie mit vielfachen Belohnungen verknüpft ist: Die moralische Haltung schafft deren Vertretern ein großes moralisches Überlegenheitsgefühl und rettet außerdem in der Selbsterniedrigung eine pathologische Form nationaler Kohärenz; die Selbsterniedrigung ist aber gleichzeitig auch das Mittel der Verschleierung dieses Überlegenheitsgefühls...

Vertreter masochistischer Moral feiern begeistert alle Beleidigungen und Verletzungen der Wertegemeinschaft, in der diese masochistische Moral dominiert, scheinbar ohne Kritik und Gegenwehr; die Beleidiger werden als mutige Helden gefeiert, weil sie die flagellantischen Bedürfnisse der masochistischen Moralgemeinschaft am besten bedienen. Diese feiert ihre grenzenlose Friedfertigkeit und entwickelt in deren Schutz ein totalitäres Regime, deren Mechanik schon Freud beschrieben hat. Das als äußere Realität vernichtete totalitäre System ersteht in neuem Gewande wieder, weil die Bekämpfung des Bösen dieses nicht vernichtet, sondern ihm ein geheimes Überleben in Gestalt negativer identifikatorischer Prozesse anbietet, wie im Kampf der 68er Generation gegen die Nazitäter mit der >Militanz<, das heißt der terroristischen Aktivität ihrer Wort- und Handlungsführer.

Masochismus, dominierender Bestandteil nationaler Erlebnisstruktur Nachkriegsdeutschlands, und Sadismus sind aber Geschwister, und wo Masochismus, verborgen in seinen honorigen Verkleidungen wie Antinationalismus, politische Korrektheit, Antifaschismus usw., blüht, ist sein sadistisches Pendant nicht weit: in Gestalt eines totalitären öffentlichen, in unseren Medien weitverbreiteten Meinungsterrors....

Eine solche kollektive pathologische Haltung hat aber schwerwiegende Folgen; die Destruktion des nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls als eines Aspekts von Bindungsfähigkeit beschädigt auch dessen andere Bestandteile: verbindliche Beziehungen, die Sozialverbindlichkeit der Sexuali-

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28 Ebd., S. 105.

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tät, die Vertrautheit zwischen den Generationen, die Generativität, das heißt das Interesse an der nachfolgenden Generation, die Erziehungskompetenz der Eltern, die Pädagogik, die Bildungspolitik - alle diese Elemente der Bindungsfähigkeit sind unter dem Einfluß einer masochistisch-destruktiven Moral als Abwehrformation unter der Wirkung des malignen Introjekts der Kollektivschuld tatsächlich auch schwer beschädigt worden. Die Agenten dieser kollektiven Selbstdestruktion sind die sogenannten 68er. Die Angehörigen dieser tragischen Generation sind die Träger dieses autodestruktiven Introjekts. Die Geschichtsindoktrination durch die Sieger und das Verstummen der Kriegsgeneration der Enttäuschten, Gefoppten, Geschlagenen, Diffamierten, die mit einer Minderheit von Verbrechern konfundiert wurde (siehe die Reemtsma-Ausstellung, in der eine ganze Generation als Bestandteil einer Verbrecherorganisation dargestellt wird), haben die im Wohlstand aufgewachsenen Söhne der Kriegsgeneration ihren Eltern entfremdet, ihnen ein verzerrtes Geschichtsbild, gleichzeitig aber das Hochgefühl der beschriebenen masochistischen Moral vermittelt, das sie so resistent gegen Wahrnehmungskorrekturen macht."

Es liegt nun auf der Hand und müßte eigentlich jedem einleuchten, daß eine Selbstverneinung weder psychologisch, noch theologisch, noch politisch richtig sein kann. Der Autodestruktive schadet nicht nur sich selbst, sondern auch dem Gefüge, in dem er lebt. Daher auch die berechtigte Sorge tiefer blickender ausländischer Staatsmänner, die sich durch die demutsvolle Außenseite der Autodestruktion nicht beirren lassen und diesem deutschen Phänomen mißtrauisch gegenüberstehen, weil sie eine Aggressionsumkehr für möglich halten.

Wie ließe sich nun die „Volksseele“ heilen?

Der Christ orientiert sich bekanntlich in allen Fragen an der Bibel. Und die Kirchen, sofern sie das auch tun, könnten viel zur Lösung des Problems beitragen und die Debatte versachlichen und richtig stellen, wenn sie wieder einige biblische Grundwahrheiten ins Volk hineinbrächten. Drei davon seien hier genannt:

Erstens: „Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer." (Röm.
3,12)

Roger Schutz, Gründer und Leiter der Kommunität Taizé, sagte neulich:

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29 Bei Nawratil, a.a.O., S. 244ff.

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„In allen Nationen gibt es eine kleine Zahl von Wahnsinnigen; wenn es ihnen gelingt, die Macht zu ergreifen, sind sie dazu fähig, unzählige Menschen in ein Räderwerk von Haß und Krieg hineinzuziehen. Deshalb kommt es entscheidend darauf an, niemals die Angehörigen einer Nation zu demütigen, in der einige wenige Führer unvorstellbare Greuel veranlaßt haben. Man kann es nicht oft genug sagen: Es gibt kein Volk, das schuldiger ist als das andere."30

Diese Erkenntnis der allgemeinen Sündhaftigkeit, die vor Hochmut bewahrt, sollte nun aber nicht benutzt werden, um Verbrechen der Vergangenheit zu relativieren, herunterzuspielen und zu entschuldigen. Vielmehr sollte verstärkt die Gefährdung durch die eigene Sünde ins Blickfeld rücken.

Darum gilt zweitens:

„Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen".
(Luk. 13,4).

Jesus zieht den Blick von den Sünden anderer in der Vergangenheit ab und lenkt ihn auf eigene Schuld in der Gegenwart. Diese Blickrichtung hat auch Hannah Arendt:

„Moralisch gesehen ist es ebenso falsch, sich schuldig zu fühlen, ohne etwas Bestimmtes angerichtet zu haben, wie sich schuldlos zu fühlen, wenn man tatsächlich etwas begangen hat. Ich habe es immer für den Inbegriff moralischer Verwirrung gehalten, daß sich im Deutschland der Nachkriegszeit diejenigen, die völlig frei von Schuld waren, gegenseitig und aller Welt versicherten, wie schuldig sie sich fühlten." 31

Es ist kein Kunststück, den Nazis noch ein paar Steine hinterher zu werfen, während man z.B. die millionenfache rechtswidrige Tötung ungeborener Kinder mit ihren Folgen auf die leichte Schulter nimmt und eine „Kultur des Todes" (auch im Hinblick auf die Euthanasie) immer mehr um sich greift.

Allein schon die gigantische Verschuldung ist dazu angetan, bei unseren Nachfahren Empörung, Verachtung und soziales Elend auszulösen. Jeder Bundesbürger steht, abgesehen von seiner privaten Verschuldung, jetzt schon mit 16.220 Euro in der Kreide. Und die Schuldenlast des Bundes wächst pro Sekunde um 2186, pro Minute

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30 Idea-Spektrum Nr. 1/2004, S. 7.
31 Bei Nawratil, a.a.O., S. 6.

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um 131.160 Euro. 32

Ganz allgemein ist man auf dem Weg der Autodestruktion (Selbstzerstörung) schon ein gutes Stück vorangekommen: Alles ist oder wird reduziert: Das Volk, die Einkommen, die Vermögen, die Firmen und Arbeitsplätze, die Bildung, die kulturellen Einrichtungen, die Infrastruktur. Und die Moral ist auch reduziert (Kriminalität, Korruption, Repression, Promiskuität etc.). Gelegenheit, sich um die eigene Schuld zu kümmern, gäbe es also zuhauf.

Drittens gilt:

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit" (Gal. 5,1)
„Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit" (2.Kor. 3,17).

Die Lösung des Schuldproblems liegt in der Vergebung durch Gott und in der Vergebung untereinander, nicht in „selbsteigner Pein" (Paul Gerhard) und nicht im „ewigen Tribut" (Peter Gauweiler). 33

Vergebung unter Menschen setzt freilich voraus, daß diese sich glaubwürdig und ohne bloße Verlagerung von ihrer Schuld lösen wollen und die Wurzel des Bösen in den Blick bekommen. Eine Haltung des In-se-curvatus-Seins (In-sich-Verkrümmt-Seins) (Luther) und der Selbstverachtung kann allenfalls als Durchgangsstadium akzeptiert werden. Wahre Buße, so sagt mit Recht der Theologe Schniewind, ist „Freude", eine Wende vom Schlechteren zum Besseren, von der Dunkelheit zum Licht, vom Gefangensein zur Freiheit, von der Gottferne zu Gott. In der Gottferne allein liegt letztlich auch die Wurzel allen Übels. Antoine de Saint-Exupery (1900 - 1944) sagte zu Recht:

„Wenn die Menschen gottlos werden, sind
die Regierungen ratlos,
die Lügen grenzenlos,
die Schulden zahllos,
die Besprechungen ergebnislos,
die Aufklärungen hirnlos,
die Politiker charakterlos,
die Christen gebetslos,
die Kirchen kraftlos,
die Völker friedlos,
die Verbrechen maßlos."

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32 Vgl. Der Spiegel Nr. 9/2004, S. 30.
33 Gauweiler in einem Interview, Focus Nr. 45/1995, S. 88.

Erneuerung und Abwehr 5/2004

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U-Bahnfahrer von "jungen Intensivtätern" so bedroht, daß er versetzt werden ...

admin @, Mittwoch, 01. Februar 2012, 11:35 (vor 2118 Tagen) @ admin

...mußte.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Die-Angst-faehrt-in-Bonner-Bussen-und-Bahnen-mit-article614429.html

Was mich frappiert:

Die jungen Leute, die dem Zugführer immer mehr zusetzten, sind der Polizei bestens bekannt. Aber die mehrfach zu Hilfe gerufenen Beamten können nicht viel mehr tun, als die Personalien der Jugendlichen aufzunehmen - und sie dann wieder laufen zu lassen. Denn solange niemand ernsthaft zu Schaden kommt, gibt es keine gesetzliche Handhabe, die Jugendlichen aus dem Verkehr zu ziehen.

Das deutsche Opfer muß also erst verletzt oder getötet werden, um geschützt zu werden - sofern es dann noch nötig und möglich ist.

In ihren Heimatländern wären die Straftäter natürlich schon längst gerichtet worden. Sei es von Autoritätspersonen ihrer eigenen Familie, sei es durch die dortige Polizei.

Nur bei uns dürfen sie machen, was sie wollen.

Warum eigentlich? Läßt das Gesetz wirklich keine vorbeugenden Maßnahmen zu?

Tatsache ist doch, daß deutschen Eltern die Kinder weggenommen und in geschlossene Einrichtungen verlegt werden, selbst wenn keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, sondern nur behauptet wird, daß eine solche entstehen könnte.

Sollen Volksdeutsche dazu gebracht werden, massenhaft ins Ausland zu emigrieren und ihr Land den "Deutschen mit Migrationshintergrund", also den Immigranten, zu überlassen?

admin

Eindeutig Ja! Die Deutschen sollen ausgerottet werden!

