Die Rockefellers haben sich den Feminismus kräftig zunutze gemacht !

Herr Schütze ⌂, Donnerstag, 23. Februar 2012, 17:51 (vor 2096 Tagen)
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 23. Februar 2012, 18:57

„Nicholas Rockefeller sagte ...: »Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen. Außerdem wurde damit die Familie zerstört, und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluß der intakten Familie. Indem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.«“ (Freeman, Der Ursprung des Feminismus, in: Alles Schall und Rauch, 02.12.2006 [**]; Daniel Fischer, Der Ursprung des Feminismus, 11.03.2011 [**]).

Besonders interessant finde ich folgenden Kommentar dazu:

Nicht wir - die Fellerockers - und auch nicht die Rockefellers haben den Feminismus erfunden, ihn uns aber kräftig zunutze gemacht. .... Es gibt bestimmte Formen - gewissermaßen Steuergößen oder charakterisierende Eigenschaften oder Parameter -, die in der Gescichte immer wiederkehren, ständig begleitet vom Versuch der Menschen, Macht über die Welt - des Menschen Umwelt ist die Welt - zu bekommen. Ich nenne diesen Versuch die vom „Willen zur Macht“ bestimmte „Ausdehnung“ (auch: „Expansion“). Zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt innerhalb des Zyklus wird die Ausdehnung so stark, daß die Mittel zur Umsetzung immer intelligenter, immer spitzfindiger und immer spezialisierter werden müssen. Es ist ein Prozeß, der in gewsser Hinsicht von selbst läuft und von Menschen nur insofern gesteuert oder beeinflußt wird, als daß sie ihm eigenspezifische Formen geben, an denen man übrigens auch ihre Kulturzugehörigkeit erkennen kann. Wenn dann also Menschen wie die Fellerockers oder die Rockefellers diesem eigentlich auch ohne sie verlaufenden Prozeß eine besondere Form geben, so sind sie nicht die „Erfinder“, sondern die kulturspezifischen Formgeber. Man hätte z.B. in früheren Kulturen den Feminsimus nicht so extrem ausufern lassen können, wie das heute in der abendländischen Kultur schon seit langem der Fall ist. Und für dieses extreme Ausufern tragen wir - die Fellerockers - und die Rockefellers allerdings tatsächlich die Hauptverantwortung!“ (D. J. Fellerocker **).

Er ist ironisch, ja sogar selbstironisch, und er hat dennoch den Ernst des Themas nicht verlassen. Was mir am meisten gefällt: D. J. Fellerocker scheint Spenglerianer zu sein. Gut, Kissinger ist auch Spenglerianer, und Kissinger ist nicht einer meiner besten Freunde, aber trotzdem ...!

Sie, Herr Lentze, müßte das doch auch sehr interessieren. Steiner war Goetheaner, Spengler auch, wahrscheinlich noch mehr als Steiner. Spengler wurde nicht müde, Goethes „Faust“ wie eine Monstranz vor sich her zu tragen.

Wer jetzt glaubt, diese Globalisten, zu denen ja auch die Rockefellers gehören, seien reine „Kapitalisten“, liegt nur zur Hälfte richtig, denn solche Kapitalisten sind zur anderen Hälfte (oder mehr!) Sozialisten, denn sie haben sich bereits so sehr vom Rest (mindestens 99%) abgeseilt, daß sie sich ihren Sozialismus erlauben können. Sie sind die Vorreiter der zukünftigen Feudalisten; sie bleiben unter sich - auch biogenetischerseits -, sie betreiben also auch Inzucht; sie sind eigentlich genau die, die hier bei uns angeblich am meisten bekämpft, verpönt, ja tabuisiert, aber in Wirklichkeit und nicht zuletzt aufgrund ihrer Propaganda am meisten gestärkt, geheiligt und bewundert werden (sollen): Rassisten bzw. Elitaristen oder Herrenmenschen bzw. Übermenschen!

Freundliche Grüße an ALLE hier im Forum!

Die Rockefellers haben sich den Feminismus kräftig zunutze gemacht !

trel ⌂, Donnerstag, 23. Februar 2012, 23:12 (vor 2095 Tagen) @ Herr Schütze

(Freeman, Der Ursprung des Feminismus, in: Alles Schall und Rauch, 02.12.2006 [**];

Der Kommentator "Student" in diesem Blog, das war ich.