Zauberküchenmeister, Mittwoch, 01. Februar 2012, 14:41 (vor 2118 Tagen) @ admin

Sollen Volksdeutsche dazu gebracht werden, massenhaft ins Ausland zu emigrieren und ihr Land den "Deutschen mit Migrationshintergrund", also den Immigranten, zu überlassen?

admin

„Meisterlich“!

Küchenzaubermeister, Mittwoch, 01. Februar 2012, 21:17 (vor 2117 Tagen) @ Zauberküchenmeister
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Mittwoch, 01. Februar 2012, 21:23

Ja, und der Herr Zauberküchenmeister beteiligt sich daran oder wie oder was?

Können Sie sich auch ein wenig konkreter bzw. argumentativer ausdrücken, statt immer nur „Es gibt ja wirklich ...“ oder „Eindeutig ja“ zu funken?

Cui bono?

Küchenzaubermeister, Mittwoch, 01. Februar 2012, 22:52 (vor 2117 Tagen) @ Küchenzaubermeister
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Mittwoch, 01. Februar 2012, 23:09

Die Finanzhaie freut es. Sie gewinnen und expandieren wie noch nie zuvor und wie noch keiner vor ihnen.

Alles inszeniert!

„Multikulti“ bedeutet Kampf der Kulturen, d.h. Krieg an jeder Hausecke - nur nicht an derjenigen der Finanzhaie und ihren Partnern (zusammen 1% der Gesamtbevölkerung umfassend). Sie profitieren hiervon und können obendrein immer härtere und grausamere Mittel gegen das Volk einsetzen, weil sie ja dann erst recht haufenweise Argumente und Schuldzuweisungen dafür liefern können: „Krieg“, „Gewalt“, „Männer“, „Nazis“, „Kapitalisten“, „Finazhaie“ (ja auch die, denn die echten haben ja das Lügen-Monopol), „Christen“, „Weiße“, „Deutsche“ u.a. (sie sind ja alle so „BÖSE“).

So, Herr Zauberküchenmeister, spätestens jetzt können Sie doch antworten!

Das kann ich alles nur be-JA-en

Zauberküchenmeister, Freitag, 03. Februar 2012, 07:09 (vor 2116 Tagen) @ Küchenzaubermeister

So, Herr Zauberküchenmeister, spätestens jetzt können Sie doch antworten!

Und da ich kein Mann großer Worte, sondern Einer von großen Wahnsinns-Taten bin, tue mal ich folgendes:

http://www.youtube.com/watch?v=Llozqd5uxOo


Ich denke, das reflektiert doch ganz ausgezeichnet, wo uns die (meist unfreiwillig-unwissend prozionistisch) Antifa(3D) und ihre HelfershelferInnen hingeführt haben.


Übrigens! Schön zu wissen, dass ich nun einen Hilfskoch in meiner Kombüse habe :-D

Anker Lichten und Schiff ahoi!

Selbst beim Suizid sollen wir noch Nationalisten sein - da mache ich nicht mit !

Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 12:18 (vor 2116 Tagen) @ Zauberküchenmeister
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 12:22

Lieber Meister- Kollege, vielen Dank für den Hinweis, aber ich glaube nicht an die Sinngebung des Kampfmittels Zynismus gegen den Zynismus. Homöopolitische Kampfmittel sind nicht für alles geeignet.

Wenn es um Negativitäten geht, sind wir Nationalisten - und das sollen wir ja auch sein. Ich wehre mich dagegen, immer nur das zu tun, was wir tun sollen. Auf den Zynismus der Herrschenden immer nur mit Zynismus zu reagieren, halt ich für falsch in jederlei Hinsicht. Den von den beiden Japanern in ihrem Video „Kaiho-ke“ angesprochenen völkischen Suizid bzw. den Selbstmord-Pakt, die manische Culpathie und eben den inszenierten Zynismus gibt es doch nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, vor allem in West-Europa, aber auch in Nordamerika, z.T. auch in Australien und Neuseeland - praktisch überall da, wo (noch!) Weiße und insbesondere (noch!) westliche Weiße leben. Jetzt den Herrschern des Globus auch noch den Gefallen zu tun, sich beim Abschaffen der Nationen nationalistisch - also jede Nation für sich - zu verhalten, halte ich für sehr unangemessen, für doch ziemlich dumm, zumindest aber für naiv oder michelig.

Es würde überhaupt nichts (mehr) nützen, wenn nur eine weiße Nation ihre Suizidpolitik beenden würde, würden es nicht gleichzeitig auch die anderen weißen Nationen tun. Ich meine hierbei die wichtigsten dieser Nationen.

Überhaupt: Warum sollen wir selbst beim Suizid noch Nationalisten sein? Der gesamte Westen ist suizidal, und jeder kann es sehen, und trotzdem soll jede Nation nur ihren eigenen Suizid sehen! Das sehe ich nicht ein! Zwar ist es verständlich, wenn westliche Nationen sich sogar noch beim Selbstmord national(istisch) verhalten - denn sie selbst waren es ja, die die Nationen erfunden haben -, aber ich selbst will und werde mich an diesem modernen Wahnsinnsprojekt unserer Nihilisten und ihrem Zynimsus nicht beteiligen!

Wenn wir konstruktiv etwas bewirken wollen, müssen wir aufhören, uns selbst mit Zynismus zu begegnen oder umgekehrt mit Selbstmitleid zu überhäufen. Wir müssen alles für die gerechte Bestrafung jener Verbrecher tun, die uns lenken und führen wie Schachbrettfiguren und wie solche auch aus dem Spiel herausnehmen. Diese größten Verbrecher aller Zeiten sind zu bestrafen!


In aller Kollegialität: Ihr Kzm.


Anhang: Ein Bild.

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Hier bedarf es eines weiteren Schrittes

admin @, Freitag, 03. Februar 2012, 13:33 (vor 2116 Tagen) @ Küchenzaubermeister
bearbeitet von admin, Freitag, 03. Februar 2012, 13:42

Das Video bringt m.E. sehr überzeugend, ja schlagend auf auf den Punkt, was bei uns abläuft. (Ist es eine Satire, d.h. die Bearbeitung eines Original-Videos mit gänzlich anderem Inhalt? Oder gibt es das in Japan wirklich?)

Nun aber wurden einige interessante Aspekte zur Sprache gebracht.

Es würde überhaupt nichts (mehr) nützen, wenn nur eine weiße Nation ihre Suizidpolitik beenden würde, würden es nicht gleichzeitig auch die anderen weißen Nationen tun. Ich meine hierbei die wichtigsten dieser Nationen.

Das ist eine wohl notwendige Horizont-Erweiterung. Aber ist der darin geäußerte Gedanke richtig? Es gibt doch die Eigenverantwortlichkeit. Darf ich z.B. Verbrechen begehen, solange und nur weil Andere es tun? Muß ich mit meiner Anständigkeit warten, bis erklärtermaßen Alle mitziehen? Nein!

Und: Wird die Welt dadurch spürbar besser, daß ich moralisch einwandfrei lebe? Das zwar nicht. Und trotzdem will ich mich dazu erziehen, moralisch einwandfrei, das heißt gemäß meinem Gewissen, zu leben.

Übrigens gibt's auch noch die Vorbildfunktion. Hätten wir alle einen Bundespräsidenten, der nicht Spiegelbild des Durchschnittsmenschen, sondern Vorbild zum Idealmenschen ist, dann würde das eine volks-erzieherische Wirkung haben.

Weiter: Wenn Christus nicht angefangen hätte, aus seiner Position der göttlichen Stärke sich zu den Schwachen und Gefallenen herabzubeugen - auch zu den moralisch Gefallenen, deren Schuld er stellvertretend auf sich nahm, so wie anständige Eltern es mit ihren Kindern tun! -, dann wäre das alttestamentliche Prinzip "Auge um Auge" immer noch gültig. Nicht nur im politischen Denken der israelischen und VS-amerikanischen Juden, welches den Christus immer noch nicht erkannt hat.

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Wenn wir konstruktiv etwas bewirken wollen, müssen wir aufhören, uns selbst mit Zynismus zu begegnen oder umgekehrt mit Selbstmitleid zu überhäufen.

Das leuchtet mir ein. Was allerdings das Video betrifft, das Zauberküchenmeister verlinkt hat, so habe ich das nicht als zynisch empfunden, und auch nicht als Ausdruck des Selbstmitleids. Aber das kann daran liegen, daß ich über die politischen Vorgänge bisher noch nicht so im Bilde war.

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Wir müssen alles für die gerechte Bestrafung jener Verbrecher tun, die uns lenken und führen wie Schachbrettfiguren und wie solche auch aus dem Spiel herausnehmen. Diese größten Verbrecher aller Zeiten sind zu bestrafen!

Also "Aug' um Auge"? Dazu müßten wir erst einmal die Machtposition haben, um sie bestrafen zu können. Wir müßten also den Verbrechern gegenüber wie Eltern werden, die das Sorgerecht innehaben. Aber ob es jemals dazu kommen wird, ist fraglich.

Nun aber das Wichtigste: Wie sollen Eltern ihre Kinder wirkungsvoll, d.h. mit Aussicht auf Besserung bestrafen, wenn sie ihnen keine Alternative bieten, die zu verfolgen sich wirklich lohnt? Strafe ist ja nicht nur - oder auch gar nicht, je nach Auslegung - Vergeltung, vielmehr Erziehungsmittel. Strafe "lohnt" also nur, wenn der Bestrafte dadurch ein neues, besseres Ziel findet.

Bekanntlich vertrete ich den christlichen Denk-Ansatz.

Christlich handeln heißt, das Böse (Schädliche, Verirrte, Kranke, usw.) nicht abzuspalten und wegzuschließen, oder gar zu vernichten (was gar nicht geht, also illusionär ist), sondern zu verwandeln und zu integrieren.

Es gilt, das Böse in ein Gutes zu verwandeln. Daß das geht, darin besteht der christliche Glaube. "Glaube" ist hier nicht zu verstehen im Sinne von "Ich unterstelle, daß das gehen muß", sondern im Sinne von "Ich glaube an dich!". Also im Sinne von Gefühl und Willenskraft, vom Kopf hin zu Herz und Hand, anthroposophisch gesprochen: vom Nerven-Sinnes-System zum Rhythmischen System und weiter zum Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Das ist Liebe im besten Wortsinne.

Man kann das allerdings nicht aus eigener Kraft. So wie das deutsche Volk einen wirklichen Präsidenten bräuchte, der nicht Spiegelbild des Durchschnitts, sondern Vorbild zum Idealmenschen ist, so braucht der Einzelne einen Präsidenten, der über Allen steht. Den gibt es, doch ihn zu erkennen muß erlernt werden.

Dazu ein erhellender Spruch von Angelus Silsesius:

Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Verloren, das hieße: Wir bleiben dem Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" treu. Wir bleiben Juden. Jeder würde warten, bis die Anderen anfangen, das Gute zu verwirklichen, und dann würde niemals irgendwer den Anfang machen. Das können wir auch gar nicht.

Der Anfang ist ja auch schon gemacht worden - durch ein Wesen, das dazu in der Lage war. Aber ganz ohne unsere Mitwirkung nützt (ihm und uns) das auch nicht. Wir sind eigenverantwortlich, und darin besteht unsere Menschenwürde. Die Auferstehung müßte im Einzelnen stattfinden, ohne Hinblick darauf, ob Andere auch schon so weit sind.

Auch diesbezüglich ist das Gleichheits-Prinzip abzulehnen!

Immer muß Einer den Anfang machen, oder müssen es Einige, die Elite sozusagen. Unter den Menschen hat Einer den Anfang gemacht. Das war der "Menschensohn", der Gipfel des Menschen als Individuum. Seitdem kann Jeder von uns sich zu einem Gipfel erheben. Im Prinzip, nicht in Wirklichkeit. Gleichheit wird es nicht geben.

admin

Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 17:28 (vor 2116 Tagen) @ admin
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 19:22

Wir müssen uns ja erst einmal über unser Gesagtes einig sein, d.h.: wir müssen wissen, ob wir uns schon rein sprachlich richtig oder falsch verstanden haben.

Nun aber wurden einige interessante Aspekte zur Sprache gebracht.

Es würde überhaupt nichts (mehr) nützen, wenn nur eine weiße Nation ihre Suizidpolitik beenden würde, würden es nicht gleichzeitig auch die anderen weißen Nationen tun. Ich meine hierbei die wichtigsten dieser Nationen.


Das ist eine wohl notwendige Horizont-Erweiterung. Aber ist der darin geäußerte Gedanke richtig? Es gibt doch die Eigenverantwortlichkeit.

Wenn man meinen hier zitierten Satz nämlich nur im Lichte der Moral versteht, dann versteht man ihn falsch, denn er war ja mehr historisch oder soziologisch gemeint, z.B. im Sinne von: die eine Nation hat wegen der anderen Nationen gar nicht mehr die Möglichkeit - also auch dann nicht, wenn sie es wollte -, anders zu handeln, weil sie selbst dann, wenn sie es täte, sofort von den anderen Nationen abgestraft und zum weitern Mitmachen, wahrschienlich sagar in einem viel höheren, strengeren Maße, gezwungen würde. Das zeigt doch gerade die Entwicklung seit 1945 auf ganz deutliche Art und Weise! Deutlicher geht es doch gar nicht!

Das ändert nichts an der Eigenverantwortung. Das stimmt, aber es nützt eben nichts!


Darf ich z.B. Verbrechen begehen, solange und nur weil Andere es tun? Muß ich mit meiner Anständigkeit warten, bis erklärtermaßen Alle mitziehen? Nein!

Auch das ist moralisch bzw. ethisch richtig, aber nicht das, was ich gesagt und damit auch gemeint habe.

Worauf will ich hinaus? Nun, wenn man moralisch sauber bleiben will, so ist das sehr wünschens- und, falls es klappt, sehr begrüßenswert - aber es klappt eben nicht immer, wie die Geschichte immer wieder sehr deutlich zeigt.

Wenn wir konstruktiv etwas bewirken wollen, müssen wir aufhören, uns selbst mit Zynismus zu begegnen oder umgekehrt mit Selbstmitleid zu überhäufen.


Das leuchtet mir ein. Was allerdings das Video betrifft, das Zauberküchenmeister verlinkt hat, so habe ich das nicht als zynisch empfunden, und auch nicht als Ausdruck des Selbstmitleids. Aber das kann daran liegen, daß ich über die politischen Vorgänge bisher noch nicht so im Bilde war.

Das kann aber auch an einem Mißverständnis liegen, nämlich an Ihrer falschen Textinterpretation: Ich habe nämlich gar nicht davon gesprochen, ob in dem Video zynische Japaner zu sehen und zu hören waren, sondern von dem Zynismus, der uns Weiße (ergo: nur uns Weiße!) betrifft! Das war doch aber eigentlich auch nicht falsch zu verstehen!

Wir müssen alles für die gerechte Bestrafung jener Verbrecher tun, die uns lenken und führen wie Schachbrettfiguren und wie solche auch aus dem Spiel herausnehmen. Diese größten Verbrecher aller Zeiten sind zu bestrafen!


Also "Aug' um Auge"? Dazu müßten wir erst einmal die Machtposition haben, um sie bestrafen zu können. Wir müßten also den Verbrechern gegenüber wie Eltern werden, die das Sorgerecht innehaben. Aber ob es jemals dazu kommen wird, ist fraglich.

Das Prinzip „Aug’ umd Auge“ habe ich ebenfalls überhaupt nicht gemeint, sondern eher eine erzieherische Maßnahme, weshalb ich auch vor das Substantiv „Bestrafung“ das Adjektiv „gerecht“ gesetzt habe. Offenbar hat auch das Prinzip „Aug’ umd Auge“ stets nur im Sinn, wer von vornherein moralisch deutet oder, was häufig damit einhergeht, von Vorurteilen nicht abrücken will.

Es lohnt sich immer nachzufragen, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat, denn so lassen sich Mißverständnisse vermeiden.

In diesem Sinne: Ihr Küchenzaubermeister

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Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

admin @, Freitag, 03. Februar 2012, 21:07 (vor 2115 Tagen) @ Küchenzaubermeister

die eine Nation hat wegen der anderen Nationen gar nicht mehr die Möglichkeit - also auch dann nicht, wenn sie es wollte -, anders zu handeln, weil sie selbst dann, wenn sie es täte, sofort von den anderen Nationen abgestraft und zum weitern Mitmachen, wahrscheinlich sagar in einem viel höheren, strengeren Maße, gezwungen würde. Das zeigt doch gerade die Entwicklung seit 1945 auf ganz deutliche Art und Weise! Deutlicher geht es doch gar nicht!

Darüber war und bin ich mir nicht im Klaren. Aber das kann an meinen fehlenden historischen Kenntnissen liegen. Meine diesbezüglichen Kenntnisse sind wirklich nicht besonders.

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Ich habe nämlich gar nicht davon gesprochen, ob in dem Video zynische Japaner zu sehen und zu hören waren, sondern von dem Zynismus, der uns Weiße (ergo: nur uns Weiße!) betrifft! Das war doch aber eigentlich auch nicht falsch zu verstehen![/b]

Ich habe die Japaner nicht als zynisch empfunden, sondern meinte Sie so verstanden zu haben, daß Sie die Verlinkung des Videos als den zynischen Akt eines Weißen gegen seine Artgenossen sehen.

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Es lohnt sich immer nachzufragen, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat, denn so lassen sich Mißverständnisse vermeiden.[/b]

Dazu muß man erst einmal wissen, daß man etwas nicht richtig verstanden hat.

Aber es reicht ja, wenn das dann hinterher geklärt wird.

Gruß,
admin

Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 23:18 (vor 2115 Tagen) @ admin
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 23:42

Ja,

die eine Nation hat wegen der anderen Nationen gar nicht mehr die Möglichkeit - also auch dann nicht, wenn sie es wollte -, anders zu handeln, weil sie selbst dann, wenn sie es täte, sofort von den anderen Nationen abgestraft und zum weitern Mitmachen, wahrscheinlich sagar in einem viel höheren, strengeren Maße, gezwungen würde. Das zeigt doch gerade die Entwicklung seit 1945 auf ganz deutliche Art und Weise! Deutlicher geht es doch gar nicht!


Darüber war und bin ich mir nicht im Klaren. Aber das kann an meinen fehlenden historischen Kenntnissen liegen. Meine diesbezüglichen Kenntnisse sind wirklich nicht besonders.

Nicht so bescheiden! Außerdem geht die erwähnte Tatsache nicht nur aus der Geschichte hervor, sondern ist, wie ich schon angedeutet habe, auch in der Soziologie als „Gruppendynamik“ bekannt.


Ich habe die Japaner nicht als zynisch empfunden, sondern meinte Sie so verstanden zu haben, daß Sie die Verlinkung des Videos als den zynischen Akt eines Weißen gegen seine Artgenossen sehen.

Nein! Um Gottes Willen! Da kann man aber wieder einmal sehen, wie schnell Mißverständnisse sind - manchmal hat man den Eindruck, sie könnten schneller als das Licht sein.

Ich meinte nur den Zynismus der Weißen (also: nur der Weißen!), und zwar insbesondere insofern, als es aus ihm dann überhaupt keinen anderen Ausweg mehr gibt, wenn man auf den anfangs gesetzten Zynismus immer nur mit Gegen-Zynismus kontert. Unsere (unsere!) Herrscher sind Zyniker, was sie auch sonst noch alles sind, und Herrscher als Zyniker sind Nihilisten. Sie kümmern sich nicht nur nicht um ihre Beherrschten, sondern wollen sie sogar vernichten - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Ihre Scheinargumente, die sie benutzen, um möglichst effektiv und legitimiert gegen uns vorzugehen, kreisen immer wieder um solche Schuldzuweisungen, die in der Sache sie selbst betreffen, aber so umformuliert werden, daß sie uns betroffen machen sollen. Warum z.B. impfen sie junge Menschen mit Schuldgefühlen? Und weil nicht wenige junge Menschen sie nicht verinnerlichen, bieten sie ihnen die nächste Lüge an: diese Schuldgefühle müßten sie ja auch gar nicht ihretwegen haben, sondern wegen ihrer Vorfahren oder wegen ihrer weißen Mitbürger, die den Globus, die Frauen, die Nichtweißen, die Tiere und die Pflanzen „ausbeuteten“. Das ist natürlich alles gelogen, aber trotzdem erreichen sie damit das von ihnen erwünschte Verhalten bei vielen Jugendlichen (um bei diesem Beispiel zu bleiben, aber andere Beispiele nicht unerwähnt zu lassen: Frauen, Nichtweiße, Behinderte, Arme, Sich-für-arm-Haltende u.ä.) auch oder sogar erst recht dann, wenn diese sich dabei eher in Opposition zu ihren Herrschern wähnen, weil sie den Trick nämlich gar nicht bemerken. Diese Mechanismen ließen sich auch schon sehr gut bei den „68ern“ beobachten. Wer die Tricks der Herrschenden aber doch bemerkt, ist entweder in der Minderheit oder schon zu alt, um noch Bedeutendes ändern zu können. Was da für viele an Opposition bleibt, ist eine Spiegeleung der Machtverhältnisse, die sich zumeist eben mit viel Zynismus äußert, und weil dieser eine Reaktion auf den Zynismus der Herrschenden ist, bleibt er fast immer nichts als reiner Gegen-Zynismus, bewirkt also nichts. Nichts! Nihil! Sie unterstützen damit also den Nihilismus sogar noch, bemerken es aber meistens nicht. Das führt also zu nichts. Nichts! Nihil!

Gruß!

Kzm.

Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Herr Schütze, Sonntag, 05. Februar 2012, 00:49 (vor 2114 Tagen) @ Küchenzaubermeister
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 05. Februar 2012, 02:39

Hallo, Leute!