Korrekterweise müssen wir zugeben, daß das Rockefeller-Zitat nicht zureichend belegt ist. Es gibt nur jemand, der behauptet, daß Rockefeller ihm das gesagt habe. Das kann stimmen oder auch nicht. Es ist natürlich gut möglich, daß Rockefeller das gesagt hat. Aber inzwischen finde ich das nicht mehr so aufregend.

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Wenn dann also Menschen wie die Fellerockers oder die Rockefellers diesem eigentlich auch ohne sie verlaufenden Prozeß eine besondere Form geben, so sind sie nicht die „Erfinder“, sondern die kulturspezifischen Formgeber. Man hätte z.B. in früheren Kulturen den Feminismus nicht so extrem ausufern lassen können, wie das heute in der abendländischen Kultur schon seit langem der Fall ist. Und für dieses extreme Ausufern tragen wir - die Fellerockers - und die Rockefellers allerdings tatsächlich die Hauptverantwortung!“ (D. J. Fellerocker **).

Das klingt schon besser.

Ich habe nichts gegen die Feststellung einzuwenden, daß der Feminismus seinerseits durch andere Interessengruppen instrumentalisiert wird, und umgekehrt. Das Böse hat eben viele Elemente, die auch zusammenarbeiten.

Mir kommt es darauf an, diese Bewegungen auf ihre Ursprünge zurückzuverfolgen. Und die Ursprünge sind wesenhaft, d.h. es handelt sich um (Geist-)Wesen. Dann ist das Bild ihrer reinsten Ausprägung, ihr Urbild, in der Versuchung Jesu zu suchen.

Die zweite Versuchung lag in der Aufforderung, sich von der Zinne des Turmes zu stürzen und sich auffangen zu lassen. Hierbei wirkten Luzifer und Ahriman zusammen. Es ist der wollüstige Fall als Rückfall in einer niederen Daseinsgrad, ins Unbewußte (Psychoanalyse), ins Weibliche (Feminismus), ins Rauschhafte (Drogen, Pseudoreligionen).

Die dritte Versuchung lag in der Aufforderung, Steine in Brot zu verwandeln. Hier wirkt Ahriman scheinbar allein; hinter ihm wirkt aber eine dritte, noch mächtigere Versuchermacht, die sich aber nicht zu erkennen gibt. Das ist die gefährlichste Versuchung von allen, die Jesus auch nicht restlos überwunden konnte. Es geht um den Kapitalismus-Sozialismus.

Mir scheint, Herr Schütze, Sie haben das so gemeint, daß Kapitalismus und Sozialismus in einem gewissen Stadium nicht zu unterscheiden sind. Das dürfte hier zutreffen. Die betreffende Macht strebt an, alle Menschen satt und gleich zu machen und damit ruhigzustellen, und sie gleichzeitig so auszubeuten, daß es für sie keine Entwicklung mehr gibt und das Leben für sie zur endgültigen Sackgasse wird. So stellt auch Solowjew den Antichristen dar.

Freundliche Grüße
trel

Die Rockefellers haben sich den Feminismus kräftig zunutze gemacht !

Herr Schütze, Freitag, 24. Februar 2012, 22:30 (vor 2094 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Samstag, 25. Februar 2012, 00:22

Es ist nicht wichtig, ob einer der Rockefellers - nachweislich - gesagt hat, den Feminismus erfunden zu haben. Man kann ja wissen, daß so etwas möglich ist - und das reicht aus, weil das Leben für gewöhnlich nicht nach den Quellen, den Urhebern oder den wissenschaftlich fundierten Aussagen fragt. Es ist hier ähnlich wie mit der Frage nach den Quellen zu Wolfssohns Aussagen, über die wir uns am 30.01.2012 (**|**|**|**) und am 31.01.2012 (**|**|**) unterhalten haben.

Ich fand und finde an Rockefellers Aussage sowieso nichts Aufregendes. Mir ging und geht es ausschließlich um den Kommentar des D. J. Fellerocker (**|**) dazu.