Ich glaube, daß ich den Herrn Küchenzaubermeister (**|**|**|**|**|**) richtig verstanden habe, wenn ich sage: er will ledigich zum Ausdruck bringen, daß es zwar folgerichtig ist, wenn Nationen sich auch beim Untergang national verhalten (also: jede nur auf ihren eigenen Untergang schaut), daß sie sich aber nicht notwendigerweise national verhalten müssen, weil durch das Nationalverhalten beim Untergang der Untergangsprozeß sogar noch beschleunigt wird. Mit ihrem nationalen Verhalten, das einst den Abendländern soviel Macht gebracht hat, tun also die Abendländer zwar weiterhin das, was sie am besten können, aber klüger wäre es, sie täten es nicht mehr. Diejenigen, die davon profitieren (vgl. Küchenzaubermeister, Cui bono?, 01.02.2012, 22:52 **), haben also ein Interesse daran, daß die Abendländer sich einerseits vehement gegen ihren Nationalismus wenden und dies aber andererseits auf nationalistische Weise tun. Die Strategie, die dahintersteckt, ist folgende: damit sie leichter zu kontrollieren sind, sollen sie sich bloß nicht als eine Schicksalsgemeinschaft verstehen und sich lieber allein hassen und vernichten. Daher: „jede Nation für sich“ (Küchenzaubermeister, Selbst beim Suizid sollen wir noch Nationalisten sein ..., 03.02.2012, 12:18 **). Und - siehe da: genauso verhalten sich die Abendländer auch!

„Man muß die nationalen, europäischen Identitäten vereinigen, sie als einander ergänzend betrachten und sie nicht gegenüberstellen.“ (Guillaume Faye, Die neuen ideologischen Herausforderungen, in: Pierre Krebs [Hrsg.], Mut zur Identität, 1988, S, 214 **).

Vielleicht können die Abendländer aber auch nicht anders, als immer nur das zu tun, wozu sie von Anfang an bestimmt waren. (Vgl. die Kulturtheorien von Oswald Spengler und Hubert Brune (**|**|**|**|**|**). Doch dann werden sie eh bald so gut wie verloren sein, denn: ihre Zeit wird, wenn sie so weitermachen, bald abgelaufen sein. Wenn sie jedoch nur noch die Möglichkeit haben, ihren eigenen Untergang zu gestalten, bevor sie ganz verschwunden sein werden, wieso gestalten sie ihn dann nicht mit mehr Klugheit? Diese Möglichkeit sollte doch - bitte - nicht etwa darin bestehen, daß der Untergang sogar noch von den Abendländern selbst beschleunigt wird! Oder etwa doch?

Ich hätte es auch lieber, wenn die abendländische Kultur nicht untergehen würde - allein schon deshalb, weil keine andere Kultur soviel Großartiges geleistet hat wie sie - vor allem in Wissenschaft, Technik, Kunst (hier besonders: Musik und Architektur)! Doch was kann ich allein gegen diesen Untergang unternehmen?

Die apollinische Antike hat es immerhin geschafft, ihren Untergang hinauszuschieben und - vor allem - ihren Kulturangehörigen das Gefühl zu geben, daß es sich für sie lohnte und mit Stolz (!) erfüllte, wenn sie dazugehören durften - das war nach meiner Interpretation die wirklich größte Leistung des Römischen Reiches. Warum schafft es das faustische Abendland nicht, seinen Kulturangehöriegen einen Stolz zu geben?

Die Hauptverantwortlichen für den Untergang einer Kultur sind Angehörige dieser Kultur! Das beurteilt ja auch Herr Lentze ähnlich. Die Mitläufer machen das, was die Hauptverantwortlichen von ihnen erwarten; die meisten machen sich dadurch zu Mittätern - vergessen wir nicht, daß dieser Untergangsprozeß von einem Ethnozid begleitet wird! Das beurteilt ja auch Herr Küchenzaubermeister ähnlich (**|**|**|**|**|**).

Zur 1. Abbildung (v.l.):
[image][image]
1) 6,1% zahlen 70% der Steuern;
2) 24,4% zahlen 30% der Steuern;
3) 19,5% sind von Steuern befreit;
4) 50% sind zu 100% Sozialfälle.

1+ 2) 30,5% Steueraktive;
3 + 4) 69,5% Steuerneutrale, - passive.

Zur 2. Abbildung (v.l.):

1) 70% der Steuern von 6,1% bezahlt;
2) 30% der Steuern von 24,4% bezahlt.

1+ 2) 100% der Steuern von 30,5% bezahlt.


Wenn wir nur eine einfache Rechnung aufmachen, sehen wir, daß die Prozentzahl derer, die noch Leistungsträger sind, immer kleiner wird. Gegenwärtig liegt er noch bei 30,5% (siehe Text neben den Abbildungen), während bereits 50% zu den Sozialfällen zählen, also dafür sorgen, daß der „Sozialismus siegen wird“ (also: der Untergang; Herr Lentze würde jetzt sagen: der „Antichrist“), weil diese Prozentzahl rapide zunehmen wird, wenn der Westen so weitermacht. Wenn man die 1% ausmachenden Hauptverantwortlichen dazurechnet - und das muß man deswegen, weil sie es ja sind, die die Leistungsträger ausbeuten (im Namen der Sozialfälle - wie zynisch!) -, sind es 51% von 101%, also 50,5% und damit nach den Spielregeln der Demokratie, die es ja bei uns nicht (mehr) gibt, die Mehrheit! Die mittlerweile zur Minderheit gewordenen Leistungsträger haben überhaupt keine Lobby; sie werden von niemanden vertreten; deshalb werden sie so sehr ausgebeutet und so sehr diffamiert, ja diskrimiert; sie sind die wirklich Diskriminierten - sonst niemand!

Es gibt - wenn man von metaphysischen Aspekten absieht - meiner Ansicht nach vier wesentliche Bereiche, die über Mittel verfügen, mit denen man den Untergang des Abendlandes verhindern oder doch zumindest hinauszögern kann:

1.) Demographie-Bereich: Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabnahme;

2.) Ökonomie-Bereich: Loslösung vom „Money-Trust“ („Dollar-Imperium“);

3.) Politik-Bereich: (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger;

4.) Psychopolitik-Bereich: (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes.

Der unter 1.) angeführte Bereich führt uns zu einer Sozialismus-Variante, die sich „Feminismus“ nennt und verhindert, daß es zu einer Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabanahme kommt oder - in absehbarer Zeit - kommen wird. Dieses Thema ist auch der Grund dafür, daß ich in diesem „Reserveforum“ (wieso heißt das eigentlich so, Herr Lentze?) kommentiere. Im unter 2.) angeführten Bereich könnte es tatsächlich bald zu einer Loslösung vom „Money-Trust“ kommen, doch die Betonung liegt leider auf dem Hilfsverb „könnte“, weil die Globalisten alles daransetzen werden, um das zu verhindern - und sei es durch einen Krieg gegen China oder wieder einmal gegen die ganze Welt! Von den unter 1.) und 2.) angeführten Bereichen wird es auch abhängen, ob der unter 3.) angeführte Bereich eine (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger zulassen wird oder nicht. Das gilt ebenfalls für die (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes im unter4.) angeführten Bereich.

Viele vergessen immer wieder, daß es die Leistungsträger sind, denen sowohl die Unter- als auch die Oberschicht die Umverteilung zu verdanken haben. Statt die Leistungsträger zu fördern und/oder sich wenigstens bei ihnen zu bedanken, werden sie von den wahren Verbrechern zu „Verbrechern“ abgestempelt.

Um den Bogen zu den Thesen des Herrn Küchenzaubermeister (**|**|**|**|**|**) hinzubekommen, bleibt festzuhalten, daß es wirklich keinen Sinn mehr hat, mit nationalen Alleingängen den Untergang des Abendlandes aufhalten zu wollen, sondern daß die Abendländer trotz Beibehaltung ihrer nationalen Gefühle die Notwendigkeit erkennen, daß sie nur als Gemeinschaft ihren Untergang gestalten oder hinauszögern oder gar verhindern können, und entsprechend dieser Erkenntnis konsequent handeln.


Viele Grüße

Herr Schütze

Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Küchenzaubermeister, Sonntag, 05. Februar 2012, 10:37 (vor 2114 Tagen) @ Herr Schütze

Ja, Herr Schütze, Sie haben es erfaßt und wieder einmal ins Schwarze getroffen!

Allerdings habe ich nicht von den Abendländern, sondern von den Weißen gesprochen. Aber das ist nur für Kulturwisenschaftler und -philosophen wichtig. Rund 80% der Weißen sind Abendländer. Ich habe mich auf die weiße Rasse, also auf ihre 100% bezogen. Sie, Herr Schütze, haben sich auf die abendländische Kultur, also auf die 80% der weißen Rasse bezogen.

Russen, Weißrussen, Ukrainer, Rumänen, Bulgaren, Serben, Bosnier, Mazedonier, Albaner und Griechen gehören nicht zu den Abendländern. In der Karte, die Sie hier ins Forum gestellt haben, ist ja auch gut zu erkennen, wo genau die Grenze verläuft. Wenn ich mich nicht irre, ist diese Grenze auch gleichzeitig die Grenze zwischen dem Katholizismus/Protestantismus einerseits und dem Ortdoxentum andererseits.

Nun, gut!

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Griechenland gehört nicht zum Abendland !?

admin @, Sonntag, 05. Februar 2012, 15:25 (vor 2114 Tagen) @ Küchenzaubermeister

Russen, Weißrussen, Ukrainer, Rumänen, Bulgaren, Serben, Bosnier, Mazedonier, Albaner und Griechen gehören nicht zu den Abendländern. In der Karte, die Sie hier ins Forum gestellt haben, ist ja auch gut zu erkennen, wo genau die Grenze verläuft. Wenn ich mich nicht irre, ist diese Grenze auch gleichzeitig die Grenze zwischen dem Katholizismus/Protestantismus einerseits und dem Ortdoxentum andererseits.

Das ist, aus meiner Sicht, eine seltsame Anschauung!

Warum haben die Griechen ihre Perserkriege geführt? Weil sie das Abendland zu verteidigen hatten (Demokratie gegen Gottkönigtum).

Natürlich gehört auch Rußland zum Abendland. Für die ehemalige Sowjetunion sieht die Sache teilweise anders aus. Dort gab es zweifellos rein asiatische Völker. Das ist wohl auch der Grund, warum dieses imperiale Gebilde keinen langen Bestand hatte.

Das orthodoxe Christentum hat zwar orientalische Züge, insofern an Jesus Christus mehr der Christus als der Jesus, also mehr der kosmische Aspekt gesehen wird, weshalb dort auch das Osterfest eine größere Rolle spielt als das Weihnachtsfest. Denn zu Weihnachten fand die irdische Inkarnation statt; zu Ostern die Exkarnation in den "Wolken", also in den Erdenumkreis. - Ganz im Westen (VSA) wird dann das Weihnachtsfest völlig überbetont und kommerzialisiert.

Also wie gesagt, das Abendland beginnt mit Griechenland. Dazu gehörte früher auch Kleinasien.

Gruß
admin

Nachhilfeunterricht - insbesondere in Kulturgeschichte..

Intensivlehrer, Montag, 06. Februar 2012, 13:41 (vor 2113 Tagen) @ admin
bearbeitet von Intensivlehrer, Montag, 06. Februar 2012, 14:58

Lieber Herr Lentze!

[image]Dann müssen Sie aber noch viel lernen! Und ich bedanke mich schon jetzt dafür, daß ich Ihr Nachhilfelehrer sein und die Vorarbeit zum Stopfen Ihrer Bildungslücke leisten darf!

Wenn Sie bislang geglaubt haben, das orthodoxe Christentum gehöre zum Abendland, dann haben Sie nämlich sogar eine sehr große Bildungslücke, lieber Herr Lentze!