„Mir scheint, Herr Schütze, Sie haben das so gemeint, daß Kapitalismus und Sozialismus in einem gewissen Stadium nicht zu unterscheiden sind. Das dürfte hier zutreffen. Die betreffende Macht strebt an, alle Menschen satt und gleich zu machen und damit ruhigzustellen, und sie gleichzeitig so auszubeuten, daß es für sie keine Entwicklung mehr gibt und das Leben für sie zur endgültigen Sackgasse wird. So stellt auch Solovjew den Antichristen dar.“ (**).

Ja, ich habe mich zu dem Thema ja schön des öfteren geäußert (**|**|**|**|**|**|**): die Thesis Liberalismus (Kapitalismus) und die Antithesis Egalitarismus (Links-Sozialismus) bilden ab einem bestimmten Zeitpunkt die Synthesis Fraternitarismus (Rechts-Sozialismus), und in der Synthesis sind die Thesis und die Antithesis kaum noch zu unterscheiden. Dann gibt es in der Tat kaum noch eine Entwicklung. In dieser Kulturphase, in der wir uns heute befinden, findet u.a. die Synthetisierung statt, und dann, wenn sie beendet sein wird, wird es kaum noch Entwicklung, kaum noch Geschichte (**|**|**|**|**|**|**|**|**) geben.

Was Solovjew angeht, fällt mir sogleich ein Bolz-Zitat ein: „Doch man wußte schon immer, daß der Teufel gerne als Theologe auftritt und die Heilige Schrift sehr gut kennt. In Wladimir Solovjews »Kurzer Erzählung vom Antichrist« verleiht ihm die Universität Tübingen den Titel eines Ehrendoktors der Theologie. Und es zeugt von großartiger Weitsicht, daß Solovjew seinen Antichrist ein Buch schreiben läßt, das den Titel trägt »Der offene Weg zu Frieden und Wohlfahrt der Welt« - es ist die Gegenbibel.“ (Norbert Bolz, Das Wissen der Religion, 2008, S. 64).

Noch Fragen, Herr Lentze?

Die Rockefellers haben sich den Feminismus kräftig zunutze gemacht !

trel ⌂, Samstag, 25. Februar 2012, 01:36 (vor 2094 Tagen) @ Herr Schütze

Noch Fragen, Herr Lentze?

Ja sicher, Herr Schütze! Es bleiben viele Fragen.

Etwa, wann der Antichrist auftreten wird. Sofern er überhaupt als eine definierte Person auftreten wird. Solowjew schrieb in seiner "Kurzen Erzählung vom Antichrist" um 1900 von den "Vereinigten Staaten von Europa", die der Antichrist gründen wird. Die haben wir aber schon. - Steiner sagte des Öfteren, er werde um die Jahrtausendwende auftreten; gelegentlich sagte er, etwas später; einmal sagte er, um 2030. - Tomberg schrieb 1933, in Hitler habe sich eine Art von Antichrist verkörpert, denn er verkörpere alle drei Versuchungen in einer Person: Ein Reich; Blut; Boden. (Er schrieb aber nicht direkt, H. sei der Antichrist.)

Dann wäre auch zu fragen, wie sich unsereiner (d.h. ein verständiger Mensch) verhalten soll. Opponieren wäre entweder zwecklos oder aber tödlich. Aber hat denn Jesus gegen die damaligen Gegenmächte opponiert? Nein, außer wenn er zur Rede gestellt wurde. Er hat vielmehr das gemacht, was er selbst zu tun hatte, nämlich den Christus in sich bis zum Physischen zu verkörpern und dadurch die Erde zu verwandeln. (Das, was er lehrte, ist eher nebensächlich.)

Und darum meine ich auch, daß wir unsere Kräfte nicht in einem Aufdecken, evtl. Verdächtigen, erschöpfen sollten. Man kann ja alles Mögliche kritisieren, aber entscheidend ist letztlich: Was setze ich an Stelle dessen, das ich nicht haben will? Nun, für den Wulff z.B. haben wir ja jetzt den Gauck. Aber wenn der nicht zur Verfügung gestanden hätte, dann wäre es vielleicht besser gewesen, den bisherigen Amtsinhaber zu lassen. Nur als Beispiel.