Das orthodoxe Christentum gehört zum Morgenland!

Eine „Faustregel“ besagt, daß das Abendland dort ist, wo sich das katholische (später dazu noch: protestantische) Christentum durchgesetzt hat.

Haben Sie schon einmal etwas vom „Morgenländischen Schisma“, das auch„Griechisches Schisma“ oder „Großes Schisma“ heißt, gehört?

Warum wohl heißt das „Morgenländische Schisma“ auch das „Griechische Schisma“?

„Googeln“ sie einfach einmal das Wort „Schisma“, um mir sehr viel Arbeit zu ersparen!

In der Karte, die von Herrn Schütze ins Forum gestellt worden ist, ist die Grenze ja zu erkennen. *

Nur den heutigen Ideologen des Estabishments nach dem Mund zu reden und deren Ideologie zu übernehmen, bedeutet nicht die plötzliche Verwandlung einiger Teile des Morgenlandes zu Teilen des Abendlandes. Einen sehr großen Fehler begehen auch diejenigen Menschen, die Europa mit dem Abendland verwechseln. Europa ist - vom wissenschaftlichen Standpunkt her betrachtet - nichts!

–  Nachhilfekurse  –

1.) Geologie: Europa ist kein Kontinent, sondern ein Teil des Kontinents Eurasien.

2.) Geographie: Europa ist kein Kontinent, sondern ein Teil des Kontinents Eurasien.

3.) Geschichte: Europa ist als ein Wesen aus der Mythologie eine Erfindung der antiken Kultur.

4.) Kultur: Europa ist nicht dasselbe wie Abendland.

5.) Kultur/Religion: Abendländer sind Katholiken und Protestanten.

6.) Kultur/Religionen: Morgenländer sind Moslems, Juden, orthodoxe Christen u.a..

Hieran kann niemand etwas ändern - auch Sie nicht, Herr Lentze! Die Geologie ist eine naturwissenschftliche Disziplin; die Geographie hat immerhin ein naturwissenschaftliches Fundament; die Geschichte ist zwar interpretierbar, aber in nicht wenigen Dingen - und insbesondere dann, wenn man naturwisenschaftliche Erkenntnisse auf sie anwenden kann - schlicht unwiderlegbar; für die Kultur, zumal sie geschichtlich gewachsen ist, gilt ähnliches wie für die Geschichte; die Religionen sind wegen Ihrer Einbettung in Kulturgeschichte in der Zuordnung ihrer Gemeinschaften zu Kultur(kreis)en ebenfalls ziemlich eindeutig bestimmbar.

-

Damit Sie nicht gleich den nächsten Deutungsfehler machen:

Bitte nicht die antiken Griechen (Homer, Heraklit, Platon und Co.) mit den christlich-orthodoxen (byzantinischen) Griechen verwechseln, denn: Kultur(kreis)geschichtlich gehören sie nicht zusammen - wohl biogenetisch, aber eben nicht kulturgeschichtlich. Die antiken Griechen gehören zur apollinischen Kultur (Antike) und die christlich-orthodoxen Byzantiner zur magischen Kultur (Morgenland). Es sind zwei verschiedene Kulturen!

-

Es mußten erst so „moderne“ Spinner aus dem Abendland kommen, die behaupteten, Europa sei ein Kontinent oder ein Synonym für das Abendland oder - noch wahnsinniger - eine wirtschaftliche, wirtschaftpolitische oder gar politische „Einheit“. Das sind doch alles Lügen und Irreführungen, die denen dienen, die die Macht anstreben oder schon haben und ausbauen, verstärken möchten.

Lassen Sie sich nicht belügen und irreführen!

Viele Grüße!

Ihr Intensivlehrer

* Danke, Herr Schütze, für die Karte, und, weil Sie diese ja ebenfalls nur entliehen haben, geht mein Dank auch an Hubert Brune ( http://www.Hubert-Brune.de/huntington.html#zur_abbildung_8 ) !

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Nachhilfeunterricht - insbesondere in Kulturgeschichte..

admin @, Montag, 06. Februar 2012, 15:00 (vor 2113 Tagen) @ Intensivlehrer

Lieber Herr Lentze!

Lieber Herr Intensivlehrer!

Sie sind ja lustig! Sie dekretieren hier mancherlei, was mir aber gar nicht einleuchten will. Gut, das tue ich in der Regel auch. Ich weiß, daß viele meiner Behauptungen jeglicher Begründung entbehren, sofern man sie in den Artikeln sucht, die ich selber schreibe. Aber wer nachfragt, bekommt Antworten. Oft muß ich dazu selber erst viel nachdenken. Manchmal werde ich auch korrigiert. Auf jeden Fall warte ich lieber auf Fragen, als daß ich mir vorweg viel Mühe mache, die mangels thematischem Interesse vielleicht doch vergebens wäre.

Sehe ich in der Wikipedia unter "Morgenland", so beginnt dies ab der Türkei und fällt mit dem heute sogenannten "Nahen Osten" zusammen. Griechenland gehört jedenfalls nicht dazu. - Unter dem Stichwort "Abendland" wird dieses auf Mittel- und Westeuropa eingegrenzt. Das ist also etwas widersprüchlich. (Und natürlich: die Wikipedia darf ohnehin nicht als maßgebend verstanden werden.)

Was das Morgenländische Schisma (ich habe ebenfalls nachgeschaut) in dieser Frage zur Klärung beitragen soll, weiß ich nicht. Die Begriffe sind eben, wie gesagt, nicht eindeutig.

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Europa ist - vom wissenschaftlichen Standpunkt her betrachtet - nichts!

Dazu möchte ich sagen, daß ich 2007 ein Semester Geografie studiert habe. Das ist nicht viel, aber Grundlegendes konnte man schon mitbekommen. Natürlich ist Europa "etwas".

Europa ist Teil der eurasischen Kontinentalscholle, insofern, d.h. im Sinne der physischen Geografie, ein Subkontinent. Kulturell-historisch, und auch im Sinne der Humangeografie, ist es aber durchaus ein eigener Kontinent. Indirekt gilt das also auch für die Fauna und Flora.

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Europa ist als ein Wesen aus der Mythologie eine Erfindung der antiken Kultur.

Mag sein. (Ich würde hier nicht von "Erfindung", sondern von einer schöpferischen Erkenntnis sprechen.) Auf keinen Fall wird es dadurch aus der Welt geschafft.

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Morgenländer sind Moslems, Juden, orthodoxe Christen u.a..

Da kann ich nur bedingt zustimmen. Was haben orthodoxe Christen mit Juden und Muslimen zu tun? Letztere beide haben - grob gesagt - einen gemeinsamen völkischen Ursprung, nämlich den semitischen. Dagegen haben die orthodoxen Christen, zumindest die russischen, nicht nur eine andere völkische Grundlage, sondern - vor Allem - eine völlig andere Mentalität.

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Ich will damit nicht ausschließen, daß Sie in Allem recht haben und ich in Allem falsch liege. Es könnte aber auch umgekehrt sein. Um das zu klären, müßten Sie einmal überzeugende Gründe vortragen. Bisher haben Sie ja nur behauptet. Ich sehe mich zunächst nicht in der Begründungspflicht, weil meine Anschauungen ja mit den herrschenden Meinungen (der anthroposophischen eingeschlossen) übereinstimmen, im Großen und Ganzen jedenfalls.

Gruß
admin

Nachhilfeunterricht.

Intensivlehrer, Montag, 06. Februar 2012, 15:44 (vor 2113 Tagen) @ admin
bearbeitet von Intensivlehrer, Montag, 06. Februar 2012, 17:38

Lieber Herr Lentze, ja, lustig bin ich. Aber lustig war mein letzter Text nicht gemeint.

Wenn Sie schreiben, Europa sei ein „Teil der eurasischen Kontinentalscholle“, dann bestätigen Sie das von mir Gesagte doch nur. Verstehen Sie das nicht?

Ich habe doch lediglich gesagt: Europa ist KEIN Kontinent, und - so gesehen - ist aus Sicht der Wissenschaft Europa eher ein NICHTS. So war das von mir gemeint. Gut, das war auch mit einem Hieb auf den Mainstream gesagt. Aber es stimmt trotzdem in der Sache. Europa ist ein Begriff der altgriechischen Mythologie. Alles andere, was dazukommt - auch das, was sie dazu geschrieben haben - ist dazugedichtet.

Keiner der damaligen Zeitgenossen hätte es auch nur ansatzweise in Frage gestellt, daß das orthodoxe Christentum zum Morgenland gehört. Das „Morgenländische Schisma“ von 1054 trennte das Abendland (das katholische Christentum) endgültig vom Morgenland (das orthodoxe Christentum) - endgültig (!), das bedeutet eben u.a.: sie waren auch schon vorher getrennt!

Herr Lentze, Sie sind vom Mainstream beeinflußt, ohne es zu wissen! Glauben Sie mir!

Ich habe auch Geographie studiert und auch Geschichte und Sprachwissenschaft, um hier einmal die für dieses Thema wichtigsten Disziplinen zu nennen.

[image]Wenn auch Sie wirklich Geographie studiert haben, dann frage ich mich, wieso Ihnen nicht klar ist, daß aus Sicht der Geologie - und die ist nunmal sehr bestimmend für die Geographie - ein Kontinent nicht zuallererst (bitte richtig lesen: nicht zuallererst!) von Flora und Fauna, schon gar nicht von „Humanem“ oder Kulturhistorischem“ her definiert wird. Die Kontinente werden zuallererst bestimmt von den Kontinentalplatten. Es gibt aber KEINE „europäische“ Kontinentalplatte, wohl aber eine eurasische. Es gibt sogar eine karibische Kontinentalplatte (so klein, ja!), aber eben KEINE europäische (siehe: Karte)!