Was mich betrifft, so arbeite ich an mir selbst, und bin beinahe dankbar für jeden Verlust, den ich äußerlich erleide. Das ist natürlich nur möglich, wenn man an ein ewiges Leben "glaubt". Dann kann ein äußerlicher Verlust (aktuell meines Sohnes, der sich voriges Jahr von mir losgesagt hat) eine neue innere Kraft erwecken und zugleich eine äußere, unerwartete Schicksalswende herbeiführen.

Wie gesagt, es hängt an der Frage, ob mit dem äußeren Tod das Leben wirklich zuende sei, oder nicht.

Freundliche Grüße
trel

Die Rockefellers haben sich den Feminismus kräftig zunutze gemacht !

Herr Schütze, Sonntag, 26. Februar 2012, 00:56 (vor 2093 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 26. Februar 2012, 01:08

Hallo, Herr Lentze!

Sie haben u.a. geschrieben:

„Was mich betrifft, so arbeite ich an mir selbst, und bin beinahe dankbar für jeden Verlust, den ich äußerlich erleide. Das ist natürlich nur möglich, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«. Dann kann ein äußerlicher Verlust (aktuell meines Sohnes, der sich voriges Jahr von mir losgesagt hat) eine neue innere Kraft erwecken und zugleich eine äußere, unerwartete Schicksalswende herbeiführen.“ (**).

Dazu habe ich zwei Fragen:

1.) Warum sind dann im Internet so viele Foren, Blogs, Kommentare und andere Texte von Ihnen zu finden?
2.) Wie kann sich denn ein Kind - noch dazu dann, wenn es so jung ist wie Ihr Sohn - von seinem Vater „lossagen“?

Ich hoffe, ich war nicht zu indiskret (meine E-Brief-Adresse haben Sie ja)!

Liebe Grüße!

Herr Schütze

Anmerkung aus einer „eher unmusikalischen“ Küche

Küchenzaubermeister, Samstag, 03. März 2012, 20:24 (vor 2087 Tagen) @ trel

Abschließend möchte ich kurz auf ein Thema eingehen, das der Forumsbetreiber Thomas Lentze u.a. am 25.02.2012 angesprochen hat:

Was mich betrifft, so arbeite ich an mir selbst und bin beinahe dankbar für jeden Verlust, den ich äußerlich erleide. Das ist natürlich nur möglich, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«. Dann kann ein äußerlicher Verlust (aktuell meines Sohnes, der sich voriges Jahr von mir losgesagt hat) eine neue innere Kraft erwecken und zugleich eine äußere, unerwartete Schicksalswende herbeiführen.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß das nicht nur dann „möglich ist, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«“, sondern auch dann, wenn man an ein ewiges Leben nicht glaubt.

Kzm.

Nicht diskussionswürdig.

trel ⌂, Sonntag, 04. März 2012, 01:20 (vor 2086 Tagen) @ Küchenzaubermeister

Abschließend möchte ich kurz auf ein Thema eingehen, das der Forumsbetreiber Thomas Lentze u.a. am 25.02.2012 angesprochen hat:

Was mich betrifft, so arbeite ich an mir selbst und bin beinahe dankbar für jeden Verlust, den ich äußerlich erleide. Das ist natürlich nur möglich, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«. Dann kann ein äußerlicher Verlust (aktuell meines Sohnes, der sich voriges Jahr von mir losgesagt hat) eine neue innere Kraft erwecken und zugleich eine äußere, unerwartete Schicksalswende herbeiführen.


Ich bin mir ziemlich sicher, daß das nicht nur dann „möglich ist, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«“, sondern auch dann, wenn man an ein ewiges Leben nicht glaubt.

Kzm.

Das halte ich für einen Widerspruch des Widerspruchs wegen.

Theoretisch ist irgendwie alles möglich. Aber für mich ist das ohne nähere Begründung nicht diskussionswürdig. Denn was soll die praktische Folgerung für uns sein? Es ist so, wie wenn jemand sagt, daß man leben kann, ohne zu essen. Solche Fälle soll es ja wirklich gegeben haben oder geben. Aber selbst wenn es das gibt - was soll dann die praktische Folgerung für uns sein?


Wie gesagt, nicht diskussionswürdig.

trel

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