Und was das Kulturelle angeht und die Grenzen des Abendlandes gegenüber dem Morgenland, so lasse ich einen „neutralen“ - zumindest von seinem Wohnort her (Nordamerika) - Wissenschaftler für mich sprechen:

[image]„Europas Grenzen im Norden, Westen und Süden werden durch große Gewässer gezogen, von denen das südliche klar unterscheidbare Kulturen trennt. Aber wo endet Europa im Osten? Wer soll als Europäer und damit als potentielles Mitglied der Europäischen Union, der NATO und vergleichbarer Organisationen gelten? Die zwingendtse und gründlichste Antwort auf diese Fragen liefert die große historische Scheidelinie, die ... westlich-christliche von muslimischen und orthodoxen Völkern trennt. Diese Linie geht auf die Teilung des Römischen Reiches im 4. Jahrhundert und auf die Errichtung des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation; I) im 10. Jahrhundert (durch die deutschen Sachsen-Kaise; I.) zurück. Ihren gegenwärtigen Verlauf nimmt sie ... im Norden ... entlang der heutigen Grennze zwischen Finnland und Rußland und den baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen) und Rußland, durch das westliche Weißrußland, durch die Ukraine, wo sie den unierten Westen vom orthodoxen Osten trennt, durch Rumänien zwischen Transsylvanien mit seiner katholisch-ungarischen Bevölkerung und dem Rest des Landes, und durch das frühere Jugoslawien entlang der Grenze, die Slowenien und Kroatien von den anderen Republiken trennt. Auf dem Balkan fällt die Linie natürlich mit der historischen Grenze zwischen dem österreichisch-ungarischen und dem osmanischen Reich zusammen. Diese Linie ist die kulturelle Grenze (!!! I.) Europas, und in der Welt nach dem Kalten Krieg ist sie auch die politische und wirtschaftliche Grenze Europas und des Westens. Ein kultureller Ansatz liefert eine klare und eindeutige Antwort auf die Frage, die Westeuropäer bewegt: Wo hört Europa auf? Es hört dort auf, wo das westliche Christentum aufhört und Orthodoxie und Islam beginnen. Das ist die Antwort, die Westeuropäer hören wollen, die sie mehrheitlich, wenngleich sotto voce bestätigen und die von verschiedenen führenden Intellektuellen und Politikern ausdrücklich bekräftigt wird. Wie Michael Howard ausführt, ist es unerläßlich, die in den Sowjetjahren verwischte Unterscheidung zwischen Mitteleuropa und dem eigentlichen Osteuropa zu berücksichtigen. Mitteleuropa umfaßt »die Länder, die einst Teil des christlichen Abendlandes waren; die alten Länder des Habsburgerreiches, Österreich, Ungarn und die Tschechoslowakei, dazu Polen und die östlichen Grenzmarken Deutschlands. Die Bezeichnung ›Osteuropa‹ sollte jenen Regionen vorbehalten bleiben, die sich unter der Ägide der orthodoxen Kirche entwickelten: die Schwarzmeer-Gemeinschaften Bulgarien und Rumänien, die erst im 19. Jahrhundert aus osmanischer Herrschaft entlassen wurden, und die ›europäischen‹ Teile der Sowjetunion.« Die erste Aufgabe Westeuropas muß es nach Howard sein, »die Völker Mitteleuropas wieder in unsere kulturelle und wirtschaftliche Gemeinschaft zu integrieren, in die sie von Rechts wegen gehören ...«. Eine »neue Bruchlinie« sieht zwei Jahre später Pierre Bahar entstehen, »eine im wesentlichen kulturelle Scheidelinie zwischen einem Europa, das vom westlichen Christentum (römisch-katholisch oder protestantisch) geprägt ist, auf der einen Seite, und einem Europa, das vom Ostchristentum und islamischen Traditionen geprägt ist, auf der anderen Seite.« Ähnlich erblickt ein prominenter Finne die entscheidende Teilung in Europa ... in der »alten kulturellen Bruchlinie zwischen Osten und Westen«, die »die Länder des einstigen östereichisch-ungarischen Reiches sowie Polen und die baltischen Staaten« in das Europa des Westens einbezieht und die anderen osteuropäischen und Balkan-Länder ausschließt. Dies sei, pflichtet ein prominenter Engländer bei, »die große religiöde Scheidelinie ... zwischen der Ost- und der Westkirche; grob gesagt, zwischen den Völkern, die ihr Christentum direkt von Rom oder durch keltische oder germanische Mittler empfingen, und den Völkern im Osten und Südosten, zu denen es über Konstantinopel (Byzanz) kam. (hier folgen Quellenangaben *: Max Jakobson, Michael Howard, Pierre Bahar, Max Beloff [siehe Textende *]; I. ).“ (Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen, 1993-1996, S. 250-254).“

Das ist die Sicht eines Menschen, der, obwohl auch er dem Mainstream der Macht folgt und obendrein aus den USA kommt, der noch die - früher fast allen geläufige -Unterscheidung von Morgen- und Abendland kennt. Ähnlich wie Huntington sehen das übrigens auch heute noch viele andere Wissenschaftler (Huntington nennt ja auch einige). Die von Herrn Schütze ins Forum gestellte Karte stammt von Hubert Brune, der auf eben folgende Quelle verweist: Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen, 1993-1996, S. 253.

Huntington spricht zwar auch häufig von „Europa“, aber er meint das Abendland (den „Westen“). Doch das ist für unser Thema auch überhaupt nicht entscheidend, weil es uns ja um die Grenzen zwischen Morgen- und Abendland geht - und die sieht Huntington genauso wie ich, d.h.: im Sinne der Überlieferung durch die Tradition.

Überzeugt Sie das immer noch nicht?

Oder wollen Sie das aus christlichen bzw. antroposophisch-christlichen Gründen nicht wahrhaben?

-

Freundliche Grüße!

Ihr Intensivlehrer

-

* Quellenangaben hierzu von S. P. Huntington:

Michael Howard, Lessons of the Cold War, in: Survival 36, 1994, S. 102f.; Pierre Bahar, Central Europe: The New Lines of Fracture, in: Géopolitique, 1992, S. 42; Max Jakobson, Collective Security in Europe Today, in: Washington Quarterly 18, 1995, S. 69; Max Beloff, Fault Lines and Steeples: The Divided Loyalties of Europe, in: National Interest 23, 1991, S. 78.“ (Ebd., S. 559).

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Nachhilfeunterricht.

admin @, Montag, 06. Februar 2012, 21:47 (vor 2112 Tagen) @ Intensivlehrer

Guten Abend Herr Intensivlehrer!

Ich kenne die Unterscheidung {Abendland - Morgenland} vor Allem in Zusammenhang mit dem Kampf des Thomas von Aquin gegen die arabische Philosophie; letztere ingestalt des Averroes (Ibn Roshd) und einiger europäischer Philosophen wie Siger von Brabant. (Es gibt ein Bild von Andrea Bonaiuto, darstellend den Thomas thronend über den gestürzten Averroes; dieses Bild wird bei Google jetzt nur noch im Ausschnitt gezeigt.) Ebenso spielt dieser Kulturkampf eine Rolle in der Pazifal-Dichtung u.a. des Wolfram von Eschenbach.

Es heißt - und so stellt es auch R.Steiner dar -, daß das Abendland ab dem 7. Jahrhundert ernsthaft infrage gestellt wurde durch den Arabismus; also nicht nur militärisch durch islamische Heere, die bekanntlich nicht nur aus Semiten bestanden, sondern durch die arabisch-semitische Hochkultur. Zudem haben viele der damals führenden Araber sich als Europäer wiederverkörpert und sind als materialische Naturforscher und Philosophen hervorgetreten. Auch Woodrow Wilson war ein früherer Araber.

Das Neue Testament wurde zuerst in Griechisch geschrieben. Einige der Apostel waren Griechen. - Rußland ist eindeutig christlich und europäisch geprägt. Das Ostchristentum ist immer noch Christentum. Es steht dem Islam keineswegs näher als etwa der Katholizismus.

Es mag wirtschaftliche bzw. politische Gründe haben, daß Griechenland heute zu Europa in einem Gegensatz gesehen wird, so wie Rußland (einschl. Mittel- und Ostdeutschland) zur Zeit des Kalten Krieges. Beide Länder gehören aber zwingend zu Europa.

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Was Europa betrifft, so orientiere ich mich u.a. an dem mir vorliegenden vierbändigen Werk von Herbert Hahn, Titel: Vom Genius Europas. Der Autor stellt klar, daß Europa den kulturtragenden Kontinent schlechthin darstellt, wobei alle seine Länder in strengem, d.h. organischem Zusammenhang gesehen werden müssen. Nähme man z.B. Rußland heraus, so würde Europa als organische Einheit auseinanderfallen, weil der portugiesischen Kultur dann der Gegenpol fehlen würde. Das gilt für alle europäischen Länder.

Den Einwand, daß Europa deshalb kein Kontinent sein könne, weil es keine eigenständige Kontinentalplatte bilde, weise ich zurück. Das wäre so, wie zu behaupten, daß ein hier gebürtiger Neger kein Deutscher sein könne. Er kann es, wenn er perfekt deutsch spricht, unsere Geschichte gut kennt und sich zum Deutschtum glaubwürdig bekennt. Das wäre freilich eine Ausnahme, aber es ist ja möglich, daß er schon vorher einmal - und zwar als Weißer - hier verkörpert war und entsprechend geprägt wurde. - Umgekehrt darf man sich fragen, wie man einen hier lebenden Wilden deutscher Abstammung, der keinen deutschen Satz zusammenkriegt, jedoch die Amis bejubelt, als Deutschen bezeichnen soll. Oder einen antideutschen Intellektuellen. Die sind hier möglicherweise fehl-inkarniert.

Der Einwand, daß Europa eine Erfindung der griechischen Mythologie sei, kommt aus der genau entgegengesetzten Ecke, wird hier aber wohl der Verstärkung halber hinzugenommen.

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Insgesamt bin ich erstaunt über Ihren Eifer, mit dem Sie auf Ihrer Position beharren. Vielleicht hängt das damit zusammen, daß Sie Spenglerianer sind und die Europa-Leugung für Sie insofern identitätsstiftend wirkt.

Dagegen ist die Gefahr, "Steinerianer" zu werden, sehr viel geringer, weil Steiner immer wieder betont hat, daß es auf Bezeichnungen nicht ankommt. So nennt er z.B. den Ätherleib bisweilen Lebensleib oder Bildekräfteleib. Das Einführungsbuch "Theosophie" hat er nach seiner Trennung von der Theosophischen Gesellschaft nicht in "Anthroposophie" umgetitelt, obwohl seine Anthroposophie sich sehr stark unterscheidet von dem, was in in der Indisch-englischen Theosophischen Gesellschaft gelehrt wurde und wird. Es ging ihm um die geistigen Tatsachen selbst, nicht um die Namen. Die Namen können wechseln, die Tatsachen bleiben. Jeder, der sie schaut, erkennt im Wesentlichen Dasselbe.

Damit habe ich immer noch nicht erklärt, worin Europa besteht. Bisher hatte mich die Frage ja auch nicht beschäftigt. Ich kann aber und werde dann wohl auch mal gründlicher nachlesen, wie Europa zu begründen ist. (Dabei denke ich natürlich nicht an die jetzige politische Europa-Ideologie. Aus meiner Sicht darf es einen solchen Superstaat nicht geben.)

Gruß
admin

Nachhilfeunterricht.

ntensivlehrer, Montag, 06. Februar 2012, 23:34 (vor 2112 Tagen) @ admin
bearbeitet von ntensivlehrer, Dienstag, 07. Februar 2012, 01:11

Lieber Herr Lentze!

Sie sprechen lediglich von der Geschichte des Christentums, nicht von der Geschichte der Kulturen - beide sind aber nicht exakt gleichzusetzen. Die Griechen, die Sie meinen, gehören selbstverständlich auch zum Christentum, und zwar vro allem als Vermittler, nämlich (1.) zwischen der antiken Kultur (den Heiden, wenn Sie das lieber lesen wollen) und der magischen Kultur, dem Morgenland, dann (2.) zwischen dem Morgenland und dem Abendland. Die Zeit, über die Sie sprechen, wenn Sie erwähnen, daß das Neue Testament „zuerst in Griechisch geschrieben“ wurde und „einige der Apostel ... Griechen“ waren, betrifft genau diese Zeit, als die Griechen keine apollinischen Antiken mehr waren (siehe 1.), aber auch noch keine echten Morgenländer, die sie dann aber wurden und bereits waren, als sie mit der Missionierung anfingen (siehe 2.). Die Missionierung wiederum hatte einen Wettbewerb zur Folge zwischen den morgenländischen Christen, die die Südslawen und Ostslawen misionierten, und den abendländischen Christen, die auch als Germanen und Romanen (= Ex-Römer + Germanen) zu bezeichnen sind und die die Westslawen missionierten. Diese Einteilung und Abgrenzung besteht bis heute.

Der Wettbewerb zwischen Morgenländern und Abendländern nahm immer groteskere Formen an, führte zu mehreren Schismen. Es gab den Bilderstreit, der 730 begann und sich lange hinzog und mit ein Grund dafür war, daß sich die westliche Kirche von der östlichen abwandte (die Päpste verbündeten sich mit dem Frankenreich, aus dem später Frankreich und Deutschland hervorgingen), d.h. der Bruch zwischen dem Morgenland und dem Abendland vollzog sich eigentlich schon im 8. Jahrhundert und nicht erst im Jahre 1054 mit dem Morgenländischen Schisma, das, wie schon gesagt, auch Griechisches Schisma heißt und die Endgültigkeit dieses Bruchs nur noch bestätigte.

Die Griechen wie auch später die von ihnen missionierten Süd- und Ostslawen hatten mit dem Abendländern seit etwa dem Ende des 8. Jahrhunderts so gut wie nichts mehr zu tun. Man darf die Beurteilung darüber, wer zu welcher Kultur gehört, nicht immer nur im Hinblick auf den Glauben, auf die Religion und auf die Theologie beziehen, die zwar alle wichtig sind, aber nicht ausreichen, um die Entwicklungen der gesamten Kultur, die politischen Entscheidungen, die Kriege, die Wirtschaftbeziehungen und vieles mehr zu erklären. Die Tatsache, daß sich bestimmte Menschengruppen spinnefeind sind und sich bekriegen, spricht weniger dafür, daß sie verschiedenen Kulturen angehören, als viel mehr dafür, daß sie derselben Kultur angehören - und genauso war es auch mit den Zarathustra-Anhängern, den Mazdaisten u.v.a, den Juden, den Arabern (als sie noch keine Moslems waren), den Moslems, den (orthodoxen) Christen. Die magische Kultur ist eine Kultur der Religionen. Wir im Abendland verstehen das nicht, weil wir nur eine Religion und einige Ableitungen daraus (die größte davon ist der Protestantismus) haben, aber wir haben auch die Menschengruppen, die sich spinnefeind sind und sich bekriegen - nur sind das bei uns nicht so sehr religiös motivierte Gruppen, sondern national motivierte. Das Nationale wiederum kennen die Morgenländer nicht (und wenn heute doch halbwegs, dann deswegen, weil wir Abendländer ihnen das beigebracht haben). Die Griechen haben sich erst gegen die Fremdherrschaft durch die Türken gewehrt, nachdem diese schwächer geworden waren und - vor allem - die abendländischen Nationen sie dazu mit eben ihren nationalen Argumenten motiviert hatten (Hölderlin hat sehr viel darüber geschrieben). Erst seitdem wissen auch sie, was eine Nation ist, aber so richtig begriffen haben sie es immer noch nicht, weil sie seelisch eben doch Morgenländer geblieben sind.

Ob eine Religionsgemeinschaft mehr zu dieser oder jener Kultur gehört, erkennt man nicht unbedingt primär an der Religion selbst.

Zum Morgenland gehören nicht nur semitische Völker, sondern auch indogermanische (arische). Ich glaube nicht, daß die Biogenetik besser als die Kulturgeschichte dazu geeignet ist, die Zusammengehörigkeit der Kulturen oder gar Religionen herauszufinden. Wenn es die Biogenetik bzw. die Rassenkunde wäre, dann wären alle Indogermanen (Arier) Heiden geblieben und alle Semiten Moslems geworden. So ist es aber nicht. Viele Religionen sind ja gerade deshalb entstanden, weil in der Nachbarschaft und also oft eben auch in der biogenetischen Verwandtschaft Zwistigkeiten darüber entstanden waren, wer zu welcher Religionsgemeinschaft zu gehören habe. Der Streit, die Kriege, die Politik und vieles andere selber aber können einem sehr wohl zeigen, welche Völker kulturell verwandt sind, also kulturell zusammengehören, gerade weil sie sich ständig bekämpfen, bekiegen und anfeinden.

Ich war schon oft in Griechenland, z.B. im Juli 1982, als dort fast alles noch so billig war wie heute in Papua-Neuguinea, und später, z.B. im November/Dezember 2010 und im September 2011, als fast alles schon genauso teuer war wie in Deutschland. Was ich damit sagen will, ist, daß ich nichts gegen Griechen habe. Eher im Gegenteil! Sonst hätte ich nach der Euro-Einführung meinen Urlaub nicht mehr dort, sondern in Papua-Neuguinea verbracht. Das können Sie mir beruhigt glauben! Es ist sehr teuer geworden in Griechenland. Sehr teuer! Einiges ist sogar teurer als in Deutschland (obwohl auch in Deutschland alles sehr viel teurer geworden ist!), vieles gleich (gleich - ah, Egalitarismus, also Sozialismus) teuer und nur noch sehr wenig billiger. Trotzdem habe ich meinen Urlaub dort verbracht!

Mit freundlichen Grüßen!

Ihr Intensivlehrer

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Nachhilfeunterricht. - Gehören die Roma zu uns?

admin @, Dienstag, 07. Februar 2012, 11:09 (vor 2112 Tagen) @ ntensivlehrer

Lieber Intensivlehrer!

Die Griechen wie auch später die von ihnen missionierten Süd- und Ostslawen hatten mit dem Abendländern seit etwa dem Ende des 8. Jahrhunderts so gut wie nichts mehr zu tun.

Danke für die detaillierte Aufklärung. Ich habe mich mit diesen Fragen bisher nicht näher befaßt. Nun gut, dann akzeptiere ich Ihr Morgenland/Abendland-Verständnis. Es berührt meine zentralen Auffassungen nicht wirklich.

Letztlich geht es uns doch wohl um die Kulturmorphologie bzw. um die Kultur-Epochen. Und da haben wir eben ganz verschiedene Ansätze.

Griechenland und Rom bildeten eine gemeinsame Kultur-Epoche, auch wenn beide in von gegensätzlichem Charakter waren. Diese Epoche ist aber längst vorbei. Als Kulturen sind Griechenland und Italien heute weit zurückgefallen, so wie der Bereich, wo die germanischen Vöker hausten, damals kulturell keine Rolle spielte. Wir leben heute in der Epoche, wo von Mitteleuropa die entscheidenden Impulse auszugehen haben. Geschieht das nicht, so wie es heute leider der Fall ist, dann drohen uns Katastrophen.

Wenn Sie gedanklich nachvollziehen möchten, was ich meine, eigentlich: sehr abstrakt wiedergebe, dann müßten Sie eines der zahlreichen Bücher lesen, die von anthroposophischen Autoren hierzu geschrieben wurden.

Ich sollte mich umgekehrt mit Spengler beschäftigen. Allerdings habe ich das Vorurteil, das er aufgrund seiner geistigen Selbstbeschränkung, die er ja selbst zugibt (er hätte sich anthroposophisch bilden können), trotz weitreichender Kenntnisse des dokumentarisch Verfügbaren nicht zu wirklich tieferen und zukunftsfähigen Einsichten gekommen sein kann. Was nicht dagegen spricht, daß er aufgrund seiner geistreichen Darstellung anregend wirkt.

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Eine Nachbemerkung zur Europa-Frage unter dem geologischen Aspekt.

Im Spiegel-Forum zum Artikel "Roma-Hetze in Tschechien" fragte ein Kommentator:

Rein Interessehalber, wie kommen Sie darauf das Roma eine der ältersten Ethnien Europas sind?

Darauf antwortete ihm ein anderer:

Ersetzen sie einfach den Begriff Europa durch Eurasien und schon wird aus der Aussage ein Schuh.
Völkerwanderungen fanden bereits weit vor dem 14. Jahrhundert statt, ebenso hinterher. Und wenn sie den Begriff Europa geografisch aufhängen wollten, dann ist dieses nunmal nur ein Subkontinent des Kontinents Eurasiens. Alt ist somit relativ, wie bei allen etablierten und nicht etablierten Ethnien auf unserer übrigens runden Wohnkugel.

Gibt Ihnen das zu denken?

Gruß
admin

Nachhilfeunterricht ist bei Thomas R. E. Lentze offenbar zwecklos!

Intensivlehrer, Dienstag, 07. Februar 2012, 11:57 (vor 2112 Tagen) @ admin
bearbeitet von Intensivlehrer, Dienstag, 07. Februar 2012, 12:40

Lieber Herr Lentze!

Wir sollten doch aber bereit sein, die Geologie, die Geographie und auch die Kulturgeschichte, soweit sie einigermaßen wissenschaftlich erklärbar ist, zu trennen von dem, was wir uns wünschen, was unsere Ideale und Ideologien sind. Wir sollten doch bereit sein, das Objektive vom Subjektiven zu trennen - zumindest vorübergehend, denn ich weiß, letztendlcih sollten wir beide wieder zusammenbringen. Aber warum sperren sich so viele Menschen überhaupt dagegen. Diese Trennung hat doch auch viele Vorteile, obschon Trennungen ja im allgemeinen schmerzlich sind.

Sie haben mich gefragt:

Gibt Ihnen das zu denken?

Ich antworte Ihnen: Ja, es gibt mir zu denken. Es gibt mir auch zu denken, was ich an anderer Stelle von Ihnen gelesen habe:

»Herauslösung des Mondes.« Das war vor etwa 26.000 Jahren. Damals löste sich der Mond aus der Erde. .... Zu diesem Zeitpunkt begann auch die Geschlechter-Trennung des Menschen. Dieser war vorher zweigeschlechtig. Damit nahm der Mensch zugleich seine aufrechte Haltung ein und begann, ein Knochensystem zu entwickeln. .... Vor etwa 7.000 Jahren fand die Sintflut statt. Damals erst klärte sich die Atmosphäre soweit auf, daß man normal sehen konnte ....

Das ist nicht Ihr Ernst, oder? Die auf die eben zitierten Zeilen folgenden Zeilen erwähne ich gar nicht erst.

So ein netter Mensch - und dann so ’was!

Es hat keinen Zweck, Ihnen weiterhin Nachhilfeunterricht zu geben. Ich gebe auf.

Freundliche Grüße!

Ihr Ex-Intensivlehrer

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Modalitäten des abendländischen Untergangs

admin @, Sonntag, 05. Februar 2012, 15:43 (vor 2114 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Sonntag, 05. Februar 2012, 17:23

Von den unter 1.) und 2.) angeführten Bereichen wird es auch abhängen, ob der unter 3.) angeführte Bereich eine (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger zulassen wird oder nicht. Das gilt ebenfalls für die (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes im unter4.) angeführten Bereich.

Das hieße, nach marxistischer Manier der Ökonomie den Primat zuzuweisen und die Kultur (hier auch die Politik) zum bloßen Überbau zu erklären. Gegenwärtig trifft das sogar zu, leider.

Ich hoffe dennoch darauf, daß eine bedeutende Persönlichkeit auftritt (oder sogar eine neukonservative Bewegung), welche eine "geistig-moralische Wende" herbeiführt. Wunder verstoßen niemals gegen Naturgesetze. Aber ein entsprechendes Naturgesetz gibt es hier sowieso nicht.

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Viele vergessen immer wieder, daß es die Leistungsträger sind, denen sowohl die Unter- als auch die Oberschicht die Umverteilung zu verdanken haben.

Ja, man sollte immer wieder darauf hinweisen. Mir war es auch lange Zeit nicht bewußt.

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bleibt festzuhalten, daß es wirklich keinen Sinn mehr hat, mit nationalen Alleingängen den Untergang des Abendlandes aufhalten zu wollen, sondern daß die Abendländer trotz Beibehaltung ihrer nationalen Gefühle die Notwendigkeit erkennen, daß sie nur als Gemeinschaft ihren Untergang gestalten oder hinauszögern oder gar verhindern können, und entsprechend dieser Erkenntnis konsequent handeln.

Es ist zu wünschen!

Gruß
admin

Modalitäten des abendländischen Untergangs und der Verhinderung desselben !

Herr Schütze, Montag, 06. Februar 2012, 19:37 (vor 2113 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Montag, 06. Februar 2012, 21:29

Guten Abend, Herr Lentze!

Sie haben geschrieben: „Das hieße, nach marxistischer Manier der Ökonomie den Primat zuzuweisen und die Kultur (hier auch die Politik) zum bloßen Überbau zu erklären. Gegenwärtig trifft das sogar zu, leider.“ (**).

Die von Ihnen angesprochene Zuweisung geht aber nicht oder jedenfalls nicht direkt aus dem hervor, was ich gesagt habe (**):

1.) Demographie-Bereich: Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabnahme;

2.) Ökonomie-Bereich: Loslösung vom „Money-Trust“ („Dollar-Imperium“);

3.) Politik-Bereich: (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger;

4.) Psychopolitik-Bereich: (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes.

Die Ökonomie ist hier an zweiter Stelle (siehe: 2.) angegeben. An erster Stelle (siehe: 1.) steht hier die Demographie! Veränderungen innerhalb der Bevölkerung können sowohl die Ökonomie beeinflussen als auch von der Ökonomie beeinflußt werden. In meinem Text ist jedoch nirgendwo zu lesen, daß die Ökonomie die „Basis“ sei oder sein müsse bzw., wie Sie sagen, daß ich „nach marxistischer Manier der Ökonomie den Primat zuzuweisen“ (**). gedenke. Da haben Sie mich falsch verstanden!

Derzeit erleben wir die Beeinflussung der Demographie durch die Ökonomie besonders stark; doch das heißt nicht, daß das immer so war, immer so ist und immer so sein wird.

Daß ich die Demographie an die erste Stelle (siehe: 1.) und die Ökonomie an die zweite Stelle (siehe: 2.) gesetzt habe, drückt auch meinen Wunsch aus, es möge bald wieder so sein, daß die Demographie von ihrer Möglichkeit Gebrauch macht, die Ökonomie zu beeinflussen, und sich nicht weiterhin von der Ökonomie beeinflussen läßt. Wir müssen doch aber die momentanen Tatsachen zur Kenntnis nehmen, und zu diesen Tatsachen gehört u.a. die starke Beeinflussung der Demographie durch die Ökonomie. Wenn wir es aber schaffen würden, die Demographie wieder stärker zu machen (wir sind ja auch übrigens schon dabei, allerdings machen wir nicht unsere eigene Demographie stärker, sondern die der sogenannten „3. Welt“), würden wir zwar zunächst einmal Einbußen in der Ökonomie hinzunehmen haben, aber mittelfristig insgesamt gewinnen, weil wir bei weiterer Vorherrschaft der Ökonomie wahrscheinlich letztlich sogar noch viel mehr Einbußen haben werden als für den Fall, wenn wir unsere eigene Demographie zur Vorherschaft bringen würden.

Daß es so kommen wird, ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber eben nicht unwahrscheinlich. Daher auch mein Satz: „Der unter 1.) angeführte Bereich führt uns zu einer Sozialismus-Variante, die sich »Feminismus« nennt und verhindert, daß es zu einer Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabanahme kommt oder - in absehbarer Zeit - kommen wird.“ (**). Denn in der Tat: Im Feminsmus und noch mehr in den Interessen und Desinteressen der Herrschenden, weil die ja an ihm am meisten verdienen, sehe ich die größte Gefahr für uns und unser Gelingen, unsere Demographie wieder stärker zu machen. Daher auch mein auf jenem folgender Satz: „Dieses Thema ist auch der Grund dafür, daß ich in diesem »Reserveforum« (wieso heißt das eigentlich so, Herr Lentze?) kommentiere.“ (**). Mit dem Feminismus und anderen Sozialismen machen die Herrschenden uns kaputt!

Daher meine Hoffnung und aber auch deren Relativierung in dem folegenden Satz: „Im unter 2.) angeführten Bereich könnte es tatsächlich bald zu einer Loslösung vom „Money-Trust“ kommen, doch die Betonung liegt leider auf dem Hilfsverb »könnte«, weil die Globalisten alles daransetzen werden, um das zu verhindern - und sei es durch einen Krieg gegen China oder wieder einmal gegen die ganze Welt!“ (**). Es wird also sehr schwierig für uns. Ohne Unterstützung der Fehler seitens der Globalisten - sie haben schon viele Fehler gemacht und werden weiterhin Fehler machen (!) - wird es wohl nicht gehen.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich dann die folgenden zwei Sätze schreiben mußte: „Von den unter 1.) und 2.) angeführten Bereichen wird es auch abhängen, ob der unter 3.) angeführte Bereich eine (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger zulassen wird oder nicht. Das gilt ebenfalls für die (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes im unter 4.) angeführten Bereich.“ (**). Mit anderen Worten: Wir haben eigentlich sogar ganz gute Aussichten auf Erfolg, wenn man von den riesigen Problemen absieht, die uns einzig die Gloablisten und die von ihnen ins Spiel gebrachten Funktionierenden permanent bereiten.

Ähnliches habe ich hier im „Reserveforum“ (wieso heißt das eigentlich so, Herr Lentze?) schon häufiger angesprochen.

Wenn Sie der Meinung sind, daß das trotzdem noch marxistisch sei - und dieser Meinung kann man ja durchaus sein -, dann bitte ich Sie, mir das mitzuteilen.

Da fällt mir - nicht ganz zufällig - ein Zitat ein:

„Die systematische Philosophie war mit Ausgang des 18. Jahrhunderts vollendet. Kant hatte ihre äußersten Möglichkeiten in eine große und - für den westeuropäischen Geist - vielfach endgültige Form gebracht. Ihr folgt eine ... spezifisch großstädtische, nicht spekulative, sondern praktische, irreligiöse, ethisch-gesellschaftliche Philosophie. Sie beginnt ... im Abendlande mit Schopenhauer, der zuerst den Willen zum Leben (»schöpferische Lebenskraft«) in den Mittelpunkt stellte, aber, was die tiefere Tendenz seiner Lehre verschleiert hat, die veralteten Unterscheidungen von der Erscheinung und dem Ding an sich, von Form und Inhalt der Anschauung, von Verstand und Vernunft unter dem Eindruck einer großen Tradition noch beibehielt. Es ist derselbe schöpferische Lebenswille, der im Tristan schopenhauerisch verneint, im Siegfried darwinistisch bejaht wurde, den Nietzsche im Zarathustra glänzend und theatralisch formulierte, der durch den Hegelianer Marx der Anlaß einer nationalökonomischen, durch den Malthusianer Darwin der einer zoologischen Hypothese wurde, die beide gemeinsam und unvermerkt das Weltgefühl des westeuropäischen Großstädters verwandelt haben, und der von Hebbels »Judith« bis zu Ibsens Epilog eine Reihe tragischer Konzeptionen von gleichem Typus hervorrief, damit aber ebenfalls den Umkreis echter philosophischer Möglichkeiten erschöpft hat.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917, S. 63).

Marx war Hegelianer, wenn auch ein „nur“ linker Hegelianer. Darwin war Mathusianer.

Marx hätte ein mittlerer Hegelianer bleiben oder ein rechter Hegelianer werden sollen! Gerade das, was ihn als Linken damals auszeichnete, macht ihn heute so lächerlich. Gerade sein propagierter „Endsieg“, der über die Diktatur des Proletariats erreicht werden sollte, war es ja, der viele auf so verführerische Weise anzog und trotzdem (oder gerade deswegen!?!) das Unglaubwürdigste an seiner Philosophie war, ist und bleiben wird. Die dialektische Methode und sonstiges Gedankengut hatte er von Hegel direkt abgeguckt und abgeschrieben. Die ist auch nicht so falsch. Nur seine Schlußfolgerungen sind ein Witz, ein schlechter Witz allerdings - wahrscheinlich deswegen, weil Marx dabei wirklich alleine (selbständig!) denken mußte, aber nicht konnte, weil er dabei nichts mehr abschreiben konnte. So’n Pech aber auch für Karl Heinrich Marx.

Mit freundlichen Grüßen!

Herr Schütze

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Modalitäten des abendländischen Untergangs und der Verhinderung desselben !

admin @, Montag, 06. Februar 2012, 22:16 (vor 2112 Tagen) @ Herr Schütze

hier im „Reserveforum“ (wieso heißt das eigentlich so, Herr Lentze?)

Ursprünglich war es geplant als Alternative für das wgvdl.com-Forum, weil dort meine Einträge - aber auch die Einträge mancher Anderer - oftmals unangekündigt und undokumentiert gelöscht wurden. Das hatte sowohl weltanschauliche als auch ganz persönliche Gründe.

Darauf gründete einer der Betroffenen eine Art Gegenforum mit gleichem Namen und gleichem Aussehen. Ich experimentierte ebenfalls mit einem anderen Forum, das aber nicht in Konkurrenz mit einem der beiden anderen treten sollte. Mir war auch klar, daß ich einen solchen Konkurrenzkampf verlieren würde. Was mich motivierte, waren vor Allem die Möglichkeiten technischer Gestaltung.

In Anbetracht, daß auch im o.g. Konkurrenzforum sich Intoleranz bemerkbar machen würde - tatsächlich wurden auch dort Teilnehmer ausgesperrt -, wollte ich ein Forum bereithalten, das sozusagen unzerstörbar, als eiserne Reserve, im Hintergrund verbleibt.

Daß "Reserve" auch im militärischen Sprachgebrauch eine Rolle spielt, wurde mir erst hinterher klar und stört mich nicht, im Gegenteil.

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Wenn Sie der Meinung sind, daß das trotzdem noch marxistisch sei - und dieser Meinung kann man ja durchaus sein -, dann bitte ich Sie, mir das mitzuteilen.

Nein, das zu beurteilen wäre ich gar nicht in der Lage.

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Da fällt mir - nicht ganz zufällig - ein Zitat ein

Nunja, mir fällt zu Marx auch immer ein Zitat ein, was ich schon des Öfteren sinngemäß wiedergeben habe. Nämlich Steiners Mitteilungen über Marxens Vor-Verkörperung als Raubritter, der einem anderen Raubritter (Engels) in die Hände fiel und durch diesen versklavt und ausgebeutet wurde. :-D Ob man es nun glauben will oder nicht - einen gewissen Unterhaltungswert hat es doch, oder nicht?

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